Würzburg/Niederaltaich (POW) Die Landes- und Bundesversammlung der „„KLB – Katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum“ von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. April, in Niederaltaich haben Teilnehmende aus dem Bistum Würzburg zum Austausch über die Zukunft des Verbands und die Frage, wie sich junge Menschen für die KLB gewinnen lassen, genutzt, teilte der Verband mit.
Martin Mack aus Unterspiesheim (Landkreis Schweinfurt) nahm bereits zum dritten Mal an einer Bundesversammlung teil. Besonders habe ihn der Festvortrag des Naturschützers Hubert Weiger während einer Jubiläumsschifffahrt auf der Donau beeindruckt. Mack schätzte die vertraute Atmosphäre und den Austausch mit Gleichgesinnten. Die Versammlung habe ihn persönlich bereichert und neue Perspektiven eröffnet. Gerade weil er eher zurückhaltend sei, habe ihm die größere Vertrautheit bei seiner dritten Teilnahme geholfen, intensiver mitzuwirken.
Auch Bernhard Weisenberger aus Eßleben (Landkreis Schweinfurt) zeigte sich von Weigers Vortrag begeistert. Zudem habe er neue Erkenntnisse aus dem Beitrag des Biologen und Nebenerwerbslandwirts Tobias Windmaißer mitgenommen, der über „Landwirtschaft mit nassen Füßen“ sprach und die Bedeutung von Wasserrückhalt sowie wiedervernässten Mooren erklärte.
Weisenberger hob besonders die Solidarität zwischen den verschiedenen Landesverbänden hervor. Trotz großer Unterschiede bei den Mitgliederzahlen begegne man sich auf Augenhöhe. Kritisch sieht er jedoch die Zukunft des Verbands: Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene fanden sich bei Wahlen zu wenige Kandidatinnen und Kandidaten. Die Frage nach der langfristigen Entwicklung der KLB beschäftige viele Mitglieder.
Die beschlossene Namensänderung der ehemaligen Katholischen Landvolkbewegung in „KLB – Katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum“ stößt bei den Unterfranken überwiegend auf Zustimmung. Für viele zählt jedoch weniger der Name als die inhaltliche Ausrichtung. Weisenberger betonte die Bedeutung des christlichen Profils und wünschte sich einen Verband, der sich gleichermaßen für Umwelt- und Naturschutz wie für die Anliegen der Landwirtschaft einsetzt. Besonders problematisch seien wechselnde politische Vorgaben, die Landwirten Planungssicherheit erschwerten.
Christine Taiber aus Herchsheim (Landkreis Würzburg) nahm nach eigenem Bekunden vor allem die spirituellen Erfahrungen der Versammlung mit. Gemeinsame Morgenimpulse und Gottesdienste hätten das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Die Landwirtin unterstützte die sprachliche Erneuerung des Verbands, auch wenn der traditionelle Begriff „Landvolk“ für sie nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft weiterhin prägend bleibe.
(1926/0428; E-Mail voraus)
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