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„Wer sich für Tansania interessiert, bekommt sehr aktuelle Informationen“

Im Gespräch
Afrikareferent Burkhard Pechtl über den Informations- und Diskussionsabend „Quo Vadis, Tansania?“ am Montag, 26. Januar, in Würzburg

Würzburg (POW) Unter dem Titel „Quo Vadis, Tansania?“ steht ein Informations- und Diskussionsabend am Montag, 26. Januar, von 19.30 bis 21.30 Uhr im Café Dom@ain im Kilianeum, Ottostraße 1 in Würzburg. Auf Einladung der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Würzburg, des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Würzburg und des Vereins Mwanza diskutieren drei Experten, die alle aus Tansania stammen, über die gesellschaftliche und politische Entwicklung in Tansania. Der Eintritt ist frei. Afrikareferent Burkhard Pechtl erklärt die Hintergründe der Veranstaltung.

POW: Herr Pechtl, worum geht es bei diesem Diskussionsabend?

Burkhard Pechtl: Tansania galt als ein Paradebeispiel für eine friedliche gesellschaftliche Entwicklung. Gewaltsame Konflikte zwischen den Ethnien oder Religionsgemeinschaften waren kaum vorstellbar. Die Scheinwahl im Oktober 2025, der landesweite Protest dagegen sowie das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte waren in dieser Form neu und auch für viele Tansanier erschreckend. Wir wollen der Frage nachgehen, wie Kommunikation und Zusammenarbeit vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung möglich sind. Ist ein offener Austausch noch möglich, wenn die staatliche Überwachung kritische Stimmen im Blick hat? Wie verhalten sich unsere Partner in dieser schwierigen Situation?

POW: Welche Experten konnten Sie für die Veranstaltung gewinnen?

Pechtl: Stephen Makinya vom Vorstand des Würzburger Vereins Tushikane, Asumpta Lattus, Leiterin der Abteilung Afrika bei der Deutschen Welle, und Pfarrer Dr. Emmanuel Kileo, Studienleiter bei Mission EineWelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Makinya lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland. Er ist bei einer unterfränkischen Firma für den Handel mit Ostafrika zuständig und deshalb rund die Hälfte des Jahres vor Ort. Er ist sehr nahe an der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes dran. Kileo war zuvor als stellvertretender Präsident des Stefano Moshi Memorial University College in Tansania unter anderem für akademische Angelegenheiten zuständig. Lattus hat bei der Main-Post volontiert. Sie arbeitet seit 15 Jahren als Redakteurin bei der Deutschen Welle und wird sich mit der Berichterstattung aus ihrem Heimatland auseinandersetzen: Wieweit ist freier Journalismus möglich? Welche verlässlichen Informationen gibt es?

POW: An wen richtet sich dieser Abend?

Pechtl: In Unterfranken pflegen neben der katholischen Diözese auch das evangelisch-lutherische Dekanat und die Stadt Würzburg partnerschaftliche Beziehungen nach Tansania. Um unsere Partner verstehen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie die Rahmenbedingungen aussehen. In den Medien gibt es aber kaum Berichterstattung über die Ereignisse in Tansania. Wer sich für Tansania interessiert, bekommt sehr aktuelle Informationen zur Situation im Land. Nach den Impulsen diskutieren wir gemeinsam, was das für unsere Partnerschaften bedeutet.

Interview: Kerstin Schmeiser-Weiß (POW)

(0526/0101; E-Mail voraus)

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