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Sieben Mönche feiern Jubiläum

Seit 70, 60 oder 40 Jahren im Benediktinerorden oder in der Mission – Ein Pater begeht Goldenes Priesterjubiläum

Münsterschwarzach (POW) Bei einem Pontifikalgottesdienst in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach haben am Sonntag, 8. September, sieben Mönche ihr Profess-, Priester- oder Missionsjubiläum begangen. Das schreibt die Gemeinschaft in einer Pressemitteilung. Das seltene 70. Professjubiläum begingen Bruder Basilius Hepp (89) und Bruder Alban Schneider (90). Das 60. Jubiläum ihrer Profess begingen Bruder Hieronymus Rampendahl (85) und Bruder Anselm Schütz (78). Das Goldene Jubiläum seiner Priesterweihe feierte Pater Volker Futter (78). Pater Dominikus Trautner (63) blickte auf 40 Jahre Profess zurück, Bruder Thomas Seufert (69) beging sein 40. Missionsjubiläum.

Abt Michael Reepen dankte seinen Mitbrüdern für ihre Treue und ihren Einsatz für die Gemeinschaft von Münsterschwarzach. Vor dem Abt und der Klostergemeinschaft erneuerten die Jubilare ihre Gelübde, die sie an gleicher Stelle vor 70, 60 und 40 Jahren in der Abteikirche gesprochen hatten. Sie gelobten, sich weiterhin für die Aufgaben der Abtei Münsterschwarzach einzusetzen und mit den Mitbrüdern den klösterlichen Weg zu gehen. Pater Dominikus Trautner nahm in seiner Predigt Bezug auf das Kirchweihfest der Abteikirche, das an diesem Tag gefeiert wurde. Diese sei aus Steinen gebaut worden und stehe als sichtbares Zeichen vor den Menschen. So sei auch das Klosterleben wie ein Kirchenbau. Die Gemeinschaft könne nur zusammen mit allen Mitbrüdern ein Zeichen nach innen und außen sein, wenn alle Mitglieder der Gemeinschaft zusammenstünden. Jeder sei ein Stein, wie beim Kirchenbau. Alle zusammen könnten somit ein sichtbares Zeichen setzen. Zu dem Festtag waren auch viele Verwandte und Freunde der Jubilare angereist.

Bruder Basilius Hepp wurde in Hösbach bei Aschaffenburg geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Elektromechaniker und zum Betriebselektriker in den Aschaffenburger Zellstoffwerken. 1947 trat er in das Kloster Münsterschwarzach ein und legte am 14. Oktober 1949 die Zeitliche Profess ab. Er machte die Meisterprüfung als Elektroinstallateur und leitete von 1958 bis 1998 die Elektro-Werkstätte der Abtei Münsterschwarzach. Dabei war er für die Planung und Ausführung aller Elektroarbeiten der Neubauten im Klosterbereich und im Gymnasium zuständig.

Bruder Alban Schneider wurde in Pfraunfeld (Kreis Weißenburg) geboren. Er absolvierte eine Bäckerlehre in Weißenburg. 1947 trat er in das Kloster Münsterschwarzach ein und legte am 14. Oktober 1949 die Zeitliche Profess ab. Von 1948 bis 2009 war er in den Missionsprokuren in Münsterschwarzach, Kemphausen und Damme eingesetzt. Er hielt die Verbindung zu den Missionswohltätern, warb für die Missionsarbeit der Benediktiner und konnte viele soziale und kirchliche Projekte in der Mission finanziell unterstützen.

Bruder Hieronymus Rampendahl (85) wurde in Dratum-Ausbergen (Kreis Melle) geboren. In Melle machte er eine Schreinerlehre. 1957 trat er in das Kloster Münsterschwarzach ein und legte am 17. Dezember 1959 die Zeitliche Profess ab. 1966 machte er die Meisterprüfung als Schreiner und fertigte als Schreinermeister für die Neubauten des Klosters und des Egbert-Gymnasiums Fenster, Türen und Möbelstücke. 1976 wurde er verantwortlicher Hausmeister für die Klostergebäude der Abtei.

Bruder Anselm Schütz (78) wurde in Kirchehrenbach (Kreis Forchheim) geboren. Er machte eine Lehre als Zimmerer und später auch die Prüfung als Maurermeister. 1957 trat er in das Kloster Münsterschwarzach ein und legte am 12. September 1959 die Zeitliche Profess ab. 1967 wurde er in die Mission nach Waegwan/Südkorea ausgesandt. In Korea, aber auch auf den Philippinen, in den USA und China sowie in den Münsterschwarzacher Klöstern war er als Baufachmann und Bauleiter für Kirchbauten, Schulen und Klöster tätig. 2006 kehrte er nach Münsterschwarzach zurück.

Pater Dominikus Trautner besuchte das Gymnasium und Internate in Münsterschwarzach und Würzburg. Er studierte Theologie und Kirchenmusik in Würzburg. Am 8. September 1979 legte er die Zeitliche Profess ab. 1985 empfing er die Priesterweihe. Trautner ist Organist und Kantor in der Abtei Münsterschwarzach sowie Dozent für Liturgik und Gregorianik an den Musikhochschulen in Würzburg und Frankfurt. Er gibt weltweit Orgelkonzerte und ist Organisator und Verantwortlicher der Abteikonzerte.

Bruder Thomas Seufert wurde in Rottershausen (Kreis Schweinfurt) geboren. Er absolvierte eine Lehre als Elektroinstallateur in der Abtei Münsterschwarzach. 1968 trat er in das Kloster ein. Seufert legte die Meisterprüfung als Elektroinstallateur ab. Am 5. August 1979 wurde er als Missionar nach Ndanda/Tansania ausgesandt. Dort ist er seit 40 Jahren für die Elektroinstallation im Kloster Ndanda, vor allem auch in den Missionsstationen, Klöstern und Pfarreien, sowie für die Ausbildung von jungen Leuten zu Elektrikern verantwortlich.

Pater Volker Futter wurde in Nimmersatt (Sudetenland) geboren. Er besuchte die Gymnasien und Internate in Sankt Ludwig, Münsterschwarzach und Würzburg. 1963 trat er in das Kloster Münsterschwarzach ein. Futter studierte Philosophie in Sankt Ottilien und Theologie in Würzburg. Am 19. Juli 1969 wurde er zum Priester geweiht. Im Anschluss war er als Erzieher für die Internatsschüler in Sankt Benedikt in Würzburg tätig. Seit 1973 ist er im Priorat Schuyler/Nebraska (USA) in der Seelsorge, Missionsprokura, Verwaltung und im Exerzitienhaus tätig.

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