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Seit 60 Jahren Priester

Fünf Priester begehen Diamantenes Weihejubiläum

Johannesberg/Veitshöchheim/Würzburg (POW) Das Diamantene Priesterjubiläum, den 60. Weihetag, begehen am Montag, 29. Juni, Pfarrer i. R. Paul Hilbert (Würzburg), Pfarrer i. R. Josef Kraft (Veitshöchheim), Studiendirektor a. D. Hans Martetschläger (Würzburg), Pfarrer i. R. Karl Mödl (Johannesberg) und Studiendirektor a. D. Josef Öhrlein (Würzburg). Bischof Josef Stangl weihte vier von ihnen am 29. Juni 1966 in Würzburg zu Priestern.

Pfarrer i. R. Paul Hilbert (86) war lange Jahre Pfarrer von Schweinfurt-Sankt Peter und Paul. Hilbert wurde 1940 in Würzburg geboren. Nach der Priesterweihe in Würzburg am 29. Juni 1966 durch Bischof Josef Stangl war Hilbert zunächst als Kooperator in Laufach eingesetzt. Seine Kaplansjahre verbrachte er von 1966 bis 1973 in Hösbach, Lohr-Sankt Michael mit Sackenbach und Sulzbach. Von 1972 bis 1981 unterrichtete er auch an der Fachoberschule Aschaffenburg Religion. 1973 übernahm er seine erste Pfarrei in Rottenberg und war ab 1976 zugleich Pfarrverweser von Feldkahl. Von 1975 bis 1978 war er zudem Jugendseelsorger des Dekanats Aschaffenburg-Ost. 1981 wurde Hilbert Pfarrer in Werneck. 1987 übernahm er zusätzlich die Pfarreien Schnackenwerth und Stettbach. Von 1988 bis 1990 war er außerdem Pfarrer von Eßleben, von 1988 bis 1991 auch Kuratus von Mühlhausen. 1990 kam zusätzlich die Pfarrei Ettleben zu seinen Aufgaben hinzu. Von 1990 bis 1995 war Hilbert auch Dekan des Dekanats Schweinfurt-Süd und gehörte dem Priesterrat und dem Diözesan-Pastoralrat an. Der Markt Werneck zeichnete ihn 1988 mit der Bürgermedaille in Silber aus. 1996 wechselte er auf die Schweinfurter Pfarrei Sankt Peter und Paul. Von 1997 bis 2009 hatte Hilbert außerdem die Ämter des Altenseelsorgers und des Ökumenebeauftragten für das Dekanat Schweinfurt-Stadt inne. 1997 wurde er Geistlicher Beisitzer in der Schlichtungsstelle für pastorale Angelegenheiten. 2009 ging Hilbert in den Ruhestand, den er zunächst in Werneck verbrachte. Bis 2024 hatte er einen Seelsorgsauftrag für die Schlosskirche, für die Rufbereitschaft im Bezirkskrankenhaus in Werneck sowie für die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Maria im Werntal, Werneck“. Außerdem half er in der Pfarreiengemeinschaft „Maria im Werntal, Werneck“ mit.

Pfarrer i. R. Josef Kraft (87) war zuletzt Leiter der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Franziskus am Steigerwald, Gerolzhofen“. Kraft wurde 1938 in Adelsberg geboren und wuchs in Mainaschaff auf. Am 29. Juni 1966 empfing er in Würzburg durch Bischof Josef Stangl in der Seminarkirche Sankt Michael die Priesterweihe. Als Kaplan wirkte Kraft in Kitzingen-Sankt Johannes, Kirchheim, Schweinfurt-Heilig Geist, Marktbreit und Bad Neustadt-Mariä Himmelfahrt und war auch Dekanatsjugendseelsorger für Ochsenfurt und Bad Neustadt. 1973 wurde er Kuratus in Ostheim/Rhön und war im Dekanat Rhön-Grabfeld auch Präses für Liturgie und Kirchenmusik sowie Beauftragter für Priester- und Erwachsenenbildung. 1979 übernahm Kraft die Pfarrei Kürnach. 1986 wurde er auch Beauftragter für die Priesterfortbildung und theologische Erwachsenenbildung des Dekanats Würzburg-rechts des Mains. 1987 übernahm Kraft zusätzlich die Pfarrei Oberpleichfeld. 1990 wurde er zum stellvertretenden Dekan für das Dekanat Würzburg-rechts des Mains gewählt. 1992 wechselte Kraft auf die Pfarrei Gerolzhofen. Während seiner Amtszeit wurde die Stadtpfarrkirche saniert, eine neue Orgel eingebaut und die Sankt Johanniskapelle zum Museum „Kunst und Geist der Gotik“ umgestaltet. 1993 wurde er zusätzlich zum Dekan-Stellvertreter des Dekanats Schweinfurt-Süd gewählt, zwei Jahre später zum Dekan. Von 1996 bis 2001 war er auch zweiter Vorsitzender des Priestervereins der Diözese Würzburg. 1997 übernahm er zugleich die Pfarrei Lülsfeld. 1999 wurde er in die Liturgiekommission der Diözese Würzburg berufen. 2001 wurde er außerdem Pfarrer von Oberschwarzach und Ökumenebeauftragter des Dekanats Schweinfurt-Süd. Ab 2003 war Kraft Leiter der Pfarreiengemeinschaft Gerolzhofen, Lülsfeld und Oberschwarzach, seit 2007 zusätzlich Pfarrer von Frankenwinheim und Schallfeld mit Brünnstadt. Die Gemeinden bilden seit 2008 die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Franziskus am Steigerwald, Gerolzhofen“. 2008 trat Kraft in den dauernden Ruhestand, den er in Veitshöchheim verbringt. Dort nimmt er einen Seelsorgsauftrag für die Pfarrei Sankt Vitus und die Kuratie Allerheiligste Dreifaltigkeit wahr. Kraft feiert am Sonntag, 28. Juni, um 10.30 Uhr in der Kuratiekirche Heiligste Dreifaltigkeit in Veitshöchheim einen Dankgottesdienst.

