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Glaubenszeugnis auf den Straßen

Hochfest Fronleichnam im Bistum Würzburg – Prozessionen in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt – Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Franz Jung im Kiliansdom – Motto in Würzburg: „Hab Mut, steh auf!“

Würzburg/Aschaffenburg/Schweinfurt (POW) Tausende Katholiken werden am Fronleichnamsfest am Donnerstag, 4. Juni, Jesus Christus im eucharistischen Brot durch die Straßen der Städte und Dörfer im Bistum Würzburg begleiten. In der Bischofsstadt Würzburg steht die Fronleichnamsprozession in diesem Jahr unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“, unter dem auch schon der 104. Deutsche Katholikentag begangen wurde. Der Gottesdienst wird auf TV Mainfranken (Kabel), Bibel TV online sowie dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg übertragen. In Aschaffenburg hat die Fronleichnamsprozession das Thema „Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich“. Die katholische Stadtkirche Schweinfurt stellt die Prozession unter das Motto „Friede sei mit euch“. Das Digitalteam der Stadtkirche Schweinfurt begleitet die gesamte Prozession und die Eucharistiefeier erstmals im Livestream.

Bischof Dr. Franz Jung feiert am Fronleichnamstag um 8.30 Uhr eine Pontifikalmesse im Würzburger Kiliansdom. Der Würzburger Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth gestaltet die heilige Messe musikalisch. Es erklingen die „Missa Aeterna Christi munera“ von Giovanni P. da Palestrina, „O magnum mysterium“ von Tomas Luis de Victoria, „Beati quorum via“ von Charles V. Stanford und „Exsultate Deo“ von Alessandro Scarlatti. Domorganist Professor Stefan Schmidt spielt die Klais-Orgel. Bei der Prozession spielt das Blasorchester Kürnach. Gegen 9.30 Uhr beginnt die Prozession durch die Würzburger Innenstadt. Der Prozessionsweg führt vom Dom über die Schönbornstraße, Juliuspromenade und Theaterstraße zum Stationenaltar im Ehrenhof der Residenz. Zum Abschluss der Statio erteilt Bischof Jung den eucharistischen Segen mit der Monstranz. Danach zieht die Prozession weiter über die Balthasar-Neumann-Promenade, Neubaustraße, Schönthal- und Plattnerstraße zur Treppe des Neumünsters. Mit dem Segen auf den Treppen des Neumünsters endet die Prozession. Die Texte für die Prozession hat das Referat Verkündigung und Liturgie des Bistums Würzburg herausgegeben. Das Textheft steht im Internet unter https://liturgie.bistum-wuerzburg.de/na-detail/ansicht/fronleichnamsprozession-2026-hab-mut-steh-auf/ zum Download bereit.

Neben den Gläubigen der Innenstadtpfarreien begleiten die Mitglieder des Domkapitels und Vertreter des öffentlichen Lebens das Allerheiligste durch die Stadt. Ordensleute, Mitglieder der Ritterorden, Verbände, Vereine, Studentenverbindungen und Innungen beteiligen sich ebenfalls an der Prozession.

Im Anschluss an die Prozession sind alle Mitfeiernden zur Begegnung und einer kleinen Stärkung auf der Terrasse vor dem Burkardushaus, Am Bruderhof 1, eingeladen.

Die Fronleichnamsfeier in Aschaffenburg beginnt um 9.30 Uhr mit dem Hochamt in der Pfarrkirche Sankt Michael (Damm). Sie steht unter dem Motto „Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich“. „Die Eucharistie ist eine Kraftquelle auf unserem Pilgerweg“, erläutert Pfarrer Robert Stolzenberger. Der Prozessionsweg führt über die Mittelstraße und Brückenstraße zum Altar am „Maxim“ an der Ecke Brückenstraße/Haidstraße. Weiter geht es über die Schillerstraße und Mittelstraße zum Altar am Kreuz an der Kreuzung von Paulusstraße und Schulstraße. Über die Boppstraße und die Bernhardstraße führt der Weg zum Altar an der Ecke Behlenstraße/Bernhardstraße und über die Scheffelstraße zur Pfarrkirche Sankt Josef. Am dortigen Altar endet die Prozession. An jedem Altar gibt es einen kurzen Impuls von einem der Aschaffenburger Teampfarrer („in solidum“). Die Volkersbrunner Musikanten übernehmen die musikalische Begleitung.

