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Im Gespräch

„Von den Anfängen her denken“

Diözesanratsvorsitzender Michael Wolf zur Idee hinter der Veranstaltung „Kurskorrektur für die Kirche von Würzburg“ am 24. Juli im Würzburger Burkardushaus

Würzburg (POW) Unter der Überschrift „Kurskorrektur für die Kirche von Würzburg. Brückenschlag von der Frühen Kirche ins heute“ findet am Samstag, 24. Juli, von 10 bis 17 Uhr eine Tagung von Diözesanrat, Domschule und Bibelwerk der Diözese Würzburg statt. Im folgenden Interview erläutert Dr. Michael Wolf, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg, unter anderem, worum es bei der Veranstaltung geht und welche Rolle dabei der Synodale Prozess spielt.

POW: Herr Wolf, der Diözesanrat ist Mitveranstalter der „basisdemokratischen Auseinandersetzung“ mit dem Titel „Kurskorrektur für die Kirche von Würzburg. Brückenschlag von der Frühen Kirche ins heute“. Welche Absicht verbirgt sich hinter diesem Titel?

Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf: Nun ja, wenn man ein Ziel erreichen will, dann muss man seinen Kurs entsprechend setzen und immer wieder überprüfen. Äußere, aber auch innere Einflussfaktoren werden uns immer wieder vom vordefinierten Weg abbringen. Stellen Sie sich ein Boot auf dem Atlantik vor. Wenn Sie in Hamburg Kurs auf New York setzen und dann das Steuer nicht mehr anrühren, werden Sie das gesetzte Ziel verfehlen, sie erreichen die Freiheitsstatue nicht. Genauso ist das für unsere kirchlichen – aber auch alle weltlichen – Prozesse. Wenn wir nicht immer wieder eine Positionsüberprüfung machen und dann den Kurs entsprechend korrigieren, wird die Zielerreichung schwer. In diesem Zusammenhang ist es meiner Ansicht nach auch wichtig, dass man weiß, woher man kommt. Gerade in der Kirche glauben wir ja oft, dass das, was wir heute erleben, schon seit den Anfängen der Kirche gegolten hat. Da hilft es schon, einmal einen Blick zurückzuwerfen und von den Anfängen her zu denken. Gerade das hilft uns, klarer zu sehen, was möglich war und was vielleicht auch in Zukunft wieder möglich sein könnte, ohne dass da gleich Zeter und Mordio geschrien werden muss.

POW: Derzeit läuft auf Bundesebene der Synodale Prozess. Gibt es irgendeinen Bezug der Veranstaltung dazu?

Wolf: Wenn man sich die Situation der Urkirche ansieht, dann hat man im Neuen Testament schon eine Beschreibung einer synodal arbeitenden Kirche. Unsere monarchische Struktur hat sich erst später durchgesetzt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass wir uns bewusst werden, dass synodale Prozesse keine Erfindung der Neuzeit, sondern schon sehr lange existent sind. Und hier schließt sich der Kreis mit dem aktuell laufenden Synodalen Weg, der ja in nächster Zukunft durch den weltweiten Synodalen Prozess ergänzt werden wird. Die Kunst wird sein, die laufenden Prozesse unter einen Hut zu bringen. Das schließt auch unsere Reorganisationsprozesse in der Diözese mit ein, die ja auch einer konstanten Diskussion bedürfen. Zudem wird das Thema Synodalität schon am 24./25. September bei der Tagung unter dem Titel „Synodalität“ wieder explizit aufgegriffen. Dort ist der Diözesanrat neben der Gemeindeentwicklung und der Diözesanstelle „Weltkirche“ Mitveranstalter.

POW: Welche Ergebnisse und Schlussfolgerungen erhoffen Sie sich für das Bistum Würzburg und darüber hinaus von der Tagung?

Wolf: Ich hoffe, dass wir da erst einmal einen Einblick in die frühe Geschichte der Kirche bekommen. Auf dieser Basis kann man versuchen, Antworten auf die Frage nach der Verwirklichung der „Gottesherrschaft“ zu suchen. Sich dieser anzunähern, muss unter heutigen Gesichtspunkten betrachtet und entsprechende Schlüsse gezogen werden. Solche Schlüsse müssen benannt werden und sollten dann natürlich auch diskutiert und in die diözesanen Prozesse integriert werden.

Interview: Markus Hauck (POW)

(2921/0711; E-Mail voraus)

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