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In den Dom statt auf den Kreuzberg

Bruderschaft zum Heiligen Kreuz Würzburg lädt zur Dom-Wallfahrt – Coronabedingte Alternative zur traditionellen Kreuzberg-Wallfahrt – Livestreams der Veranstaltungen auf YouTube

Würzburg (POW) Unter dem Leitwort „Habt keine Angst!“ findet in diesem Jahr vom Mittwoch, 19. bis zum Montag, 24. August, eine Dom-Wallfahrt anstelle der traditionellen Würzburger Kreuzberg-Wallfahrt statt. Die Bruderschaft zum Heiligen Kreuz hat sich hierfür 15 Gottesdienstformate im Würzburger Kiliansdom überlegt. Die heiligen Messen wird Pater Maximilian Bauer, Präses der Bruderschaft, zelebrieren. Die anderen Gottesdienstformen wie Andachten oder der Kreuzweg werden von den Vorbetern der Wallfahrt gestaltet.

Wallfahrtsleiter Michael Seufert berichtet, dass relativ schnell klar war, dass in diesem Jahr keine Wallfahrt im herkömmlichen Sinne mit rund 500 Teilnehmern stattfinden kann. „Die Teilnehmer müssen unterwegs möglichst schnell verpflegt werden, das wäre mit Hygieneauflagen nicht gegangen, und auch die Übernachtungen wären eine Herausforderung gewesen. Die meisten Wallfahrer übernachten bei Privatpersonen und viele davon sind schon älter und gehören zur Risikogruppe.“ Deshalb beschloss der engere Vorstand der Bruderschaft in einer Videokonferenz Ende April, die Kreuzberg-Wallfahrt in ihrer traditionellen Form abzusagen. Gleichzeitig wurden Ideen für ein Alternativprogramm ausgetauscht. „Eigentlich gab es nur zwei weitere Möglichkeiten: entweder ganz absagen oder, wie die Priester es zu Coronazeiten gemacht haben, dass stellvertretend für die Wallfahrer nur die Vorstandschaft den Weg zum Kreuzberg pilgert. Damit hätte man aber viele ausgeschlossen und das wollten wir nicht.“

Die schlussendliche Idee kam dann von Dr. Stephan Steger, Liturgiereferent des Bistums Würzburg, der auch im Vorstand ist: Die Wallfahrt wird in diesem Jahr ausnahmsweise zur Dom-Wallfahrt. An 15 Terminen können die Wallfahrer in den Dom kommen oder von zuhause aus bei YouTube live zusehen. „Damit erhoffen wir uns eine möglichst hohe Beteiligung“, erklärt Seufert. Insgesamt rechnet er im Schnitt mit 100 Besuchern pro Gottesdienst. So könnten am Ende rund 1500 Besucher an der Dom-Wallfahrt teilnehmen. Zwar wünschen sich die Verantwortlichen, dass „die Dom-Wallfahrt zu keiner Dauereinrichtung wird“, allerdings erkennen sie auch Vorteile. Zum Beispiel, dass ältere und ehemalige Kreuzberg-Wallfahrer jetzt auch teilnehmen können, die sonst die fünftägige Pilgerreise nicht geschafft hätten. Im nächsten Jahr hofft der Vorstand dennoch, eine klassische Wallfahrt durchführen zu können.

Bauer hat gezielt das Motto „Habt keine Angst!“ gewählt. „Hab keine Angst oder fürchte dich nicht kommt oft in der Bibel vor und greift die aktuelle Situation der Coronapandemie auf“, erklärt er. „Angst und Vertrauen gehören sehr eng zusammen und die klare Botschaft ist, dass wir Jesus zutrauen dürfen, dass er uns nicht alleine lässt.“ Bei seinen Predigten in der Wallfahrtswoche wird das auch zentrales Thema sein. Neben ihm müssen auch die Zuständigen für Texte und Gebete bei der Wallfahrt viel neu erarbeiten. „Texte und Gebete, die eigentlich fürs Gehen gedacht sind, sind zum Beispiel für das Sitzen nicht so geeignet“, sagt Seufert. Das bedeutet für das Vorbereitungsteam an dieser Stelle mehr Arbeit als in den vergangenen Jahren, wohingegen diejenigen, die sich sonst zum Beispiel um die Unterbringung oder Verkehrssicherheit gekümmert haben, weniger zu tun hätten. Seufert weiß bereits jetzt, was er am meisten vermissen wird: „Bei den Gottesdiensten hat man eher punktuell Kontakt, bei der Wallfahrt läuft man sonst ziemlich konstant in der Reihe mit Leuten, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht. Die Gemeinschaft in dieser Form wird mir wohl am meisten fehlen.“

Die Gottesdienste finden statt: Mittwoch, 19. August, 19 Uhr Vorbereitungsandacht mit Einzelsegnung; Donnerstag, 20. August, 4 Uhr Pilgermesse mit Gedenken an den seligen Georg Häfner, 12 Uhr Marienandacht, 18 Uhr Abendandacht – Begegnungen des Hinweges; Freitag, 21. August, 9 Uhr Pilgermesse „Fürchtet euch nicht!“, 12 Uhr Bußandacht, 18 Uhr Vesper; Samstag, 22. August, 9 Uhr Pilgermesse „Ich bin bei euch!“, 12 Uhr Kreuzweg mit Totengedenken, 20 Uhr Abendandacht – Friedensgebet; Sonntag, 23. August, 8 Uhr Morgengebet, 10 Uhr Pilgermesse mit der Wallfahrtsband: „Du bist der Messias!“, 21 Uhr Abendandacht – Auferstehungsimpulse des Rückwegs; Montag, 24. August, 9 Uhr Pilgermesse „Fürchte dich nicht, Maria!“, 14.30 Uhr feierlicher Abschluss mit Einzelsegnung.

Für die Gottesdienste ist keine Anmeldung erforderlich, die Plätze im Dom sind jedoch begrenzt. Die Gottesdienste in Echtzeit können auf dem YouTube-Kanal des Bistums (www.youtube.com/c/bistumwürzburg) verfolgt werden oder auf der Homepage des Bistums (www.bistum-wuerzburg.de/#mediathek) nachgeschaut werden. Die Wallfahrer werden gebeten, ihr persönliches Wallfahrtsliederbuch mitzunehmen. Die Kollekte der „Dom-Wallfahrt“, anstelle des „Opfergangs“ auf dem Kreuzberg, ist für das Medizinische Zentrum zur Behandlung erwachsener Menschen mit Behinderung (MZEB) in Würzburg, eine Einrichtung der Blindeninstitutsstiftung, gedacht. Weitere Informationen gibt es online unter www.kreuzberg-wallfahrt.de/dom-wallfahrt-2020/.

ils (POW)

(3420/0839; E-Mail voraus)

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