Würzburg (POW) Die Diakonatsbewerber Dr. Bernd Reitwiesner (55) aus Kirchschönbach, Julian Thurn (33) aus Würzburg und Steffen Willinger (42) aus Marktheidenfeld sowie den Mariannhillerbruder Anthony Nonso Dim (34) aus Würzburg weiht Bischof Dr. Franz Jung am Samstag, 26. September, um 9.30 Uhr im Würzburger Kiliansdom zu Diakonen.
Dr. Bernd Reitwiesner wurde 1971 in Haßfurt geboren und wuchs in Wonfurt auf. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftsinformatik und schloss mit dem Diplom ab. Im Anschluss war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Augsburg tätig, wo er zum Dr. rer. pol. promovierte. Er arbeitet als Wirtschaftsinformatiker in der Industrie. Ende 2020 begann er mit dem Grundkurs von „Theologie im Fernkurs“ den Ausbildungsweg zum Ständigen Diakon. Sein Praktikum absolvierte er im Pastoralen Raum „Schwarzach am Main – Sankt Benedikt“. Nach vielen Jahren engagierter Mitarbeit in seiner Kirchengemeinde – unter anderem als Kirchenmusiker sowie in den Ratsgremien – sei es ihm ein Anliegen, seine bisherigen Erfahrungen durch eine fundierte theologische und pastorale Qualifikation zu ergänzen. So möchte er aus einer erweiterten Perspektive zu einer lebendigen Kirche vor Ort beitragen. Reitwiesner wohnt im Gebiet der Pfarrei Kirchschönbach.
Julian Thurn wurde 1993 in Würzburg geboren und wuchs im Stadtteil Versbach in der Pfarrei Sankt Jakobus der Ältere auf. Nach dem Schulabschluss im Jahr 2010 absolvierte er eine Ausbildung zum Augenoptiker und erwarb 2019 in Karlsruhe den Meistertitel im Augenoptikerhandwerk. Er ist als Augenoptikermeister und stellvertretender Filialleiter tätig, zudem führt er in der Zentralwerkstatt Schulungen für die Auszubildenden des Unternehmens durch. Im Jahr 2020 begann er das Fernstudium der Theologie an der Domschule Würzburg, seit Herbst 2023 ist er Bewerber für den Ständigen Diakonat im Bistum Würzburg. Sein Pastoralpraktikum absolvierte er in der Pfarreiengemeinschaft „Heidingsfeld und Sankt Bruno“ im Pastoralen Raum Würzburg Süd-West. Ein besonderes Anliegen sei ihm, Menschen zu begleiten, zu unterstützen und dort stellvertretend für andere zu handeln, wo diese es selbst gerade nicht können.
Steffen Willinger wurde 1983 in Marktheidenfeld geboren. Nach dem Realschulabschluss im Jahr 2000 absolvierte er eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft. Von 2010 bis 2013 bildete er sich zum Fachkaufmann für Außenhandel (Bachelor Professional of Foreign Trade) weiter und erwarb das Fachabitur. Seitdem arbeitet er in der Industrie als Manager für Zoll & Außenhandel. Im Herbst 2020 begann er das nebenberufliche Studium bei „Theologie im Fernkurs“. Im Frühjahr 2023 beendete er den Grundkurs und im Sommer 2025 den Aufbaukurs. 2022 begann er die Ausbildung zum Diakon im Interessentenkurs. Sein Praktikum absolvierte er im Pastoralen Raum Marktheidenfeld in der Pfarreiengemeinschaft „Haseltal – Himmelreich, Kreuzwertheim“. Viel Freude habe er beim Musizieren und in der Familienarbeit sowie bei den regelmäßigen Besuchen der Seniorinnen und Senioren zur Hauskommunion. Bei seinem zukünftigen Dienst könne sich der zweifache Familienvater auf den Rückhalt seiner Familie, besonders seiner Frau, verlassen.
Bruder Anthony Nonso Dim von den Mariannhiller Missionaren wurde 1992 in Lagos im Südwesten Nigerias geboren und wuchs dort auf. Nach der Grundschule besuchte er das Sacred Heart Catholic College in Ijebu‑Ode. In seinem Abschlussjahr diente er als Kapellpräfekt, war Messdiener und Mitglied der Gebetsgruppe „Block Rosary“ an der Kathedrale Saint Sebastian. Während seines dreijährigen Philosophiestudiums am Saint Joseph’s Theological Institute in Südafrika (2014-2016) kam er mit den Missionaren von Mariannhill in Kontakt. 2017 wurde er als Kandidat aufgenommen, 2018 trat er in das Noviziat ein. Nach der ersten Profess im Jahr 2019 begann er, Deutsch zu lernen, und zog in das Mariannhiller Piusseminar in Würzburg. 2021 nahm er das fünfjährige Theologiestudium am Bischöflichen Studium Rudolphinum in Regensburg auf und lebte zugleich als Mitglied der dortigen Seminargemeinschaft. Nonso Dim fühlt sich nach eigenen Worten besonders vom missionarischen Auftrag der Kirche bewegt. Dieser verbinde sich tief mit seinem Interesse an den Missionaren von Mariannhill sowie mit dem Diakonat und Priestertum als Wegen, das Evangelium durch Liturgie, Sakrament und Caritas zu verkünden.
(2926/0707; E-Mail voraus)
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