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Wertvolles Schwert ist Teil der Landesausstellung

Herzogsschwert von Bischof Gerhard von Schwarzburg in der Bayerischen Landesausstellung „Hundert Schätze aus tausend Jahren“ – Leihgabe aus dem Domschatz Würzburg

Regensburg/Würzburg (POW) Das Herzogsschwert von Bischof Gerhard von Schwarzburg ist Teil der Bayerischen Landesausstellung „Hundert Schätze aus tausend Jahren“, die bis 8. März 2020 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen ist. Das Schwert ist eine Leihgabe der Kunstsammlungen der Diözese Würzburg und normalerweise im Domschatz Würzburg im Würzburger Kiliansdom ausgestellt.

Das Schwert von Bischof Gerhard von Schwarzburg befinde sich in der Abteilung „Ein Kaiser aus Bayern und eine glanzvolle Hochzeit. Bayern vor 600 Jahren“, teilt das Haus der Bayerischen Geschichte mit. „Als spannendes Stück zur bayerischen Geschichte steht es auch für die weltliche Macht der Bischöfe.“ Im 15. Jahrhundert revoltierten in Würzburg die Bürger ein letztes Mal gegen ihren Fürstbischof, ist im Katalog über diese Zeit zu lesen. Als sie in der Schlacht bei Bergtheim im Jahr 1400 den Truppen Bischof Gerhards von Schwarzburg unterlagen, sei die lange geforderte politische Selbstständigkeit der Stadt in weite Ferne gerückt. Man freue sich darüber, mit einem „für Würzburg bedeutenden auratischen Objekt in einer aufwendigen Ausstellung bayerischer Kostbarkeiten präsent zu sein“, erklärt Dr. Wolfgang Schneider, stellvertretender Leiter des Kunstreferats der Diözese Würzburg.

Das Schwert wurde wohl um 1300 gefertigt. Gefunden wurde es 1965, als das Grab von Bischof Gerhard von Schwarzburg, von 1372 bis zu seinem Tod 1400 Bischof von Würzburg, im nördlichen Querhaus des Würzburger Doms geöffnet wurde, schreibt Schneider im Katalogtext zur Ausstellung. Es handele sich um eine Kampfwaffe, die bei der Bestattung schon mehrere Generationen alt war.

Bis 1803 waren die Bischöfe von Würzburg auch Fürsten des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Sie regierten als Landesherren das Hochstift Würzburg und leiteten als geistliche Hirten das weit über dieses Gebiet hinausreichende Bistum. Der Titel des Herzogs von Ostfranken, den die Würzburger Bischöfe führten, gründete auf der von Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Jahr 1168 bestätigten hohen Gerichtsbarkeit. Sichtbares Zeichen der richterlichen Amtsgewalt war das herzogliche Schwert. In dieser Funktion wurde es im Zeremoniell verwendet, auf den Grabdenkmälern abgebildet und dem Fürstbischof mit in das Grab gegeben. Auch das Grabdenkmal von Gerhard von Schwarzburg im Kiliansdom zeigt ihn mit der rechten Hand um den Griff des Schwerts gelegt.

(4019/1039; E-Mail voraus)

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