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Sommer, Schule, Sternsinger

Sternsingermobil zum zweiten Mal auf Deutschland-Tour – Schüler der Grundschule Theilheim informieren sich – Not leidende Kinder und Kinderrechte stehen im Fokus

Theilheim (POW) „Also Krone aufsetzen, klingeln, singen, segnen und sammeln“, fasst Susanne Zander (25) vom Kindermissionswerk die wichtigsten Aufgaben der Sternsinger zusammen. Vor ihr sitzen 22 aufgeregte Viertklässler der Grundschule Theilheim (Landkreis Würzburg), die sich am Freitag, 12. Juli, über die Arbeit des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ im Sternsingermobil informieren. Zum zweiten Mal ist Zander mit dem weißen Transporter abwechselnd mit ihren Kollegen in Deutschland auf Tour und begeistert Kinder in den Pfarreien, auf Stadtfesten und in der Schule für die Sternsinger und ihre Arbeit.

„Die haben immer einen Mantel an und eine Krone auf dem Kopf. Und in der Hand halten sie einen Stern“, beschreibt Maresa die Sternsinger, die jedes Jahr um den 6. Januar von Haus zu Haus ziehen und Spenden für Kinder in Not sammeln. Sie selbst war schon mehrmals als Sternsinger unterwegs und sei auch im nächsten Jahr wieder bei der Sammelaktion dabei. Da manche ihrer Klassenkameraden allerdings noch nie bei den Sternsinger mitgemacht haben, erklärt Zander an einer großen Weltkarte, wo die Sternsinger schon helfen konnten. „Das ist Eddú aus Peru“, sagt sie und zeigt ein Foto des Jungen. Eddú litt daran, dass andere Kinder wegen seines Autismus komisch zu ihm waren. Doch mit der Unterstützung durch Yancana Huasy, eine von den Sternsingern geförderte Einrichtung für Kinder mit Behinderung, sei er jetzt ein fröhlicher Junge und erhalte nun auch Sprachtherapie.

Auf der Weltkarte hat Zander noch weitere Fotos mit Kindern aus Kenia, Syrien und Indien angebracht. In Dreiergruppen dürfen sich die Schüler ein Foto aussuchen. An verschiedenen Stationen im Sternsingermobil erfahren sie mit Hilfe eines Fragebogens mehr über das jeweilige Kind und wie die Sternsinger helfen konnten. „Wir haben uns Kassem aus Syrien ausgesucht, weil wir herausfinden wollen, warum er nur ein Bein hat und wie er damit lebt“, sagt Josephine. Zusammen mit Mia und Nadine steht sie bei der Station der Kinderrechte und muss herausfinden, welches Kinderrecht wohl für Kassem besonders wichtig sei. „Das Recht auf Schutz vor Ausbeutung ist doch wichtig, weil Kinder dürfen nicht hart arbeiten, das ist doch sonst doof“, meint Nadine. Es könnte aber auch das Recht auf besondere Förderung bei Behinderung sein, diskutieren sie in der Gruppe.

„Wir haben herausgefunden, dass Salma aus Indien jeden Tag Teppiche knüpfen muss. Doch dann haben die Sternsinger ihr geholfen“, erzählt Moritz. Seine Gruppe ist am Schnellsten mit dem Fragebogen fertig und weiß jetzt, dass Salma durch die Hilfe der Sternsinger unter der Woche zur Schule gehen kann und nur noch am Wochenende arbeiten muss. Stolz heften sie das Foto von Salma wieder zurück an die große Weltkarte und holen sich ein Lob von Zander ab.

„Für mich ist die Station mit den Projektländern an der Weltkarte immer am wichtigsten“, erzählt Zander. Hier würden die Kinder erfahren, dass es anderen Kindern in anderen Ländern nicht so gut geht. „Aber sie können sich solidarisch engagieren und helfen, deren Situation zu verbessern und das, obwohl sie ‚nur‘ Kinder sind.“ An einer Station lernen die Schüler, wie viel Geld die Sternsinger jährlich sammeln. Über 48 Millionen Euro waren es im Jahr 2018. „Ihr seht, je mehr Kinder bei den Sternsingern mithelfen, desto mehr Geld kann gesammelt werden und desto mehr Kindern können wir weltweit helfen.“

Die Tour mit dem Sternsingermobil sei zum einen eine Art Dankeschön an all diejenigen, die sich bereits ehrenamtlich als Sternsinger engagieren, erklärt Zander. „Auf der anderen Seite steht das Ziel, als Kindermissionswerk präsent zu sein und Schüler dafür zu begeistern, selbst einmal bei der Aktion ‚Die Sternsinger‘ mitzumachen.“ Jetzt im Sommer und im Jubiläumsjahr der UN-Kinderrechtskonventionen stünden vor allem die Rechte der Kinder weltweit im Fokus. „Dieses Jahr ist ein ganz besonderes Jahr für euch, weil ihr seit 30 Jahren Kinderrechte habt“, erzählt Zander den Schülern. Was es mit den Kinderrechten auf sich hat, zeigt sie zum Abschluss der Schulstunde in einem Animationsfilm, bevor sich die nächste Klasse vor dem Sternsingermobil versammelt.

                                                                                                                                                                                             rh (POW)

(2919/0779; E-Mail voraus)

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