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Jahresauftakt-Pressekonferenz 2020

Erprobungsphase endet in diesem Jahr

Verantwortliche erläutern Stand des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ – Neue Bistumslandkarte anhand sozialraumorientierter Kriterien

Würzburg (POW) Es geht um Inhalt und Struktur einer künftigen Pastoral im Bistum Würzburg: Eine den Menschen zugewandte und auf Gott ausgerichtete Lebensweise soll mit dem Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ verwirklicht werden und eine spirituelle, also geistig geprägte und solidarische Pastoral umgesetzt werden, die im jeweiligen Kontext verständlich ist. Über den aktuellen Stand des Programms haben Generalvikar Thomas Keßler, Programmverantwortlicher Domkapitular Christoph Warmuth und Programmleiterin Pastoralreferentin Monika Albert bei der Jahresauftaktpressekonferenz des Bistums am Mittwoch, 5. Februar, informiert.

Anlass des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ sind laut Warmuth die veränderten Rahmenbedingungen wie Rückgang bei Personal, Finanzen und Gläubigen und die damit verbundene Frage: Wie kann sich die Kirche angesichts dessen in einem ländlich geprägten Raum wie dem Bistum Würzburg so aufstellen, dass sie auch in Zukunft zugänglich, erkennbar und erreichbar bleibt? 

Insgesamt soll das Programm bis Ende 2025 abgeschlossen sein, betonte Albert. Schwerpunkte für das Jahr 2020 seien Auftrag und Selbstverständnis von Kirche im Bistum Würzburg, Dekanate, „Pastorale Räume“ und die damit verbundene Frage nach den Gremien im Blick auf die Pfarrgemeinderatswahl 2022.

Vier Hauptaufgaben sind bei „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ zu unterscheiden, erläuterte Albert: Der Bischof als Auftraggeber werde von den diözesanen Gremien beraten. Generalvikar Keßler als Programmauftraggeber, Domkapitular Warmuth als Programmverantwortlicher und ein Lenkungskreis, der sich im Januar 2020 konstituiert hat, steuern das Programm. Für den operativen und koordinierenden Teil ist Programmleiterin Albert verantwortlich. „Meine Aufgabe ist es auch, die Fülle an Aufgaben und Inhalten in einzelne Projekte aufzugliedern.“ Diese einzelnen Aufgaben und Inhalte würden dann von den Projektleiterinnen und -leitern in einzelnen Projekten verwirklicht.

Die Erprobungsphase ende bereits 2020 mit einem Diözesanforum am 24. Oktober im Würzburger Vinzentinum. „Ziel der Erprobungsphase war und ist es, neue pastorale Modelle und Formen der Zusammenarbeit in den angedachten Räumen auszuprobieren.“ Diese Räume sollen bis Ende des Jahres 2020 geographisch festgelegt sein. Die Zahl werde sich auf etwa 40 belaufen, mitunter seien die Altlandkreise eine Orientierung.

Bis Ende des Jahres 2022 schließt sich dann die Gestaltungsphase an, in der ein pastorales Konzept für den jeweils umschriebenen Raum erarbeitet wird. „Dazu wird es einen inhaltlichen Rahmen geben, innerhalb dessen die einzelnen pastoralen Konzepte entwickelt werden“, wie Albert weiter erläuterte. Ein weiteres Diözesanforum werde dann den Übergang von der Gestaltung zur Implementierung bilden. „In dieser Phase werden die erarbeiteten Konzepte auf ihre Praktikabilität überprüft und gegebenenfalls nachgebessert.“

Priorisiert der inhaltlichen Struktur vorangestellt sei die Frage nach dem Auftrag und Selbstverständnis von Kirche, betonte Warmuth. „Dieses Projekt ist bereits etabliert. Es erarbeitet den inhaltlichen Rahmen als Orientierungsrahmen für die pastoralen Konzepte, die in der Gestaltungsphase erstellt werden.“ An diesem Orientierungsrahmen würden sich auch die nachfolgenden Projekte messen lassen.

Zu den Projekten im Zusammenhang mit der äußeren Struktur gehöre unter anderem die Frage nach einer mittleren Ebene, den dort angesiedelten Aufgaben und der Ausstattung. Für die „Pastoralen Räume“ entstehe derzeit anhand sozialraumorientierter Kriterien eine neue Bistumslandkarte. „Auf Wunsch von Bischof Dr. Franz Jung wurde bis Ende Januar mit Voten von Seelsorgekonferenzen und Dekanatsräten der Grad der Zustimmung zu den derzeit angedachten Räumen ermittelt.“ Bis auf ein Dekanat lägen diese alle vor und drückten große Zustimmung aus. Ein Plan für den Einsatz des gesamten Personals im Bistum solle für den Zeitraum von 2022 bis 2030 erstellt werden, sagte Albert.

Darüber hinaus gebe es Projekte, die sich damit beschäftigen, wie Menschen sich in den Räumen engagieren und arbeiten. So hat ein Projekt das Erarbeiten von rechtlich verbindlichen Leitungsmodellen in „Pastoralen Räumen“ zum Inhalt, ein anderes Konzepte und Rahmenbedingungen, welche die Zusammenarbeit Haupt- und Ehrenamtlicher, von Pastoral und Caritas, von Kategorie und Territorium fördern und Synergien schaffen. Auch für die Verwaltung werde ein Konzept erarbeitet, wie konkrete Verwaltungsunterstützung geleistet werden kann. Weitere Projekte zielen auf das Entwickeln und Bereitstellen von finanziellen und personellen Ressourcen sowie Materialien für die Gestaltungsphase des Programms. Zudem würden pastorale Standards festgelegt und so verbindliche Handlungsfelder und Gestaltungsräume festgelegt. Darüber hinaus gehe es darum, Bedingungen und Möglichkeiten zu beschreiben, damit Kirche im ländlichen wie im städtischen Kontext als relevanter gesellschaftlicher Partner wahrgenommen wird.

„Projekte, die bereits im Bischöflichen Ordinariat angestoßen wurden oder noch bei der Caritas etabliert werden, aber einen inhaltlichen Bezug oder Auswirkungen auf das Programm ‚Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft‘ haben, brauchen eine Schnittstelle zu diesem Programm“, betonte Albert. Das betreffe beispielsweise den zukünftigen Umgang mit der Vielzahl kirchlicher Immobilien, die Frage nach alternativen Trägermodellen für Kindertagesstätten und die IT-Ausstattung für pastorale Kräfte.

mh (POW)

(0620/0158; E-Mail voraus)

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