Aschaffenburg (POW) Über 1200 Besucher – das ist statistisch gesehen die Bilanz der Veranstaltungen zum Advent in der Sankt-Agatha-Kirche in Aschaffenburg. Der noch junge Verein „Sankt Agatha – Kirche am Markt“ hatte erstmals vom ersten bis zum vierten Adventssonntag ein Programm parallel zum nur 50 Meter entfernten Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt. Das Ziel sei es gewesen, einen Ruhepool zum geschäftigen Treiben des Marktes anzubieten, sagt Vorstandsmitglied Dr. Peter Müller. „Wir wollten Menschen Hilfestellung zu geben, der eigenen Mitte auf die Spur zu kommen“, erklärt der Theologe. Dieser Gedanke passe auch zum Motto, das sich der Verein als spirituelles Leitwort gegeben hat: „Menschwerden ist eine Kunst“.
Im Zentrum der Kirche stand 21 Tage lang ein großes Lichterlabyrinth. 130 brennende Kerzen empfingen die Besucher der Kirche und luden ein, sich auf einem Lichtweg in die Mitte zu begeben und dort einen Segensspruch aus einem Schatzkästchen zu nehmen. Das Labyrinth war täglich von 17 bis 20 Uhr erleuchtet. „Immer wieder ging die Türe auf, Leute kamen herein, sahen und staunten“, erzählt Robert Flörchinger, der die Organisation des Angebots übernommen hatte.
Über die gesamte Zeit fanden zehn Veranstaltungen in der Kirche statt. Sie reichten von Achtsamkeitsmeditationen, Harfenklängen und Taizé-Gesängen über das Eintauchen in die Inhalte von Adventsliedern bis hin zu einem Folk- und einem Klassikkonzert. Interessierte konnten unkompliziert kommen und gehen, bei allen Veranstaltungen war der Eintritt frei. So auch beim Mitmachangebot „Advents- und Weihnachtslieder-Singen“, bei dem im Laufe des Abends rund 150 Menschen vorbeikamen. Zur Gitarrenbegleitung wurden klassische und internationale Advents- und Weihnachtslieder aus voller Kehle mitgesungen. Das Lichterlabyrinth wurde auch Teil der Liturgie. Am vierten Adventssonntag feierte Pfarrer Martin Heim den Gottesdienst im Kreis um die Installation und griff deren Symbolik in der Predigt auf.
Am Ende waren über 500 Kerzen im Labyrinth abgebrannt und hunderte von Segensgebeten an die Besucher verteilt. Rund 30 ehrenamtliche Mitarbeiter hatten die Betreuung und Durchführung der Angebote übernommen. „Das hat so gutgetan, hier ein bisschen Ruhe und Inspiration zu tanken“ sagte eine der Besucherinnen, die diesen Ort sogar mehrfach aufgesucht hatte, dem Vorbereitungsteam. Der Satz „Das müsst ihr unbedingt wieder anbieten“ sei oft zu hören gewesen.
Die Erfahrungen aus diesem Jahr will der Vorstand des Vereins nun reflektieren und im kommenden Jahr das Angebot ausweiten. „Wir wollen uns auch noch besser mit unserem Nachbarn, dem Weihnachtsmarkt, vernetzen“, nennt Flörchinger als ein erstes Fazit. Er denke da an Hinweisschilder für das Angebot auf dem Marktplatz. Schließlich bringe ein solches Angebot auch einen Mehrwert für das Treiben dort.
Nähere Informationen zum Marktkirchen-Projekt im Internet unter www.marktkirche-aschaffenburg.de.
bv (POW)
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