Rom (POW) Am dritten Tag der Romwallfahrt, Dienstag, 8. September, haben die Kirchenchöre aus dem Bistum Würzburg eine Führung durch die Ewige Stadt erhalten und die erste Eucharistiefeier in Rom gefeiert. Am Vormittag besuchten die 520 Pilgerinnen und Pilger eine der berühmtesten Basiliken Roms und der ganzen Welt. Die „Basilica di San Giovanni in Laterano“, auf Deutsch „Lateranbasilika“, ist eine der sieben Pilgerkirchen Roms und die Bischofskirche des Papstes. In acht Gruppen wurden die Pilgerinnen und Pilger von Tourguides durch die Basilika geführt. Die erste Station, die heilige Pforte der Basilika, zeigte gleich zu Beginn die Bedeutung der Kirche. Als eine der vier Heiligen Pforten Roms war sie im Heiligen Jahr 2025 geöffnet. Auch im Inneren boten sich für die Reisenden eindrucksvolle Anblicke. Besonders die goldene Decke der Kirche zog die Blicke der Besucherinnen und Besucher auf sich. Eine der Chorgruppen entschied sich spontan, ein Ständchen zu singen.
Nach dem Besuch der Lateranbasilika ging es weiter auf eine Stadtführung durch Rom. Mit dem Bus wurden Kolosseum und der Circus Maximus passiert, bevor es zu Fuß zum Pantheon ging. Nach einer kleinen Mittagspause besuchten die Pilgerinnen und Pilger außerdem die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen. Die vollen Straßen, zahlreiche Touristen sowie die hohen Temperaturen ermüdeten so manche Pilger. Dennoch waren alle wieder für den Gottesdienst in der „Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio“ zum Singen bereit.
Für Bischof Dr. Franz Jung war die Eucharistiefeier in der Kirche des heiligen Ignatius und des Jesuitenordens zugleich eine Reise in die eigene Vergangenheit. Er wurde am 10. Oktober 1992 in dieser Kirche mit neun Mitbrüdern zum Priester geweiht. Bereits zu Beginn des Gottesdienstes sprach der Bischof über die besondere Verbindung zu diesem Ort: „So wie das Herz bei Ihrem Gesang aufgeht, geht mir das Herz auf, wenn ich in diese Kirche komme.“ Er habe viele Stunden in der Kirche verbracht und freue sich, dass an diesem Ort gemeinsam der Gottesdienst gefeiert werde. Auch die Verbindung des Jesuitenordens zur Musik und zum Gesang griff Bischof Jung auf. „Lange hieß es: Der Jesuit singt nicht.“ Doch mit der Zeit habe der Orden verstanden, dass Musik eine der wichtigsten Formen der Evangelisierung sei. So habe die Musik auch zu seiner Studienzeit eine große Rolle gespielt.
Die Pilgerinnen und Pilger der Kirchenchöre füllten das Gotteshaus mit festlichen Klängen. Unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle gestalteten der große Chor und die Blasmusiker gemeinsam den Gottesdienst musikalisch. Die Musik zog auch zahlreiche Touristen an. Immer wieder zückten sie ihre Handys, um die Eindrücke von der besonderen Atmosphäre festzuhalten. Andere wiederum verweilten noch einige Minuten länger, um dem Gesang zu lauschen.
Im Anschluss an den Gottesdienst blickte Bischof Jung noch einmal auf die Atmosphäre während des Gottesdienstes zurück. „Es hat sich angefühlt wie nach Hause kommen.“ Dass dies zugleich der erste große Gottesdienst der Pilger aus dem Bistum Würzburg in Rom gewesen sei, habe die Feier zusätzlich besonders festlich gemacht. „Die Gottesdienste sind die Punkte, an denen wir alle zusammenkommen, und da merkt man, wie alle im Singen zu einer großen Gemeinschaft werden.“
Nach einem ereignisreichen Tag in Rom stieg bei den Pilgerinnen und Pilgern bereits die Vorfreude auf den nächsten Höhepunkt der Wallfahrt: die Papstaudienz mit anschließender Eucharistiefeier im Petersdom am vierten Tag der Reise.
Aus Rom berichtet Paul Frigger (POW)
(3726/0849; E-Mail voraus)
Weitere Bilder finden Sie hier: https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1788957522lwTqWhcwNlzLyu




