Der gemeinsame Gottesdienst mit Taufgedächtnis findet in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Altenmünster statt. Dort steht auch der Taufstein, der bereits zur Amtszeit Wagners genutzt wurde. Am 11. September 1626 ernannte der Würzburger Bischof Philipp Adolf von Ehrenberg den katholischen Geistlichen zum Pfarrer von Altenmünster und der Filiale Sulzdorf. Da die weltliche Herrschaft beim evangelischen Adeligen Philipp Albrecht Truchseß zu Wetzhausen lag, war die Ortschaft protestantisch. Wagner war dennoch rechtlich für alle Einwohner zuständig. Zu seinen Aufgaben gehörten Amtshandlungen wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen sowie die damit verbundene Registrierung von Geburten und Todesfällen. Diese Vermischung von katholischer Kirchen- und evangelischer Weltherrschaft führte zu dauerhaften Zuständigkeitskonflikten. Wagner geriet mitten in diese konfessionellen Spannungen und wurde schließlich zum Opfer und Blutzeugen. Das Abendlob greift dieses historische Wirken zwischen Gelingen und Scheitern in ökumenischer Gemeinschaft auf.
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