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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Pressestelle Bistum Würzburg - Nachrichten</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de</link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Sat, 11 Apr 2026 07:38:46 +0200</pubDate><lastBuildDate>Sat, 11 Apr 2026 07:38:46 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/kiliani-wallfahrt/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-71464</guid><pubDate>Fri, 27 Mar 2026 12:46:16 +0100</pubDate><title>Drei Glaubenszeugen in einem Boot</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/drei-glaubenszeugen-in-einem-boot/</link><description>Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan als Playmobil-Set vorgestellt – Bischof Jung: Figuren schlagen Brücke zwischen historischer Verkündigung und Gegenwart – Verkauf bereits gestartet</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Frankenapostel gibt es jetzt auch als Playmobil-Figuren: Die Diözese Würzburg hat am Freitag, 27. März, rechtzeitig zum 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg, die drei Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan als Spielzeugset vorgestellt. Der Verkauf der limitierten Sonderedition ist bereits gestartet. Sie erinnert an den weiten Weg der drei Mönche von Irland über das Meer nach Franken. Das Set enthält neben den Figuren der Frankenapostel ein Boot und die Hauptattribute der Mönche als Zubehör: Bischofsstab, Schwert, Bibel und Kelch. Die Verpackung zeigt die Ankunft der irischen Mönche in Würzburg.</p><p>Bischof Dr. Franz Jung deutete dieses Motiv mit den Worten: „Glaube kommt an.“ Als Märtyrer seien Kilian und Gefährten 689 gestorben, nachdem sie zuvor ihre Heimat Irland verließen und mutig das Evangelium verkündeten. „Die drei Frankenapostel erinnern uns daran, dass der Glaube an Jesus von Zeugen weitergegeben werden muss. Man wird nicht als Christ geboren, sondern muss sich für Christus entscheiden.“ Auch heute seien Distanzen zu überwinden, wenn auch nicht im geographischen Sinn. „Viele Menschen in Deutschland kennen die christliche Botschaft nicht mehr – und auch nicht ihren Trost und ihre Hoffnung.“ Die Mission von Kilian, Kolonat und Totnan wolle auch heute weitergeführt werden. Daran erinnerten die Playmobil-Figuren spielerisch. „Wir sitzen mit ihnen im selben Boot. Christus aber bleibt der Steuermann.“</p><p>###GALERIE###</p><p>„Sie hätten mal die Freude sehen sollen, mit der Bischof Jung und ich diese Woche den Playmobil-Lkw bestaunt haben, als die Lieferung in Würzburg ankam“, sagte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, Auftraggeber des Projekts. Die detailgetreue Gestaltung der Figuren sowie das auf Würzburg abgestimmte Design der Verpackung machten das Playmobil-Set zu einem tollen Andenken an die drei Diözesanheiligen des Bistums Würzburg. Eine zusätzlich dem Set beigelegte kleine Broschüre erzählt von der Geschichte und Verehrung der Heiligen.</p><p>Der Generalvikar dankte allen Beteiligten, die zur „Punktlandung“ des Figurensets vor Ostern und dem Katholikentag vom 13. bis zum 17. Mai beigetragen haben, insbesondere dem Team des Medienhauses der Diözese und Beatrice Petrik, die sich bei der optischen Gestaltung der Figuren einbrachte. „Sie entwarf Zeichnungen nach Vorlagen der Büsten der Frankenapostel im Neumünster und einer Darstellung in Sankt Burkard und schlug Kleidung und Farben vor.“ Sehr dankbar sei er auch Matthias Fleckenstein, Vorsitzender der Deutsch-Irischen Gesellschaft Würzburg. „Er wird die Botschaft des heutigen Tages auch nach Irland senden.“</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/302-frankenapostel-playmobil-test/embed?context=external" style="border: 0" border="0" height="380" width="100%"></iframe></p><p>Zum Preis von 15 Euro ist das Set erhältlich in der Dominfo Würzburg, Domstraße 40 (direkt auf dem Domplatz). Online kann das Set zum Preis von 18 Euro (inklusive Versand) erworben werden beim <a href="https://www.michaelsbund.de/playmobil/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Sankt Michaelsbund</a>. Weitere Verkaufsstellen unter<a href="http://playmobil.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link"> playmobil.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p>Katholische Kindertagesstätten, Kindergärten und Pfarrbüros im Bistum Würzburg erhalten jeweils ein Set. Die Playmobil-Sets sowie jeweils zwei Werbeplakate liegen in den Dekanatsbüros bereit und können dort von den einzelnen Kitas, Kindergärten und Pfarrbüros abgeholt werden. In der Kita Sankt Barbara in Würzburg wird Bischof Dr. Franz Jung am 14. April ein Set persönlich überreichen.</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/yJx5hoZge_w?si=rPr7Pn4OlCwPUWog" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p><em><strong>Stichwort: Frankenapostel</strong></em></p><p>Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan waren irische Mönche. Sie wurden um das Jahr 640 in Mullagh geboren. Mit dem Schiff machten sie sich auf den weiten Weg über das Meer nach Franken, um den Menschen von Jesus zu erzählen. Viele Menschen in der Gegend um Würzburg wurden von ihrer Botschaft berührt und ließen sich taufen. Doch es gab auch Menschen, die den Glauben nicht teilten. Deshalb wurden Kilian, Kolonat und Totnan 689 in Würzburg getötet. Weil sie für ihren Glauben an Christus starben, wurden sie bald als Heilige verehrt und erhielten den Namen Frankenapostel.</p><p>Ihre letzte Ruhestätte befindet sich in Würzburg. Bis heute besuchen viele Gläubige den Kiliansdom oder das Neumünster, um sich mit ihren Sorgen und Bitten an die Heiligen zu wenden und dort zu beten. Jedes Jahr um den 8. Juli wird ein großes Fest für die Frankenapostel gefeiert – das Kiliani-Volksfest und die Kiliani-Wallfahrtswoche, die an das Erbe der irischen Missionare erinnern.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(1426/0319; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Katholikentag 2026</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66729</guid><pubDate>Fri, 18 Jul 2025 12:38:42 +0200</pubDate><title>„Kirche in Bayern“: Aus ganz Unterfranken nach Würzburg gepilgert</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/kirche-in-bayern-aus-ganz-unterfranken-nach-wuerzburg-gepilgert/</link><description>Würzburg (POW) Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ sind während der Kiliani-Wallfahrtswoche insgesamt rund 14.000 Männer und Frauen aus ganz Unterfranken nach Würzburg gepilgert. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Über die Fülle an Gottesdiensten, spirituellen Angeboten und Begegnungen berichtet das ökumenische Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ am Sonntag, 20. Juli. Die Sendung moderiert Bernadette Schrama. Auch im Bistum Eichstätt haben sich die Menschen bewegt: Die Angebote in der Willibaldswoche reichten vom stillen Gebet bis zur bunten Lichtshow. Kunst macht viel Arbeit, aber sie ermöglicht es dem Menschen, sich innerlich zu voller Größe aufzurichten. In Zusammenarbeit mit der Universität Bamberg bietet das Don Bosco Jugendwerk in Bamberg ein Grundschul-Kunstprojekt an, um die Kreativität von Mädchen und Jungen zu fördern. Die Regensburger Domspatzen werden 1050 Jahre alt. Neben Konzerten, Begegnungen und Entdeckungen beschäftigt sich im Jubiläumsjahr auch die bildende Kunst mit der Welt der Domspatzen. Wer heiratet, steht nicht nur vor einem Organisations-, sondern auch vor einem Entscheidungsmarathon: Wann und wo soll die Trauung stattfinden, wer wird eingeladen, welche Musik, Büffet – immer mehr Paare holen sich professionelle Hilfe. Hochzeitsplanerin Nora Gabriel aus München gibt Tipps, damit der schönste Tag im Leben auch wirklich gelingt. Das Gipfelkreuz der Zugspitze ist ein beliebtes Fotomotiv. Doch um dorthin zu kommen, braucht es Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Jetzt gibt es ein zweites Gipfelkreuz, an dem jeder unkompliziert ein Selfie machen kann. „Kirche in Bayern“ ist nahezu flächendeckend in ganz Bayern zu sehen, und zwar sonntags jeweils auf den Lokalsendern, sowie auf <a href="http://wotsch.tv" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">wotsch.tv</a>. Informationen im Internet unter <a href="http://www.kircheinbayern.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.kircheinbayern.de</a>.</p><p>(3025/0786; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66648</guid><pubDate>Mon, 14 Jul 2025 12:19:02 +0200</pubDate><title>Drei Wegbegleiter verabschiedet</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/drei-wegbegleiter-verabschiedet/</link><description>Feierstunde im Würzburger Burkardushaus würdigt eine Frau und zwei Männer, die als Religionslehrkräfte im Kirchendienst tätig waren</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Aus dem Dienst als Religionslehrkräfte im Kirchendienst sind am Freitag, 11. Juli, Cornelia Groß, Walter Rexa und Klaus Warmuth bei einer Feierstunde im Würzburger Burkardushaus verabschiedet worden. Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, bezeichnete die drei als „Zeugen der Hoffnung“. Sie stünden mit ihrer Person für das „Mehr im Leben“ und hätten zahlreiche Schülerinnen und Schüler einen Wegabschnitt als „Pilger der Hoffnung“ begleitet. „Wir begleiten Menschen ein Stück Weg, vielleicht nur ein Schuljahr oder ein paar Wochen. Aber wir haben im Rucksack etwas vom Wasser des Lebens und etwas Brot für die nächsten Schritte oder ein Pflaster. Mehr braucht es nicht.“ Sie dankte den drei Pädagogen dafür und wünschte ihnen, dass auch sie für sich und den neuen Lebensabschnitt&nbsp;gute Wegbegleiter haben.</p><p>Jürgen Engel, Leitender Schulamtsdirektor im Kirchendienst, betonte, die deutschen Bischöfe legten Wert darauf, dass die Religionslehrkräfte dem staatlichen Bildungsauftrag des Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach verpflichtet seien. „Aufgabe ist es, sich nicht nur an gläubige und glaubenswillige, sondern ebenso an suchende und zweifelnde sowie an sich ungläubig verstehende Schülerinnen und Schüler zu wenden“, erklärte Engel. Diese Aufgabe als Brückenbauer, ausgespannt zwischen Schule und katholischer Kirche, zwischen religiöser Bildung und christlicher Botschaft, sei daher neben bestimmt vielen schönen Momenten auch regelmäßig herausfordernd gewesen. „Danke, dass Sie Ihre Lebens- und Schaffenskraft im Religionsunterricht für die Kirche und die Weitergabe des Glaubens zur Verfügung gestellt haben.“</p><p>Das Unterwegs-sein und Nicht-fertig-werden gehöre gleichsam zur DNA einer Religionslehrkraft im Kirchendienst, sagte Dorothea Weitz, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) des Bischöflichen Ordinariats. „Man könnte auch sagen, der Religionslehrer hat einen ‚ewigen Wandertag‘, unterwegs zwischen den Schulorten, den Klassen und Lehrerzimmern.“ Das erfordere viel Organisationstalent, Flexibilität und Ausdauer. Die Segenswünsche für den neuen Lebensabschnitt verband Weitz mit dem Gedicht „Nicht fertig werden“ von Rose Ausländer.</p><p><em><strong>Cornelia Groß</strong></em> (63) wurde in Bad Neustadt geboren. Sie erwarb 1988 in Würzburg das Diplom als Theologin. Ab 2002 war sie als Religionslehrerin im Kirchendienst tätig an den Grundschulen in Kirchheim, Theilheim, Ochsenfurt, Würzburg-Stadtmitte, Sonderhofen/Gaukönigshofen, Rottendorf und aktuell in Eibelstadt.</p><p><em><strong>Walter Rexa</strong></em> (67) wurde in Würzburg geboren. Nach dem Studium und dem Referendariat für das Lehramt an Gymnasien war er seit 1994 als Religionslehrer im Kirchendienst tätig. Eingesetzt war Rexa an der Berufsschule Karlstadt, der Realschule Hösbach, der Grund- und Hauptschule Stockstadt, der Grund- und Hauptschule Aschaffenburg-Obernau, der Dalberg-Hauptschule Aschaffenburg,der Staatlichen Realschule für Knaben Aschaffenburg, der Maria-Ward-Realschule Aschaffenburg, der Außenstelle Sommerhausen der Rupert-Egenberger-Schule Höchberg, der Grund- und Hauptschule Röttingen, der Grundschule Sonderhofen, der Staatlichen Realschule Marktheidenfeld sowie der Wolfskeel-Realschule Würzburg. Nach dem Renteneintritt zum Jahresende 2022 blieb er weiter im Unterricht tätig. Aktuell ist er an der Außenstelle Sommerhausen der Rupert-Egenberger-Schule Höchberg aktiv.</p><p><em><strong>Klaus Warmuth</strong></em> (64) wurde in Stadtlauringen geboren. Er erwarb in Würzburg das Diplom als Theologe und absolvierte beide Staatsexamina für das Lehramt an Gymnasien. 1992 trat er als Religionslehrer im Kirchendienst in den Dienst des Bistums Würzburg. Er wirkte an der Staatlichen Wirtschaftsschule in Bad Neustadt sowie den Staatlichen Berufsschulen I und II in Schweinfurt, zuletzt an der Dr. Georg-Schäfer-Schule in Schweinfurt. Warmuth trat Ende Januar 2025 in den Ruhestand.