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Krankenhaus Litembo dankt für Hilfe

Brief von Klinikleiter Father Raphael Ndunguru – Corona-Pandemie stellt Krankenhaus vor große Herausforderungen

Litembo/Würzburg (POW) Father Raphael Ndunguru, Leiter des Krankenhauses von Litembo im tansanischen Partnerbistum Mbinga, hat sich in einem Brief für die Unterstützung im vergangenen Jahr bedankt. „Im Rückblick können wir manchmal kaum fassen, was alles in diesem Jahr – mit Ihrer wundervollen Hilfe – möglich war“, schreibt Ndunguru. „Ohne die Hilfe und Unterstützung all unserer Freunde von nah und fern – und das seit vielen Jahren – könnte das Hospital Litembo nicht existieren. Es tut uns in Litembo gut zu wissen, dass wir nicht alleine gelassen sind, sondern mit Ihnen allen in guter Freundschaft verbunden sind und auf Sie hoffen dürfen.“

Vor allem die Corona-Pandemie habe das Krankenhaus vor große Herausforderungen gestellt. Im März sei in Tansania Covid-19 ausgebrochen. „Wir gerieten in große Panik, weil wir keine Information über diese neue Krankheit hatten und nicht wussten, wie wir damit umgehen sollten.“ Bis heute seien keine Tests verfügbar. Die Ärzte könnten sich nur nach den inzwischen eingetroffenen Aussagen über Symptome und eventuelle Behandlungsmöglichkeiten richten. Auch gebe es keine Statistiken über die Verbreitung der neuen Krankheit. Die Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Würzburg unterstützte im April mit 35.000 Euro die Anschaffung von zwei Beatmungsgeräten. „Das brachte uns mental Erleichterung und vor allen Dingen das Gefühl, dass wir nicht alleine und vergessen sind, sondern auf unsere Partner und Freunde immer bauen können.“ Bis heute hätten viele Organisationen und Menschen mit Schutzmaterialien oder Geld geholfen. „Wir hoffen sehr, dass wir auch Zugang zu einem Impfstoff bekommen, um unsere Bevölkerung zu schützen“, schreibt Ndunguru.

Der Klinikleiter kann aber auch Positives berichten. So habe man beispielsweise den Bau der Krankenpflege- und Laborschule dank zahlreicher Spenden, unter anderem auch von den Sternsingern der Würzburger Pfarrei Sankt Albert, „mit gutem Erfolg“ weiter vorantreiben können. Die Intensivstation für Neugeborene konnte unter anderem mit Kinderbetten, Patientenmonitoren und einem Inkubator ausgestattet werden. „In der Zwischenzeit konnte schon manchem Baby, das mit großen Problemen das Licht der Welt erblickte, viel routinierter geholfen werden“, schreibt Ndunguru. Auf dem Dach des Krankenhauses wurde im Juni eine große Solaranlage zur Unterstützung der Stromversorgung installiert. Mit Hilfe der Benediktinerabtei Münsterschwarzach und der Abtei Schuyler (USA) habe man zudem mit dem Neubau eines Schwesternkonvents beginnen können. „Wir benötigen unbedingt mehr Schwestern, die im Krankenhaus mitarbeiten können.“ Aber auch kleinere Projekte tragen dazu bei, die Arbeit in der Klinik zu erleichtern. So habe etwa die Würzburger Pfarrei Sankt Albert zwei Heißmangeln finanziert, die eine „hervorragende Unterstützung unserer Arbeit“ seien.

Eine böse Überraschung sei der Brand in der Hospitalküche im November gewesen. Die Küche sei komplett ausgebrannt. Auch hier habe die Diözese Würzburg gemeinsam mit anderen Partnern des Hospitals geholfen. In seinem Brief gedenkt Ndunguru auch der am 14. Dezember im Alter von 93 Jahren verstorbenen Schwester Maria Josephine Meiss, Mitgründerin des Krankenhauses von Litembo. „Was mit 10 fensterlosen Hütten, 40 Betten, einer deutschen Ärztin, zwei deutschen Krankenschwestern und einem tanzanischen Pfleger, Engelbert Nyang‘ali und zwei Notoperationen im Schein einer Taschenlampe begann, ist heute eine große Klinik geworden.“ Heute zähle das Hospital 320 Betten und 209 Angestellte. Außerdem gehörten zum Hospital 17 Außenstationen im afrikanischen Hochland und am Nyassa-See.

Im Jahr 2021 stehe die Bekämpfung der Corona-Pandemie in der ländlichen Region um Litembo an erster Stelle. Das Projekt der Krankenpflege- und Laborschule werde „mit Hochdruck“ weiterbetrieben. „Wir brauchen dringend gut ausgebildetes Fachpersonal für unsere vielen Patienten in der Klinik. Schon ab 2021 sollten die Lehrgänge in dieser Schule beginnen können.“ Dringend benötigt würden zudem ein Ersatz für das defekte Röntgengerät sowie ein CT-Scanner und Dialysegeräte. Auch bäten die Ärzte der „Mobilen Klinik“ um ein größeres Budget, um kostenlos Medikamente an Bedürftige abgeben zu können. Die Ärzte erlebten immer wieder, dass vor allem die älteren, allein lebenden Patienten sich keinen Transport in die Klinik leisten könnten, beschreibt Ndunguru. Auch die Besorgung und Bezahlung von verschriebenen Medikamenten, beispielsweise Herz-, Blutdruck- oder Diabetesmedikamenten, sei für viele ein großes Problem. Apotheken gebe es auf dem flachen Land eigentlich nicht.

Weitere Informationen bei der Diözesanstelle Weltkirche, Internet weltkirche.bistum-wuerzburg.de. Spendenkonto: Liga Bank, IBAN DE 67 7509 0300 0003 0000 01, BIC GENODEF1M05, Verwendungszweck „20600 + Hilfe für Litembo Hospital + Spenderadresse“.

(0221/0050; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

Zum Autor: sti (POW) (pow@bistum-wuerzburg.de)

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