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„Wichtige Orte der Begegnung“

Herbstkonferenz der Arbeitsgemeinschaft „Kirchliche Tagungshäuser Deutschlands“ – Informationen zu Digitalisierung und Zielgruppenanalyse – Begegnung mit Kardinal Marx

München/Würzburg (POW) Zu ihrer Herbsttagung hat sich die ökumenische Arbeitsgemeinschaft „Kirchliche Tagungshäuser Deutschlands“ (KTD) am Montag und Dienstag, 5. und 6. Oktober, im Exerzitienhaus Schloss Fürstenried in München getroffen. Auf der Tagesordnung standen Themen wie „Hybride Veranstaltungsformate“, „Berufliche Qualifizierung als Chance in Zeiten von Corona“ und „Zielgruppenanalyse – lernen Sie Ihre Kunden/Gäste kennen“. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen konnten nur rund 35 Vertreter von Tagungshäusern in katholischer oder evangelischer Trägerschaft aus ganz Deutschland teilnehmen. Aus dem Bistum Würzburg waren Maria Reuß, Leiterin des Burkardushauses in Würzburg, sowie Rektor Dr. Berthold Uphoff und Verwaltungsleiterin Anje Elsesser vom Tagungszentrum Schmerlenbach dabei, schreibt das Tagungszentrum Schmerlenbach in einer Pressemitteilung.

Auftakt der Tagung war eine Gesprächsrunde mit Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising. Die Bildungs- und Tagungshäuser seien Orte, an denen Kirche in spezifischer Weise erfahrbar werde, betonte der Kardinal. Mit Bezug auf die neue Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus hob er unter anderem die Wichtigkeit des Dialogs und der offenen Begegnung mit allen gesellschaftlichen Gruppen hervor. Es gehe um ein wechselseitiges Verstehen, das nur dann gelingen könne, wenn auch das Anderssein des Anderen akzeptiert werde. So könnten die kirchlichen Tagungshäuser wichtige Orte der Begegnung zwischen Kirche und Gesellschaft sein. Abschließend lobte Kardinal Marx das Engagement und den Einsatz der Verantwortlichen und dankte ihnen für ihre Arbeit.

Bei der Zielgruppenanalyse sei es unter anderem darum gegangen, die richtige Zielgruppe für das jeweilige Haus zu definieren, sagt Uphoff. Das Spektrum der Tagungshäuser reiche von Jugendhäusern bis zu gehobenen Bildungshäusern, erklärt er. Im Jahr 2019 hätten die kirchlichen Tagungshäuser mehr als eine Million Gäste gezählt. „Wir erreichen viele Menschen, zum Teil auch jene, die nicht so den Kontakt zu den klassischen Pfarreien haben oder auf Distanz zur Kirche gegangen sind. Bei uns finden sie einen Ort, an dem sie sich beheimatet fühlen.“ Als „sehr interessant und spannend“ habe er die Informationen zu hybriden Veranstaltungen empfunden. Er wisse von anderen Häusern, dass es bereits Anfragen nach solchen Veranstaltungen gebe, die teils vor Ort, teils über digitale Formate stattfinden.

„Für mich ist der kollegiale Austausch ein wichtiger Punkt. Denn wir merken immer wieder, dass uns alle dieselben Themen bewegen“, sagt Reuß. Als Beispiele nennt sie die Personalgewinnung und die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder das Thema Digitalisierung mit neuen Veranstaltungsformaten und sozialen Medien. Auch die Frage, was man für die Gäste tun könne, um ihren Aufenthalt unkomplizierter und schöner zu gestalten, werde diskutiert. Ein Thema seien diesmal auch die Corona-Schutzmaßnahmen und ihre Umsetzung gewesen. „Ich nehme immer Anregungen, Ideen und Impulse mit, die wir gegebenenfalls im eigenen Haus umsetzen können.“

Erstmals werde die Arbeitsgemeinschaft beim ökumenischen Kirchentag in Frankfurt vertreten sein, der vom 12. bis 16. Mai 2021 geplant ist, sagt Uphoff. Ein Ziel sei es dabei, die Tagungshäuser auch über den kirchlichen Kontext hinaus bekannter zu machen.

Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft „Kirchliche Tagungshäuser Deutschlands“ gibt es im Internet unter www.kirchliche-tagungshaeuser-deutschland.de.

(4220/1058; E-Mail voraus)

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