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(2925/0764; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen</u></i></b><i>: Foto abrufbar im Internet </i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Aschaffenburg</category><category>Schweinfurt</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66635</guid><pubDate>Sun, 13 Jul 2025 15:33:25 +0200</pubDate><title>Hoffnung in vielen Facetten</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/hoffnung-in-vielen-facetten/</link><description>Wallfahrtswoche mit vielfältigem Programm – Ökumenischer Gottesdienst, „Nacht der Hoffnung“ sowie Besuche im Hospiz und auf der Palliativstation – Mehr als 14.000 Menschen nehmen an Wallfahrtsangeboten und Ehejubilarsgottesdiensten in der Woche davor teil</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Warum Christinnen und Christen Grund zur Hoffnung haben, das hat die Kiliani-Wallfahrtswoche 2025 in vielfältiger Weise aufgezeigt. Sie stand, inspiriert vom Heiligen Jahr, unter der Überschrift „Pilger der Hoffnung“. Insgesamt rund 14.000 Personen haben an den Gottesdiensten und Veranstaltungen teilgenommen. Das Motto war der rote Faden der Predigten in den zahlreichen Wallfahrtsgottesdiensten für die Regionen und spezielle Zielgruppen. Am Donnerstag und Freitag vor Beginn der Wallfahrtswoche feierten mehr als 1700&nbsp;Ehepaare die Gottesdienste für Ehejubilare mit. Den Kiliani-Abschluss bildete ein großer Gottesdienst für Familien und die Weltkirche unter dem Motto „Familie.Welt.Weit“ mit Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 13. Juli.</p><p>Bischof Jung, Weihbischof Paul Reder und Weihbischof em. Ulrich Boom hoben bei den zahlreichen Gottesdiensten immer wieder hervor, dass die christliche Hoffnung kein blinder Zweckoptimismus sei. Vielmehr sei diese darin begründet, dass Gott in der Auferstehung Jesu beweise, dass der Tod nicht das letzte Wort habe. Zudem machten die Emmaus-Jünger, die verzweifelt und desillusioniert Jerusalem verlassen, die Erfahrung, dass da einer mit ihnen gehe. Dieser zunächst Unbekannte stelle Fragen, weite den Blick und gebe neue Perspektiven. Erst als er mit ihnen das Brot bricht, werde ihnen klar: Es ist der Auferstandene, der mitten unter ihnen ist und auch schon die ganze Zeit war.</p><p>Neben der Wallfahrt zum Grab der Frankenapostel und dem Besuch der Gottesdienste war auch in diesem Jahr die anschließende Begegnung und der Austausch untereinander und mit Vertretern des Bistums für die Gläubigen ein wichtiger Baustein. Bischof Jung und seine Mitbrüder im Bischofsamt nahmen sich stets ausgiebig Zeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Zur Wallfahrt gehört doch die Begegnung einfach auch dazu“, war immer wieder auf dem Kiliansplatz zu hören.</p><p>„Ich freue mich, mit Ihnen allen gemeinsam als große Glaubensfamilie diesen Gottesdienst zu feiern. Denn Kilian, Kolonat und Totnan sind ausgezogen, um Menschen im Namen Jesu Christi über alle Grenzen hinweg zu der einen Familie zusammenzufügen“, begrüßte Bischof Jung die rund 750 großen und kleinen Gottesdienstbesucher im Gottesdienst für Familien und die Weltkirche zum Abschluss der Kiliani-Wallfahrtswoche. Darunter waren viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der großen Familienwallfahrt nach Südtirol, erkennbar an ihren grünen Kappen. Zuvor hatten sich die Menschen gegenseitig in ihren Muttersprachen „Guten Morgen“ gewünscht: „Bom dia“, „Suprabhaatham“, „Dobroho Ranku“ schallte es durch den Dom – ein kleiner Einblick in die vielen Sprachen, die von Menschen im Bistum Würzburg gesprochen werden.</p><p>Wie ging es den beiden Jüngern, die auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus Jesus trafen? Alexander Sitter, Referent der Diözesanstelle Weltkirche, und Yvonne Faatz, Leiterin des Referats „Partnerschaft – Familie“, zeigten es mit drei großen Bildern von Emojis: einem traurigen, einem erstaunten und einem glücklichen Smiley. Die Jünger seien traurig gewesen, weil sie Jesus nicht gehen lassen wollten, sagte Bischof Jung in seiner Predigt. Es sei immer gut, wenn man nachts nicht alleine sei, sondern jemand da sei, ob die Eltern, Geschwister oder Jesus, wandte sich der Bischof an die Kinder. Als Jesus das Brot brach, hätten die Jünger ihn erkannt und gestaunt, fuhr der Bischof fort. Brotbrechen heiße, das Leben miteinander zu teilen. Deshalb seien die gemeinsamen Mahlzeiten, bei denen man über den Tag spreche und das, was man erlebt hat, das Wichtigste im Familienleben. „Dann wird es leicht, und dann wird es schön.“ Jesus habe mit den Jüngern gesprochen, und ihr Herz habe vor Glück gebrannt. Deshalb solle man auch in der Familie dem Gebet einen wichtigen Stellenwert geben, sagte Bischof Jung weiter. „Dazu braucht es feste Zeiten, in denen man miteinander betet und mit Ihm die Dinge bespricht, die uns wichtig sind.“ Der Bischof wünschte allen, dass „das Feuer im Herzen für Christus niemals ausgeht“.</p><p>Am Ende des Gottesdienstes wurde der Schrein mit den Häuptern der Frankenapostel wieder feierlich im Altar des Kiliansdoms platziert. Viele Kinder verfolgten das aus nächster Nähe im Altarraum mit. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von der Band „Sing’n’Swing“ aus Hammelburg. Auf dem Kiliansplatz und dem Domplatz gab es für Groß und Klein Bewegungs- und Bastelangebote, etwa vom Matthias-Ehrenfried-Haus, dem Familienbund der Katholiken, der Kolpingjugend und der DJK, sowie Dom- und Domorgelführungen. Das Kolpingwerk lud zu einer Vorleseaktion in das Museum am Dom, unter anderem mit Bischof Jung. Er las das Bilderbuch „Die Schnetts und die Schmoos“ vor.</p><p>Erneut veranstaltete das Bistum am Samstagabend eine <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/ein-licht-der-hoffnung-entzuenden/" target="_blank" class="external-link">„Nacht der Hoffnung“</a> im Kiliansdom. Bei weit geöffneten Domtüren waren die Menschen eingeladen, der Hoffnung des christlichen Glaubens auf die Spur zu kommen. Bis Mitternacht konnten die Gläubigen bei meditativen Texten, ruhiger Orgelmusik, Anbetung, Glaubensgesprächen und Stille im stimmungsvoll beleuchteten Gotteshaus sich selbst vor Gott bringen, gemeinsam den Glauben feiern und die Beziehung zu Jesus Christus vertiefen. Ebenfalls am Samstag fand der <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gott-braucht-dich-so-wie-du-bist/" target="_blank" class="external-link">Kiliani-Tag der Jugend</a> statt. Im Kilianeum und auch bei einem Spaziergang durch die Stadt konnten die Jugendlichen spirituellen Input mit Kreativem und Action verbinden. In der Jugendkirche feierten sie mit Weihbischof Reder einen Gottesdienst.</p><p>Bei einem ökumenischen Gottesdienst im Kiliansdom wirkten zahlreiche Konfessionen mit. Unter anderem wurde das Vaterunser auf Aramäisch, der Sprache Jesu, vorgebetet, und ein freikirchlicher Pastor sowie ein griechisch-orthodoxer Erzpriester hielten eine Dialogpredigt. Wie bei der Premiere im Vorjahr gab es erneut einen Tag der Beschäftigten des Bistums. Gemeinsam feierten sie mit dem Bischof im Dom erst einen Gottesdienst und begegneten dann einander im Kilianeum. Auch an Menschen, die sonst nicht unbedingt im Blick sind, wurde bei der Wallfahrtswoche gedacht. So feierten am Mittwoch Bischof Jung auf der Palliativstation des Schweinfurter Krankenhauses Sankt Josef und Weihbischof Reder in der Kapelle der Ritaschwestern am Juliusspital-Hospiz im Würzburger Stadtteil Sanderau besondere Gottesdienste und besuchten im Anschluss die Todkranken, deren Angehörige und das medizinische Personal. Bischof Jung erklärte in Schweinfurt, am Ende des Lebens seien drei Dinge wichtig: „Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit.“</p><p>Eröffnet wurde die Wallfahrt am Sonntag, 6. Juli, mit der Reliquienprozession von Sankt Burkard in den Kiliansdom, an der zahlreiche Fahnenabordnungen teilnahmen. In diesem Jahr lief außerdem wieder eine große irische Delegation mit, die aus der Gegend um Kilians Geburtsort Mullagh kam. Einige Iren trugen auch den Reliquienschrein mit den Häuptern der Frankenapostel über die Alte Mainbrücke. Zum ersten Mal nahm Martin Hayes, Bischof der Diözese Kilmore, in Würzburg an den Kiliani-Feierlichkeiten teil.</p><p>Besonders viele junge Gesichter waren jeweils am Montag- und am Freitagvormittag der Wallfahrtswoche im Dom zu sehen. Am Montag feierte Weihbischof Reder einen Gottesdienst mit rund 1400&nbsp;Kommunionkindern und deren Begleitern, am Freitag waren bei Bischof Jung bei einer Segensfeier etwa 900 Kindergartenkinder und deren Erzieherinnen aus den Städten und Landkreisen Schweinfurt und Kitzingen dabei. Die Fahne der christlichen Hoffnung, der Motivation hinter ihrem Engagement, hielten die kirchlichen Verbände am Dienstagabend bei einem Gottesdienst hoch. Am Donnerstagabend würdigte Weihbischof Reder die Arbeit der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Caritas. Sie seien „Hoffnungsträger“, denn sie machten „durch caritative Tätigkeit Hoffnung“. Den Ordenschristen dankte der Weihbischof am Mittwoch in einem Gottesdienst dafür, dass sie seit den Anfängen mit Kilian, Kolonat und Totnan wesentlich Geschicke und Geschichte des Bistums mitprägen. Besonders klangvoll war der Kiliani-Wallfahrtsgottesdienst der Kirchenchöre und Kirchenmusiker durch den Gesang von rund 400&nbsp;Chormitgliedern aus der gesamten Diözese.</p><p>Hohe päpstliche Auszeichnungen gab es in der Wallfahrtswoche: Für ihr jahrelanges vielfältiges christlich motiviertes Engagement bekamen am Montagabend beim Tag der Politiker und Räte Norbert Baumann, Dr. Harald Ebert, Hans-Georg von Mallinckrodt und Professor Dr. Klaus Reder durch den Bischof jeweils den päpstlichen Silvesterorden verliehen. An die Vertreter der Politik gewandt, betonte der Weihbischof im Gottesdienst, der Satz „So wahr mir Gott helfe“ sei mehr als nur ein netter Zusatz bei der Eidesformel für Politiker. „Er ist Ausdruck dafür, dass wir im Vertrauen auf Gott Hoffnungsträger sein dürfen. Wir dürfen vertrauen, dass es uns mit seiner Hilfe gelingt, Krisen gemeinsam zu meistern.“ Beim Kiliani-Gottesdienst für Verantwortliche in Schule und Erziehung verlieh der Bischof 24 Frauen und Männern die Missio canonica.</p><p>Wie gewohnt gab es vor der Kiliani-Wallfahrtswoche Gottesdienste für die Ehejubilare. Bei insgesamt fünf Feiern im Kiliansdom mit Bischof Jung, Weihbischof Reder und Weihbischof em. Boom ließen sich mehr als 1700 Paare segnen, die 2025 auf 25, 50, 60, 65 oder gar 70 Ehejahre blickten.</p><p>Bei nahezu allen Gottesdiensten rührten der Bischof und die beiden Weihbischöfe gemeinsam mit Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, und Dominik Großmann, Referent für den Katholikentag, die Werbetrommel für die bundesweite Großveranstaltung in Würzburg im kommenden Jahr. Vom 13. bis zum 17. Mai 2026 biete das Treffen vielfältige Gelegenheit zur Vertiefung des Glaubens, zum tieferen Verständnis der Bibel, zum Erleben von Gemeinschaft und für besondere kulturelle Angebote.</p><p>Für eine kurze Schrecksekunde sorgte der Ausfall der Domorgel wegen eines elektronischen Defekts am Dienstagmorgen vor dem Wallfahrtsgottesdienst mit Weihbischof Boom. Mit ausschließlich Kantorengesang bekam der Gottesdienst so eine besondere und wohl einmalige Note. „Es geht doch, weil Gott mitgeht“, kommentierte der Weihbischof den Vorgang. Bereits am Nachmittag war der Schaden behoben und Domorganist Professor Stefan Schmidt konnte die Orgel wieder mit gewohnter Klangfülle erklingen lassen.</p><p>15 Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdiensts (MHD) betreuten während der gesamten Wallfahrtswoche und der vorgeschalteten Ehejubilarsgottesdienste die Pilgerinnen und Pilger und leisteten in den Gottesdiensten insgesamt mehr als 250 ehrenamtliche Stunden Sanitätsdienst. 20 Mal leisteten sie Hilfe – angefangen bei Pflastern, drei Mal wurde aber auch der Rettungsdienst hinzugezogen, wobei einmal auch ein Transport in eine Klinik erforderlich war. „Das Wetter war nicht ganz so heiß wie in der Woche zuvor. Das kam sicherlich zugute“, zog Christina Gold, Pressesprecherin der Malteser, Bilanz. Kiliani-Manager Matthias Reichert blickte ebenfalls positiv auf die Kiliani-Woche. „Es war eine durchgängig gut besuchte Wallfahrtswoche. Das Wetter hat auch mitgespielt. Die Organisation ist gut gelaufen. Wir sind zufrieden!“</p><p>Nähere Informationen zu den Veranstaltungen der Kiliani-Wallfahrtswoche sowie zahlreiche Bildergalerien im Internet unter <a href="https://kiliani.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link">https://kiliani.