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Glaubwürdiges Zeugnis für Gott gegeben

Maria-Stern-Schwestern verlassen nach 163 Jahren segensreichen Wirkens das Bistum Würzburg – Verabschiedung bei Festgottesdienst in Stift Haug – Caritaskreuz in Gold für Schwester Pia Frey

Würzburg (POW) 163 Jahre lang haben Franziskanerinnen von Maria Stern, im Volksmund liebevoll „Lieseli“ genannt, im Bistum Würzburg gewirkt. Am Samstag, 20. November, dem Festtag der heiligen Elisabeth von Thüringen, ist diese Ära zu Ende gegangen. Bei einem Gottesdienst in der Würzburger Pfarrkirche Stift Haug wurden Schwester Pia Frey, Schwester Jolanda Scheubner und Schwester Ludwina Poth verabschiedet, die bislang im Würzburger Elisabethenheim wirkten. „Wer auf Ihr Lebenswerk schaut, der begreift, dass es auch heute möglich ist, das Ideal einer heiligen Elisabeth zu leben“, sagte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. Er überreichte als Zeichen der besonderen Anerkennung Schwester Pia Frey, die von 1976 bis August 2021 das Kinderheim Elisabethenheim leitete, das vom Deutschen Caritasverband verliehene Caritaskreuz in Gold. An dem Gottesdienst unter strengen Coronaschutzauflagen nahmen neben der Schulfamilie der Privaten Katholischen Volksschule ElisabethenHeim unter anderem Vertreterinnen der Ursulinen, der Ritaschwestern, der Oberzeller Franziskanerinnen und der Erlöserschwestern teil, außerdem Familiaren des Deutschen Ordens, zahlreiche Priester und Vertreter des Caritasverbands.

In seiner Predigt verwies Generalvikar Vorndran darauf, dass die drei an diesem Tag verabschiedeten Maria-Stern-Schwestern wie die heilige Elisabeth aus der Fülle Gottes schöpften. „Heute gilt Ihnen unser Dank für das glaubwürdige Zeugnis, das Sie in den vergangenen Jahrzehnten und das Ihre Ordensgemeinschaft in insgesamt 163 Jahren in unserem Bistum gegeben haben. Ihre Motivation und Ihre je eigenen Persönlichkeiten haben mich in meiner Zeit als Dompfarrer, in der ich auch Pfarrer von Sankt Gertraud war, stets zutiefst beeindruckt.“ Zum Kraftort ihrer Berufung hätten die drei Ordensschwestern die Kapelle des Elisabethenheims gemacht. „Wenn Sie nun Würzburg verlassen und in Ihr Mutterhaus nach Augsburg aufbrechen, möge die Eucharistie weiterhin der Ort Ihrer bleibenden Heimat sein, der Ort, wo Sie auch in Würzburg immer verankert waren in der Liebe Gottes“, sagte der Generalvikar. Den Schwestern wünschte er noch viele segensreiche Jahre im Kreis ihrer Mitschwestern im Mutterhaus.

Simon Kuttenkeuler, Geschäftsführer des Elisabethenheims, betonte, das Elisabethenheim habe 153 Jahre lang „unter einem guten Stern“ gestanden. Den scheidenden Maria-Stern-Schwestern gab er eine Textzeile der A-capella-Band „Wise Guys“ mit auf den Weg: „Wir werden euch vermissen, damit sind wir nicht allein. Es gibt 1000 gute Gründe, dankbar für die Zeit zu sein. Wir werden euch vermissen, weiß der Kopf und spürt der Bauch. Wir werden euch vermissen, und ihr uns vielleicht ja auch.“ Den Schwestern überreichte er als Erinnerung die Elisabethstatue, die direkt vor dem Eingang der Hauskapelle hing. Jeden Tag seien sie auf dem Weg zum Gottesdienst daran vorbeigegangen und hätten diese immer besonders mit Blumen bedacht. „Möge die heilige Elisabeth auch künftig über Ihnen wachen und Sie stets an uns erinnern.“ Frankenwein solle es den Schwestern ermöglichen, in hoffentlich schönen Erinnerungen zu schwelgen, ein Jahresabo des Würzburger katholischen Sonntagsblatts helfen, dass die Ordensfrauen verfolgen können, was im Bistum Würzburg los ist. Für die Familiaren des Deutschen Ordens dankte Vizekomtur Dr. Dr. Thomas Richter für die Gastfreundschaft, welche ihnen die Maria-Stern-Schwestern regelmäßig gewährt haben.

Provinzoberin Schwester Ludowika Lenz erinnerte daran, dass auf dem Gebiet der Diözese Würzburg die ersten Maria-Stern-Schwestern 1858 in Hammelburg ihren Dienst begannen. „Es gab weitere Gründungen, an elfter Stelle kamen 1868 Schwestern ins Elisabethenheim. Unser Dienst ist nun vollendet.“ Sie dankte allen, die mit den Schwestern zusammengearbeitet und so dafür gesorgt hätten, dass diese sich in Würzburg wohl und angenommen fühlten. Stellvertretend überreichte Lenz dem Generalvikar ein Buch über die Geschichte des Ordens.

Schwester Ludwina Poth wirkte seit 2003 im Elisabethenheim. Zuvor war sie Erzieherin im Kinderdorf Marienstein und mehr als 20 Jahre Leiterin des Kindergartens in Margetshöchheim. Schwester Jolanda Scheubner war seit 1956 im Elisabethenheim tätig, zuerst als Auszubildende, ab 1964 als Ordensfrau. Sie lernte erst Weißnäherin, dann Damenschneiderin. Später qualifizierte sie sich als Heimerzieherin, Hauswirtschaftsmeisterin, Fachlehrerin für Textilarbeit, Ausbilderin, Altenpflegerin und Pflegedienstleiterin. Seit 27 Jahren leitete sie den dortigen Konvent. Schwester Pia Frey war seit 1969 im Elisabethenheim aktiv, zunächst im Kindergarten. Ab 1974 war sie als Heilpädagogin und Gruppenleiterin im Kinderheim eingesetzt, 1976 übernahm sie die Leitung des Kinderheims.

Für die musikalische Gestaltung der Feier sorgten die Dommusik-Kinder des Elisabethenheims unter der Leitung von Carolin Hauke, Domkapellmeister Professor Christian Schmid als Kantor sowie Diözesanmusikdirektor Gregor Frede an der Orgel und Ronja Dittmar mit der Trompete.

 mh (POW)

(4721/1132; E-Mail voraus)

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