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Vorurteile abbauen und neue Wege erschließen

Neues Förderprogramm „Integration in der Pfarrgemeinde“ – Bistum will Kontakte zwischen Geflüchteten und Einheimischen unterstützen

Würzburg (POW) Die Begegnung von Einheimischen und Menschen mit Fluchthintergrund möchte das neue Förderprogramm „Integration in der Pfarrgemeinde“ unterstützen. Das Bistum Würzburg bezuschusst Projekte für Begegnungen und nachhaltige Integrationsarbeit in Pfarrgemeinden und kirchlichen Verbandsgruppen mit bis zu 500 Euro je Antrag. Ziel sei es, das Engagement der Gemeinden vor Ort zu unterstützen und zu würdigen, erklärte Domkapitular Christoph Warmuth, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, bei der Vorstellung des Förderprogramms am Montag, 13. Mai, im Würzburger Kilianshaus. Die Diözese stellt hierfür im Haushalt 2019 insgesamt 15.000 Euro bereit. Anträge können ab sofort an die Fachstelle Asylseelsorge gestellt werden.

„Dort, wo Menschen sich direkt begegnen, wächst Verständnis, entstehen Brücken zueinander, werden Vorurteile abgebaut, können neue gemeinsame Wege entstehen“, sagte Robert Hübner, Diözesanbeauftragter für Asylseelsorge, über die Motivation hinter dem Förderprogramm. Aktuell leben nach Angaben der Regierung von Unterfranken rund 6000 Asylbewerber in Unterfranken in staatlichen Unterkünften. Dazu kommen laut Hübner die mittlerweile anerkannten Asylbewerber, die in privaten Wohnungen leben und möglicherweise für immer in Deutschland bleiben werden. Obwohl die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund wachse, hätten die „neuen Nachbarn“ oft Schwierigkeiten, von sich aus auf die Einheimischen zuzugehen. Gründe dafür können unter anderem sprachliche und kulturelle Barrieren sein. Andererseits nähmen Vorbehalte und Ressentiments gegenüber den Menschen mit Fluchthintergrund zu. Hier wolle das Förderprogramm ansetzen und Möglichkeiten zur Begegnung und Integration vor Ort unterstützen.

Marion Hammer vom Fachdienst Gemeindecaritas des Caritasverbands für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt gab Beispiele für mögliche Projekte. So könne beispielsweise bei einem Pfarrfest ein „Café International“ gefeiert werden. „Man könnte gemeinsam mit Geflüchteten landestypische Gerichte kochen und die Länder vorstellen, aus denen sie kommen. Unsere Erfahrung ist, dass Geflüchtete das sehr gerne machen.“ In Verbindung mit einem Gottesdienst sei das zudem eine sehr niederschwellige Möglichkeit, um einen interreligiösen Dialog anzustoßen. Idealerweise würden sich aus solchen Events weitere Kontakte und eventuell sogar Patenschaften ergeben, ergänzte Klaus Korbmann, Fachbereichsleiter für Gemeindecaritas und Ehrenamt beim Diözesan-Caritasverband. Auch Kooperationsprojekte, etwa mit dem örtlichen Sportverein oder Kindergarten, können gefördert werden, erklärte Hübner: „Wichtig ist nur, dass die Federführung bei der Pfarrei liegt.“

Antragsberechtigt sind pastorale Mitarbeiter, Kirchenpfleger, Pfarrgemeinderatsvorsitzende sowie die Verantwortlichen örtlicher kirchlicher Verbände und Vereine. Der Antrag muss vier Wochen vor Projektbeginn schriftlich mit Hilfe eines vorgegebenen Formulars eingereicht werden. Zudem wird eine schriftliche Berichterstattung über die Veranstaltung beziehungsweise das angestoßene Projekt gefordert, die auf den Internetseiten der diözesanen Asylseelsorge beziehungsweise Flüchtlingshilfe veröffentlicht wird. Auf diese Weise soll im Laufe der Zeit eine Ideendatenbank entstehen, die weitere Gruppen zum Mitmachen ermutigt, hoffen die Verantwortlichen.

Weitere Informationen sowie Antragstellung bei: Fachstelle Asylseelsorge, Robert Hübner, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665450, E-Mail robert.huebner@bistum-wuerzburg.de. Die Förderrichtlinien können im Internet unter www.asylseelsorge.bistum-wuerzburg.de/foerderprogramm abgerufen werden. Vor Ort berät auch die Gemeindecaritas, Ansprechpartner gibt es im Internet unter www.caritas-wuerzburg.de/ich-will-helfen/ehrenamt/gemeindecaritas.

sti (POW)

(2019/0526; E-Mail voraus)

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