Wir kennen uns ja schon sehr lange. Als Generalvikar habe ich gerne mit ihm zusammengearbeitet. Seit unserer gemeinsamen Zeit schätze ich ihn als nachdenklichen Menschen und umsichtigen Theologen. Ganz überrascht hat mich der Amtsverzicht Bischof Wiesemanns allerdings nicht. Seit seiner gesundheitsbedingten Auszeit erzählte er öfters davon, wie sehr ihn die Bürde des Amtes drücke. Beim Katholikentag in Würzburg sprach er zuletzt vor einem großen Publikum offen über die Depressionen, mit denen er zu kämpfen hatte. In seiner persönlichen und aufrichtigen Art hat er damit viele Menschen berührt, aber auch selbst noch einmal deutlich gemacht, wie sehr ihn das belastet. Ich freue mich, dass für ihn nun mit der Emeritierung ,eine Zeit des Aufatmens‘ kommt (Apg 3,20) und wünsche ihm, dass er für sich eine gute Perspektive entwickeln kann. Für seinen bischöflichen Dienst und unser vertrauensvolles Miteinander in der Metropolie Bamberg wie auch in der Deutschen Bischofskonferenz danke ich ihm sehr herzlich.“
(3426/0797; E-Mail voraus)
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