Würzburg (POW) Bei zwei Veranstaltungen hat Verena Schmidt, Demenzbeauftragte des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), Seelsorgerinnen und Seelsorger zu sinnvollen Kommunikationswegen und hilfreichen Unterstützungsmöglichkeiten bei kognitiv veränderten Menschen geschult. Beim ersten Termin nahmen insgesamt sechs angehende Priester, Pastoral- und Gemeindereferenten aus den Bistümern Würzburg und Speyer teil, darunter die Pastoralassistenten Michael Biermeier (Pastoraler Raum Schwarzach am Main – Sankt Benedikt) und Johannes Kronau (Pastoraler Raum Ochsenfurt) sowie Gemeindeassistentin Laura-Maria König (Pastoraler Raum Haßberge Süd). Sie absolvierten zu der Zeit laut Pressemitteilung des UKW ein dreiwöchiges Praktikum am Klinikum.
Inhalte der 90-minütigen Veranstaltung waren unter anderem Demenzformen, Kommunikationswege mit kognitiv veränderten Patientinnen und Patienten sowie deren besondere Bedürfnisse im Kontext der religiösen Betreuung. „Die Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger sind zentrale Gesprächspartner für unsere Patientinnen und Patienten, deren Angehörige, aber auch für die Pflegekräfte, weil sie einen ganz anderen Zugang zu hochrelevanten Themen des Klinikalltags haben“, sagte Schmidt. Dabei müsse die Sicht auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten immer wieder neu definiert werden – angepasst an die generationsbedingten Besonderheiten der Versorgenden und der Empfangenden.
„Bei der Planung des Praktikums war es uns wichtig, die jungen Kolleginnen und Kollegen mit Themen in Berührung zu bringen, die ihnen auch außerhalb der Klinik begegnen, bei ihrer Arbeit in den Pfarreien und Pastoralen Räumen. Da steht das Thema Demenz an vorderer Stelle“, erklärte Peter Kees, Leiter des katholischen Seelsorgeteams des UKW. Er hatte die Schulung gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Regina Augustin initiiert.
Bei einem zweiten Termin wurden insgesamt neun Altenheimseelsorgerinnen und -seelsorger geschult, davon nahmen zwei online teil. „Wir sind in Altenheimen und im Sozialraum tätig, wo wir häufig als neutrales Bindeglied zwischen Angehörigen und Betroffenen fungieren. Wir begleiten beide Parteien und entlasten durch Gespräche. Mit dem aktuellen Stand der Medizin und den Empfehlungen zum Umgang mit Menschen mit Demenz sowie deren Angehörigen ist unsere Arbeit sehr bereichert“, sagte Diakon Kai-Uwe Starke, im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Würzburg für die Altenheimseelsorge und Kirche im Quartier zuständig.
Auch Schmidt selbst habe Impulse aus den Treffen mitnehmen können. „Zum Beispiel wurde im Gespräch deutlich, wie wichtig es ist, die Angehörigen ‚sichtbarer‘ zu machen und dass diese von der Altenheimseelsorge sehr gut mit aufgefangen werden. Da können wir im Krankenhaus das Netzwerken mit den Kolleginnen und Kollegen der Seelsorge weiter verstärken.“
(2226/0546; E-Mail voraus)
Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet

