Würzburg/Schmerlenbach (POW) Insgesamt 18 ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer aus dem ganzen Bistum haben das Pastorale Grundseminar (PGS) 2025/2026 beziehungsweise Module des Seminars absolviert. Es stand unter der Überschrift „Herausforderungen heutiger Pastoral mit Lust und Freude angehen“. 14 von ihnen überreichte Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur sowie Bischöfliche Beauftragte für Erwachsenenbildung, bei einer Feierstunde am Samstag, 7. Februar, in der Hauskapelle des Tagungszentrums Schmerlenbach im Namen der gesamten Diözesanleitung die Zertifikate. Das nächste Pastorale Grundseminar beginnt im November 2026. Das schreibt die Abteilung Fortbildung und Begleitung der Diözese Würzburg.
„Sie haben sich in vielen Stunden auf diesen Erkundungsprozess eingelassen. Danke an Sie, auch im Namen der Bistumsleitung. Es ist etwas Besonderes, dass ehrenamtliche Verantwortungsträgerinnen und -träger auch für Weiterbildung noch viel Zeit investieren“, sagte Schrappe. Sie bescheinigte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Menschen zu sein, die „für den Glauben brennen, die Lust haben, ihr Engagement zu reflektieren. Menschen, die nicht klagen über Verluste, sondern auch Lust haben, über die Zukunft nachzudenken.“ Sie dankte zudem den Referenten Pastoralreferent Andreas Bergmann, Bildungsreferent beim Martinusforum Aschaffenburg-Schmerlenbach, und Dr. Agnes Rosenhauer, Fortbildungsreferentin in der Hauptabteilung Bildung und Kultur.
Das Pastorale Grundseminar bestand aus insgesamt vier Modulen. Das erste Modul befasste sich mit dem Thema „Spiritualität“, ihrer Bedeutung für das eigene Engagement sowie der Erarbeitung einer spirituellen Biographie. Formen von Kirche waren immer schon angepasst an die jeweilige Zeit und Gesellschaftsform. Im Zentrum des zweiten Moduls stand deshalb die Frage: Welchen Herausforderungen müssen wir uns heute stellen? Im dritten Modul ging es darum, wie man aus den eigenen spirituellen Quellen heraus etwas wagen oder anders angehen kann. Es ging darum, Kirche neu und anders zu denken. Die Frauen und Männer lernten die Sinus-Milieus kennen und wurden so der je eigenen „Milieu-Brille“ bewusst. Sie analysierten die Haltungen von Gründern und Pionieren und machten diese für sich fruchtbar. Konkrete pastorale Projekte, immer unter der Maßgabe, das bis hierhin „Kennengelernte“ einzubringen und nach dessen Verwirklichung im Projekt kritisch zu fragen, waren Thema des vierten Moduls. Zum Abschluss des Seminars setzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu verschiedenes Handwerkszeug aus der „New-Work-Werkzeug-Kiste“ ein.
Von Seiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden neben den Inhalten besonders der kollegiale Austausch sowie das Gefühl der Verbundenheit und Solidarität gelobt. Die Referenten dankten für die Offenheit, sich auf eine ungewohnte Perspektive einzulassen. Es sei „sehr wertvoll und keine Selbstverständlichkeit“, vom Fortbildungsinstitut (fbi) der Diözese Würzburg und dem Martinusforum Aschaffenburg-Schmerlenbach einen kreativen, offenen Raum zum gegenseitigen Lernen und Perspektivwechsel eröffnet zu bekommen.
Das nächste Pastorale Grundseminar dauert von November 2026 bis März 2027. Es richtet sich vor allem an neu gewählte ehrenamtliche Gremienmitglieder. Termine für die Module sind am 27./28. November (Tagungszentrum Schmerlenbach), 29./30. Januar 2027 (Tagungszentrum Schmerlenbach), 5./6. März (Kloster Oberzell) sowie vom 23. bis 25. April (Tagungszentrum Schmerlenbach). Anmeldung ab Juni beim Fortbildungsinstitut der Diözese Würzburg, E-Mail fbi@bistum-wuerzburg.de.
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