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Bischof Dr. Franz Jung sendet Steuerungsgruppen in die 40 Pastoralen Räume des Bistums aus – Pontifikalgottesdienst am Hochfest Mariä Empfängnis

Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Dienstag, 8. Dezember, dem Hochfest Mariä Empfängnis, die Steuerungsgruppen in die 40 Pastoralen Räume im Bistum Würzburg ausgesandt und diesen als Symbol jeweils eine brennende Kerze mitgegeben. Konzelebranten waren Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran und Domkapitular Christoph Warmuth, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. Für die Ausgestaltung der Pastoralen Räume sei es wichtig zu fragen, wie es gelingt, Christus zu den Menschen zu tragen, betonte der Bischof.

Eine Steuerungsgruppe umfasst zwischen zwei und vier Personen und ist für die Ausgestaltung des Pastoralen Raumes gebildet. Sie ist Ansprechpartnerin für die diözesanen Stellen sowie für die Abteilung pastorale Entwicklung in der so genannten Gestaltungsphase des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“. Ihre Aufgabe ist es zunächst, die Arbeit der Pfarreiengemeinschaften zu evaluieren und zu entscheiden, ob sie als Untergliederungen im Pastoralen Raum weiterarbeiten oder ihre Zusammensetzung verändert werden soll. In jeder Gemeinde einer Untergliederung ist bis zum Ende der Gestaltungsphase ein „Gemeindeteam“ aus Ehrenamtlichen oder andere verlässliche Kontaktstrukturen zu etablieren.

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In seiner Predigt erklärte Bischof Jung, die Steuerungsgruppen sollten zunächst beim Ideal ansetzen. „Wie würden wir uns die ideale Kirche in einem Pastoralen Raum vorstellen? Wie würde es aussehen, wenn es am Ende ‚ganz schön‘ wäre?“ Gefragt sei keine Flickschusterei, sondern ein großer Wurf. Für die Arbeit der Steuerungsgruppen bedeute das, nicht einfach irgendetwas zusammenzustückeln, sondern noch einmal neu auf das Ganze zu sehen.

In der Praxis heißt das nach den Worten des Bischofs, sich darüber Gedanken zu machen, was den göttlichen Glanz trüb: in ausgesprochenen wie unausgesprochenen Problemen, Konflikten und Ängsten. „Was nicht am Beginn ausgeräumt wird, wird erfahrungsgemäß die Arbeit belasten. Statt etwas auszustrahlen, wird es dann nur ein schwacher und matter Abglanz dessen sein, was möglich wäre.“

Sich an der Gottesmutter als Vorbild zu orientieren, bedeute auch zu fragen: „Wo verkünden wir den Menschen die Frohe Botschaft vom nahen Gott? Wo helfen wir durch den Dienst am Nächsten, dass das neue Jerusalem sichtbare Kontur gewinnt als Ort gelebter Gottes- und Nächstenliebe?“ Ausdrücklich warnte der Bischof davor, in das alte Lied zurückzufallen und darauf zu schauen, was nicht gehe. „Die Freude erwächst aus dem Glauben an die Größe des Herrn, der unserer Schwachheit aufhilft.“ Gegen allen Kleinmut und alle Erfahrungen von Scheitern und Ohnmacht helfe der Blick auf Maria. „Weil Gott an das Gute im Menschen glaubt und ihm Großes zutraut, deshalb dürfen wir unverzagt ans Werk gehen.“

Generalvikar Vorndran erläuterte vor der Übergabe an die Vertreter der Steuerungsgruppen das Motiv auf den Kerzen. Dieses zeigt ein Kreuz, umgeben von drei Kreisen. Diese stehen für die diözesanen Schwerpunkte „kontemplativ leben“, „sprachfähig werden im Glauben“ und „solidarisch handeln“.

Bereits zu Wochenbeginn hatte sich Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf in einem Interview der Main-Post zum Fortgang der Pastoral der Zukunft und zur Zusammenarbeit zwischen Laien und Bistumsleitung geäußert. Dabei positionierte er sich auch zu den künftigen Leitungsteams in den Pastoralen Räumen. „Das Kirchenrecht sieht den Priester in der Verantwortung. In Würzburg wird es ein ‚In solidum‘-Modell geben – ein Team aus Priestern, das sich die Verantwortung teilt. Daran kommen wir nicht vorbei“, betonte Wolf. Es werde bei der Leitung zugleich nicht ohne engagierte Laien gehen. „Die ehrenamtlichen Laien spielen also eine entscheidende Rolle, um die Kirche zusammenzuhalten. Dieser Aufgabe müssen wir uns stellen. Das heißt, wir müssen entsprechende Leitungsstrukturen einführen. Die teamorientierte Führung wird kommen. Ansonsten sind größere Pastorale Räume bei der abnehmenden Zahl der Hauptamtlichen nicht mehr steuerbar.“ Der Bischof und auch der Generalvikar sind nach Wolfs Worten Realisten genug um zu sehen, dass die Teilhabe der Laien an der Leitung die Methode sei, mit der sichergestellt werden könne, dass „der Laden läuft“.

Das Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ koordiniert die Neustrukturierung im Bistum Würzburg für die Zukunft im Blick auf die sinkende Zahl von hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Gläubigen und Finanzen. Ziel dabei ist es, in den neuen Räumen lebendige Gemeinden und innovative Orte und Gelegenheiten von Glaubenserfahrungen zu fördern und damit die Präsenz und Erreichbarkeit von Kirche im Bistum sicherzustellen. Großpfarreien werde es in der Diözese Würzburg nicht geben, hob der Bischof hervor. Die etwa 600 Pfarreien des Bistums, die mehrheitlich in etwa 160 Pfarreiengemeinschaften zusammengefasst sind, bleiben bestehen. Bis 2025 sollen die Pastoralen Räume inhaltlich ausgestaltet werden.

mh (POW)

(5020/1274; E-Mail voraus)

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