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Sieben neue Benediktineroblatinnen und -oblaten

Vier Frauen und drei Männer legen in der Abteikirche Münsterschwarzach die Oblation ab

Münsterschwarzach (POW) Vier Frauen und drei Männer sind in die Gemeinschaft der Benediktineroblaten von Münsterschwarzach aufgenommen worden. Bei einem Konventamt in der Abteikirche am Samstag, 30. Mai, gelobten sie vor Abt Michael Reepen, den Mönchen und der Oblatengemeinschaft, als Laien in der Welt nach dem Evangelium und der Regel des heiligen Benedikt zu leben. Diesen Schritt unterstrichen sie mit dem Singen des „Suscipe me“, dem Professgesang der Mönche. Das schreibt die Abtei in einer Pressemitteilung.

„Was uns alle hier verbindet, ist unsere Taufe. Mit ihr haben wir uns an den Lebensquell Gottes angeschlossen“, sagte Abt Reepen. „Wir Benediktiner versuchen dem Evangelium entsprechend in der Tradition des heiligen Benedikt diese Taufgnade zu leben.“ Daher stand das Taufgedächtnis am Anfang des Gottesdienstes. Das gesegnete Wasser verbinde Menschen mit Gott, Jesus und untereinander, erläuterte der Abt.

In seiner Predigt griff er den Besuch von Nikodemus bei Jesus aus dem Johannesevangelium auf. „Nikodemus ist ein suchender Mensch. Ein religiöser Mensch, der schon viel weiß, aber spürt, da gibt es noch mehr.“ In einer ähnlichen Situation befänden sich die sieben Oblaten. „Sie sind getauft und haben bereits einen Glaubensweg. Aber sie haben Fragen und eine Sehnsucht“, fuhr der Abt fort. Mit der Oblation stellten sie sich unter das Wirken Gottes und wollten sich von seinem Geist führen lassen. Die Oblation sei eine bewusste Antwort auf die Taufe. Was dort geschenkt worden sei, wolle nun mit größerer Aufmerksamkeit und Präsenz gelebt werden.

Der Oblationsritus orientierte sich am Professversprechen der Mönche. Nacheinander traten die Frauen und Männer vor Abt Reepen. Nach Anrufung des Heiligen Geistes trugen sie ihre Oblationsurkunde vor. Darin bekannten sie sich zu einem Leben nach dem Evangelium in der Tradition des heiligen Benedikt und der Gemeinschaft von Münsterschwarzach. Die neuen Oblaten bekamen eine Benediktsmedaille als Zeichen der Verbundenheit überreicht.

Benediktineroblaten sind Frauen und Männer, die ihr Leben bewusst aus dem Geist der Benediktsregel gestalten möchten, ohne selbst im Kloster zu leben. Ihr Alltag in Familie, Beruf und Gesellschaft soll dabei vom Evangelium Christi und der Spiritualität des heiligen Benedikt geprägt sein.

(2326/0564; E-Mail voraus)

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