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„Steh auf und geh“

Weltgebetstag der Frauen am 6. März 2020 – Simbabwe ist Schwerpunktland – Veranstaltungen starten jetzt

Würzburg (POW) Simbabwe ist das Schwerpunktland des Weltgebetstags der Frauen am 6. März 2020. Bereits am Sonntag, 10. November, um 15 Uhr findet die Auftaktveranstaltung mit der Sängerin der Weltgebetstags-CD Bea Nyga, die Lieder aus Simbabwe singt, im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg statt. Eine schnelle Anmeldung beim Referat Frauenseelsorge ist erforderlich. Das Motto des nächsten Weltgebetstags ist „Steh auf und geh“. Es soll die Einwohnerinnen des afrikanischen Landes ermuntern, selbst zu handeln, da sie keine Unterstützung in ihrer Umgebung erwartet, erklärt Pastoralreferentin Andrea Kober-Weikmann, Leiterin des Referats Frauenseelsorge der Diözese Würzburg. Sie schätzt am Weltgebetstag der Frauen, „dass Frauen durch alle Konfessionen dabei sind. Das ist phänomenal. Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Bewegung, die es gibt.“

In Simbabwe stünden die Frauen vor zahlreichen Schwierigkeiten, vor allem aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Situation. Oft seien sie alleinerziehend, da die Männer im Ausland arbeiten oder eine zweite Familie haben, erklärt Kober-Weikmann. Außerdem seien seit der Kolonialzeit, als Simbabwe noch Rhodesien hieß, viele Grundstücke durch die Weißen beschlagnahmt worden. Zwar seien viele Felder mittlerweile wieder im Besitz der schwarzen Bevölkerung, allerdings sei es traditionell so, dass Frauen nicht die Eigentümerinnen des Landes gewesen wären und somit die Grundstücke nach Scheidung oder Tod des Ehemanns verlören, schreibt das Deutsche Komitee des Weltgebetstags. Anwältin Fadzai Traquino von „Frauen und Gesetze im Südlichen Afrika“ (WLSA) berichtet: „Kaum ist ein Mann tot, kommt seine Verwandtschaft, besetzt das Haus und schafft Gegenstände weg.“ Mittlerweile habe sich das etwas geändert. Es gebe mehr Frauen, die als staatliche Landwirtschaftsberaterinnen arbeiteten. Durch die Kurse von Nichtregierungsorganisationen lernten die Frauen, wie sie die Ernteerträge erhöhen können. Außerdem werde durch den Klimawandel wieder mehr auf Kleinvieh wie Hühner oder Ziegen gesetzt, das traditionell den Frauen gehöre.

Ein weiteres Problem bestehe darin, dass Simbabwe seit den 1990er Jahren zahlungsunfähig ist. Außerdem gebe es kein besonders gutes Gesundheitssystem, was jedoch aufgrund der großen Anzahl an HIV-Erkrankungen notwendig sei. Insgesamt hätten doppelt so viele Frauen wie Männer HIV. Um die Probleme ein wenig abzumildern, fordert der Verein Weltgebetstag in einer Petition an die Bundesregierung mit dem Namen „Gesundheit statt Schulden“ einen Schuldenerlass Deutschlands zugunsten des Gesundheitssystems. Das deutsche Haushaltsgesetz sehe vor, dass bis zu 150 Millionen Euro erlassen werden könnten, wenn das Geld in Entwicklungsprogramme investiert werde. Mithilfe dieser Schuldenumwandlung investiere Deutschland seit Jahren den „Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria“. Der ermöglicht eine Förderung von Gesundheitsprogrammen, was in Simbabwe auch schon der Fall sei. Allerdings fehlten dem Programm zu diesem Zeitpunkt 176 Millionen Euro und Deutschland könnte zur Verbesserung des Systems beitragen. Kober-Weikmann erklärt, dass das Geld hierfür eigentlich schon bereitstehe, allerdings derzeit auf Eis liege. Sie wünscht sich, dass Deutschland den Schuldenerlass ermöglicht. „Wenn ein Land wie Deutschland das tut, wird Simbabwe wieder salonfähig.“

Studientage im Bistum Würzburg

Um sich mit der Gottesdienstgestaltung zum Schwerpunktland vertraut zu machen, bietet das Referat Frauenseelsorge im ganzen Bistum Studientage an: Raum Würzburg: Donnerstag, 16. Januar, 9 bis 17 Uhr, Freitag, 17. Januar, 15 bis 21 Uhr und Samstag 18. Januar 2020, 13 bis 19 Uhr, jeweils im Burkardushaus Würzburg; Raum Main-Spessart: Samstag, 11. Januar 2020, 9 bis 16 Uhr, Pfarrheim Sankt Josef, Sendelbach; Raum Miltenberg: Samstag 25. Januar 2020, 9 bis 16 Uhr, Franziskushaus, Miltenberg; Raum Aschaffenburg: Donnerstag, 30. Januar 2020, 14.30 bis 18 Uhr, Martinushaus, Aschaffenburg.

Für die musikalische Gestaltung gibt es einen Einführungstag in die Lieder und die Musik aus Simbabwe, der am 24. Januar 2020 von 17 bis 22 Uhr im Burkardushaus in Würzburg stattfindet.

Anmeldefrist für alle Studientage ist Donnerstag, 12. Dezember 2019. Einzige Ausnahme ist der Raum Aschaffenburg. Hier ist eine Anmeldung bis zum 22. Januar 2020 möglich. Nähere Informationen und Anmeldung beim Referat Frauenseelsorge unter Telefon 0931/38665201 oder per E-Mail an frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de.

ils (pow)

(4519/1195; E-Mail voraus)

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