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right"><em>sti/mh (POW)</em></p><p>(2925/0758; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Weltkirche</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66630</guid><pubDate>Sun, 13 Jul 2025 09:18:16 +0200</pubDate><title>Ein Licht der Hoffnung entzünden</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/ein-licht-der-hoffnung-entzuenden/</link><description>Besondere Atmosphäre bei „Nacht der Hoffnung“ im Kiliansdom – Offene Türen und stimmungsvolles Licht – Impulse, Gebet und Kerzenlicht</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Das Domportal in grünes Licht getaucht, die Türen weit offen, das Innere leuchtet in Grün, Gelb und Lila: Bei der „Nacht der Hoffnung“ am Samstagabend, 12. Juli, während der Kiliani-Wallfahrtswoche wurden alle Sinne angesprochen. Bis Mitternacht kam ein steter Strom von Menschen in den Dom, um das Angebot von Stille und Anbetung, Impulsen und Orgelmusik, Glaubensgesprächen und Bibel-Teilen wahrzunehmen oder einfach nur für ein paar Minuten im Dom zu verweilen. Viele Menschen zündeten an den Stufen vor dem Altar eine Kerze an.</p><p>Bis zum „Gebet der Hoffnung“ und dem eucharistischen Segen, mit dem kurz vor Mitternacht die „Nacht der Hoffnung“ schloss, nutzten die Besucherinnen und Besucher die Angebote im Dom. Im Eingangsbereich konnten sie zum Beispiel ihre Anliegen auf Postkarten schreiben und in eine „Hoffnungsbox“ werfen. Aus unterschiedlichen Bibelkärtchen konnten sie ein geistliches Wort auswählen, um darüber nachzudenken, was dieses für ihr Leben bedeutet. Es gab Schlüsselanhänger mit dem Anker als Hoffnungssymbol und Streichholzschächtelchen mit dem Aufdruck „Entzünde Deine Hoffnung“.</p><p>Vor dem eucharistischen Brot in der auf dem Altar aufgestellten Monstranz gab es gestaltete Einheiten mit meditativem Orgelspiel, Impulsen und Gebeten zu den Themen „Gedanken zur Nacht“, „Bitte“ und „Hoffnung“. In den Seitenschiffen boten Seelsorgerinnen und Seelsorger Gespräche an, Priester spendeten das Sakrament der Versöhnung. Im Innenhof des Domkreuzgangs bot Bischof Dr. Franz Jung eine „Lectio Divina“ an, ein gemeinschaftliches Bibellesen mit Gespräch, zu Kapitel fünf aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. Auf die Frage des Bischofs „Was spricht mich an? Was will Gott mir heute sagen?“ kristallisierte sich in der stetig wachsenden Gruppe rasch die Stelle heraus: „Mehr noch, wir rühmen uns ebenso der Bedrängnisse…“ Daraus entspann sich ein Gespräch über die Bedrängnisse des Lebens und warum man diese überhaupt durchmachen müsse.</p><p>Zum Beginn der „Nacht der Hoffnung“ feierte Bischof Jung einen Pontifikalgottesdienst. In seiner <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-dunkel-erstrahlt-in-gottes-licht/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a> betrachtete er das Gedicht „… Auch wenn es Nacht ist“ des heiligen Johannes vom Kreuz, das zuvor vorgelesen worden war. Der Refrain „Auch wenn es Nacht ist“ sei ein Anschreiben gegen die übermächtige Erfahrung der dunklen Nacht, sagte der Bischof. Der Autor spiegele darin das Lebensgefühl vieler Menschen, die durch Zeiten der Dunkelheit gehen – Angstzustände, das Gefühl der Überforderung, depressive Verstimmungen, Ohnmacht, Ratlosigkeit, oder auch Schmerzen an Leib und Seele. Johannes vom Kreuz könne davon sprechen, „weil er selbst in seinem Leben oft genug durch die dunkle Nacht gehen musste“, sagte der Bischof.</p><p>Das Gedicht habe der Autor verfasst, als er im ordenseigenen Gefängnis saß. Darin beschreibt er eine Quelle ohne Ursprung – „doch aller Ursprung ist aus ihr gekommen“ –, von bodenloser Tiefe und funkelnder Klarheit, aus der gewaltige Ströme enteilen, „auch wenn es Nacht wird“. Die Quelle sei der Ursprung, aber kenne selbst keinen Anfang – scheinbar ein Paradox. „Genau das vermittelt uns bisweilen den Eindruck, es wäre Nacht. Weil wir das Geheimnis nicht verstehen, das uns übersteigt“, reflektierte der Bischof. Auch der Gottesssohn sei ohne Ursprung vom Himmel auf die Erde gekommen und in die Hölle hinabgestiegen. „Seitdem gibt es keinen Ort mehr, an den der Strom dieser Quelle nicht hinkäme.“ Im Gedicht werde der Lebensquell fassbar im eucharistischen Brot: „In der Eucharistie strahlt das göttliche Licht auf, hier findet Johannes vom Kreuz das Lebensbrot. Hier ist der Ort, an dem die geschundene Seele zur Ruhe findet.“</p><p>Die „Nacht der Hoffnung“ lade dazu ein, vor dem Herrn zu verweilen, erklärte Bischof Jung. „Heute Nacht dürfen wir bei Ihm sein mit unseren eigenen Erfahrungen von Dunkelheit, von dem Ungeklärten, dem Unausgesprochenen. Mit dem, was uns überfordert, mit dem, was uns Angst macht, mit dem, was wir an Leid in uns tragen. Heute Nacht bitten wir darum, dass unser Dunkel und das Dunkel der Welt von seinem Licht umfangen wird, das unsere Dunkelheit nicht einfach wegwischt, sondern uns hilft, sie anzunehmen als Teil unseres Lebens.“ Für den Herrn sei die Finsternis nicht finster, sondern leuchtend hell wie der Tag. „Bleiben wir in seiner Gegenwart, auch wenn es Nacht ist. Bitte wir darum, als Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung auszuschreiten auf unserem Weg aus der Dunkelheit in sein Licht.“</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2925/0760; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66671</guid><pubDate>Sun, 13 Jul 2025 09:10:00 +0200</pubDate><title>„Das Dunkel erstrahlt in Gottes Licht“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-dunkel-erstrahlt-in-gottes-licht/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung bei der „Nacht der Hoffnung“ am Samstag, 12. Juli 2025, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Johannes vom Kreuz: „…auch wenn es Nacht ist.“</em></strong></p><p><em>„Wohl kenne ich den Quell,</em></p><p><em>der rinnt und fließet,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Verborgen ist dem Blick die ewge Quelle,</em></p><p><em>doch weiß ich wohl zu finden ihre Stelle,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Ich weiß, nicht Ursprung hat sie je genommen,</em></p><p><em>doch aller Ursprung ist aus ihr gekommen,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Ich weiß, dass keine Schönheit ihrer gleiche,</em></p><p><em>sie tränkt die Erde und die Himmelreiche,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Ins Bodenlose, weiß ich, würde gleiten,</em></p><p><em>wer sie beträte, um sie zu durchschreiten,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Niemals hat ihre Klarheit sich verdunkelt,</em></p><p><em>und alles Licht weiß ich aus ihr entfunkelt,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Gewaltig weiß ich ihre Ströme eilen</em></p><p><em>durch Höllen, Himmel und wo Menschen weilen,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Den Wassern, die aus dieser Quelle steigen,</em></p><p><em>wohl weiß ich ihnen alle Macht zu eigen,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Den Strom, zu dem zwei Ströme sich verbinden,</em></p><p><em>weiß ich mit beiden nur zugleich zu finden,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Verborgen rinnt der Quell, auf dass wir leben,</em></p><p><em>in dem lebend'gen Brot, das uns gegeben,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.</em></p><p><em>Hier ruft er die Geschöpfe, dass sie kommen,</em></p><p><em>zu stillen sich, von Dunkelheit umschwommen,</em></p><p><em>weil's in der Nacht ist.</em></p><p><em>Ersehnter Quell, dich such' ich nicht vergebens,</em></p><p><em>ich schaue dich in diesem Brot des Lebens,</em></p><p><em>auch wenn es Nacht ist.“</em></p><p><em><strong>Anschreiben gegen die übermächtige Erfahrung der Nacht</strong></em></p><p>„Auch wenn es Nacht ist“ – Durch die Wiederholung des Refrains am Ende jeder Strophe prägt er sich dem Zuhörer tief ein.</p><p>„Auch wenn es Nacht ist“ – Und er spiegelt damit das Lebensgefühl vieler Menschen, die durch Zeiten der Dunkelheit in ihrem Leben gehen.</p><p>Dabei hat das Dunkel viele Facetten: Angstzustände, das Gefühl der Überforderung, depressive Verstimmungen, Phasen tiefer Trauer, in denen man wie in einem Loch gefangen ist, Ratlosigkeit und Ohnmacht, endlose Schmerzen an Leib und Seele, Wunden, die nicht heilen wollen. „Auch wenn es Nacht ist…“</p><p><em><strong>Johannes vom Kreuz kann wahrhaft „ein Lied davon singen“</strong></em></p><p>Denn ein solches Gedicht kann nur verfassen, wer selbst durch Zeiten der Dunkelheit gehen musste, wer selbst jahrelang den Eindruck hatte, dass es Nacht ist und ein neuer Tag, ein neuer Anfang in weite Ferne gerückt sei. Für ihn war es die finstere Zeit, die er im ordenseigenen Gefängnis in Toledo durchmachen musste, gefangengesetzt durch seine eigenen Ordensbrüder, die sich seinen Reformbestrebungen mit aller Gewalt widersetzten und dabei nur wenig zimperlich mit ihm umgegangen sind. Er durchlitt Todesängste und war sich nicht sicher, ob er jemals wieder Licht sehen würde, ob er jemals wieder freikäme. Gerade in dieser ausweglosen Situation hat er dieses Gedicht verfasst, das so seltsam oszilliert zwischen der übermächtigen Erfahrung der Dunkelheit und dem geheimnisvollen Strom aus einer unergründlichen Quelle, der dennoch fließt und alles belebt.</p><p><em><strong>Ursprunglose Quelle</strong></em></p><p>Das Gedicht beginnt mit einem Paradox: Die geheimnisvolle Quelle, von der der Dichter spricht, ist der Ort des Ursprungs, aus dem alles hervorgeht. Aber diese Quelle hat keinen Anfang, sie entspringt in der Ewigkeit, sie ist ohne Anfang und ohne Ende. Weil sie in der Ewigkeit entspringt, entzieht sie sich auch unserem Begreifen. Oder mit den Worten des Dichters formuliert: Wir können diese Quelle nicht durchschreiten, denn sie ist von einer unauslotbaren Tiefe. Gerade das vermittelt uns den Eindruck, dass es Nacht wäre, weil wir nichts mehr verstehen.</p><p><em><strong>Die Quelle, der ein Strom entspringt, ist zugleich Quelle des Lichts in der Dunkelheit</strong></em></p><p>Das Wasser dieser Quelle wird zum Strom aus der Ewigkeit, das funkelt und glitzert. Und nichts kann dieses Wasser trüben. „Auch wenn es Nacht ist“ und wir den Eindruck haben, dass aus dem klaren Quell eine undurchsichtige Brühe geworden ist, die lebensbedrohlich erscheint und abschreckend. Es ist aber das überhelle Licht dieses Stroms, das unsere Augen blendet, so dass wir meinen, dass es Nacht wäre, dabei ist es hellster Tag und ungetrübtes Licht, das wir nicht erfassen können.</p><p><em><strong>Alles durchdringt diese Quelle</strong></em></p><p>Weil sie der Ewigkeit entspringt, scheint sich die Quelle von nichts und niemandem aufhalten zu lassen, sie durchströmt in dem Fluss die gesamte Wirklichkeit. Alles Geschaffene ist von ihm durchdrungen und durchströmt – auch wenn es scheint, „dass es Nacht ist“ und nichts mehr geht. Das gilt vor allem, seit der Gottessohn, der ohne Ursprung ist, vom Himmel auf Erden kam und in die Hölle hinabgestiegen ist. Seitdem gibt es keinen Ort mehr, an den der Strom dieser Quelle nicht hinkäme, auch wenn es scheint, dass es Nacht ist, in der nichts mehr fließt und alles zum Stillstand gekommen wäre.</p><p><em><strong>„Verborgen rinnt der Quell, auf dass wir leben, in dem lebend‘gen Brot, das uns gegeben, auch wenn es Nacht ist.“</strong></em></p><p>Der Lebensquell wird für uns fassbar im eucharistischen Brot, sagt der Dichter. Gott hatte sich verhüllt in der Gestalt des Menschen Jesus Christus, so dass man ihn nicht erkannte. Doch mitten im Leiden Christi am Kreuz, als die Seite des Heilands geöffnet wurde, entsprang dort eine Quelle des Heils. Das Irdische wird umfangen vom Göttlichen. Das menschliche Dunkel wird umfangen vom göttlichen Licht. Das menschliche Leid wird umfangen vom göttlichen Heil. Das menschliche Elend wird umfangen von der göttlichen Herrlichkeit. Die menschliche Begrenztheit wird umfangen von der göttlichen Fülle. In der Eucharistie, im Brot des Lebens, strahlt somit im unscheinbaren Brot das göttliche Licht auf. So hat es Johannes gesehen, „auch wenn es Nacht ist“. Alle Geschöpfe finden an dieser Quelle Nahrung, Heilung und Ruhe, finden zu ihrem Ursprung zurück – auch wenn es Nacht ist.</p><p><em><strong>Ersehnter Quell, dich such' ich nicht vergebens, ich schaue dich in diesem Brot des Lebens, auch wenn es Nacht ist.</strong></em></p><p>Im eucharistischen Brot sieht der Dichter das Brot des Lebens. Hier wird sein Hunger gestillt und sein Durst gelöscht. Hier ist der Ort, an dem die geschundene Seele zur Ruhe findet. Hier ist der Ort, an dem das Dunkel in Gottes Licht erstrahlt. „Denn sein Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst“, wie es im Johannesevangelium heißt. „Auch wenn es Nacht ist.“</p><p><em><strong>„Auch wenn es Nacht ist“</strong></em></p><p>Die heutige Nacht der Hoffnung lädt dazu ein, vor dem Herrn zu verweilen. Heute Nacht dürfen wir bei ihm sein mit unseren Erfahrungen der Dunkelheit, mit dem Ungeklärten, mit dem Unausgesprochenen, mit dem, was uns überfordert, mit dem, was uns Angst macht, mit dem, was wir an Schmerz und Leid mit uns tragen. „Auch wenn es Nacht ist“ – ja, weil es Nacht ist. Heute Nacht bitten wir darum, dass unser Dunkel und das Dunkel der Welt von seinem Licht umfangen wird. Dass er unsere Dunkelheit nicht einfach wegwischt, sondern uns hilft, sie anzunehmen, weil für ihn die Finsternis nicht finster ist und die Nacht leuchtet wie der Tag. Kommen wir bei ihm zur Ruhe und verweilen wir in seiner Gegenwart – „auch wenn es Nacht ist“. Dann können wir als Pilger der Hoffnung ausschreiten auf unserem Weg, aus dem Dunkel in sein Licht. Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66628</guid><pubDate>Sat, 12 Jul 2025 21:16:56 +0200</pubDate><title>„Gott braucht Dich, so wie Du bist“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gott-braucht-dich-so-wie-du-bist/</link><description>Jugendliche aus dem Bistum begehen Tag der Jugend im Kilianeum – Weihbischof Paul Reder feiert Kiliani-Gottesdienst in der Jugendkirche</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit rund 80 Jugendlichen aus dem Bistum hat Weihbischof Paul Reder am Samstag, 12. Juli, in der Jugendkirche des Kilianeums in Würzburg einen Kiliani-Gottesdienst zum Tag der Jugend gefeiert. Zuvor wurden am Nachmittag verschiedene spirituelle und spielerische Workshops im Kilianeum angeboten.</p><p>„Damit wir uns erst mal kennenlernen, wollen wir ein kleines Spiel spielen“, begrüßt Jugendbildungsreferentin Ramona Dinkel von der Kirchlichen Jugendarbeit (kja) Main-Rhön die Jugendlichen. Dafür wird der Innenhof des Kilianeums zur Spielfläche. „Wir möchten wissen, wo Ihr alle herkommt. Deshalb stellt Euch bitte nach den Entfernungen auf.“ Vier Ecken im Innenhof sollen anzeigen, wie weit die Jugendlichen angereist sind. In einer Ecke versammeln sich alle, die nur einen kurzen Weg hatten. In den anderen Ecken treffen sich die Jugendlichen, die zehn, 30 oder mehr als 50 Kilometer nach Würzburg gebraucht haben. Die Gruppe teilt sich auf und es wird deutlich, dass viele eine längere Anreise auf sich genommen haben, um beim Tag der Jugend dabei zu sein. Das Spiel wird mit weiteren Fragen fortgesetzt: „Habt Ihr schon mal etwas von der Kiliani-Wallfahrtswoche gehört?“ Einige der Jugendlichen kennen die Kiliani-Wallfahrt noch nicht. „Vielleicht ändern wir das heute.“</p><p>Danach werden die verschiedenen Workshops vorgestellt. Es gibt ein buntes Programm aus spirituellen und spielerischen Angeboten. Es gibt eine spirituelle Stadtführung durch Würzburg, ebenso wie einen Bastelworkshop zum Erstellen eigener „Prayer Boards“. Die selbstgestalteten Gebetstafeln werden mit Bibelstellen versehen und verziert. Neben den eigenen Boards wird auch eine gemeinsame Tafel mit Friedenswünschen erstellt, die am 3. September an Papst Leo übergeben werden soll. Weitere Möglichkeiten, kreativ zu werden, finden sich beim Flechten von Armbändern und beim Filzen von Schlüsselanhängern und Bällen. An einer Station ist Gelegenheit, Sonnenfänger aus alten CDs zu basteln.</p><p>Wer etwas aktiver werden möchte, kann die Sportart „Jugger“ ausprobieren. Jugger ist ein Mannschaftssport, bei dem zwei Teams mit jeweils fünf Personen versuchen, einen Spielball, den sogenannten Jugg, ins gegnerische Feld zu bringen. Nur eine Person pro Team darf den Ball berühren. Alle anderen versuchen währenddessen, sich mit gepolsterten Spielgeräten wie Rohren und Stäben abzuschlagen. Wenn man getroffen wird, erhält man eine Strafzeit. Eine Gruppe probiert es aus. Sie haben das Spiel vorher noch nie gespielt. „Wir wussten nicht, dass es ein richtiges Spiel ist, bei dem es sogar Meisterschaften gibt. Wir haben acht zu drei gewonnen“, erzählt Jonas.</p><p>Neben Jugger gibt es einen Escape-Room zum Thema Demokratie, Jonglieren mit und ohne Feuerstäbe und ein „Reich der Sinne“, in dem verschiedene Spiele zum Thema Inklusion angeboten werden. Dort können die Jugendlichen ausprobieren, in einem Rollstuhl zu sitzen und mit verschiedenen Spielen die Sinne zu testen. Wer möchte, kann ein Bobbycar-Rennen bestreiten, zudem sind verschiedene andere Spiele aufgebaut.</p><p>Bei der spirituellen Stadtführung geht es über mehrere Stationen zur Alten Mainbrücke, um die Statue des heiligen Kilian zu suchen. Auf dem Weg zeigt Jugendseelsorger Bertram Ziegler einer Firmlingsgruppe aus Greußenheim das Haus, in dem Weihbischof Paul Reder wohnt. „Habt Ihr den Weihbischof schon mal gesehen? Er wird heute Abend mit uns Gottesdienst feiern. Dann könnt Ihr ihm erzählen, dass Ihr schon wisst, wo er wohnt.“ Ben, Theo, Mika, Samuel und Jonas stellen viele Fragen über den Weihbischof. „Hat der Weihbischof Bodyguards?“ oder „Muss man eine Ausbildung zum Weihbischof machen?“ Danach geht es vorbei am Diözesanarchiv und der Theologischen Fakultät zum Franziskanerkloster. Dort erzählt Ziegler vom heiligen Franziskus und von Papst Franziskus, der vor seinem Tod das Heilige Jahr ausgerufen hat. Von der Alten Mainbrücke läuft die Gruppe zurück zum Kilianeum.</p><p>Diözesanjugendseelsorger Christoph Hippe hält den Tag der Jugend für ein wichtiges Angebot in der Kiliani-Wallfahrtswoche: „Der Tag der Jugend ist schon eine feste Größe. In diesem Jahr wurden vor allem Firmlinge eingeladen. Die Kilianiwoche soll die ganze Diözese ansprechen. Da ist es uns wichtig, dass auch ein Tag für die Jugend dabei ist und sie Platz in dieser Veranstaltung finden.“ Jugendbildungsreferentin Eva Gollas von der kja Untermain ergänzt: „Im März sind wir mit den Vorbereitungen gestartet und haben die Regionen eingeladen. In Zukunft wollen wir weiterhin gezielt Jugendliche und Firmlinge ansprechen.“ Die Workshops würden von Ehrenamtlichen vom Untermain und aus der Region Main-Rhön geleitet. Hippe betont: „Uns war es wichtig, eine Spannbreite zwischen Körperlichem und Spirituellem anzubieten.“</p><p>Am Abend feiert Weihbischof Paul Reder einen Gottesdienst mit den Jugendlichen in der Jugendkirche des Kilianeums. In seiner Predigt geht der Weihbischof auf die Seligpreisungen aus der Bergpredigt ein. Dort heißt es: „Selig, die keine Gewalt anwenden“. Gewalt sei aber im Leben junger Menschen präsent. Nicht nur körperlich, sondern auch verbal. Man könne sich entweder ducken und hoffen, dass es einen nicht treffe, oder dagegenhalten und selbst gewalttätig zurückschlagen. „Jesus aber geht einen ganz anderen Weg. Jesus will, dass Du Dein Leben mit seiner Botschaft verbindest. Die Botschaft kann nur durch Dich in dieses Leben und diese Welt kommen. Darum gibt es Dich, weil Gott Dich braucht. Und zwar genau so, wie Du bist. Mit Deinen Fähigkeiten und Talenten.“ Wer den Weg im christlichen Glauben gehe, wünsche sich, dass die Welt besser werde. Das fange schon im kleinen Kreis an. In der Familie, im Freundeskreis oder im Sportverein. „Schön, dass es Dich gibt, dass Du andere stärkst und tröstet. Die Seligpreisungen fallen nicht vom Himmel. Sie werden durch Dich Wirklichkeit.“ Die Botschaft Jesu komme dadurch in die Welt. Das sei der Auftrag an jeden Einzelnen. „Niemand geht ohne Auftrag durch sein Leben. Wenn Du als Christ Deinen Glauben teilen willst, so wirst Du wie Kilian, Kolonat und Totnan hören, was Du in der Welt verändern kannst – für Dich und für andere.“</p><p>###GALERIE###</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>jr (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2925/0761; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Schweinfurt</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66625</guid><pubDate>Sat, 12 Jul 2025 18:22:04 +0200</pubDate><title>„Musik schafft Verbindung von Herz zu Herz“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/musik-schafft-verbindung-von-herz-zu-herz/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert Kiliani-Gottesdienst mit Kirchenchören sowie Kirchenmusikern und -musikerinnen aus dem ganzen Bistum – Begeisterter Applaus für die rund 400 Sängerinnen und Sänger</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Strahlende Gesichter und langer, begeisterter Applaus: Der Gottesdienst für Kirchenchöre sowie Kirchenmusiker und -musikerinnen am Samstag, 12. Juli, in der Kiliani-Wallfahrtswoche hat für Gänsehautmomente gesorgt. Weihbischof Paul Reder feierte ihn mit rund 650 Gläubigen, davon etwa 400 Sängerinnen und Sängern von mehr als 20 Chören aus dem ganzen Bistum, im Würzburger Kiliansdom. „Schön, dass wir gemeinsam musikalisch als Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung unseren Glauben ausdrücken. Wir sind berufen, nicht nur in Wort und Tat Gott zu loben, sondern auch mit der Musik, die unsere Herzen erhebt“, begrüßte er die Menschen.</p><p>Er selbst habe als Domsingknabe die Erfahrung gemacht, dass sich die Melodien „verselbständigen und die Seele unvermittelt anfängt zu singen, selbst wenn man gar nicht in der Probe oder in einem Konzert ist“, sagte der Weihbischof. Der Apostel Paulus habe in seinem Brief an die Christengemeinde in Rom von der Hoffnung geschrieben, die aus dem Glauben erwachse, und von der Liebe Gottes, die durch den Heiligen Geist in die Herzen ausgegossen werde. „Die Kirchenmusik und das Singen im Chor sind Ausdruck dieser Hoffnung und Liebe. Musik gibt der Freude, der Hoffnung und auch der Klage der Gemeinde eine Stimme und macht in der Weise, wie sie unsere Herzen berührt, in der Erfahrung von Schönheit, auch die geheimnisvolle Gegenwart Gottes erkennbar“, so der Weihbischof in seiner Predigt.</p><p>Das gemeinsame Singen sei ein Zeichen von Gemeinschaft und diene der gegenseitigen Stärkung im Glauben, fuhr der Weihbischof fort. „Im Erleben von Chorgemeinschaft und dadurch, dass sich individuelle Stimmen im Lob Gottes vereinen, erleben Menschen eine innere Verbindung, teilen nicht nur ihre musikalische Begabung, sondern auch ihre Hoffnungen, um Gemeinschaft neu zu erfahren.“ Auch jene, die sich in der Chor- und Kirchenmusik engagieren, um der Botschaft Gottes eine Stimme zu geben, seien Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung. Weihbischof Reder bezeichnete die Kirchen- und Chormusik als Seelsorge und Verkündigung: „Sie unterstützt die Verkündigung der Frohen Botschaft auf eine Weise, die dem Wort allein oft nicht gegeben ist. Sie verleiht dem Unsagbaren eine Stimme und schafft Verbindung von Herz zu Herz.“ So wie die Jünger gemeinsam nach Emmaus unterwegs waren, so seien auch Chormitglieder gemeinsam auf dem Weg des Glaubens unterwegs.</p><p>„Wo Menschen gemeinsam singen, teilen sie eine Erfahrung: Harmonie und Einklang sind dort möglich, wo alle bereit sind, aufeinander zu hören und ihre Stimmen miteinander zu vereinen.“ Auch die Emmaus-Jünger hätten sich und ihre Situation neu erfahren, weil sie bereit gewesen seien, auf Jesus und seine Wegweisung zu hören, sagte Weihbischof Reder. Kirchenmusik und Chorgesang seien konkrete Ausdrucksformen des Glaubens „in seinem ganzen Spektrum von Trost in Traurigkeit, Freude bei Feier und Festlichkeit sowie Stärkung der Hoffnung“. Er dankte allen für die Bereitschaft, sich selbst und die eigene Stimme zur Ehre Gottes in eine Chorgemeinschaft einzubringen: „Sorgen Sie weiter für den guten Ton in Ihren Kirchengemeinden und bleiben Sie darin Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung.“</p><p>###GALERIE###</p><p>Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, lud alle Gläubigen zum 104. Deutschen Katholikentag 2026 in Würzburg ein: „Feiern wir miteinander unseren Glauben und das Leben.“ Die fünf Tage böten darüber hinaus ein buntes und vielfältiges Kulturprogramm.</p><p>Christian Stegmann, Fachbereichsleiter für das Chorwesen in der Diözese Würzburg, sah man die Freude über den gelungenen Gottesdienst an. Die Chöre hätten im Vorfeld zwar vor Ort wie auch regional geprobt. „Aber heute um 12 Uhr haben wir alles zum ersten Mal zusammengesetzt.“ Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von einem Bläserensemble unter der Leitung von Regionalkantor Peter Rottmann, das sich eigens für den Gottesdienst zusammengefunden hatte, sowie Domorganist Professor Stefan Schmidt.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2925/0759; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66620</guid><pubDate>Sat, 12 Jul 2025 13:29:57 +0200</pubDate><title>Caritas als „Hoffnungsträger“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/caritas-als-hoffnungstraeger/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert Wallfahrtsgottesdienst mit beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung… Hoffnungs-voll unterwegs!“ hat Weihbischof Paul Reder am Donnerstagabend, 10. Juli, im Würzburger Kiliansdom einen Kiliani-Gottesdienst mit und für die Caritas gefeiert. Eingeladen waren die beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des kirchlichen Wohlfahrtsverbandes. „Allen ein herzliches Willkommen am Hoffnungsort des Doms“, begrüßte der Weihbischof die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher. Er betonte, dass Jesus Hoffnung schenke. Auch die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Caritas seien „Hoffnungsträger“, denn sie machten „durch caritative Tätigkeit Hoffnung“.