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„Herausforderung für die Kirche“

Deutsche Bischofskonferenz und Evangelische Kirche in Deutschland legen kirchliche Statistik 2018 für Deutschland vor – Zahl der kirchlichen Trauungen leicht gestiegen – Bischof Jung: „Kirchliches Tun steht zusehends unter dem Zustimmungsvorbehalt“

Würzburg/Bonn (POW) Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) haben zeitgleich am Freitagmittag, 19. Juli, die kirchliche Statistik 2018 bekanntgegeben. Die Zahlen der DBK geben einen Überblick zur Katholikenzahl sowie zu Taufen, Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen, Bestattungen, Ein- und Austritten und Wiederaufnahmen. Im Bistum Würzburg ist die Zahl der Katholiken um 1,5 Prozent zurückgegangen. Zum 31. Dezember 2018 zählte die Diözese Würzburg 734.613 Katholiken (2017: 745.717 Katholiken). Rund 56 Prozent der Bevölkerung in Unterfranken, das nahezu deckungsgleich mit der Diözese Würzburg ist, sind demnach katholisch. Die Zahl der Austritte liegt bei 6532 (2017: 4529 Katholiken) und erreicht damit den bisher höchsten Wert. Wiederaufnahmen gab es 127 (2017: 139), Eintritte wurden 42 (2017: 50) verzeichnet. Die Katholiken (gut 23 Millionen Menschen) machen in Deutschland nach DBK-Angaben 27,7 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

Die Zahlen spiegeln für Bischof Dr. Franz Jung die Wirklichkeit wider: „Es geht ganz offensichtlich um die Glaubwürdigkeit der Kirche.“ Kirchliches Tun stehe zusehends unter dem Zustimmungsvorbehalt des Einzelnen. Das sei die Herausforderung, mit der die Kirche heute umgehen müsse. „Als Kirche sind wir aufgefordert, uns selbst zu bekehren und Anstrengungen zu unternehmen, in einer Welt mit vielen Sinnangeboten Menschen für Christus zu gewinnen.“ Papst Franziskus spreche in diesem Zusammenhang vom „Biss des Evangeliums“. Die Kirche sei stets zur Erneuerung und zur konsequenten Ausrichtung am Evangelium aufgerufen, sagte der Bischof.

„Die hohe Zahl von Menschen, die der Kirche den Rücken zukehren, ist erschreckend und steht sicher im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Missbrauchsstudie im September 2018. Hier sind wir als Kirche gefordert, das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen. Gleichzeitig zeigen die Zahlen aber auch, dass wir vor allem als Begleiter in den Lebenswenden gefragt und gefordert sind. Die Bedeutung und der Mehrwert eines Lebens aus dem Geist des Evangeliums müssten stärker deutlich werden. Das ist eine Aufgabe für alle Getauften“, sagte Generalvikar Thomas Keßler.

Etwa auf gleichem Niveau gegenüber dem Vorjahr blieb 2018 nach Angaben der DBK im Bistum Würzburg die Zahl der Taufen mit 5641 (2017: 5643). Deutlich gesunken ist die durchschnittliche Zahl der Gottesdienstbesucher im Bistum im Vergleich zum Vorjahr. Den Sonntagsgottesdienst besuchten 2018 demnach im Schnitt rund 84.000 Katholiken (2017: 91.000), das sind 11,4 Prozent aller katholischen Gläubigen im Kiliansbistum. 2017 belief sich der Anteil auf 12,2 Prozent. Zurückgegangen ist auch die Zahl der Erstkommunionkinder auf 5277 (2017: 5611), ebenso die Zahl der Firmlinge. 4377 waren es im Jahr 2018, im Vorjahr 4584. Leicht nach oben ging die Zahl der kirchlichen Eheschließungen mit 1575 (2017: 1571). Eine leichte Steigerung gab es auch bei den kirchlichen Bestattungen mit 8745 (2017: 8736).

Bundesweit leicht gestiegen ist die Zahl der kirchlichen Trauungen mit 42.789 (2017: 42.523). Zurückgegangen ist die Zahl der Taufen auf 167.787 (2017: 169.751), ebenso die Zahl der Erstkommunionen mit 171.336 (2017: 178.045) und die Zahl der Bestattungen mit 243.705 (2017: 243.824). Die katholische Kirche in Deutschland musste im Jahr 2018 bei den Eintritten und Wiederaufnahmen ebenfalls einen Verlust verzeichnen. So lag die Zahl der Eintritte bei 2442 (2017: 2647), die Zahl der Wiederaufnahmen bei 6303 (2017: 6685). Erheblich angestiegen ist die Zahl der Kirchenaustritte im Jahr 2018: 216.078 Menschen haben die katholische Kirche verlassen (2017: 167.504).

Die Gesamtzahl der Priester liegt bundesweit bei 13.285 (2017: 13.560). Ständige Diakone gibt es 3327 (2017: 3308). Die Zahl der Pastoralreferenten und -assistenten stieg leicht auf 3273 (2017: 3238), die Zahl der Gemeindereferenten und -assistenten sank leicht auf 4537 (2017: 4557).

Im Bistum Würzburg gab es 2018 317 aktive Welt- und Ordenspriester, 203 Ruhestandspriester, 139 aktive Diakone, davon 76 in Teilzeit, 151 Pastoralreferenten/-assistenten, davon 38 in Teilzeit, 131 Gemeindereferenten/-assistenten, davon 47 in Teilzeit, elf Pastorale Mitarbeiter, davon fünf in Teilzeit, sowie 140 Religionslehrer im Kirchendienst, davon 62 in Teilzeit.

Hinweis: Die Eckdaten des Jahres 2018 für die katholische Kirche in Deutschland finden sich auf www.dbk.de in der Rubrik „Zahlen und Fakten“. Eine detaillierte Aufstellung zum Bistum Würzburg, aufgeteilt nach Dekanaten, findet sich im Internet unter statistik.bistum-wuerzburg.de.

(3019/0802; E-Mail voraus)

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