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„Loben kann man nie genug!“

Kiliani-Wallfahrtswoche 2026
Bischof Dr. Franz Jung feiert Kiliani-Gottesdienst mit Priestern, Diakonen und hauptamtlichen Mitarbeitenden

Würzburg (POW) „Was gibt mir Mut für meinen Dienst?“ Diese Frage hat Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Gottesdienst für Priester, Diakone sowie hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Würzburg und seiner Caritas am Dienstagnachmittag, 7. Juli, in den Mittelpunkt gestellt. Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das über der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch über dem diesjährigen 104. Deutschen Katholikentag steht, sei „mehr als eine Durchhalteparole“, sagte der Bischof zu den rund 550 Gläubigen. „Ich sage heute von ganzem Herzen Ihnen allen Dankeschön für das, was wir miteinander erreicht haben. Es lohnt sich, das heute zu feiern.“

Was gibt im Alltag und als Dienstgemeinschaft Mut, aufzustehen? Er habe fünf Quellen der Ermutigung gefunden, sagte der Bischof in seiner Predigt. Anstelle des typisch fränkischen „Nix gesagt ist genug gelobt“ rief er zu einem „Wort des Lobes zur rechten Zeit“ auf. „Das bewirkt Wunder, das geht mir selbst auch so.“ Es gebe das Gefühl, etwas zu können, wichtig zu sein und gesehen zu werden. „Loben kann man nie genug!“

Im Leben gebe es aber auch mal Durchhänger. Sei es, weil es einem körperlich nicht gut gehe, weil es in der Familie krisele oder man mit einer Aufgabe nicht zurechtkomme. Da sei es wichtig, ein Team zu haben, dem man sich anvertrauen könne, das einen auffange und dabei helfe, gut durch die nächste Phase zu kommen. „Es gibt Mut, zu wissen, dass man im Team getragen wird.“

Das Bistum stecke in einem großen Umbruchsprozess, fuhr der Bischof fort. Viele Maßnahmen seien langfristig angelegt, und das könne entmutigen. „Es ist gut, große Projekte in kleine Teilprojekte zu zerlegen und jeden Tag die Herausforderungen des heutigen Tages gut zu bewältigen“, erklärte der Bischof die dritte Quelle der Ermutigung. Dann werde auch ein „Riesenberg“ Stück für Stück plötzlich schneller zu bewältigen sein.

„Mut macht, sich des Sinns des eigenen Tuns zu vergewissern“, nannte der Bischof als vierte Quelle. „Wer nicht weiß, warum er etwas tut, der hat auch keinen Mut und lässt es einfach laufen.“ Ein Beispiel sei die Geschichte von den beiden Maurern: Der eine arbeite missmutig vor sich hin, doch der andere erzähle stolz, dass er an einer Kathedrale mitbaue. Die neue Grundordnung lege die Verantwortung in die Hände des Dienstgebers. Er sei dafür verantwortlich, den Mitarbeitenden den Sinn ihres Tuns nahezubringen: „Ist es noch sinnvoll, wie wir es machen? Was ist das Ziel, zu dem wir angetreten sind? Erreichen wir es auf diesem Weg? Sinn schenkt Mut, Unsinn macht mutlos.“

Schließlich gehöre zur Ermutigung, Erfolge miteinander zu feiern. „Dazu möchte ich am heutigen Tag ermutigen.“ Der Bischof erinnerte an den „wunderbaren Katholikentag“, bei dem sich das Bistum und die Dienstgemeinschaft „wunderbar präsentiert“ hätten. Die Mitarbeitenden dankten dem Bischof für seine Worte mit herzlichem Applaus.

Als Erinnerung an den Katholikentag brachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter symbolisch Gaben vor den Altar. Ein Plakat vom „Abend der Begegnung“ stand für das vielfältige Kulturangebot, ein Aufsteller aus der „Demokratiekirche“ in der Marienkapelle für die politische Dimension des Evangeliums und das Ringen um eine bessere Welt. Ein Wegweiser zum „Spirituellen Rastplatz“ im Innenhof des Domkreuzgangs stand für Gastfreundschaft, Brot und Wein erinnerten an die Zeit, Ideen und Begeisterung der vielen Menschen, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Katholikentags einbrachten.

Im Gottesdienst wurde eigens an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kolleginnen und Kollegen erinnert und für diese gebetet. Das Bläserensemble des Bischöflichen Ordinariats sowie der Chor des Diözesan-Caritasverbands unter der Leitung von Angela M. Lixfeld gestalteten den Gottesdienst.

Im Anschluss waren alle zur Begegnung im Kilianeum eingeladen. Mitglieder der Mitarbeitervertretung (MAV) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kilianeums kümmerten sich um die Bewirtung.

sti (POW)

(2826/0674; E-Mail voraus)

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