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„Starke Frauen – Starke Demokratie“

Herbsttagung des Katholischen Deutschen Frauenbunds thematisiert Situation von Frauen in der Politik

Würzburg (POW) Unter der Überschrift „Starke Frauen – Starke Demokratie“ ist eine Veranstaltung des Bildungswerks des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) im Diözesanverband Würzburg Anfang November gestanden. Im Würzburger Veranstaltungszentrum Heilig Kreuz sprachen Lisa-Marie Singer (Referentin SPD), Lisi Maier (Direktorin Bundesstiftung Gleichstellung) und Katharina Schulze (Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag). Aus zum Teil sehr persönlicher Perspektive thematisierten sie die Stellung von Frauen in der deutschen Politik vor knapp 100 anwesenden Frauen aus ganz Unterfranken, teilt der KDFB mit.

Nach einem jeweils subjektiven Einstieg in das Thema folgte ein intensiver Austausch mit Bildungswerkvorsitzender Edith Werner auf dem Podium. Dabei sei deutlich geworden, dass es in Deutschland noch viel zu tun gebe, um einen Rahmen zu schaffen, in dem sich Frauen in der Politik genauso zu Hause fühlen wie Männer.

Maier forderte dazu beispielsweise, die Sitzungszeiten von Gemeinderatssitzungen familienfreundlich zu gestalten, so dass für jede Person – egal in welcher Lebensphase sie sich befindet – eine Teilnahme möglich sei. Schulze ergänzte, dass auch eine Teilnahme mit Kind möglich sei, wie sie aus eigenen positiven Erlebnissen schilderte.

Singer machte sich für Netzwerke stark. Das Zusammentun verschiedener Interessensvertreterinnen und -vertreter für ein gemeinsames Ziel zum richtigen Zeitpunkt könne gute Erfolge bringen. Hier sei auch die Solidarität unter Frauen gefordert und ein durchaus wichtiger Faktor.

„Die Macht umarmen“, forderte Schulze und rief dazu auf, Macht als etwas Positives zu sehen und diese auch zu nutzen, um Ziele zu verfolgen. Mächtig zu sein sei etwas Schönes, und jede Person könne Macht nutzen, um Gutes zu tun.

Die Diskussion habe gezeigt, dass vor allem in Bayern Parität und Gleichstellung der Geschlechter in der Politik noch lange nicht erreicht seien – auch in der Kommunalpolitik. Vielleicht eröffne eine Quotenregelung hier Optionen und fördere dadurch die Gleichstellung in allen Bereichen der Politik.

Aus diesem Grund unterstütze der KDFB die Kampagne „Bavaria ruft – Mehr Frauen in die Räte!“. Diese wurde von Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, ins Leben gerufen, um Frauen für Politik zu begeistern. Nähere Informationen im Internet unter www.bavariaruft.de.

(4925/1243; E-Mail voraus)

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