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In neuen Gewändern nach Berlin

Sternsinger aus Hesselbach sind für Besuch im Bundeskanzleramt gerüstet – Anreise mit dem Zug – Bundestagsführung als Rahmenprogramm

Hesselbach/Berlin (POW) Die wallenden Gewänder und goldglänzenden Kronen sind vorbereitet, die Zugkarten gekauft. „Wir fühlen uns geehrt, dass wir die Sternsinger aus dem Bistum Würzburg im Bundeskanzleramt vertreten dürfen. Berlin ist eine aufregende Stadt“, sagt Linus Hümpfner (15). Zusammen mit Leo Kneuer (14), Elias Walter (16) und Clara Menninger (14) fährt er von Hesselbach (Landkreis Schweinfurt) nach Berlin, um Anfang Januar den Segen ins Kanzleramt zu bringen. „Ich habe die E-Mail erst zweimal lesen müssen, bis ich es glauben konnte“, berichtet Daniela Kneuer. Seit vielen Jahren ist sie die Ministrantenbeauftragte in der 1000-Seelen-Gemeinde. Schon mehrfach habe sie seither für ihre Schützlinge an dem Gewinnspiel des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ teilgenommen. „Dieses Jahr habe ich unsere Bewerbung erst kurz vor Anmeldeschluss Ende Oktober abgeschickt.“ Umso größer war die Freude, dass die Sternsinger aus Hesselbach als Gewinner gezogen wurden und die unterfränkischen Farben in der Hauptstadt vertreten dürfen. „Ich habe das gleich beim nächsten Sonntagsgottesdienst verkündet. Die Leute waren begeistert“, sagt Pfarrer Kai Söder.

Damit bei der Einteilung für das Großereignis in der Hauptstadt alles gerecht zugeht und die Vorgaben des Kindermissionswerks erfüllt werden, fragte Daniela Kneuer alle Sternsinger, die mindestens drei Jahre Erfahrung haben und noch keine 18 Jahre alt sind. „Die ersten, die zugesagt haben, durften dann mitfahren.“ Damit der Ort in Berlin auch den richtigen Eindruck macht, kümmerten sich die Betreuerin und der Pfarrer darum, dass neue Gewänder geschneidert wurden. Für die weißen Untergewänder wurde ausgemusterte Alben von zwei ehrenamtlichen Näherinnen aus dem Ort gekürzt, die Umhänge wurde komplett neu geschaffen. „Die Kronen vom Kindermissionswerk haben wir mit Schmucksteinen verziert, damit sie wertiger aussehen“, berichtet Daniela Kneuer. Kirchenpfleger Manuel Schneider kreierte einen neuen Vortragestern, auf dem in roter Schrift „Würzburg - Pfarrei Hesselbach“ zu lesen ist.

Ähnlich gut organisiert ist auch das Programm für die Berlinfahrt: Am Tag vor dem Empfang im Bundeskanzleramt reist die Gruppe mit dem ersten Zug nach Berlin. Fest eingeplant ist vor dem Check-In in der Jugendherberge unter anderem eine Besichtigung des Deutschen Bundestags im Reichstagsgebäude. Nach dem Abendessen gibt es dann ein erstes Treffen mit den Sternsingern aus den 26 anderen deutschen (Erz-)Diözesen. Am Folgetag holen nach dem Frühstück dann Busse der Bundespolizei die Sternsinger und ihre Betreuer ab. Nach einem Mittagessen ziehen die Jugendlichen sich dann um um bringen den Segen ins Bundeskanzleramt. Danach geht es auch schon wieder zurück nach Hause.

Bereits am Sonntag vor dem Dreikönigstag laufen in Hesselbach vier Sternsingergruppen von Haus zu Haus, schreiben den Segen „Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“ an die Haustüre und sammeln Spenden für Kinder in Not. „Zuvor treffen wir uns, schauen gemeinsam den aktuellen Film zum Schwerpunktland, probieren die Gewänder an, üben die Sprechtexte und Gesänge und teilen die Gruppen ein“, erklären Linus und Leo. „Für uns ist es nur ein Tag Aufwand, an dem wir durch den Ort laufen und Geld sammeln. Damit können wir andere Kinder fröhlich machen“, sagt Elias.

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die 68. Aktion des Dreikönigssingens steht unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro kamen seither zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt.

mh (POW)

(0126/0017; E-Mail voraus)

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