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Künstlerischer Zugang zum Markusevangelium

„Markusgarten“ in Hohenroth feierlich eingeweiht – „Predigt ohne Worte“ ein künstlerisch-spirituelles Gemeinschaftsprojekt mit vielen Mitwirkenden – Idee kam vom verstorbenen Pfarrer Karl-Heinz Mergenthaler

Hohenroth (POW) Am Sonntag, 14. Juli, hat die Pfarreiengemeinschaft „Don Bosco – Am Salzforst, Hohenroth“ in Hohenroth (Landkreis Rhön-Grabfeld) mit über 250 Gästen ihr „begehbares Markusevangelium“, den sogenannten „Markusgarten“, feierlich eröffnet. Der ehemalige Pfarrgarten hinter dem Pfarrhaus wurde in 18-monatiger Arbeit komplett zu einem spirituell anregenden Gesamtkunstwerk umgestaltet. Entstanden ist ein „Anders-Ort“ der Verkündigung des Evangeliums – ganz aus dem Gefühl und Erleben der Menschen vor Ort heraus und bis auf eine Ausnahme auch ohne Hilfe von „Profikünstlern“, teilt die Pfarreiengemeinschaft mit.

Zwölf Stationen thematisieren zwölf Stellen aus dem Evangelium und wollen so einladen, über deren Bedeutung für Christen der heutigen Zeit nachzudenken. „Ich habe mich schon in den Garten verliebt“, sagte ein Anwohner, der die Entstehung täglich live mitverfolgte. „Jedes Mal spricht mich etwas anderes an.“ Andere zogen ein erstes persönliches Fazit nach der Einweihung: „Einige Stationen haben mich nachdenklich gemacht.“ „Hier muss man in Ruhe herkommen.“ „Wir kommen wieder! Es ist wirklich gelungen.“

Ein einfaches „Bilderbuch“ für das älteste der Evangelien im Neuen Testament ist der Markusgarten nicht. Vielmehr sprechen die Stationen von dem, was die jeweiligen Bibelstellen sagen können. Besucher sind eingeladen, auf Tafeln die Texte im Original zu lesen und dann die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen. Was sich damit dem Einzelnen erschließt, wird individuell verschieden sein. „Die Stationen sind eine ‚Predigt ohne Worte‘, ohne vorzuschreiben, was man zu denken hat, aber mit der Aufforderung, sich selbst einzubringen, weniger mit dem Kopf als mit dem Bauch und dem Herzen die Botschaft Jesu in sich aufzunehmen“, erklärte Pastoralreferent Christian Klug. In Zeiten leerer werdender Kirchen sei der Markusgarten ein Ort der Evangelisierung „im Vorübergehen“, mit individueller Zeitplanung, immer offen, kostenlos und ohne Formen und Zwänge.

Die Idee dazu hatte der verstorbene Pfarrer Karl-Heinz Mergenthaler, der lange Jahre die Pfarreiengemeinschaft leitete. Im Markus-Lesejahr 2017/18 wollten er und sein Mitarbeiter Klug den Menschen das älteste der vier Evangelien mit besonderen Aktionen näherbringen. Der Markusgarten war dabei ein zentrales Projekt zur Verkündigung dieses Wortes der Schrift.

Zum 60. Geburtstag des Pfarrers schenkten ihm daher die kirchlichen Gremien seiner fünf Gemeinden (Hohenroth, Leutershausen, Windshausen, Burgwallbach, Unter- und Oberebersbach), die Kindertagesstätten Sankt Elisabeth Unterebersbach und das „Haus für Kinder“ Hohenroth, der Katholische Deutsche Frauenbund Hohenroth sowie die Fachschaft Religion des Rhöngymnasiums Bad Neustadt das Versprechen, jeweils eine oder mehrere Stationen des Markusgartens zu gestalten.

Pfarrer Mergenthaler machte, bereits schwer erkrankt, selbst noch den Entwurf des Weges und der Bibelstellen, die ihm wichtig waren. Die Verwirklichung konnte er nicht mehr erleben, da er im Januar 2018 seiner Krankheit erlag. Das Versprechen aber wurde eingelöst und alle Gruppen, Gremien und Einrichtungen setzten, nach Bibelgesprächen mit Pastoralreferent Klug, „ihre“ Bibelstellen künstlerisch um.

Derweil wurden der Garten durch eine Landschaftsarchitektin aus dem benachbarten Leutershausen geplant, das Gelände barrierefrei zugänglich gemacht, der Weg gepflastert, morsche Bäume gefällt, neue gepflanzt, eine Drainage gelegt und vieles mehr. Es wurde ein großes Projekt, in das viel Zeit, Arbeitskraft, Kreativität und auch viel Geld hineinflossen. Viele Menschen und Unternehmen spendeten dafür und auch in Zukunft wird der Garten von Spenden abhängig sein.

Der Markusgarten wird sich, wie jeder Garten, durch die wachsenden Pflanzen und die Witterungseinflüsse auf das Material der Stationen stetig verändern. Er steht täglich offen. Für Gruppen werden auf Wunsch Führungen angeboten. Anmeldung und nähere Informationen beim katholischen Pfarramt Hohenroth, Hauptstraße 14, Telefon 09771/2744, E-Mail pfarrei.hohenroth@bistum-wuerzburg.de. Weitere Infos und Bilder zum Markusgarten auch auf der Homepage www.pg-donbosco.de.

(2919/0787; E-Mail voraus)                      

 Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

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