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Sommer im Museum

Museum am Dom bietet im August und September Kunstbetrachtungen an – Sonderausstellung „Riemenschneider X Stoss“ bis 4. Oktober verlängert – Ermäßigter Eintritt zur „Happy Hour“ ab 16 Uhr

Würzburg (POW) Spannende Kunstwerke, interessante Führungen und obendrein ein klimatisierter Raum: Das Museum am Dom in Würzburg lädt in diesen heißen Sommerferien zu einem Besuch ein. „Viele bleiben zu Hause und entdecken ihre Heimat neu“, schreibt das Museum in einer Pressemitteilung. Für Kunstinteressierte bietet das Museum im August und September Kunstbetrachtungen in der aktuellen Sonderausstellung „Riemenschneider X Stoss – Schnittpunkt Münnerstadt“ an. Die Ausstellung wurde aufgrund der großen Resonanz vor der Corona-Epidemie verlängert und ist nun bis 4. Oktober zu sehen. „Wir hoffen, dass wir durch die Verlängerung noch mehr Besuchern die Möglichkeit geben können, diese Ausstellung zu sehen.“ Wer nur für einen kurzen Besuch Zeit hat, für den gibt es seit kurzem die „Happy Hour“. Zwischen 16 und 17 Uhr kostet der Eintritt nur zwei Euro pro Person.

Die Sonderausstellung zeigt Originalwerke von Tilman Riemenschneider und Veit Stoss aus dem Hochaltar der Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena in Münnerstadt, darunter vier farbenprächtige Veit-Stoss-Tafeln und Riemenschneider-Figuren. Die Kunstwerke mussten aufgrund der Sanierung der mittelalterlichen Farbfenster im Chor der Pfarrkirche vorübergehend ausgelagert werden. An der Schwelle vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit war Münnerstadt aufgrund seiner Lage an der wichtigen Handelsstraße zwischen Nürnberg und Erfurt wohlhabend. Die Stadt konnte es sich leisten, 1490 den aufstrebenden Würzburger Bildhauer Tilman Riemenschneider mit der Herstellung eines neuen Hochaltars für den Chor der Pfarrkirche zu beauftragen. 1492 war das Flügelretabel vollendet und ohne farbige Fassung aufgestellt. Für das Bemalen der Holzskulpturen und die Fertigung von vier Tafelbildern mit der Kilianslegende verpflichtete der Stadtrat den Nürnberger Maler und Bildhauer Veit Stoss, der sich 1504 und 1505 bei seiner Tochter in Münnerstadt aufhielt. „Auch wenn sie sich nie persönlich begegnet sind, bildet der Münnerstädter Altar den Schnittpunkt auf den Lebenswegen der beiden wohl bekanntesten Künstler der deutschen Spätgotik.“

Termine für die Kunstbetrachtungen sind jeweils sonntags am 16. August (mit Kunsthistorikerin Julia Pracher) sowie am 30. August, 13. September und 27. September (mit Kunsthistoriker Dr. Johannes Sander). Beginn ist jeweils um 15 Uhr. Der Eintritt kostet pro Person zwei Euro zuzüglich zum Museumseintritt. Die Teilnehmer sitzen während der Veranstaltung auf festen Plätzen. Außerdem findet am Dienstag, 8. September, um 12.30 Uhr eine „KunstKantine“ mit Museumsleiter Dr. Jürgen Emmert statt. Sie dauert maximal eine halbe Stunde. Die Teilnahme kostet pro Person einen Euro.

Für die „Kunstbetrachtungen“ und die „KunstKantine“ ist eine Anmeldung erforderlich unter Telefon 0931/38665600 oder per E-Mail an museen@bistum-wuerzburg.de. Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf zehn Personen beschränkt. Alle Veranstaltungen unterliegen den allgemein gültigen Hygiene- und Abstandsregeln. Weitere Informationen und einen kleinen virtuellen Einblick in das Museum gibt es auf der Homepage unter www.museum-am-dom.de.

(3420/0840; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

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