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Kindern ein Lächeln schenken

Ökumenische Initiative Kitzingen hilft bedürftigen Kindern mit Sachleistungen

Kitzingen (POW) „Wir gucken, wo der Schuh drückt“, hat Pfarrer Gerhard Spöckl auf der Pressekonferenz zum Start des ökumenischen Projekts „Kindern ein Lächeln schenken“ erklärt. Und das manchmal im wahrsten Sinne des Wortes. Die ökumenische Initiative, die von der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Hedwig im Kitzinger Land, Kitzingen“ und der Evangelischen Stadtkirche in Kitzingen betrieben wird, hat das Ziel, benachteiligte Kinder aus Kindergärten, Grund- und Mittelschulen in der Stadt Kitzingen durch Sachleistungen zu unterstützen.

Ein wichtiges Anliegen ist den Hauptorganisatoren Spöckl und Astrid Glos von der Evangelischen Kirche, dass kein Bargeld ausgezahlt werde. Das Geld soll zu 100 Prozent bei den bedürftigen Kindern ankommen. Deshalb kann diese Förderung nicht beantragt werden, sondern wird von Kindergärtnern und Lehrern bei Bedarf abgerufen. Monika Maier, Leiterin des Kindergartens Sankt Elisabeth, erzählte, dass die Erzieherinnen genau wüssten, welches Kind schon länger aus seinen Schuhen herausgewachsen sei oder welches in der letzten Woche des Monats kein Pausenbrot mit in den Kindergarten bekomme. Deshalb finde sie es richtig, dass die Verteilung über das pädagogische Personal erfolgen soll. Das bekommt dann einen gewissen Freibetrag, um schnell handeln zu können und nicht immer eine Abstimmung in der Initiative abwarten zu müssen. Dann kann zum Beispiel kurzfristig ein Pausenbrot für eine Woche für das Kind gestellt werden. Größere Anschaffungen hingegen müssen genehmigt, alle Förderungen müssen dokumentiert werden.

Außerdem gebe es ausschließlich Sachleistungen, da einige Eltern Geld nicht richtig einsetzen könnten. Würde man ihnen beispielsweise 100 Euro geben, so würden sie es für einen Markenpullover ausgeben und nicht in eine gesamte Grundausstattung für das Kind investieren, zu der auch Socken und Unterwäsche gehören, erklärte Maier. Darüber hinaus will die Initiative bei manchen Wünschen, wie beispielsweise einer Büchertasche, Zuschüsse leisten. Damit allerdings kein Bargeld fließt, sollen Absprachen mit Kitzinger Geschäften getroffen werden. Es sollen jedoch nicht nur lebensnotwendige Dinge bezahlt werden, sondern die Initiative hat auch die Absicht, Begabungen zu fördern, wie zum Beispiel das Erlernen eines Instruments.

Pfarrer Spöckl rief das Projekt vor drei Wochen ins Leben und wurde dazu durch das Projekt „Kindern Zukunft geben“ in Mömbris, seiner vorherigen Pfarrei, inspiriert. Damit habe er bereits sehr positive Erfahrungen gemacht. „Das Projekt kam auch gut bei den Leuten an.“ In Kitzingen gebe es soziale Brennpunkte, deshalb ist es Spöckl wichtig, „dass wir uns selbst in der Stadt zum Projekt machen“. Landrätin Tamara Bischof, Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller und Schulreferent Dr. Uwe Pfeiffle unterstützen die Initiative. Letzterer übergab eine Spende an das Projekt. Auch der Kindergarten Sankt Elisabeth schloss sich an: Der diesjährige Erlös des Sankt Martins-Fests gehe an das Projekt. Die erste Spende kam allerdings von Pfarrer Spöckl selbst. Die Ehrenamtlichen seiner Gemeinde verzichten jedes Jahr zugunsten eines sozialen Projekts auf ihr Weihnachtsgeschenk und spenden dieses Jahr für „Kindern ein Lächeln schenken“. Bischof wies außerdem auf die Möglichkeit hin, sich beim Amtsgericht zu melden und sich als eine der Initiativen zu bewerben, denen Gelder aus Strafzahlungen zugesprochen werden können.

(4519/1185; E-Mail voraus)

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