Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

KLJB fordert Systemwechsel

Landesvorsitzende Ott fordert Widerspruchslösung bei Organspende

Würzburg/München (POW) Mit Blick auf die aktuelle Bundestagsdebatte über die Organspende hat Karolin Ott, aus Bergtheim im Bistum Würzburg stammende Landesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern, die Einführung der Widerspruchslösung gefordert. Die Delegierten der KLJB-Landesversammlung hatten sich bereits im Vorfeld mit deutlicher Mehrheit für diesen Schritt ausgesprochen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Verbands hervor.

Ott betonte die anhaltend große Lücke zwischen Bedarf und tatsächlichen Organspenden: „Die Diskrepanz zwischen der Zahl der Menschen, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind, und der Zahl der tatsächlich verfügbaren Organspenden ist nach wie vor zu groß.“ Im Jahr 2025 konnte zwar 3150 Patientinnen und Patienten durch eine Organspende geholfen werden, gleichzeitig warteten jedoch 8199 Menschen auf ein lebensrettendes Organ.

Aus Sicht der KLJB Bayern habe die bisherige Entscheidungslösung das Problem nicht ausreichend entschärft. Die Widerspruchslösung könne nicht nur die Zahl der Spenden erhöhen, sondern auch Angehörige entlasten, die im Ernstfall häufig unter großem emotionalem Druck entscheiden müssten.

Zugleich unterstrich Ott die Bedeutung von Aufklärung und Freiwilligkeit: „Niemand soll gegen seinen oder ihren Willen Organspenderin oder Organspender werden. Es braucht daher niedrigschwellige Informationsangebote – etwa in Apotheken, Arztpraxen oder durch Krankenkassen und Behörden – sowie einfache und barrierefreie Widerspruchsmöglichkeiten.“ Entscheidend sei, das Thema Organspende stärker im Alltag der Menschen zu verankern.

Mit Blick auf europäische Nachbarländer machte die KLJB-Landesvorsitzende deutlich: „Deutschland muss endlich dem Vorbild der meisten europäischen Länder folgen und die Widerspruchslösung einführen.“

(2726/0639; E-Mail voraus)

nach oben