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„Sie stehen für Kreativität“

Virtuelle Vollversammlung der Gemeindereferentinnen und -referenten – Anette Günther und Alexander Sitter neue Sprecher

Würzburg (POW) Zu ihrer jährlichen Vollversammlung haben sich die Gemeindereferentinnen und ‑referenten der Diözese Würzburg am Montag, 17. Mai, diesmal auf einer Onlineplattform getroffen. Neben den Berichten zum vergangenen Arbeitsjahr standen die Wahl der Berufsgruppensprecher und ein Gespräch mit Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran und Ordinariatsrat Robert Hambitzer, Leiter der Hauptabteilung Personal, im Mittelpunkt.

Diözesanreferentin Roswitha Schuhmann präsentierte zu Beginn die aktuellen Zahlen der Berufsgruppe. Zurzeit sind 137 Personen als Gemeindereferent angestellt, 2018 waren es noch 146 Personen. Damit zeigt sich auch in dieser Berufsgruppe ein deutlicher Rückwärtstrend. Schuhmann verwies darauf, dass in den nächsten zehn Jahren 34 Mitarbeiterinnen in Rente gehen werden. Gleichzeitig gingen die Zahlen der Religionspädagogik-Studenten zurück. Markus Fastenmeier, seit Februar 2020 als Ausbildungsreferent in der Phase der Berufseinführung zuständig, meldete vier Personen, die im Laufe des Jahres 2021 die Beauftragung als Gemeindereferent/-in erhalten werden. Er bestätigte, dass es aktuell kaum Anfragen von jungen Menschen gebe, die diesen Beruf studieren wollen. Verabschiedet wurde bei der Versammlung seine Vorgängerin Cornelia Weiser, die im November 2020 in den Ruhestand gegangen ist.  

Im zweiten Teil der Vollversammlung standen Wahlen an. Die Amtszeit des übergangsweise aus drei Personen bestehenden Teams der Berufsgruppensprecher Simone Dempewolf, Alexandra Eck und Bernd Keller war abgelaufen. Neu in dieses Amt gewählt wurden Anette Günther und Alexander Sitter. Günther ist Gemeindereferentin im Pastoralen Raum Sankt Benedikt, Schwarzach. Sitter ist Referent bei der Diözesanstelle Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat. Die Amtszeit der Sprecher beträgt zwei Jahre. Für die Berufsgruppe dankte Schuhmann dem scheidenden Sprecherteam für das Engagement. Darüber hinaus wurden Petra Müller als Delegierte für den Diözesanrat, Roswitha Spenkuch und Karin Farrenkopf-Párraga als Delegierte für die Kirchenfrauenkonferenz sowie Simone Büttner, Martina Röthlein und Bernd Müller in den Wahlausschuss gewählt.   

Am Nachmittag waren Generalvikar Vorndran und Personalreferent Hambitzer zum ersten Mal zu Gast bei der Vollversammlung der Berufsgruppe. Einige Vertreter gaben ihnen in einem Videoclip einen Einblick in die Vielfalt ihrer Tätigkeiten und in die aktuelle Situation der Seelsorge in Zeiten von Corona. Von der Seelsorge in Pastoralen Räumen über den Religionsunterricht bis zur Krankenhausseelsorge reichten die Statements. Dabei wurden die Kontaktbeschränkungen durch die Coronapandemie als besondere Herausforderung genannt. Auch wenn vieles durch die digitalen Möglichkeiten habe überbrückt werden können, wurde beispielsweise die technische Unterstützung durch die Diözese als verbesserungswürdig gesehen. Angesprochen wurden auch die vielen strukturellen Fragen, die sich durch die Errichtung der neuen Pastoralen Räume ergeben und die aktuell viel Kraft binden.

Die beiden Vertreter der Bistumsleitung zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Einsatzorten der Berufsgruppe und den Bemühungen, auch unter Lockdownbedingungen den Menschen auf unterschiedliche Weise nahe zu sein. Generalvikar Vorndran betrachtete vor allem den pädagogischen Anteil der Ausbildung zum Gemeindereferenten als eine wichtige Ergänzung in der Seelsorge gemeinsam mit den Theologen. „Sie stehen für Kreativität“, sagte er zu den rund 120 zugeschalteten Frauen und Männern. Der Generalvikar betonte, dass er bei der Arbeit in den neuen Strukturen auf Teamarbeit setze. Sie sei alternativlos, wenn es darum gehe, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Wo es bei der Zusammenarbeit Probleme gebe, sollen die Referate Gemeindeentwicklung und Gemeindeberatung die pastoralen Teams vor Ort unterstützen und über das Fortbildungsinstitut sollen Teambildungstage angeboten werden. Hambitzer hielt es für möglich, dass auch Gemeindereferenten als Koordinatoren im Pastoralen Raum eingesetzt werden. Das sei nach seinen Worten am Ende eine Frage des Charismas und nicht die Frage einer speziellen Ausbildung.

Vorndran betonte, dass die Seelsorge heute verstärkt die Frage beantworten müsse: „Wozu braucht es Kirche?“ Dazu müsse man mehr als die Standarddienste anbieten, die sich durch Gottesdienste, Katechesen und die Feste des Kirchenjahres ergeben. „Wir müssen in den Pastoralen Räumen überlegen, wie Kirche ihre enorme kreative Kraft für die Menschen einsetzen kann“, sagte der Generalvikar. Er erhoffe sich durch die angestrebte Sozialraumorientierung, dass in den größer gewordenen Teams Synergieeffekte entstehen, die dabei helfen, Caritas und Seelsorge besser zusammenzubringen. Hambitzer rief die Berufsgruppe in seinem Schlussstatement dazu auf, mit dem Herzen bei der Sache zu bleiben: „Bleiben Sie in Bewegung, bleiben Sie den Menschen nahe, für die Sie da sind. Lassen Sie sich nicht entmutigen.“

bv (POW)

(2021/0483; E-Mail voraus)

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