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Kirche unterstützt Schulen im Wandel

Seit über zehn Jahren werden Religionslehrer für Schulpastoral ausgebildet –Bistum vernetzt Verantwortliche in den Regionen

Würzburg (POW) Mit konkreten Ideen reagiert die Diözese Würzburg auf den Wandel im Schulsystem. Durch die Umstellung vielerorts auf den Ganztagsschulbetrieb, der stetig ausgebaut wird, besuchen Kinder und Jugendliche in der heutigen Zeit durchschnittlich drei Stunden länger den Unterricht. Schule ist zum Lebensort geworden. Damit sich die Kinder an ihrem Lebensort wohl fühlen, bildet das Schulreferat des Bistums seit über zehn Jahren Religionslehrerinnen und Religionslehrer für die Schulpastoral aus.

Bereits umgesetzt ist eine Idee an der Berufsschule in Bad Neustadt (Landkreis Rhön-Grabfeld). Dort kommen junge Menschen zum Teil aus ganz Deutschland zum Blockunterricht zusammen. Sie sind während ihrer Freizeit meist auf sich alleine gestellt, mit wenig sozialer Anbindung. Die Regionalstelle der Kirchlichen Jugendarbeit (kja) Bad Neustadt organisiert beispielsweise gemeinsames Kochen. Solche Aktionen schaffen mehr Gemeinschaft und Vertrauen. Außerdem sollen die bereits laufende Kooperationen mit „Kom,ma“, dem offenen Treff der Kirchlichen Jugendarbeit in Schweinfurt, und verschiedenen Schweinfurter Schulen, wie etwa der Wilhelm-Sattler-Realschule, weiter intensiviert werden.

„Schulpastoral ist ein Geschenk der Kirche an die Schulen“, betont Helga Neudert, Referentin für Ganztagsschulen in der Diözese Würzburg. Dem Schulreferat des Bischöflichen Ordinariats Würzburg sei es ein Anliegen, die Veränderungen der Schullandschaften zu beobachten und mitzugestalten. Gleichzeitig sei es eine Aufgabe der Kirche, den Schulen bei ihren neuen Anforderungen zur Seite zu stehen und sich um die Menschen in der Schule zu kümmern, betont Neudert. Schulpastoral stelle den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns. Die Religionslehrer unterstützten außerdem Lehrkräfte bei ihren neuen Herausforderungen. Daneben seien sie Ansprechpersonen für Eltern und Erziehungsberechtigte. Die Diözese Würzburg finanziert diese Leistungen.

Wichtig sei eine Vernetzung aller Verantwortlichen in den verschiedenen Regionen der Diözese, betont Neudert weiter. Deshalb hat die Kirchliche Jugendarbeit zusammen mit dem Referat Schulpastoral und der Koordinationsstelle Ganztagsschule zu acht regionalen Vernetzungstreffen in den Regionaljugendstellen eingeladen. Vier Treffen mit knapp 50 Teilnehmern haben im Herbst 2011 in den Regionen Bad Kissingen, Schweinfurt, Bad Neustadt und Haßfurt stattgefunden. Die Treffen mit den Regionalstellen Würzburg, Ochsenfurt, Kitzingen und Miltenberg folgen im Frühjahr 2012.

(5011/1334; E-Mail voraus)

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