Würzburg/Erfurt (POW) Mit tiefer Dankbarkeit und großer Wertschätzung nimmt das Bistum Würzburg Abschied von Bischof em. Dr. Joachim Wanke, langjähriger Bischof von Erfurt. Über Jahrzehnte war Bischof Wanke eng mit dem benachbarten Bistum Würzburg verbunden. Er starb am Donnerstag, 12. März, im Alter von 84 Jahren.
„Wir verlieren einen ausstrahlungskräftigen Zeitzeugen christlicher Spiritualität. Zu DDR-Zeiten und im wiedervereinigten Deutschland war er ein Garant enger Verbundenheit zwischen den Nachbarbistümern Erfurt und Würzburg“, sagte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. Zahlreiche Begegnungen, Vorträge bei Priestertagen und Predigten an Wallfahrtsorten im Bistum Würzburg sowie die Mitfeier der Kiliani-Wallfahrtswoche zeugten von dieser jahrzehntelangen Verbundenheit Wankes mit dem Bistum Würzburg.
Im Jahr 2000 würdigte das Bistum Würzburg den Einsatz Wankes für die bis zur Gründung des Bistums Erfurt zu Würzburg gehörenden Diasporagebiete in Südthüringen mit der Liborius-Wagner-Plakette. Nach der Wende habe er die beiden früheren Würzburger Dekanate Meiningen und Saalfeld bestens in das 1994 errichtete Bistum Erfurt integriert, hieß es in der damaligen Laudatio. Auf diese Weise hätten die Katholiken in Südthüringen eine neue kirchliche Heimat gefunden. Generalvikar Vorndran betonte weiter: „Die Verbundenheit zwischen Erfurt und Würzburg hat Bischof Wanke stets gefördert, nicht zuletzt, weil der heilige Kilian einer der Bistumspatrone der Diözese Erfurt ist.“
Im Elisabethjahr 2007 habe Wankes Impuls der sieben heutigen Werke der Barmherzigkeit wichtige Übersetzungsarbeit gelebten franziskanischen Glaubens geleistet. Zudem habe er mit der Revision der Einheitsübersetzung im Jahr 2016 als Exeget und Theologe den Weg für die Verankerung des Wortes Gottes in der Gegenwart gebahnt. „Die Begegnungen mit Bischof Wanke waren für mich persönlich stets von tiefer Glaubenskraft und echter Bescheidenheit geprägt. Er war als Priester und Bischof immer nah bei den Menschen“, unterstrich Generalvikar Vorndran.
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