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Mehr als 25.000 Jahre Eheerfahrung

Über 1000 Eheleute aus den Regionen Würzburg, Kitzingen, Bad Kissingen und Hammelburg feiern mit Bischof Hofmann Dankgottesdienst für 50, 60 oder 65 Ehejahre – Einzelsegen im Anschluss

Würzburg/Bad Kissingen/Kitzingen (POW) Mehr als 25.000 Jahre Eheerfahrung haben sich am Freitagvormittag, 4. Juli, im Würzburger Kiliansdom versammelt: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feierte mit über 1000 Eheleuten aus den Dekanaten Bad Kissingen, Hammelburg, Kitzingen, Würzburg-Stadt, Würzburg-links des Mains und Würzburg-rechts des Mains einen Gottesdienst für Eheleute, die seit 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind. Gemeinsam mit zahlreichen Priestern und Diakonen spendete er nach dem Gottesdienst den Paaren einzeln den Segen. Als Zeichen ihrer Treue erhielten die Eheleute zum Abschied ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Ich verspreche dir die Treue“.

„Sie können Ihre Liebe nicht für sich behalten, sie strahlt aus über Ihre Kinder, Enkelkinder und auf alle, die mit Ihnen zusammenkommen“, sagte der Bischof in seiner Predigt. Deswegen sei auch das Sakrament der Ehe, das die Eheleute eingegangen seien, ein Stück gelebter Kirche, „ein sichtbares Zeichen für die Liebe Gottes und deren wirksame Kraft im flüchtigen Heute“, betonte Bischof Hofmann.

Verletzungen, Fehler und Enttäuschungen seien in den gemeinsamen Jahrzehnten sicher nicht ausgeblieben. Von daher sei auch immer der Wille zur Selbstkritik, zur Umkehr und Versöhnung im wahrsten Sinn des Wortes notwendig gewesen. „Eheleute müssen einander gegenseitig Raum geben, damit sie sich verändern und entfalten können. Sprechen Sie darüber, wie Gott Ihnen dabei beigestanden ist.“ Gerade junge Menschen benötigten heute Lebensbeispiele, die ermutigen, hob der Bischof hervor.

Eine christlich gelebte Ehe werde nicht von den Liebenden allein ermöglicht, sondern von Gott. „Und sie ist auch nicht ausschließlich auf das eigene Lebensglück ausgerichtet, sondern immer offen für andere. Die familiäre Liebe strahlt aus und hat auch das Wohl und Wehe der anderen im Blick.“ Bei allem Dank für das Gelingen der eigenen Ehe rief der Bischof die Gläubigen dazu auf, auch für die Menschen zu beten, deren Ehen gescheitert sind und die in schwierigen Lebenssituationen besonders der Anteilnahme und Liebe bedürften.

Im Anschluss trafen sich die Gottesdienstbesucher bei Wein und Gebäck zum Beisammensein auf dem Kiliansplatz. Peter (70) und Gudrun Melber (69) aus Albertshofen (Landkreis Kitzingen) sind seit 50 Jahren verheiratet. Das Geheimnis einer glücklichen Ehe? „Immer alles miteinander ausfechten und nicht davonlaufen, wenn etwas schwierig ist“, gab Gudrun Melber als Tipp. „Ich geb‘ einfach immer nach und rede so, dass sie meint, sie hat recht“, sagte Peter Melber schmunzelnd.

In den 60 Jahren ihrer Ehe ist für Roman Sitko (82) und seine Gattin Ursula (81) besonders wichtig gewesen, füreinander Verständnis aufzubringen. Die beiden kamen vor 40 Jahren aus Oberschlesien und leben seither in Würzburg. „Es ist wichtig, den anderen so zu lassen, wie er ist – und nicht nachtragend zu sein“, erklärten sie unisono. Der regelmäßige Gottesdienstbesuch sei dafür ein unerlässliches Hilfsmittel, da Gott Kraft und Trost spende.

Alois (81) und Maria Büttner (71) aus Rottershausen (Landkreis Bad Kissingen) haben vor 50 Jahren geheiratet. Dass sie einander gefunden haben, betrachten sie als glückliche göttliche Fügung. „Um so lange eine Ehe miteinander zu führen, ist es wichtig, dass man zusammenhält und behutsam miteinander umgeht“, erklärte Maria Büttner.

Von schönen und schweren Stunden in den 50 gemeinsamen Ehejahren berichteten Anton (74) und Irmgard Dehler (75) aus Motten im Landkreis Bad Kissingen. „Wichtig ist, einander jeden Abend vor dem Einschlafen zu verzeihen und am nächsten Morgen ohne nachzutragen neu miteinander anzufangen.“

Am heutigen Freitagabend, 4. Juli, steht um 19 Uhr im Kiliansdom noch der Gottesdienst für alle Ehepaare aus dem Bistum auf dem Programm, die in diesem Jahr ihre Silberhochzeit feiern.

mh (POW)

(2814/0660; E-Mail voraus)

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