Das Leitthema der Schweinfurter Fronleichnamsprozession lautet „Friede sei mit euch“. Die Prozession beginnt um 9 Uhr an der Heilig-Geist-Kirche. Über die Schultesstraße und Rüfferstraße führt der Weg zum „Spitalseebunker“. Dort wird eine Statio gehalten. Danach bewegt sich die Prozession über die Friedrich-Stein-Straße zum Bischof-Stangl-Haus, wo das Evangelium verkündet wird. Weiter geht es über die Ignaz-Schön-Straße und Moritz-Fischer-Straße zur Pfarrkirche Sankt Kilian. Dort wird die Eucharistie gefeiert. Nach der Eucharistiefeier zieht die Prozession mit dem Allerheiligsten auf dem gleichen Weg zurück zur Heilig-Geist-Kirche. Bei einem kurzen Halt vor dem Sankt-Josefs-Krankenhaus wird der eucharistische Segen den Kranken, Besucherinnen und Besuchern sowie dem Personal des Krankenhauses gespendet. Vor der Heilig-Geist-Kirche endet die Prozession mit dem eucharistischen Segen und dem Lied „Großer Gott wir loben dich“.

Bei Regen wird um 9.15 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche ein Gottesdienst gefeiert. Aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage der Stadtkirche Schweinfurt.

Aktuelles Lexikon: Fronleichnam

Das Fronleichnamsfest geht auf eine Vision der Lütticher Nonne Juliana im Jahr 1209 zurück. Die Ordensfrau hatte dabei die Kirche als Mondscheibe gesehen, bei der ein schwarzer Fleck das Fehlen eines Festes zu Ehren der heiligen Eucharistie anzeigte. Der Bischof von Lüttich führte 1246 ein solches Fest ein, das unter österlich-freudigen Vorzeichen das Abendmahlsgedächtnis vom Gründonnerstag aufgriff. Aus diesem Grund wurde der Termin auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten angesetzt. 1264 ordnete Papst Urban IV., der frühere Archidiakon von Lüttich, den Festtag für die gesamte katholische Kirche an.

Zentrale Aussage von Fronleichnam ist, dass Jesus seinen Leib und damit sich selbst gibt. Auf diese Weise stiftet er ein fortlebendes Gedächtnismahl, in dem er selbst gegenwärtig ist. Dieses Mahl ist Zentrum kirchlichen Lebens. Das Fest, vor allem die Prozession, bringt zum Ausdruck, dass Jesus mit seinem Volk zieht. Dabei steht mehr die Freude an Jesu Gegenwart im Mittelpunkt als sein Leidensweg. Zwar bildet das eucharistische Brot das Zentrum der Feier, seit der Neuordnung der Liturgie gilt Fronleichnam jedoch gleichzeitig als „Fest des kostbaren Blutes“, das früher am 1. Juli gefeiert wurde. Der eucharistische Leib Christi wird in der oft reich verzierten Monstranz unter einem über vier Stäbe gespannten Tuch, dem so genannten „Himmel“, durch die Straße getragen. Der Ort und seine Bewohner werden gesegnet, daher wird die Prozession auch als öffentliche Veranstaltung gesehen, die das Gemeinwesen betrifft. Die Prozession macht üblicherweise an vier Stationen halt. An jeder Station wird aus dem Evangelium vorgelesen und der eucharistische Segen erteilt. Die Vierzahl bezieht sich auf die vier Himmelsrichtungen. Oft werden in der Prozession Fahnen, Bilder, Figuren und Reliquien mitgetragen.

(2326/0562; E-Mail voraus)

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