Studiendirektor a. D. Hans Martetschläger (86) war langjähriger Religionslehrer am Olympia-Morata-Gymnasium Schweinfurt. Martetschläger wurde 1940 in Zichras in der Diözese Budweis geboren. Bischof Josef Stangl weihte ihn am 29. Juni 1966 in Würzburg zum Priester. Nach kurzer Tätigkeit in Kirchzell wurde Martetschläger 1966 Kaplan in Sommerau, 1969 in der Aschaffenburger Stiftspfarrei und 1971 in Schweinfurt-Heilig Geist. 1974 trat er am Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt den Schuldienst an und arbeitete außerdem weiterhin in der Pfarrei Heilig Geist mit. Von 1981 bis 1983 war Martetschläger Jugendseelsorger des Dekanats Schweinfurt-Stadt. 1981 wurde er zum Studienrat, 1983 zum Oberstudienrat befördert. 1983 wurde ihm zusätzlich die Seelsorge der Pfarrei Stettbach übertragen. 2002 wurde Martetschläger zum Studiendirektor ernannt. 2004 wurde er von seiner Lehrertätigkeit entpflichtet, unterrichtete bis 2017 aber weiterhin mit wenigen Stunden am Olympia-Morata-Gymnasium und engagierte sich in den Schulgottesdiensten. 2005 übernahm Martetschläger vorübergehend die Pfarradministration der Pfarreien Werneck, Ettleben, Schleerieth und Schnackenwerth sowie 2007 auch von Egenhausen. Bis 2023 half Martetschläger in der Seelsorge in der Pfarreiengemeinschaft „Maria im Werntal, Werneck“ mit.

Pfarrer i. R. Karl Mödl (85) ist Priester der Diözese Eichstätt und mitarbeitender Priester für die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Maria und Johannes der Täufer, Johannesberg“ sowie im Dekanat Aschaffenburg-West. Mödl wurde 1941 in Eichstätt geboren. Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium Eichstätt studierte er Theologie in Eichstätt und Freiburg im Breisgau. Bischof Dr. Josef Schröffer weihte ihn am 29. Juni 1966 in Eichstätt zum Priester. Anschließend wirkte Mödl als Kaplan in Velburg und Hilpoltstein. Von 1969 bis 1977 war er Benefiziat in Kastl. Von 1970 bis 1985 war er zudem Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Kastl sowie Kreisjugendseelsorger des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Landkreis Amberg-Sulzbach. Im Jahr 1977 wurde Mödl Pfarrer von Illschwang. Von 1985 bis 1993 war er zudem Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Eichstätt sowie Diözesankaplan der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) Eichstätt. Von 1986 bis 1993 wirkte Mödl als Landeskaplan der CAJ Bayern. Von 1993 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahr 2011 war Mödl Pfarrer in Ingolstadt, Mailing und Feldkirchen. Seither lebt er in Johannesberg-Oberafferbach. Mödl hat einen Seelsorgsauftrag für die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Maria und Johannes der Täufer, Johannesberg“ sowie das Dekanat Aschaffenburg-West. Seit 1967 ist er Mitglied der Priestergemeinschaft „Jesus Caritas“. Seit 2017 ist Mödl zudem Geistlicher Begleiter der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Glattbach.

Studiendirektor a. D. Josef Öhrlein (85) war von 1978 bis 2004 Religionslehrer an der Sankt-Ursula-Schule in Würzburg. Öhrlein wurde 1940 in Retzbach geboren. Von 1960 bis 1966 studierte er in Würzburg und Bonn Theologie und Philosophie. Bischof Josef Stangl weihte ihn am 29. Juni 1966 in Würzburg zum Priester. Als Kaplan und Pfarrverweser war Öhrlein in Mainaschaff und Schweinfurt-Sankt Josef eingesetzt. 1970 ging er als Religionslehrer an die Staatliche Realschule in Bad Neustadt und wurde zugleich nebenamtlicher Seelsorger der Pfarrei Niederlauer. Außerdem war er ab 1975 Dekanatsbeauftragter für die Erwachsenenbildung. 1978 ging Öhrlein als Studienrat an die Sankt-Ursula-Schule in Würzburg. 1980 wurde er dort Oberstudienrat und 1992 Studiendirektor. Von 1983 bis 1985 war er zudem Diözesankurat der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) im Bistum Würzburg. Von 1996 bis 2003 gehörte Öhrlein als Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses dem Priesterrat der Diözese Würzburg an. Von 1998 bis 2001 war er Vertreter des Priesterrats in der Fortbildungskommission Pastorale Dienste. Jährlich begleitete Öhrlein Pilgerreisen und half in den Ferien auf Sylt und in Davos aus. Über viele Jahre gestaltete er Krankengottesdienste im Bayerischen Rundfunk. Seit 2004 ist er im Ruhestand, hilft aber weiterhin in der Seelsorge mit, vor allem in der Pfarreiengemeinschaft „Randersacker – Theilheim – Eibelstadt“ und bei den Karmelitinnen im Kloster Himmelspforten. Als seine Schwerpunkte nennt er die Pilger- und die Tourismusseelsorge.

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