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„Wir brauchen Mut und nicht Verzagtheit“

Bambergs Erzbischof Schick: Franziskanische Spiritualität vermittelt Aufbruch und Erneuerung – 800 Jahre Franziskaner in Deutschland

Würzburg (POW) Die Kirche braucht nach Worten des Bamberger Erzbischofs Dr. Ludwig Schick mutige Christen. „Wir brauchen Mut und nicht Verzagtheit, die wir im Augenblick so an den Tag legen“, sagte er am Freitagabend, 15. Oktober, in Würzburg bei einer Begegnung anlässlich der 800-jährigen Präsenz der Franziskaner in Deutschland.  „Mut hat der, der weiß, dass das, was er tut und will, gut ist für seine Mitmenschen, die Gesellschaft und die Zukunft“, zitiert die Pressestelle des Erzbistums Bamberg den Erzbischof in einer Mitteilung. Egozentrik und Egoismus hingegen machten keinen Mut: „Wer sich um sich dreht, wird hinterhältig, böse und raffsüchtig.“ Der Mutige gehe nach vorne und wolle den Menschen einen Mehrwert mitteilen.

Der Erzbischof rief auch dazu auf, mutig und offensiv für geistlichen Nachwuchs im Dienst der Orden und der Kirche zu werben: „Wir können und müssen nicht warten, bis alle Probleme gelöst und alle Missstände beseitigt sind.“ Er ermunterte dazu, die franziskanische Lebensweise zu verbreiten, die darin bestehe, den Menschen Einheit und Gleichheit, Friede und Güte, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung zu vermitteln. „So kann in unserer Welt eine Zivilisation der Liebe entstehen, in der alle zukünftigen Probleme miteinander gelöst werden können.“

Die Anfangszeit der Franziskaner in Deutschland, die im Jahr 1221 in Würzburg das erste Kloster nördlich der Alpen gründeten, sei bescheiden und von Rückschlägen gezeichnet gewesen. „Aber die Brüder hatten den Mut des Vaters Franziskus, der seinen Brüdern und Schwestern noch in der Sterbestunde sagte: ‚Packen wir es an, es gibt noch viel zu tun.‘“ Er selbst habe den heiligen Franziskus in den 1960er Jahren wertgeschätzt und lieb gewonnen, berichtete Bambergs Erzbischof: „Er vermittelte eine Freiheit und Lockerheit, die sich von denen der 68er- und der der Hippie-Kultur dieser Zeit unterschied, aber doch auch Aufbruch und Erneuerung bedeutete.“ Franziskus und die franziskanische Spiritualität hätten ihn nie losgelassen und ihn zeitlebens bereichert, betonte Erzbischof Schick.

(4221/1015; E-Mail voraus)

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