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Vinzenzpreise würdigen Engagement für ein solidarisches Miteinander

Vinzenztag 2026
„Sankt Agatha – Kirche am Markt“ in Aschaffenburg erhält ersten Preis des Diözesan-Caritasverbands – Auszeichnungen auch für Initiativen in Randersacker und Schweinheim

Kleinostheim (POW) Mit drei Vinzenzpreisen hat der Diözesan-Caritasverband Würzburg (DiCV) bei der Feier des Vinzenztags am Sonntag, 27. September, in Kleinostheim ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl ausgezeichnet. Der mit 2500 Euro dotierte erste Preis ging an den Verein „Sankt Agatha – Kirche am Markt“ in Aschaffenburg. Den zweiten Preis (2000 Euro) erhielt der Verein für Krankenpflege und Altenhilfe Sankt Elisabeth Randersacker, den dritten Preis (500 Euro) nahm die Gemeinschaftsinitiative Schweinheim (GIS) entgegen. Bischof Dr. Franz Jung überreichte den Preisträgern die Urkunden.

Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Laurentius versammelten sich die Gäste in der Maingauhalle zur Preisverleihung. Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, begrüßte unter anderem Bischof Jung. Musikalisch gestaltete der Gitarrist Florian Wöber die Feier. Bieber erinnerte auch an seine eigene Zeit in Kleinostheim: Von 1992 bis 2009 war er Pfarrer der Pfarrei Sankt Laurentius. Im Mittelpunkt des Vinzenztags stehe der Gedanke, „einander zum Nächsten“ zu werden.

„Zusammen geht was“, betonte Christopher Franz, Vorstand des Caritasverbands für den Landkreis und die Stadt Aschaffenburg. Solidarität und gemeinsames Handeln seien notwendig, ebenso die Zusammenarbeit von Caritas und Pastoral sowie von Caritas und Diakonie. Entscheidend seien Menschen vor Ort, die Verantwortung übernehmen und anpacken. Auch das Ehrenamt sei eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Martin Wienand, Geschäftsführer des Hauses Sankt Vinzenz von Paul in Kleinostheim, hob hervor, dass die Caritas Traditionen und Generationen verbinde. Eine wichtige Säule sei zudem das Ehrenamt, das die Menschen trage. Seine Einrichtung, die in diesem Jahr 30 Jahre bestehe, sei vom caritativen Miteinander geprägt, betonte Wienand. „Wir als Christen wollen in die Welt hineinwirken.“

Kleinostheims Bürgermeister Dennis Neßwald fragte, was die Gesellschaft zusammenhalte und Menschen miteinander verbinde. „Zusammen können wir mehr erreichen – zusammen geht was“, sagte er. Zukunft entstehe dort, wo verschiedene Generationen gemeinsam Verantwortung übernähmen. Landrat Dr. Alexander Legler verwies auf die Zusammenarbeit von Kirchen, Kommunen und anderen Trägern. Engagement und Aufmerksamkeit füreinander könnten dazu beitragen, Einsamkeit zu verhindern und Lebensqualität zu schaffen. Der evangelische Dekan Rudi Rupp warb dafür, christliche Nächstenliebe auch in einer zunehmend unsicheren Welt sichtbar zu halten.

Den ersten Preis erhielt „Sankt Agatha – Kirche am Markt“. Der Verein wurde im Juni 2025 gegründet und verfolgt das Ziel, die Aschaffenburger Pfarrkirche Sankt Agatha zu einem multifunktionalen Ort zu entwickeln. Dort sollen geistliche, kulturelle und soziale Angebote ihren Platz finden. Die Laudatio hielt Martin Schwarzkopf, Chefredakteur des „Main-Echo“.

Der zweite Preis ging an den Verein für Krankenpflege und Altenhilfe Sankt Elisabeth Randersacker. Dessen Sozialstation, die aus der früheren Gemeindeschwesternarbeit hervorgegangen ist, betreut fast 30 Menschen. Darüber hinaus unterstützt der Verein ukrainische Flüchtlinge und beteiligt sich an der Finanzierung der Kirchenheizung. Rund 200 Mitglieder gehören dem Verein an. „Man sieht, was ein kleiner Verein alles bewirken kann“, sagte Eva Maria Linsenbreder, Bezirks- und Kreisrätin, bei ihrer Würdigung.

Die Gemeinschaftsinitiative Schweinheim erhielt den dritten Preis. Sie richtet sich an Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Herkunft und bezieht auch Menschen mit Autismus ein. Zu den Angeboten gehören unterschiedliche Formen der Nachbarschaftshilfe und ein Mittagessen für Bedürftige. Eugen Hain vom Caritasrat würdigte die Initiative als Beispiel für gesellschaftliche Orientierung und gegenseitigen Halt.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnten die Gäste das Haus Sankt Vinzenz von Paul besichtigen. Bei Kaffee und Kuchen klang der Vinzenztag in Kleinostheim aus.

sl (Caritas)

(4026/0911; E-Mail voraus)

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