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Hoffnung und Zuversicht in die Welt tragen

Kiliani-Wallfahrtswoche 2026
Weihbischof em. Ulrich Boom feiert Kiliani-Gottesdienst für Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus der Region Aschaffenburg und die Pfarrhausfrauen

Würzburg (POW) Als Christinnen und Christen Hoffnung und Zuversicht in die Welt tragen, „in die kleine und die große“, dazu hat Weihbischof em. Ulrich Boom die rund 400 Gläubigen beim Kiliani-Gottesdienst am Dienstagvormittag, 7. Juli, aufgefordert. Mit Wallfahrerinnen und Wallfahrern aus der Region Aschaffenburg sowie Pfarrhausfrauen aus dem ganzen Bistum feierte er die Messe im Würzburger Kiliansdom. Die Mission der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan im Frankenland möge auf den ersten Blick gescheitert sein. Doch was sie vor mehr als 1300 Jahren durch ihr Martyrium gesät haben, habe „im Laufe der Jahrhunderte reiche Frucht getragen“, sagte der Weihbischof. Auch wenn man meine, etwas lohne sich nicht und sei zum Scheitern verurteilt: „Gott führt alles zu einem guten Ende.“

Zum Leben der Frankenapostel passe auch das diesjährige Motto „Hab Mut, steh auf!“ der Kiliani-Wallfahrtswoche und des diesjährigen 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg, sagte Weihbischof Boom in seiner Predigt. „Aufbruch gelingt da, wo mutig Neues angegangen wird und wo man sich auf den Weg macht.“ Einem selbst fehle oft die Kraft und Ausdauer dazu. In der Erzählung von der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus sei es Jesus, der dem Blinden hilft, damit dieser wieder zuversichtlich die Zukunft in den Blick nehmen und das Leben mit einer neuen Sicht angehen könne. „Das gilt für Bartimäus, für den heiligen Kilian und seine Gefährten und für uns hier und heute.“ Christus gehe mit, wo man Neues wage, Gewohntes verlasse und in seinen Spuren gehe.

In Jesus habe Gott gezeigt, wo sein Herz schlägt, fuhr der Weihbischof fort: bei den Armen, den Trauernden, den Barmherzigen und Gerechten, bei denen, die das Herz eines Kindes haben und die Frieden bringen. Das sei Zuspruch und Anspruch zugleich: „Zuspruch, wo wir im Alltag dem Leben ohnmächtig gegenüberstehen. Anspruch, dass wir weitergeben, was uns geschenkt ist – Hoffnung und Zuversicht in unsere kleine und große Welt zu tragen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrern zu Getränken und einem Imbiss auf dem Platz vor dem Burkardushaus. Viele nutzten die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch mit Weihbischof Boom.

sti (POW)

(2826/0670; E-Mail voraus)

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