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Hilfe zur Selbsthilfe

Bischof Dr. Franz Jung ruft zu Spenden am Diaspora-Sonntag auf – Kollekte am 17. November kommt Katholiken in Skandinavien, dem Baltikum und der deutschen Diaspora zugute

Würzburg (POW) Um Spenden und Gebet für die Katholiken in Skandinavien, dem Baltikum und der deutschen Diaspora bittet Bischof Dr. Franz Jung am Diaspora-Sonntag, 10. November. „Als Christen sind wir eingeladen, das, was uns trägt, was uns bewegt und Orientierung gibt, anderen Menschen weiterzusagen“, schreibt der Bischof in seinem Aufruf zum Diaspora-Sonntag. „Auch in der Diaspora Ostdeutschlands, Nordeuropas und des Baltikums wollen katholische Christen in dieser Weise Glaubensstifter sein.“ Der Text wurde am Sonntag, 10. November, in allen Gottesdiensten im Bistum Würzburg verlesen. Die diesjährige Aktion des Bonifatiuswerks steht unter dem Motto „Werde Glaubensstifter“. Die Kollekte am Diaspora-Sonntag kommt Katholiken zugute, die in Nord- und Ostdeutschland sowie in Nordeuropa und dem Baltikum in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben.

In Städten und Dörfern, in denen die große Mehrheit anders- oder nichtgläubig ist, wollen die Christen so leben, „dass der Funke überspringt, der in ihnen brennt“. Sie möchten für andere Menschen ansprechbar sein, denen der Glaube fremd geworden ist. „Doch es mangelt an kirchlichen Begegnungsräumen und Kindergärten, an katechetischem Material und an Fahrzeugen für die weiten Wege“, heißt es im Aufruf des Bischofs. In dieser Situation könne das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken die Glaubensschwestern und -brüder unterstützen.

Die Kollekte am 17. November kommt ausschließlich dem Bonifatiuswerk zugute. Dieses unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben. Es fördert so die Seelsorge in den Bereichen der Deutschen und Nordischen Bischofskonferenz – Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island – sowie in den baltischen Staaten Estland und Lettland. Sie wird den Gemeinden und Initiativen in der Diaspora als „Hilfe zur Selbsthilfe“ objekt- und projektgebunden zur Verfügung gestellt, zum Beispiel für den Bau und die Renovierung von Kirchen und Gemeindezentren, Jugend- und Bildungshäusern, katholischen Kindergärten und Schulen, für Fahrzeuge sowie für die Kinder- und Jugendseelsorge. Mit rund 9,9 Millionen Euro wurden im Jahr 2018 nach Angaben des Hilfswerks insgesamt 1254 Projekte in der Diaspora Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums gefördert. Im Bistum Würzburg wurden im Jahr 2018 insgesamt 195.000 Euro bei Kollekten und in Einzelspenden für die Diasporahilfe gegeben. Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden rund 65.000 Euro gesammelt. Weitere Informationen im Internet unter www.bonifatiuswerk.de.

(4619/1216; E-Mail voraus)

Zum Autor: sti (POW) (pow@bistum-wuerzburg.de)

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