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„Wir werden Sie sehr vermissen“

Rainer Stögbauer geht nach 17 Jahren als Rektor der Privaten Katholischen Grund- und Mittelschule Vinzentinum in den Ruhestand – Insgesamt fast 38 Jahre an der Schule gewirkt – Aus Schule und Tagesheim wurde „ein Team“

Würzburg (POW) Fast 38 Jahre hat Rektor Rainer Stögbauer an der Privaten Katholischen Grund- und Mittelschule Vinzentinum in Würzburg gewirkt, davon 17 Jahre als Schulleiter. Am Dienstag, 27. Juli, wurde er bei einer Feierstunde unter den aktuellen Coronaschutzmaßnahmen im Brunnenhof der Schule verabschiedet. „Du warst mit Engagement und Herzblut als Rektor tätig“, bescheinigte ihm Schulamtsdirektorin Dr. Ruth Klawitter. In Stögbauers Zeit fielen unter anderem die Umstellung auf das Reformschul-Konzept Marchtaler Plan, die Einführung der jahrgangsgemischten Eingangsklassen, die Erweiterung der Mittelschule um die Klasse M10 sowie der Umbau und die Sanierung der Schule. Die Schulfamilie dankte mit einem bunten Programm aus selbst gedichteten Liedern, einem kreativen „Lernzirkel“ und hunderten bunter Papierkraniche als Glücksbringer.

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Stögbauer habe eine Kultur und ein Miteinander geprägt, die nicht selbstverständlich seien, sagte Tagesheimleiter Joachim Volpert in seinem Grußwort zu Beginn der Feier. „Es war ihm wichtig, immer die Schüler im Blick zu haben.“ Das Vinzentinum sei wie ein großes Segelschiff, das nur funktioniere, wenn alle zusammenarbeiten. Stögbauer habe unter anderem gemeinsame Treffen und Fortbildungen, Konferenzen und Feiern für Lehrer und Erzieher etabliert, erklärte Volpert. „Wir verstehen uns als DAS Vinzentinum und nicht als zwei getrennte Einrichtungen.“

„Sie waren ein toller Lehrer und ein ausgezeichneter Schulleiter“, dankten die Schülersprecher Luca Reese und Alexander Singer im Namen aller Schülerinnen und Schüler. Stögbauer habe die Schule über viele Jahre mit ruhiger Hand geführt, „auch durch die wilde Coronazeit. Wir alle bedauern es sehr, von Ihnen Abschied zu nehmen, und werden Sie hier am Vinzentinum sehr vermissen.“ Saskia Fischer, Vorsitzende des Elternbeirats und selbst eine ehemalige Schülerin, erklärte im Namen der Eltern: „Man konnte immer auf Sie zählen und Sie hatten immer ein offenes Ohr.“

Schulamtsdirektorin Klawitter skizzierte kurz Stögbauers Lebenslauf. Geboren in Ingolstadt und aufgewachsen in Miltenberg, studierte Stögbauer nach dem Abitur in Würzburg Lehramt für Volksschulen sowie einige Semester Diplom-Pädagogik. Nach dem Referendariat, das er an Schulen im Landkreis Rhön-Grabfeld absolvierte, habe Stögbauer 1983 als Lehrer am Vinzentinum begonnen. 2001 wurde er Konrektor und 2004 Rektor. Klawitter hob unter anderem die Einführung des Marchtaler Plans hervor, an der Stögbauer beteiligt war, sein Engagement für das Schullandheimwerk sowie den Umbau und die Sanierung des Schulgebäudes. Stögbauer habe den jahrgangsgemischten Unterricht in der ersten und zweiten Klasse sowie die Klasse M10 mit dem Ziel des Mittleren Bildungsabschlusses eingeführt. „Es war immer eine loyale, konstruktive, engagierte und sachbezogene Zusammenarbeit mit dem Ziel, die beste individuelle Lösung für den Schüler zu finden“, dankte Klawitter für die „jahrelange, wertvolle“ Zusammenarbeit.

„Du hast in 17 Jahren eine Schule aufgebaut, die es nicht noch einmal gibt“, würdigte Leitender Schulamtsdirektor im Kirchendienst Jürgen Engel, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule des Bistums Würzburg, den scheidenden Rektor. Stögbauer besitze die Fähigkeit, sowohl nach einem Plan zu arbeiten, wie dem Marchtaler Plan, und trotzdem eigene Ideen und Visionen zu entwickeln. Dabei sei ihm die Zusammenarbeit im Team wichtig gewesen. Im Vinzentinum herrsche ein christlicher Geist, Menschen würden mit ihren Stärken und Schwächen angenommen, betonte Engel. In der Coronakrise schließlich habe Stögbauer seinen Ruhestand, der eigentlich für Februar terminiert war, verschoben und bis zum Ende des aktuellen Schuljahrs weitergearbeitet. Engel schloss mit einem Zitat von Vinzenz von Paul – „Wo wir ganz ernst machen mit unserem Glauben, da wird Liebe zur Tat“ – sowie einem persönlichen Segensgebet.

Das Besondere am Vinzentinum sei das gute Miteinander von Schule und Tagesheim, das im Laufe der Jahre entstanden sei, sagte Stögbauer. „Ich möchte mich bei Euch allen dafür bedanken, wie gut und mit welchem Engagement Ihr die beiden Corona-Jahre gemeistert habt. Es war mir wichtig, die Einrichtung gut durch die raue See zu führen.“ Er wünschte allen im Vinzentinum Durchhaltekraft, Zusammenhalt und viele neue Ideen.

Schüler und Lehrer gestalteten die Verabschiedung mit kreativen Ideen. So absolvierte Stögbauer einen „Lernzirkel“, bei dem er unter anderem ein „Seilspringen-Diplom“ ablegte, sein Geschick im Rollen von Bienenwachskerzen demonstrierte oder gemeinsam mit einer Erzieherin einen vierstöckigen Fröbelturm baute. Das Lehrerkollegium sang eine eigens gedichtete Hymne: „Frieden prägte seine Arbeit, vielen Menschen bracht‘ er Glück.“ Die Schule sei mit ihm „ein besonderer Ort“ geworden, sang ein Schülerchor. Zum Abschluss der Feier sangen die Schülerinnen und Schüler aus den Klassenzimmerfenstern einen Kanon und warfen hunderte bunter Papierkraniche in den Hof – in Japan gilt der Kranich als Symbol für ein langes, glückliches Leben.

Schulamtsdirektor im Kirchendienst Engel gab im Rahmen der Feier bekannt, dass Peter Nossol, Lehrer am Vinzentinum, zum 1. August 2021 neuer Rektor der Schule wird.

sti (POW)

(3021/0745; E-Mail voraus)

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