</p><p>Christiane Holtmann, Referentin für Sozialpastoral und Engagementförderung beim Diözesan-Caritasverband (DiCV Würzburg), hatte den Gottesdienst mit der Arbeitsgemeinschaft Gemeindecaritas vorbereitet. Sie sagte, dass die Haupt- und Ehrenamtlichen der Caritas „jeden Tag als Pilger der Hoffnung bei den Menschen mit ihren ganz persönlichen Sorgen“ seien. Stellvertretend für die vielen Einsatz- und Hoffnungsorte der Caritas in Unterfranken trugen Vertreterinnen und Vertreter Schilder mit entsprechender Aufschrift an langen Stangen in den Chorraum. Darauf standen etwa der Caritas-Kleidermarkt (Rhön-Grabfeld), die Fachstelle für pflegende Angehörige (Main-Spessart) oder das Friedhofscafé (Schweinfurt).</p><p>In seiner Predigt ging Weihbischof Reder auf das Thema Hoffnung ein. Caritasarbeit sei praktisch und konkret. Darin ähnele sie der Haltung der Frankenapostel, deren Einsatz vom „Übergewicht der Hoffnung“ geprägt gewesen sei. „Caritas spielt sich nicht im Konjunktiv ab“, sagte der Weihbischof. Stattdessen biete sie konkrete Hilfestellungen an, damit Hoffnung wachsen könne.</p><p>Damit caritative Zugänge zu Menschen gelangten, sei aufrichtiges Interesse ein wichtiger Aspekt. Der Weihbischof warnte, dass der „caritative Herzschlag“ in Kirche und Gesellschaft immer wieder mit Trägheitstendenzen konfrontiert werde. „Das können politische Stimmen sein, die Solidarität und Anwaltschaft für Bedürftige als minderwertig ansehen.“ Den Haupt- und Ehrenamtlichen der Caritas dankte er für ihren konkreten Einsatz für „soziale Strahlkraft“ und ein „besseres soziales Miteinander im Geiste des Evangeliums“. Der Weihbischof betonte: „Es ist jedes Mal eine kleine Pilgerschaft der Hoffnung, die Sie antreten.“</p><p>In den Fürbitten wurde etwa um „den Mut, immer wieder aufzubrechen“ oder „ein hörendes Herz“ gebetet. Nach der Kommunion hieß es in einem kurzen Text zur Besinnung: „Geh als Gesegnete, als Gesegneter. Sei Segen.“</p><p>Weihbischof Reder verwies abschließend, auch im Blick auf den Katholikentag 2026 in Würzburg mit dem Motto „Hab Mut, steh auf!“, auf die Wichtigkeit von „Hoffnungsbotinnen und -boten“. Der Glaube fordere dazu auf, gesellschaftliches Miteinander zu gestalten. Es sei wichtig, einzustehen „für christliche Werte, die unsere Demokratie stärken“. Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von Domorganist Professor Stefan Schmidt und dem Caritaschor.</p><p>Auf dem Kiliansplatz machten die Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Fotos mit dem Weihbischof und Bischof Dr. Franz Jung und tauschten sich etwa zu Caritasthemen und der Kiliani-Wallfahrtswoche aus. Monika Selbach, Zugführerin beim Stadtverband Würzburg der Malteser, erzählte, ihr habe der Gottesdienst und die Predigt des Weihbischofs gut gefallen. Sie war aus Höchberg mit ihrem Vater Wilhelm Fuchs gekommen, der ehrenamtlich über 50 Jahre für die Caritassammlung aktiv war.</p><p>„Der Chor war toll“, lobte Andrea Schmitt, Pflegehelferin bei der Würzburger Caritas-Sozialstation Sankt Klara. Sie war besonders angetan von einem vierbeinigen Besucher: Dackel Balu. Dorothea Fuchsberger vom Stadtverband Würzburg der Malteser hatte den Therapiebegleithund mitgebracht, der schnell begeisterte Blicke auf sich zog. Der Geschäftsführer der Caritas-Einrichtungen gGmbH (CEG), Georg Sperrle, hatte eine Gruppe junger Inderinnen und Inder dabei, die in den CEG-Einrichtungen im Bistum Würzburg Ausbildungen in der Pflege absolvieren und freudig in der Caritasfamilie begrüßt wurden.</p><p class="text-right"><em>hela (Caritas)</em></p><p>(2925/0757; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66617</guid><pubDate>Fri, 11 Jul 2025 21:17:51 +0200</pubDate><title>Viel Engagement für das System Schule</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/viel-engagement-fuer-das-system-schule/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung verleiht 24 Frauen und Männern die Missio canonica – Drei langjährige Religionslehrkräfte im Kirchendienst in den Ruhestand verabschiedet – Kiliani-Tag für Verantwortliche in Schule und Erziehung</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) 19 Frauen und fünf Männern hat Bischof Dr. Franz Jung am Freitagabend, 11. Juli, beim Kiliani-Tag der Verantwortlichen in Schule und Erziehung im Namen von Bischof Dr. Franz Jung die Missio canonica verliehen. „Nur wer für Schule im umfassenden Sinn brennt, wird hier fruchtbar als Lehrkraft wirken können“, sagte der Bischof vor rund 400 Gläubigen im Würzburger Kiliansdom. Religionslehrkräfte seien oft die letzten Verbindungspersonen der Schülerinnen und Schüler zur Kirche. Den Frauen und Männern, die an diesem Tag die Missio canonica erhielten, dankte er für die Bereitschaft, sich im Namen der Kirche senden zu lassen und diesen wichtigen Dienst für die jungen Menschen zu übernehmen.</p><p>In seiner Predigt griff der Bischof das Evangelium von den Emmaus-Jüngern auf und ermunterte die Religionslehrkräfte, mit einem „brennenden Herzen“ ihren Dienst zu tun – also mit innerer Begeisterung, Glaubensüberzeugung und persönlicher Christusbeziehung. Nur was in ihnen selbst brenne, könnten sie auch in anderen entzünden. Der Religionsunterricht brauche nicht nur Fachwissen, sondern vor allem Zeuginnen und Zeugen, die authentisch vom eigenen Glaubensweg berichten können. Dazu gehöre regelmäßiges Gebet ebenso wie die Offenheit für Fragen und Herausforderungen junger Menschen – auch als Chance, im eigenen Glauben zu wachsen. Zugleich warnte Bischof Jung vor Überforderung: Es gelte, „zu brennen, ohne auszubrennen“.</p><p>Der Glaube könne hier Kraftquelle sein – ebenso wie die Anerkenntnis eigener Grenzen und Erlösungsbedürftigkeit. Das „brennende Herz“ solle sich auch auf die Schülerinnen und Schüler richten. Sie spürten, ob jemand wirklich Beziehung wolle und wofür er oder sie steht. Religionsunterricht müsse dabei nicht nur Wissen vermitteln, sondern zur Persönlichkeitsbildung beitragen. Bischof Jung betonte auch das Engagement für das „System Schule“ als Lebensraum, in dem Begegnung, Beziehung und Seelsorge einen zentralen Platz haben. Er selbst erlebe in den regelmäßigen Videokonferenzen für Religionslehrkräfte eine Vielzahl an hochmotivierten und engagierten Lehrerinnen und Lehrern. Besonders die Schulseelsorge gewinne zunehmend an Bedeutung – etwa in Krisenzeiten, in denen Glaubenszeugnis gefragt sei. Deswegen habe er jüngst auch Schulseelsorgerinnen und -seelsorger beauftragt, „um diesen wichtigen Dienst der Kirche noch einmal aufzuwerten und ins Bewusstsein zu heben, der nicht nur den Einzelnen gilt, sondern der Schule als ganzer“. Den neuen Religionslehrkräften wünschte der Bischof Momente, in denen sie im Herzen spüren: „Der Herr ist da und er geht mit.“</p><p>Gemeinsam mit Leitendem Schulamtsdirektor i. K. Jürgen Engel, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, übergab der Bischof den neuen Religionslehrerinnen und -lehrern dieses Schuljahres die Beauftragungsurkunden. Eine Begegnung auf dem Kiliansplatz schloss sich an den Gottesdienst an.</p><p>Für das Lehramt an Gymnasien erhielten Christian Appel (Würzburg), Sebastian Burkard (Würzburg), Eva Steinhoff (Würzburg) und Rosalie Worschech (Würzburg) die Missio canonica.</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Realschulen erhielten Jasmin Schuster (Höchberg) und Miriam Obrmann (Höchberg).</p><p>Für das Lehramt an Mittelschulen bekamen die Missio canonica Bianca Meier (Eußenheim), Gloria Palenga (Hammelburg) und Simon Smiatek (Zeil am Main).</p><p>Mit der Missio canonica für das Lehramt an Grundschulen wurden Linda Eisenacher (Haßfurt), Marie Koch (Werneck), Teresa König (Bergtheim), Beatrice Reitelbach (Werneck) und Amelie Riepe (Goldbach) beauftragt.</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen erhielten Sophia Marie Baier (Großheubach), Paula Feser (Alzenau), Sina-Viola Röttger (Elsenfeld), Felix Salomon (Aschaffenburg), Sophie Theiler (Nüdlingen), Sandra Wingert (Bad Kissingen) Elisa Anken (Lohr am Main) und Jonas Stenger (Höchberg).</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Förderschulen ging an Helena Trieß-Ott (Frickenhausen am Main).</p><p>Als Religionslehrerin im Kirchendienst erhielt Cornelia Metzger (Ochsenfurt und Höchberg) die Missio canonica.</p><p>Am Ende des Gottesdiensts wurden staatliche und kirchliche Religionslehrkräfte verabschiedet, die zum Schuljahresende in den Ruhestand gehen. Bischof Jung dankte Doris Grimm, Cornelia Groß, Walter Rexa, Schwester Ulrike Stein und Klaus Warmuth für die geleisteten wertvollen Dienste und erbat Gottes Segen für ihren neuen Lebensabschnitt.</p><p>Vor dem Schlusssegen warben Bischof Jung und Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, für die Großveranstaltung, die vom 13. bis zum 17. Mai 2026 in Würzburg stattfindet. Über die vielfältigen Angebote, die dann geplant sind, informierte zudem ein Infostand auf dem Kiliansplatz.</p><p><span style="line-height:100%"><font color="#000000">Für den musikalischen Rahmen des Gottesdiensts sorgte unter anderem ein Chor- und Orchester-Ensemble des Aschaffenburger Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasiums unter der Leitung von Studiendirektor Christoph Bayer. Eine Begegnung auf dem Kiliansplatz schloss sich an.</font></span></p><p><font color="#000000">###GALERIE###</font></p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2925/0755; E-Mail voraus)</p><p>Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Aschaffenburg</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66614</guid><pubDate>Fri, 11 Jul 2025 16:01:39 +0200</pubDate><title>„Gott sieht jedes Kind“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gott-sieht-jedes-kind/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Gottesdienst mit rund 900 Kindergartenkindern aus Stadt und Landkreis Schweinfurt und Kitzingen sowie deren Begleitung</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Du bist ein Gott, der mich sieht“, schallt es durch die Pfarrkirche Sankt Burkard in Würzburg. Rund 900 Kindergartenkinder und deren Begleitung sind am Freitag, 11. Juli, nach Würzburg gekommen, um gemeinsam mit Bischof Dr. Franz Jung einen Gottesdienst zu feiern. Von Sankt Burkard ziehen die Kinder im Anschluss an den Gottesdienst über die Alte Mainbrücke zum Kiliansdom. Teilgenommen haben 47 Kindertageseinrichtungen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt und Kitzingen. Jede der Einrichtungen hat zur Wallfahrt einen Pilgerstab mitgebracht, den die Kinder mit ihren Erziehern an der Statue des heiligen Kilian auf der Alten Mainbrücke abstellen.</p><p>Mit einem großen Kreuz, Fahnen und Musik zieht Bischof Jung mit den Konzelebranten in Sankt Burkard ein. Die Kinder sitzen in den Haupt- und Seitenschiffen, im Chorraum und auf dem Boden. Zwei Erzieherinnen kommen mit den Handpuppen Gerdi und Schneckbert nach vorne. Als Handpuppe Gerdi erzählt eine von ihnen von der Anspannung am Morgen: „Da war die Fahrt in dem großen Bus und die Ankunft in Würzburg. Ich bin so aufgeregt!“ Gemeinsam mit der Schnecke Schneckbert animiert sie die Kinder, sich in der Kirche umzuschauen. Sie erinnert die Kinder daran, dass sie schon in ihren Kindergärten vom heiligen Kilian erfahren haben und dass sie danach in eine noch viel größere Kirche ziehen. Die Kinder klatschen, lachen und winken. „Hier sind so viele Leute. Der in Rot sieht besonders schön aus. Das ist der Bischof. Kommt, wir begrüßen ihn mal: Hallo Bischof Franz!“ Die Kinder rufen: „Hallo Bischof Franz!“</p><p>Nach dem Evangelium spricht Bischof Jung mit den Kindern über die Geschichte von Zachäus. „Wir haben gerade von einem kleinen Mann gehört. Ein Mann namens Zachäus. Er war reich an Geld, aber arm an Freunden. Ist das gut?“ Die Kinder sind sich einig. „Nein!“, rufen sie entschieden. „Warum hatte er keine Freunde? Weil er den Leuten zu viel Geld abgenommen hat.“ Nachdem Jesus in die Stadt gekommen sei, hätten sich viele Menschen versammelt. „Und weil Zachäus so klein war, konnte er nichts sehen. Was hat er da gemacht?“ Einige Kinder erinnern sich: „Er ist auf den Baum geklettert.“ „Genau. Da war er wieder allein – allein auf dem Baum, weil er keine Freunde hatte.“ Jesus habe ihn gesehen, als er da oben saß. Und er habe gesagt: „Bei dir will ich heute zu Gast sein. Ich will dein Freund sein.“ Da habe sich Zachäus vom Baum runtergetraut und er habe sich gedacht: „Endlich habe ich einen Freund. Eigentlich will ich immer einen Freund haben. Deshalb beschließe ich heute, Gutes zu tun mit meinem Geld.“ Jesus habe Zachäus gelehrt, gut zu sein. Denn Jesus glaube an das gute Herz. „Das ist wichtig für uns, wenn wir mal was ausgefressen haben. Jesus glaubt, dass wir gut sind. Und immer wenn wir etwas angestellt haben, bleibt er doch unser Freund. Das wünsche ich Euch von ganzem Herzen, dass Ihr viele Freundinnen und Freunde mit einem guten Herzen habt.“</p><p>Dann singen die Kinder gemeinsam: „Beschirmt, beschützt, in deiner Hand.