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Leuchtende Zeichen der Liebe

Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele stellt sein neues Buch zum Chor der Heiligen und Helfer im Würzburger Kiliansdom vor – 100 Fotografien von Ulrich Kneise – Regensburger Verlag Schnell & Steiner gibt Werk heraus

Würzburg (POW) Mehrere Jahre hat er über den Chor der Heiligen und Helfer im Würzburger Kiliansdom nachgedacht, geforscht und geschrieben. Mit dem Fernglas saß er im Dom und betrachtete die Figuren im Chorraum, um ihnen noch näher zu kommen. Das Ergebnis dieser Mühen liegt nun vor: Am Dienstag, 4. Oktober, stellte Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele sein jüngstes Werk „Leuchtende Zeichen der Liebe. Chor der Heiligen im Würzburger Kiliansdom“ mit 100 Fotografien von Ulrich Kneise vor.

Bischof Scheele will in dem Band die Botschaft, die bei der Neugestaltung des Chorraums in der Nachkriegszeit intendiert war, heutigen Betrachtern nahe bringen. „Es liegt mir daran, dass unsere große diözesane Geschichte mit ihren zahlreichen Zeugen erkannt und weitergeführt wird“, sagte er bei der Buchvorstellung vor zahlreichen Gästen im Sankt-Burkardus-Haus, unter ihnen Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Mitglieder des Domkapitels. 39 Kurzbiografien zu den einzelnen Heiligen und Helfern zeigten auf, „was wir ihnen verdanken“.

Besonders erinnerte Bischof Scheele an den Weg zur 1300-Jahrfeier der Mission und des Martyriums der Frankenapostel im Jahr 1989. Zu dem Jubiläum wurde der durch die Zerstörungen des Krieges verursachte Notstand behoben und der gesamte Chorbereich des Doms neu gestaltet. Der Chor sollte nach den Worten Bischof Scheeles der Domliturgie dienen und den besonderen Belangen der Bischofskirche entsprechen. Die noch erhalten gebliebene Deckenstukkierung weise hin auf den dreieinen Gott und auf dessen Erlösungswerk, als dessen Repräsentanten die Mutter des Herrn und die zwölf Apostel dargestellt seien, erläuterte der Bischof den Chorraum. Zwischen Himmel und Erde erscheine der wiederkommende Christus. „Er kommt von oben auf die Menschen zu und nimmt sie von unten her in das allen Menschen zugedachte ewige Leben in der Gemeinschaft mit Gott auf.“ Sinnbild der verheißenen Zukunft sei das neue Jerusalem mit dem Lamm in der Mitte. Dreiergruppen von Heiligen und Helfern aus der Diözesangeschichte seien an den Chorwänden dargestellt.

Die Heiligen und Helfer im Chorraum verkörpern nach den Worten des Bischofs das Gottesvolk des Bistums auf dem Weg durch die Jahrhunderte: eine solidarische Gemeinschaft. Sie reichen von Radegunde aus der Vor- und Frühgeschichte der Diözese über Hedwig und Elisabeth aus dem Mittelalter und Friedrich Spee aus der Neuzeit bis hin zu Bischof Adolph Gregor Schmitt aus Rimpar, der im heutigen Simbabwe ermordet wurde. Wichtig ist es Bischof Scheele, in jeder Kurzbiografie der 39 Heiligen und Helfer diese selbst zu Wort kommen zu lassen. „Der Bogen, der von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert reicht, soll dort nicht enden. Er geht weiter in unsere Gegenwart und in die Zukunft hinein. Als Zeichen der Liebe Gottes und seines Reiches geben die Heiligen und Helfer seine Einladung weiter, die bis zum Ende der Tage gilt: Kommt, es steht alles bereit“, schreibt Bischof Scheele im Vorwort.

Bischof Hofmann würdigte das besondere Verdienst Bischof Scheeles, sich mit den Heiligen und Glaubenszeugen aus dem Bistum zu beschäftigen. Dr. Albrecht Weiland, Geschäftsführer des Regensburger Verlags Schnell & Steiner, betonte, der Text von Bischof Scheele und die Fotografien von Ulrich Kneise bildeten in dem Band eine große Einheit. Die fotografische Meisterleistung Kneises gebe dem Buch ein besonderes Gepräge. Der Dank des Verlags galt der Diözese Würzburg für die finanzielle Unterstützung des Werks. Kunstreferent Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen sagte, der vorliegende zweite Band zum Kiliansdom lasse hoffen, dass die Kathedralkirche immer besser erschlossen werde.

Paul-Werner Scheele: Leuchtende Zeichen der Liebe. Chor der Heiligen und Helfer im Würzburger Kiliansdom. 228 Seiten mit 100 Farbabbildungen. 49,90 Euro. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2005. ISBN 3-7954-1796-1.

(4005/1257; E-Mail voraus)

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