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Vom Kindergarten zum Haus für Kinder

Würzburg (POW) Seit einigen Wochen kommt der sechsjährige Markus nach der Schule freudestrahlend in den Kindergarten. Nach den Ferien hatte er es gar nicht erwarten können, seinen Freund Felix, der noch nicht eingeschult war, seine Raketenschultüte und Büchertasche mit Rennautomotiv zu zeigen. Die Ferienzeit, in der sie sich nicht sahen, hatte ihm viel zu lange gedauert. Aber jetzt ist für beide die Welt in Ordnung. Markus geht nach der Schule in die Kindertagesstätte Sankt Hildegard, erhält ein warmes Mittagessen, bekommt Hilfe bei den Hausaufgaben und kann hinterher mit Felix spielen.
 
Mit Beginn des Schuljahres 2002 hat sich im „Haus für Kinder Sankt Hildegard“ im Peterviertel einiges geändert. Schon der neue Name lässt das erkennen. Bedingt durch die Schließung des Schulkindergartens, in dem von der Schule noch zurückgestellte Kinder heilpädagogisch betreut wurden, und als Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen entstand in den vergangenen zwölf Monaten ein neues Konzept. Die Einrichtung öffnet sich sowohl für jüngere als auch für ältere Kinder. Das Aufnahmealter liegt jetzt bei zweieinhalb Jahren.
 
Das Bayerische Sozialministerium hatte es vor einigen Jahren ermöglicht, dass Schulkinder nachmittags und in den Ferienzeiten in Kindertagesstätten betreut werden können. Immer mehr Eltern, die nach der Kinderpause so schnell wie möglich wieder in ihren Beruf zurückkehren möchten, nutzen dieses Angebot. Vielen Eltern kommt die flexible Handhabung der Betreuungszeiten sehr entgegen; vor allem, wenn sie in Teilzeit arbeiten. So ist Sarah in der Regel nur von Montag bis Mittwoch in der Kindertagesstätte, donnerstags und freitags holt ihre Mutter sie direkt von der Schule ab. Muss Sarahs Mutter die ganze Woche arbeiten, weiß ihre Tochter, dass sie an diesen Tagen in der Tagestätte betreut wird. Die Kinder behalten trotz ihres Wechsels zur Schule ein Teil des vertrauten Umfeldes bei.
 
Nach der Schließung des Schulkindergartens setzte sich der Caritasverband als Träger der Einrichtung für die Fortsetzung des heilpädagogischen Angebots ein. Aufgabe des Heilpädagogen ist es, den Förderbedarf eines Kindes möglichst frühzeitig zu erkennen. Gemeinsam mit Eltern und Erzieherinnen wird ein Förderplan zur Unterstützung des Kindes erstellt. Die Aufnahme zweieinhalbjähriger Kinder ermöglicht es, Defizite frühzeitig zu erkennen.
 
Während der Konzeptplanung haben sich die Mitarbeiterinnen intensiv auf die neuen pädagogischen Ansprüche vorbereitet. Um der erweiterten Altersstruktur gerecht zu werden, sollen die Außenanlagen im Frühjahr 2003 umgestaltet werden. An dem Konzept beteiligten sich nicht nur die Eltern, Mitarbeiterinnen und der Caritasverband, sondern auch die Kinder, die ihre Wünsche bildnerisch und plastisch dargestellt haben.
 
Weitere Informationen beim Haus für Kinder Sankt Hildegard, Petererpfarrgasse 1, 97070 Würzburg, Telefon 0931/35274-70.
 
(4702/1500)