“ Nach den Fürbitten beginnt die Prozession zum Kiliansdom. Kreuz- und Fahnenträger gehen voraus. Der Bischof und die Konzelebranten schließen sich an. Hinter ihnen laufen die Kinder und ihre Begleitungen. An bunten Kappen, Tüchern und Buttons sind die einzelnen Gruppen zu erkennen. Sie ziehen von Sankt Burkard zur Alten Mainbrücke. An der Statue des heiligen Kilian warten zwei Musikerinnen mit Saxofonen. Sie spielen das Wallfahrtslied „Wir rufen an den teuren Mann, Sankt Kilian“. Die Kindergartengruppen stellen ihre selbstgemachten Pilgerstäbe vor der Statue des heiligen Kilian ab. Am Eingang des Doms werden sie vom Bischof mit Weihwasser gesegnet. Als alle Gruppen eingezogen sind, gibt es einen Schlusssegen und die Möglichkeit für den Einzelsegen.</p><p>Koordinatorin Petra Eitzenberger ist zufrieden mit dem Tag: „Die Wallfahrt kommt immer gut bei den Kindern und den Erwachsenen an. Bis auf die Coronajahre sind wir seit 2009 immer bei der Wallfahrtswoche dabei. Auch die Kinder sollen ein Teil dieser großen Kiliani-Veranstaltung sein.“ Es sei schön zu erleben, was sie von dem Tag mitnehmen. „Sie erzählen später im Kindergarten noch vom Bischof und von Kilian.“ Es gehe vor allem darum, die Kinder zu sehen: „Gott sieht jedes einzelne Kind.“ Sie würden so den Glauben in großer Gemeinschaft erfahren. „Kindergärten sind Hoffnungsorte, wo Kinder Glaube teilen. Das finde ich so toll, dass sie in dieser Kilianiwoche den Glauben miterleben.“ Die selbstgemachten Pilgerstäbe seien ein Zeichen ihrer Pilgerschaft. „Sie sollen spüren: Ich bin Pilger, ich bin unterwegs. Das ist eine bleibende Erinnerung für die Kinder.“</p><p>Im Anschluss an die Feier gibt es auf dem Kiliansplatz Brezeln, Bananen und Getränke. Viele Gruppen nutzen die Gelegenheit, ein Foto mit dem Bischof zu machen, bevor sie sich auf den Weg nach Hause machen.</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right"><em>jr (POW)</em></p><p>(2925/0753; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kitzingen</category><category>Schweinfurt</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66593</guid><pubDate>Fri, 11 Jul 2025 08:08:59 +0200</pubDate><title>„Aufbrechen und neue Wege gehen“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/aufbrechen-und-neue-wege-gehen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Wallfahrtsgottesdienst mit Gläubigen aus der Region Würzburg – Wallfahrerin: „Kiliani gehört einfach dazu“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Gemünden/Karlstadt/Lohr/Oberthulba</strong> (POW) Hoffnung und Pilgerschaft gehören immer zusammen. Das hat Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Wallfahrtsgottesdienst für die Region Würzburg am Donnerstag, 10. Juli, im Würzburger Kiliansdom betont. Kilian und seine Gefährten hätten als erste Pilger der Hoffnung das Evangelium nach Franken gebracht und die Freude der Gegenwart Jesu Christi verkündet. „Auch wir als Christinnen und Christen sind auf der Pilgerschaft“, begrüßte der Bischof die rund 650 Gläubigen. Sie kamen aus den Dekanaten Kitzingen, Main-Spessart, Würzburg und Bad Kissingen. Zwölf Menschen war noch vor Sonnenaufgang in Retzbach aufgebrochen und nach Würzburg gelaufen, etwa 150 Frauen und Männer waren vom Viehmarktplatz zum Dom gelaufen.</p><p>In seiner Predigt erläuterte Bischof Jung, was es bedeute, ein Pilger oder eine Pilgerin aus Hoffnung zu sein. Als Pilger aus Hoffnung entdecke man die eigene Mission wieder. So wie Kilian aus Mullagh, der in die Fremde aufbrach, um das Evangelium in die Welt zu tragen. Glaube brauche Sicherheit, Vertrautheit und Verlässlichkeit, sagte der Bischof. „Aber wenn wir als Kirche die Menschen in den nächsten Jahren erreichen wollen, die immer weniger zu unseren Gottesdiensten kommen, dann müssen wir aufbrechen und neue Wege gehen.“ Die Kirche sei das Mittel und nicht das Ziel, betonte der Bischof: „Das Ziel ist Jesus Christus. Es geht darum, die Leidenschaft und Begeisterung für Christus wiederzugewinnen, die uns über unsere engen Grenzen hinausführt zu den Menschen.“</p><p>Der Pilger aus Hoffnung bewähre sich in den Prüfungen des Lebens, fuhr der Bischof fort. Ein Aufbruch könne anstrengend, auch entmutigend sein. Diskussionen wie beispielsweise darum, welche Immobilien man behalten wolle und von welchen man sich trennen müsse, seien für alle Beteiligten belastend. Doch manchmal gebe die Trennung eine Freiheit, um etwas wirklich Neues zu wagen. „Die Hoffnung hält im Herzen jung, weil sie Neues erwartet und sich nach dem Neuen ausstreckt. Ich wünsche uns, dass der Herr bei uns bleibt in unserem Ringen und wir gemeinsam beherzt einen Schritt nach vorne gehen.“</p><p>###GALERIE###</p><p>„Der Pilger aus Hoffnung lebt aus der Gegenwart des erhöhten Herrn“, sagte der Bischof und lud zu Glaubenswegen der Hoffnung ein: „Welche Hoffnung hat mich begleitet? Welche wurde enttäuscht und was habe ich dann gemacht? Wer hat mir Hoffnung gegeben? Wir müssen einander bezeugen, welche Hoffnung wir im Herzen tragen.“ Nur so könne man als Gemeinschaft zusammenwachsen und einander tragen. Das Leben zu teilen heiße auch, die Hoffnung miteinander zu teilen, die wie das eucharistische Brot dadurch nicht weniger werde, sondern mehr. „Ich lade Sie in diesem Jahr dazu ein, Orte und Momente zu finden, in denen Sie sich austauschen können über die Hoffnung, die Sie erfüllt.“ In Zeiten des Umbruchs sei das Zeugnis der Hoffnung umso mehr gefragt, schloss Bischof Jung und zitierte den Apostel Paulus: „Seid fröhlich in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“</p><p>Am Ende des Gottesdiensts lud Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, zu der Großveranstaltung vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg ein. „Wir laden Sie sehr herzlich ein, mit uns dieses Fest des Glaubens zu feiern. Feiern wir miteinander unseren Glauben und das Leben.“ Auf dem Kiliansplatz gab es zudem einen Infostand zum Katholikentag. Nach dem Schlusssegen nutzten viele Menschen das Angebot, sich unter Auflegen von Reliquien der Frankenapostel segnen zu lassen.</p><p>Robert Flögel aus Oberthulba, Leiter des Dekanatsbüros Main-Spessart, und Anja Kohlhepp aus Karlstadt sind von Retzbach nach Würzburg gelaufen. Aufbruch war um 4.30 Uhr morgens. „Es ist ein schönes Erlebnis, in den Tag hineinzulaufen“, sagte Kohlhepp. Der Kiliani-Gottesdienst sei immer „schön und festlich“, findet sie: „Der Dom ist voll und man bekommt einfach Gänsehaut wenn alle mitfeiern.“ Wallfahren sei etwas Besonderes, sagte Flögel. „Wir wollen uns als Christen nicht verstecken, sondern zeigen, dass wir zusammengehören.“</p><p>Sie feiere seit Jahren Kiliani mit, „das gehört einfach dazu“, sagte Luzia Schneider aus Lohr-Wombach. Sie war mit der Buswallfahrt aus dem Dekanat Main-Spessart gekommen und vom Viehmarktplatz in den Dom gelaufen. Schon der Einzug in den Dom sei „ergreifend“. Die Predigt des Bischofs sei „inhaltsreich“ gewesen und er sei auch auf die Menschen eingegangen. Ihre Mitpilgerin Anna-Maria Krebs aus Gemünden ergänzte: „Man hat immer ein Anliegen und es ist schön, das in der Gemeinschaft mitzutragen.“ Der Gottesdienst und auch die Predigt seien sehr gut gewesen. „Man konnte gut mitgehen.“</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2925/0742; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kitzingen</category><category>Main-Spessart</category><category>Würzburg</category><category>Bad Kissingen</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66589</guid><pubDate>Thu, 10 Jul 2025 17:02:22 +0200</pubDate><title>Christus als die verbindende Hoffnung</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/christus-als-die-verbindende-hoffnung/</link><description>Ökumenischer Kiliani-Gottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung im Kiliansdom – Zwei Geistliche aus unterschiedlichen Traditionen deuten Emmaus-Evangelium in Dialogpredigt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Eine Dialogpredigt zwischen einem freikirchlichen Pastor und einem griechisch-orthodoxen Priester, das Vaterunser auf Aramäisch, der Sprache, in der Jesus redete, und Musik vom Bläserensemble des Würzburger Matthias-Grünewald-Gymnasiums: Erfrischend vielfältig und doch als stimmige Einheit hat sich der ökumenische Kiliani-Gottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung am Mittwochabend, 9. Juli, im Würzburger Kiliansdom erwiesen. Rund 120 Personen verschiedener christlicher Konfessionen nahmen an der Feier unter der Überschrift „Pilger der Hoffnung“ teil.</p><p>„Wie viel Hoffnung ist denn hier im Raum?“, fragte die evangelische Pfarrerin Tanja Vincent zu Beginn und bemerkte begeistert, dass sich niemand bei „keine Hoffnung“ meldete. Die evangelische Pfarrerin Angelika Wagner, Pfarrer Dr. Harald Fritsch, Bethelehem Zeleke-Dawit von der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde und Pastor i. R. Klaus-Dieter Gerth von der alt-katholischen Kirche trugen mit verteilten Rollen das Evangelium von den Emmaus-Jüngern vor.</p><p>„Hoffnung war gestern, heute herrscht der Kater der Ernüchterung“, deutete Christoph Schmitter, Pastor der CityChurch in Würzburg, den Weg der Emmaus-Jünger weg aus Jerusalem. Ähnlich gehe es heute vielen, die noch vor 20 Jahren geglaubt hätten, dass vieles besser werde. „Vielerorts hat tatsächlich die Unvernunft höchstselbst das Steuer übernommen.“ Es sei leicht, die Jünger zu kritisieren, die den Hoffnungsträger Jesus nicht erkennen, der neben ihnen geht. „Aber ganz schwer besser zu machen, verliert man sich im Newsfeed der schlechten Nachrichten und persönlichen Zukunftsahnungen.“</p><p>Oft erst im Rückblick sähen die Jünger, aber auch viele Gläubige der Gegenwart, dass Gott als Begleiter da war, auch wenn sie ihn weder gesehen noch erkannt hätten. „Offensichtlich läuft Gott nicht weg“, erklärte der griechisch-orthodoxe Erzpriester Martinos Petzolt. Wenn die eigenen Erwartungen enttäuscht würden, seien immer die anderen schuld. „Wer kommt auf die Idee, dass seine eigenen Erwartungen falsch waren?“ Nichts anderes versuche Jesus auf dem Weg zu erklären.</p><p>Im christlichen Glauben sei die Verheißung, dass Gott den Tod in Leben verwandelt, zentral, erläuterte Schmitter. Denn das habe er in der Auferstehung schon einmal getan. „Wenn Gott wirklich da ist, sind wir Menschen, die eine Zukunft haben.“ Schließlich setzten sich die Emmaus-Jünger mit dem Fremden an den Tisch. „Wo man sich mit Fremden zu Tisch setzt, ist die Zukunft noch nicht aufgegeben“, betonte der Pastor. Am Ende erinnerten sich die beiden wieder an die Zuversicht, die unterwegs in ihren müden Herzen aufflackerte. Die Hoffnung sei eben doch nicht totzukriegen – „oder wird von Christus täglich in mir auferweckt, weil seine Worte leise in die Asche meiner Frustration pusten und die Glut für Gottes Möglichkeiten – trotz allem – neu entfachen?“.</p><p>Das Erleben der Gegenwart Gottes geschehe „nicht beim Reden, nicht beim Hören, nicht bei der Schriftauslegung, nicht beim Belehren, nicht beim Predigen – und sei die Predigt noch so lang. Beim Erleben der Gegenwart Christi im Brotbrechen erkennen die Jünger den Herrn“, betonte Petzolt. Kilian, Kolonat und Totnan hätten sicherlich auch fleißig gepredigt, auch wenn das für die Iren in Franken sicherlich nicht einfach gewesen sei. „Aber sie waren auch und zuerst Liturgen.“ Derselbe Christus aus dem Emmaus-Evangelium sei real genauso gegenwärtig, „wenn auch wir wie er das Brot nehmen, danksagen, brechen und reichen“. Das Pilgern sei dann nicht nur ein Weg, nicht nur eine unbestimmte Hoffnung, sondern habe ein Ziel: Christus.</p><p>Nach Fürbitten, die von Vertretern weiterer Kirchen vorgetragen wurden, sprach zunächst Subdiakon Johann Ün das Vaterunser auf Aramäisch, ehe alle gemeinsam auf Deutsch beteten. Mit dem Friedensgruß und dem Schlusssegen endete die ökumenische Feier. Zuvor waren alle Gottesdienstbesucher eingeladen, auf Schmetterlingen aus buntem Papier für sich aufzuschreiben, welche Hoffnung sie beflügelt.</p><p>Bevor alle sich zum Nachklang auf dem Kiliansplatz austauschen konnten, lud Bischofsvikar Albin Krämer für den 13. bis 17. Mai 2026 zum 104. Deutschen Katholikentag nach Würzburg ein.</p><p>###GALERIE###</p><p class="western text-right"><em><span style="line-height:100%">mh (POW)</span></em></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2925/0744; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen</b></u></i><i>: Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66588</guid><pubDate>Thu, 10 Jul 2025 16:13:05 +0200</pubDate><title>Hände halten und Segen spenden</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/haende-halten-und-segen-spenden/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung besucht in der Kiliani-Wallfahrtswoche die Palliativstation des Krankenhauses Sankt Josef – Andacht mit Personal und Angehörigen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweinfurt </strong>(POW) „Wie geht es Ihnen?“ Freundlich lächelnd beugt sich Bischof Dr. Franz Jung über die zierliche, alte Frau, die in eine bunte Decke gehüllt in einer Art gepolstertem Liegestuhl im Andachtsraum liegt, und nimmt ihre rechte Hand. Sie ist Patientin auf der Palliativstation des Krankenhauses Sankt Josef in Schweinfurt. Heute fühlt sie sich fit genug, um an der Andacht teilzunehmen. Leise unterhält sie sich mit dem Bischof, dann streicht sie ihm mit der linken Hand sachte über den Arm. Im Rahmen der Kiliani-Wallfahrtswoche ist Bischof Jung am Mittwoch, 9. Juli, zu Gast in der Palliativstation, besucht Patientinnen und Patienten und feiert eine Andacht mit Personal und Angehörigen.</p><p>Den ganzen Tag schon sei bei den Patientinnen und Patienten eine „freudige Erwartung“ spürbar, sagt Judith Dümler, Gemeindereferentin am Krankenhaus Sankt Josef mit Schwerpunkt Palliativstation. Sie geht mit dem Bischof noch einmal kurz den Ablauf durch, bevor sie ihn hinauf in den Andachtsraum bringt. Dort haben sich bereits knapp 30 Menschen versammelt – Pflegepersonal, aber auch Angehörige und eine Patientin. „Wir freuen uns, dass Sie da sind. Es ist uns eine große Ehre“, begrüßt Stationsleiter Ralf Holzinger den Bischof.</p><p>Er habe früher immer gerne als Seelsorger die Palliativstation der Diakonissen in Speyer besucht, erzählt der Bischof. Es gebe keinen besseren Ort für das diesjährige Wallfahrtsmotto „Pilger der Hoffnung“. Paulus habe gesagt, dass die Hoffnung in Jesus Christus über den Tod hinaus trage, sagt Bischof Jung in seiner Ansprache. „Es gibt die kleinen Hoffnungen unseres Lebens und es gibt die großen Hoffnungen. Viele der kleinen Hoffnungen verändern sich im Laufe des Lebens oder wir müssen sie aufgeben, weil es anders kommt als gewünscht oder erwartet. Aber die große Hoffnung bleibt, dass am Ende alles gut wird. Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber für uns Christen stirbt sie nie.“</p><p>Das Leben auf der Palliativstation sei ein Auf und Ab, ein Wechsel von Gelassenheit und Verbitterung, Stärke und Hilflosigkeit, Angst und Zuversicht. „Es ist die große Kunst, das, was wir empfangen haben, wieder in die Hände des Schöpfers zu geben, in der Hoffnung, sich mit dem eigenen Lebensweg zu versöhnen.“ Er habe selbst mehrfach erleben dürfen, wie Menschen ihren Frieden schließen konnten. Am Ende des Lebens seien drei Dinge wichtig, sagt Bischof Jung: „Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit.“ Es gehe darum, an der Hand eines Menschen zu sterben, zu wissen, dass man diesen Weg nicht alleine gehe: „Sich jemandem zuwenden, ihn auffangen und begleiten, wie Sie das Tag für Tag tun.“ Am Ende der Andacht segnet der Bischof alle, die auf der Palliativstation arbeiten oder hier betreut werden. Dümler lässt eine Schale mit Blumensamenpäckchen herumgehen als „Hoffnungszeichen, damit die Hoffnung auch in unseren Herzen aufblühen darf“.</p><p>###GALERIE###</p><p>Dann beginnt der Bischof seinen Rundgang durch die Station. Sechs der insgesamt zehn Patientinnen und Patienten haben um einen Besuch gebeten. „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten“, scherzt die Frau, die schon in der Andacht war, als der Bischof zu ihr ins Zimmer kommt. Sie wünscht sich ein Gruppenfoto mit Bischof und ihrer Familie, die gerade zu Besuch ist.</p><p>Nicht allen Patienten geht es heute so gut. „Heute morgen war mein Vater noch fit und wir haben uns prima unterhalten“, sagt ein Angehöriger und macht Platz am Pflegebett. Der Bischof tritt heran und begrüßt den Mann. Dieser antwortet so leise, dass es kaum zu hören ist. „Die Palliativschwestern haben einen der wichtigsten Berufe, aber auch einen der schwersten“, sagt der Sohn noch zum Abschied. Eine alte Dame reagiert nicht mehr auf Ansprache. Der Bischof hält eine Zeit ihre Hand und segnet sie, während die Tochter ihr sanft über die Wange streicht. Eine andere Frau hatte erst Besuch von ihrer Enkelin, die ihr begeistert vom Kiliani-Gottesdienst für die Kommunionkinder erzählt und auch Bilder gezeigt habe. „Über 1400 Kinder waren da. Das war ein schönes Fest“, sagt Bischof Jung.</p><p>„Das ist das zweite Mal, dass ich einem Bischof die Hand gebe. Was möchten Sie wissen?“, wird der Bischof im nächsten Zimmer begrüßt. Er sei von Beruf Dachdecker gewesen, erzählt der alte Herr. Er freut sich sichtlich über den Besuch, scherzt mit dem Personal und mit dem Bischof. Als Bischof Jung ihn segnet, wird er still. Dann lächelt er und erklärt: „Mit dem Segen vom Bischof kann mir doch gar nichts passieren.“</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2925/0739; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Schweinfurt</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66586</guid><pubDate>Thu, 10 Jul 2025 15:30:56 +0200</pubDate><title>Ordensgemeinschaften als tragende Säule im Bistum</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/ordensgemeinschaften-als-tragende-saeule-im-bistum/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert Kiliani-Gottesdienst und würdigt Ordensleute und Missionare zur Kilianiwoche</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Ordensgemeinschaften hat Weihbischof Paul Reder als tragende Säule des kirchlichen Lebens gewürdigt. Seit den Anfängen mit Kilian, Kolonat und Totnan prägten Ordenschristen „Die Geschichte und die Geschicke der Diözese Würzburg maßgeblich mit“, erklärte er beim Kiliani-Gottesdienst für Ordenschristen und Missionare am Mittwochnachmittag, 9. Juli, im Würzburger Kiliansdom. In Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern oder Klöstern seien sie für viele „das Gesicht der Kirche“ gewesen. Rund 150 Personen feierten den Gottesdienst mit.</p><p>Der Weihbischof zog in seiner Predigt eine Verbindung zur biblischen Emmausgeschichte: Wie die Jünger Jesus unerkannt im Alltag begegneten, geschehe auch geistliche Berufung oft „nicht im Spektakulären“, sondern „im geduldigen Schritt für Schritt eines Weges“. Dabei brauche es ein Gespür dafür, dass Berufung „ein lebenslanger Weg ist, der nie einfach fertig ist“. Er warnte vor einer Gesellschaft, in der „das Spektakuläre und Außergewöhnliche alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen“.</p><p>Christliche Hoffnung hingegen sei keine Frage des positiven Denkens: „Optimismus ist eine Fähigkeit. Hoffnung gründet sich auf eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus.“ Weihbischof Reder rief dazu auf, dem Wort Gottes Raum zu geben: „Auch jeden von uns will er – trotz unserer trägen Herzen – täglich ansprechen.“ Er erinnerte zudem daran, dass echte Glaubensgemeinschaft ehrliche Kommunikation brauche, „die Belastendes und Bedrängendes nicht ausspart“. Jede Pilgerschaft – ganz gleich welches Ziel sie ins Auge fasse – sei auch immer eine Reise zu einem selbst. Wie die Emmaus-Jünger dürften die Gläubigen darauf vertrauen: „Der, der uns näher ist als wir uns selbst sind, lässt sich nicht nur am Ziel finden, sondern auf dem Weg – als Begleiter, der es versteht, Hoffnung zu wecken.“</p><p>###GALERIE###</p><p>Bei der Gabenbereitung brachten Ordensfrauen einen Anker, einen Wanderstab und ein Evangeliar als Symbole für wesentliche Vollzüge des gottgeweihten Lebens zum Altar. Weitere Ordensfrauen gestalteten mit Gesängen und Instrumentalstücken für Gitarre und Flöte den Gottesdienst musikalisch mit. Viele nutzten nach dem Schlusssegen die Gelegenheit zum Empfang eines Einzelsegens mit einem Reliquiar der Frankenapostel. Zuvor warb Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag 2026, für die Teilnahme an der bundesweiten Großveranstaltung, die vom 13. bis zum 17.&nbsp;Mai 2026 in Würzburg stattfindet. Eine Begegnung auf dem Kiliansplatz schloss sich an.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2925/0741; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Ordensreferat (nicht löschen!)</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Ordensgemeinschaften</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66580</guid><pubDate>Thu, 10 Jul 2025 15:07:25 +0200</pubDate><title>„Ohne Hoffnung ist alles provisorisch“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/ohne-hoffnung-ist-alles-provisorisch/</link><description>Weihbischof em. Boom feiert Wallfahrtsgottesdienst mit Gläubigen aus der Region Main-Rhön – Wallfahrerin: „Ich bin eigentlich jedes Jahr hier. Das ist mir einfach wichtig.“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Bad Kissingen/Bad Neustadt/Schweinfurt/Haßfurt </strong>(POW) Zeuge und Pilger der Hoffnung ist man nicht mit großen Sprüngen und Sprüchen. „In kleinen Schritten und mit leisen Worten gilt es, tagtäglich neu das Evangelium von der Liebe Gottes zu bezeugen.“ Dazu lüden Kilian und seine Gefährten ein, betonte Weihbischof em. Ulrich Boom am Mittwoch, 9. Juli, beim Kiliani-Wallfahrtsgottesdienst für die Region Main-Rhön. Rund 500 Gläubige feierten im Kiliansdom mit. Viele von ihnen kamen mit von den jeweiligen Dekanatsbüros organisierten Bussen nach Würzburg.</p><p>Jeder Mensch hoffe, erklärte der Weihbischof mit Blick auf das diesjährige Wallfahrtsmotto „Pilger der Hoffnung“ in seiner Predigt. Die Unvorhersehbarkeit der Zukunft jedoch rufe teilweise widersprüchliche Gefühle hervor: von der Zuversicht zur Angst, von der Gelassenheit zur Verzweiflung, von der Gewissheit zum Zweifel. „Pilger der Hoffnung“ lebten im Vertrauen darauf, dass in ihrem Leben etwas von dem aufscheine, was sie endgültig ersehnten: „Frieden, Geborgenheit, Angenommensein.“ Nicht ohne Grund spreche Papst Franziskus in seiner Autobiographie „Hoffe“ davon, dass ohne Hoffnung „alles, was wir tun, leblos, provisorisch oder ganz verloren“ sei. Sogar der Glaube werde dann sinnlos.</p><p>Derzeit herrsche vielerorts Hoffnungslosigkeit – zum Beispiel angesichts des Unfriedens im Osten Europas und den Krisengebieten im Orient. Ähnliches gebe es aber auch im nahen Umfeld. „Wie leben können mit dem Scheitern einer Beziehung? Wie leben können mit der Diagnose ‚unheilbar‘? Wie leben können mit dem Tod?“ Vor 50 Jahren sei im Kiliansdom die Würzburger Synode abgeschlossen worden. Manches davon sei inzwischen überholt, anderes warte noch auf Einlösung. Ein Dokument aber habe bis in unsere Tage seine Gültigkeit behalten. „Die Welt braucht keine Verdopplung ihrer Hoffnungslosigkeit durch Religion, sie braucht und sucht (Wenn überhaupt) das Gegengewicht, die Sprengkraft gelebter Hoffnung“, zitierte Weihbischof Boom aus dem Synoden-Beschluss „Unsere Hoffnung – Ein Bekenntnis zum Glauben in dieser Zeit“.</p><p>Kilian, Kolonat und Totnan, an deren Zeugnis die Wallfahrtswoche jedes Jahr erinnere, seien wahrlich Pilger und Zeugen der Hoffnung gewesen. „Das Vertrauen auf Gott hat sie in unser Frankenland gebracht.“ Sie hätten fest darauf vertraut, dass Gottes Liebe selbst den Tod und alles Dunkel des Lebens überhole. „Damit sind die Probleme und Fragen des Alltags nicht weg. Aber mit dem Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi hat das Leben eine Orientierung und Perspektive“, betonte der Weihbischof.</p><p>Das Evangelium von den Seligpreisungen gehöre fest zur Kiliani-Wallfahrtswoche. Diese Seligpreisungen seien auch auf den Schärpen der kleinen Gestalten zu lesen, welche den Kiliansschrein in der Krypta des Neumünsters tragen. Dieser habe die Form eines Hauses und verweise so darauf, dass die Zukunft der Gläubigen darin liege, einmal bei Gott zuhause zu sein und endgültig geliebt und angenommen zu sein. „Wo wir die Seligpreisungen am Leib tragen, sie leben, und mag es noch so wenig sein, wird unsere Zukunft, unsere Hoffnung hochgehalten.</p><p>Am Ende des Gottesdiensts lud Dominik Großmann, Referent für den Katholikentag 2026, dazu ein, die Großveranstaltung in Würzburg vom 13. bis zum 17. Mai 2026 zu nutzen, um anderen Gläubigen zu begegnen, das Wort Gottes neu zu entdecken und miteinander Gottesdienst zu feiern. Nach dem Schlusssegen nutzten viele die Gelegenheit, sich einzeln unter Auflegen von Reliquien der Frankenapostel segnen zu lassen. Auf dem Kiliansplatz tauschten sich die Wallfahrer bei kühlen Getränken aus und besuchten den Infostand des Katholikentags.</p><p>„Ich bin eigentlich jedes Jahr an Kiliani hier. Das ist mir einfach wichtig“, erzählte Irmgard Werner aus Kleineibstadt (Dekanat Rhön-Grabfeld). Der Gottesdienst sei immer sehr feierlich, und sie schätze die Gemeinschaft, die zu erleben sei. Sie freute sich zudem sehr, Elke Breitenbach wiederzusehen, die sie kürzlich bei einer Romwallfahrt kennengelernt hat. Breitenbach kommt wie Marianne Hahn aus Oberleichtersbach (Dekanat Bad Kissingen). Für die beiden Rhöner Frauen war es eine gelungene Premiere bei der Kiliani-Wallfahrt. „Wir sind wie Irmgard mit dem Bus gekommen. Alles ist top organisiert. Am Nachmittag geht es wieder nach Hause, vorher haben wir noch Zeit für einen Bummel durch die Innenstadt.