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Unbarmherzigkeit mit Liebe begegnen

Diözesaner Weltjugendtag in der Jugendkirche Würzburg mit 200 Jugendlichen aus der gesamten Diözese – Gottesdienst mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

Würzburg (POW) Mit rund 200 Jugendlichen aus allen Dekanaten der Diözese Würzburg hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Palmsonntag, 20. März, einen Gottesdienst in der Jugendkirche Würzburg gefeiert. Die Feier fand im Rahmen des diözesanen Weltjugendtags 2016 statt, den die Kirchliche Jugendarbeit (kja) der Diözese Würzburg organisierte. Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu besuchen und an einer Katechese mit dem Bischof teilzunehmen. Bei einem gemeinsamen Abendessen zum Abschluss des Tages nahm sich Bischof Hofmann ausgiebig Zeit für Begegnungen und Gespräche mit den Jugendlichen.

Der Bischof betonte die Bedeutung von Barmherzigkeit im Leben eines jeden Menschen: „Wir alle wissen, wie gefährdet der Frieden momentan ist.“ Es sei deshalb umso wichtiger, auf Jesus Christus bauen zu können. „Wir wissen, es läuft nicht alles perfekt, aber wir dürfen darauf vertrauen, dass uns die Barmherzigkeit Gottes einholt.“ Als Zeichen der Barmherzigkeit zerriss Bischof Hofmann mit seinem Bischofsstab die „Wand der Unbarmherzigkeit“. Zwei Helfer erklärten das Plakat, auf dem Begriffe der Unbarmherzigkeit, wie beispielsweise Egoismus, Rassismus und Mobbing, niedergeschrieben waren: „Wir haben am Nachmittag die Wand mit allem gestaltet, was uns den Weg zu Gott versperrt.“

In seiner Predigt wies Bischof Hofmann auf die Vielseitigkeit von Liebe hin: „Was Liebe eigentlich ist, kann niemand in eine Definition fassen.“ Es sei jedoch gewiss, dass ein Mensch, der in seinem Leben keine Liebe erfahren habe, auch keine Liebe weitergeben könne. Der Bischof machte auf die kippende Willkommensstimmung gegenüber Flüchtlingen aufmerksam und äußerte seine Bedenken: „Ich denke, das Argument der Angst ist oft vorgeschoben. Die, die nach einem christlichen Abendland schreien, haben oft nichts mit der Kirche zu tun.“ Mit einem Bild, auf dem zwei Herzen abgebildet waren, zeigte Bischof Hofmann den jungen Gläubigen die zwei Seiten der Liebe: „Liebe ist ein Geben und Nehmen, ein Nehmen und Geben.“ Nur die, die bereit seien, andere zu unterstützen, werden die Erfahrung machen, dass sie Liebe zurückbekommen. Was es heute bedeuten kann, barmherzig zu sein, trugen zwei Teilnehmer des diözesanen Weltjugendtages vor. Dabei nannten sie beispielsweise Taten wie Bedrückte trösten, Sünder zurechtweisen oder Beleidigern verzeihen.

Für eine gute Stimmung, ausgelassenes Klatschen und Mitsingen sorgte bei dem Gottesdienst die Projektband unter der Leitung von Pastoralassistent Roland Pietryga. Friederike Zurkake (16) und Jana Müller (15) aus dem Dekanat Kitzingen zeigten sich von der Feier begeistert. „Der Gottesdienst hat mir sehr gut gefallen, weil der Bischof so locker war und die Band eine gute Stimmung gemacht hat“, sagte Friederike. Ihre Freundin Jana stimmte zu: „Der Gottesdienst war wirklich gut, weil er nicht so straff war.“ Julia Schlereth (29) war mit Lena Müller (24) aus dem Dekanat Schweinfurt angereist. „Die Band und der Workshop ,Upcycling‘ hat mir am besten gefallen“, erzählte Julia. Auch Lena lobte die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes: „Die Musik ist hier eh immer sehr gut.“

as (POW)

(1216/0380; E-Mail voraus)

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