Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Wichtig ist Dialog auf Augenhöhe

Jacqueline Straub spricht bei Herbsttagung des KDFB über ihre Berufung zur katholischen Priesterin – Neues Schutzkonzept zur Prävention von sexuellem Missbrauch verabschiedet – Solidarität mit KDFB-Zweigverein Forst bekundet

Würzburg (POW) Unter dem Motto „Wir bewegen Kirche!“ haben sich rund 150 Frauen aus dem Bistum Würzburg zur Herbstversammlung des Katholischen Deutschen Frauenbunds am Freitag und Samstag, 8. und 9. November, im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg getroffen. Als Referentin sprach die junge Schweizerin Jacqueline Straub über ihre Berufung zur katholischen Priesterin und ihren Weg zu diesem Ziel, schreibt der KDFB in einer Pressemitteilung. Die Delegierten verabschiedeten ein neues Schutzkonzept zur Prävention von sexuellem Missbrauch. Zudem erklärten sie sich solidarisch mit dem Zweigverein Forst. Dieser war im August durch seine Aktionen zu „Maria 2.0“ in die Schlagzeilen geraten.

Im März startete die die Kampagne „bewegen!“, um die kirchenpolitischen und gesellschaftspolitischen Themen des KDFB einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Bei der Herbsttagung trat der Schwerpunkt „Wir bewegen Kirche!“ in den Mittelpunkt. Referentin Jaqueline Straub habe sehr persönlich aus ihrem Leben mit dem Ziel, katholische Priesterin zu werden, erzählt. „Mit 14 Jahren spürte ich meine Berufung zur katholischen Priesterin, und trotz aller Widerstände, Anfeindungen und zum Teil wüsten Beschimpfungen hat sich bis heute mit 29 Jahren daran nichts geändert“, berichtete sie. Vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook werde sie regelmäßig wegen ihrer Forderung der Öffnung des Weiheamts zum Priester für Frauen angegriffen. Sie selbst setze dabei auf Respekt und Dialog: „Argumente müssen auf Augenhöhe ausgetauscht werden und jeder Mensch muss wertgeschätzt werden – egal welche Meinung er vertritt.“

Kirchenpolitische Themen standen auch im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung. Es wurde ein Schutzkonzept verabschiedet, in dem sich alle Ebenen des Frauenbunds verpflichten, Maßnahmen zum präventiven Schutz vor sexueller Gewalt gegenüber Schutzbefohlener zu ergreifen. Ein erweitertes Führungszeugnis und Schulungen von ehrenamtlichen Mitarbeitern seien von nun an Voraussetzung für die Arbeit mit Kindern.

Darüber hinaus erklärte sich die Versammlung solidarisch mit dem Zweigverein Forst, der durch eine Aktion zu „Maria 2.0“ in eine Auseinandersetzung mit dem ortsansässigen Pfarrer geriet. Mit Hilfe einer Gemeindeberatung werde derzeit daran gearbeitet, diesen Konflikt beizulegen. Die Delegierten der anwesenden Zweigvereine forderten einen Dialog auf Augenhöhe und sprachen sich für einen Beratungsprozess aus, der eine positive Zukunft der Gemeinde Forst mit allen Gruppierungen und Strömungen im Auge hat.

Im Rahmen der Tagung wurde zudem Bildungsreferentin Andrea Bertan verabschiedet. Nach zehn Jahren verlässt sie den KDFB zum Jahresende für neue berufliche Herausforderungen. Die Delegierten dankten ihr für ihre Ideen, ihr Engagement und ihre Begleitung.

(4619/1228; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung