In ökumenischer Zusammenarbeit bieten die Kirchen dennoch Seelsorge an – unter dem Namen „Kirche am Hubland“. Darüber berichtet das Würzburger katholische Sonntagsblatt in seiner Ausgabe vom 18. Januar. Die evangelische Diakonin Stine Hassing und Burkhard Hose, Hochschulpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Würzburg, geben Einblicke in ihre Arbeit. Unter anderem versuchen die Seelsorger und ihre Helfer, mit Hilfe eines „ChurchBike“ Menschen anzusprechen. Das 180 Kilogramm schwere Lastenfahrrad mit E-Motor erfüllt mehrere Funktionen zugleich – es ist Getränkebar, Altar und Begegnungsort. Wenn Menschen nahe des „ChurchBike“ stehenbleiben, bietet ihnen das Team Wasser, Wein, Softdrinks und Gebäck an. Auch Veranstaltungen unter freiem Himmel organisiert „Kirche am Hubland“. Bei der „Draußen-Weihnacht“ wird eine Tribüne zum Schauplatz eines Weihnachtsgottesdienstes mit Krippenspiel. 2025 kamen rund 250 Menschen. Einen historischen Schritt hat es im Würzburger Dürrbachtal gegeben: Die Heilig-Geist-Kirche wurde zum Jahreswechsel an die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde verkauft, die das Gotteshaus bereits seit 13 Jahren mitnutzt. Der Abschied ist schmerzhaft, doch für die rund 450 katholischen Gläubigen geht es dennoch weiter. Sie sind nun eingeladen, die Kirche Sankt Rochus und Sankt Sebastian in Unterdürrbach zu besuchen. „Es freut mich sehr, dass wir der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde diesen Gottesdienstort geben können und damit auch vielen Geflüchteten aus Afrika eine religiöse Heimat bieten”, sagte Bischof Dr. Franz Jung.
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