“</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2925/0740; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Rhön-Grabfeld</category><category>Schweinfurt</category><category>Haßberge</category><category>Bad Kissingen</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66563</guid><pubDate>Thu, 10 Jul 2025 11:41:26 +0200</pubDate><title>Hoffnung und Pilgerschaft gehören zusammen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/hoffnung-und-pilgerschaft-gehoeren-zusammen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Kiliani-Gottesdienst mit Priestern, Diakonen und hauptamtlichen Mitarbeitenden</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Ungelöste Konflikte haben enormes Sprengpotential und können dazu führen, dass sich eine Gemeinschaft auflöst. Das hat Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Gottesdienst für Priester, Diakone sowie hauptamtliche Mitarbeitende des Bistums Würzburg am Dienstag, 8. Juli, betont. Das zeige die biblische Erzählung von den Emmaus-Jüngern, die sich aufgrund von Irritationen aus der Gemeinschaft in Jerusalem verabschiedet hätten. Jesus, der unerkannt zu den beiden hinzukommt, eröffne einen Raum des Hinhörens und gebe eine Außenperspektive. „Jesus bleibt, wenn wir ihn einladen, bei uns einzukehren.“ Beim Brotbrechen werde aus dem Gast der Gastgeber. „Der Bann des Bösen, das uns Unausweichlichkeit suggeriert und den Konflikt auf Dauermodus stellt, ist gebrochen.“ Jesus ermögliche gerade im scheinbar sicheren Ende einen neuen Anfang. „Er schenkt im Tod das Leben“, betonte der Bischof. Im Würzburger Kiliansdom feierten rund 850 Gläubige den Pontifikalgottesdienst mit. Eigens wurde an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kolleginnen und Kollegen erinnert und für diese gebetet.</p><p>Im Anschluss waren alle zur Begegnung im Kilianeum eingeladen. Mitglieder der Mitarbeitervertretung (MAV) sowie Beschäftigte der Würzburger kirchlichen Tagungshäuser kümmerten sich um die Bewirtung. Zuvor warb Dominik Großmann, Referent für den Katholikentag 2026, für die Teilnahme an dem bundesweiten kirchlichen Großereignis in Würzburg vom 13.&nbsp;bis zum 17. Mai 2026.</p><p>In seiner Predigt erklärte Bischof Jung, das Motto der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche, „Pilger der Hoffnung“ mache deutlich: Hoffnung und Pilgerschaft gehörten zusammen. Hoffnung bedeute, noch nicht am Ziel zu sein, sondern sich nach einem Ziel auszustrecken in Erwartung, es auch zu erreichen. Die Emmaus-Erzählung weise nicht nur auf ungelöste Konflikte hin, sondern auch darauf, dass es gefährlich sei, Problemanzeigen einfach zu übergehen. Diese würden oft aus verschiedenen Gründen ignoriert: aus Bequemlichkeit, Rechthaberei, Tradition oder Hilflosigkeit – „eine gefährliche Strategie“.</p><p>Jesus gehe zuerst unerkannt mit den beiden Jüngern mit. „Er eröffnet den Raum für die Klage, er fragt nach, hört zu. Im Erzählen wird das Problem überhaupt erst greifbar.“ Als Bischof sei er allen dankbar, die Räume des Hinhörens eröffneten: in den Gremien und Pfarreien, in der geistlichen Begleitung, im Mitarbeiterjahresgespräch, bei der MAV, der Gemeindeberatung, der Supervision und dem Coaching. Jesus versuche konsequent, die Perspektive der Emmaus-Jünger zu weiten und sie aus ihrem Tunnelblick herauszuführen. „Eure kleine Hoffnung wurde enttäuscht, wie so oft im Leben, aber es gibt eine größere Hoffnung, die besagt, dass in jedem Konflikt auch Potential für etwas ganz Neues und Anderes steckt.“</p><p>Nachdem Jesus den Jüngern diesen Pfad gewiesen habe, hätten die beiden gespürt, dass sie ihn noch nicht gehen lassen wollen, und luden ihn zum Bleiben ein. „Und das Wunder geschieht: Aus dem Gast wird plötzlich der Gastgeber, der das Brot bricht und das Mahl der Versöhnung feiert.“ Es gehe nicht darum, sich beleidigt zurückzuziehen oder sich in Schuldzuweisungen zu ergehen. Gott gehe gerade die krisenhaften Wege mit. „Er schenkt wirklich Auferstehung und nicht nur Wiederbelebung des Alten, weil wir im Idealfall alle über uns hinausgewachsen sind und neu zueinander gefunden haben, so wie die Emmaus-Jünger.''</p><p>Hoffnung verändere sich daher im Prozess immer wieder. „Sie beißt sich nicht fest, sondern richtet sich konsequent auf Jesus hin neu aus.“ Auch die Menschen würden durch die Hoffnung verändert. „Wir wachsen gemeinsam an und in den Herausforderungen.“ Diese Hoffnung auf Verwandlung verändere letztlich auch die Welt, „der wir das Zeugnis der Hoffnung schuldig sind“, wie Bischof Jung hervorhob.</p><p>Für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts sorgte unter anderem das Bläserensemble des Bischöflichen Ordinariats unter der Leitung von Bläserreferent Dekanatskantor Karl-Heinz Sauer.</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2925/0737; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66558</guid><pubDate>Thu, 10 Jul 2025 09:07:48 +0200</pubDate><title>„Im Lebensende liegt ein neuer Anfang“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/im-lebensende-liegt-ein-neuer-anfang/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert Kiliani-Gottesdienst im Juliusspital Hospiz Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Gemeinsam mit Pfarrer Bernhard Stühler von der Juliusspitalpfarrei hat Weihbischof Paul Reder am Mittwoch, 9. Juli, einen Kiliani-Gottesdienst in der Kapelle der Ritaschwestern am Juliusspital Hospiz in Würzburg gefeiert. Nach dem Gottesdienst besuchte er das Hospiz und tauschte sich mit Mitarbeitenden und Gästen aus.</p><p>In seiner Predigt sprach der Weihbischof über die Bedeutsamkeit von Hospizarbeit. „In der Emmausgeschichte begegnen uns Elemente, die nicht nur für unsere Glaubenslehre, sondern auch für die Hospiz bedeutend sein können. Beispielsweise, dass der Lebensweg von Menschen von Trauer, Abschied und Trostlosigkeit geprägt sein kann.“ Diese Erfahrung präge auch die Jünger. Der Apostel Paulus setze im Römerbrief ein Lebenszeichen der Hoffnung. „Eine Hoffnung, die nicht enttäuscht, weil sie sich als eine unbesiegbare Lebenskraft erweist. Der Auferstandene teilt sie uns mit.“ Diese Hoffnung gelte insbesondere für schwerkranke Menschen, die eine besonders einfühlsame Begleitung brauchen. „Die heutige Hospizbewegung legt ein Augenmerk darauf, dass Menschen gut begleitet werden. Nicht nur medizinisch, sondern ganzheitlich. Auch das Eingehen auf Wünsche und besondere Bedürfnisse gehört zur Würde.“ Jesus bestärke die Jünger, aufzubrechen und mit anderen die Erfahrung der Hoffnung zu teilen. „Hoffnung, die sich einen Weg durch die Enttäuschung hindurch gebahnt hat. Am Ende der Geschichte steht ein Anfang, am Ziel ein neuer Aufbruch.“ Der christliche Glaube bilde eine wertvolle Ressource als Wegbegleitung. „Die Würde eines jeden Menschen ist auch auf seinem Lebensweg bis zuletzt zu achten. Hospizarbeit verdient daher besondere Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Dank. Weil sie Menschen im Sterben mit dem Geheimnis des Lebens in Berührung bringt.“ Es ginge darum, auch den letzten Lebensweg gemeinsam zu gehen. „Im Lebensende liegt ein neuer Anfang. Darum sind wir Pilger der Hoffnung über den Tod hinaus.“</p><p>Im Anschluss besuchte der Weihbischof das Hospiz. Er begrüßte die Pflegekräfte und sprach im Wintergarten mit Mitarbeitenden. Hospizleiterin Sibylla Baumann erzählte von der Arbeit im Hospiz: „Wir versuchen, breitflächig Dinge anzubieten, die für die Menschen hier möglich sind.“ Regelmäßig kämen Ehrenamtliche, um frisch zu kochen. „Es geht um Gemeinschaft. Aber es ist eine reine Angebotshaltung. Es wird niemand gezwungen, irgendetwas anzunehmen.“ Man wolle die Eigenständigkeit so lange wie möglich erhalten. „Die Würde ist immer im Blick. Der Gast soll merken: Ich bin etwas Besonderes. Unser Pflegepersonal strahlt Herzensgüte aus. Das ist sehr wichtig neben den fachlichen Kompetenzen.“</p><p>###GALERIE###</p><p>Momentan seien viele Gäste im Hospiz, die Kinder, teils im Grundschulalter, haben. „Ein Kind zu begleiten, das einen Elternteil sterben sieht, ist nicht leicht. Wie gehen wir mit dem Tod um, damit wir ihn gut mit ins Leben nehmen?“ Schwester Carmen Fuchs sei jederzeit für die Kinder und Angehörigen da. „Wir versuchen, die Krisenintervention auf verschiedene Schultern zu verteilen, weil es oft sehr viel Leid und Schmerz gibt. Da ist es gut, jemanden von seelsorgerischer Seite dabei zu haben. Sowohl Pfarrer Stühler als auch Schwester Fuchs.“ Momentan leben neun Gäste im Haus, davon seien zwei Muslime. Es sei interessant, sie in ihrer Religion zu begleiten. Es gäbe beispielsweise einen Raum für rituelle Waschungen.</p><p>Der Weihbischof fragte auch nach der Personalgewinnung für das Hospiz. In diesem Jahr würden nicht alle zwölf verfügbaren Betten, sondern nur zehn Betten belegt, weil es an Fachpersonal mangele. „Das zeichnet die Stiftung aus, dass wir nicht auf Quantität, sondern Qualität achten. Wir können das Sterben nicht üben, es passiert nur einmal. Deshalb muss es würdevoll sein.“ Weihbischof Reder dankte für den Einsatz: „Ein großes Kompliment an Sie alle. Von außen ist es ein normales Haus, aber innen wird deutlich, dass es ein segensreiches Haus ist. Es ist ein besonderer Dienst, der mit dem christlichen Grundauftrag zu tun hat. Danke für das Engagement und die Begleitung.“</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/204-hoffnungsort-hospiz/embed?context=external&amp;token=stO8dMmzJ-ye3M-ejxmn4g" style="border: 0" border="0" height="255" width="100%"></iframe></p><p>Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken erhielt der Weihbischof einen handgefalteten Papierkranich. Der Kranich habe starken Symbolcharakter, da er jedem Angehörigen nach dem Tod eines Gasts mitgegeben werde und den Namen des Verstorbenen trage.</p><p>Zum Abschluss besuchte Weihbischof Reder eine 93-jährige Frau, die gebürtig aus Stadtschwarzach stammt und in Mainbernheim aufgewachsen ist. Die beiden unterhielten sich und hielten sich an den Händen. Als der Weihbischof ihr den Segen spendete, bat er auch sie, ihn zu segnen.</p><p class="text-right"><em>&nbsp;jr (POW)</em></p><p>(2925/0733; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66549</guid><pubDate>Wed, 09 Jul 2025 17:57:31 +0200</pubDate><title>„Die Fahne der Hoffnung hochhalten“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/die-fahne-der-hoffnung-hochhalten/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert Kiliani-Pontifikalgottesdienst für die Katholischen Erwachsenenverbände – Dr. Cordula Gerlach vom KDFB Haßberge: Sich wie Abraham auf den Weg machen und auf Gott vertrauen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Ein farbenfrohes Bild haben die Fahnen der Katholischen Erwachsenenverbände am Dienstagabend, 8. Juli, im Würzburger Kiliansdom geboten. Weihbischof Paul Reder feierte den Kiliani-Wallfahrtsgottesdienst mit rund 400 Frauen und Männern. „Die Fahnenabordnungen zeigen, welche Fahne Ihr hochhaltet – die Fahne der christlichen Hoffnung in einer Welt und Zeit, die oftmals so entmutigend und hoffnungslos ist“, sagte der Weihbischof in seiner Begrüßung.</p><p>Ein Verband zu sein bedeute, verbunden zu sein, sich zu verbinden, am gleichen Strang zu ziehen und das gleiche Ziel vor Augen zu haben, sagte Dorothea Schömig, Diözesanvorsitzende des Kolpingwerk Diözesanverbands Würzburg, im Eingangsimpuls. Das gelte über Verbandsgrenzen hinweg: „Alle Verbände wollen Kirche und Gesellschaft mitgestalten, und sie schaffen es noch besser, wenn sie sich miteinander verbinden.“</p><p>Aus Sicht der Verbände machte sich Dr. Cordula Gerlach, Regionalvertreterin für die Region Haßberge im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) Diözesanverband Würzburg, Gedanken zur Lesung aus dem Buch Genesis. Darin fordert Gott Abraham auf, alles zusammenzupacken und mit seiner Familie in ein anderes Land zu ziehen. „Was hat diese jahrtausendealte Geschichte mit uns zu tun?“, fragte Gerlach. Als „Pilger der Hoffnung“ würden viele Menschen kurze oder lange Pilgerreisen unternehmen, mit bereichernden und neuen Impulsen, aber danach wieder in ihr altes Leben zurückkehren. „Abraham dagegen hat Heimat und Freunde verlassen im festen Glauben und Vertrauen zu Gott.“ So wie Abraham, der in der Lesung bereits 75 Jahre alt ist, seien auch die Mitglieder der Verbände „mehr oder weniger“ in einem fortgeschrittenen Alter, stellte Gerlach fest. Alle Verbände eine zudem der Mitgliederschwund. Abraham aber habe nicht mit seinem hohen Alter argumentiert oder andere vorgeschoben, sondern sich ins Ungewisse aufgemacht, sich in der Fremde auf andere Völker und Sitten eingestellt. Immer wieder habe er auf Gottes Wort gehört, daran geglaubt und darauf vertraut. „Vertrauen wir auf unsere Erfahrungen? Halten wir an unseren Traditionen fest? Können wir aufbrechen, wie Abraham es tat? Was kann dem geschehen, der einen solchen Glauben hat?“ Abschließend zitierte Gerlach als Appell einen Liedtitel aus dem „Troubadour für Gott“: „Lass mich an dich glauben!“</p><p>„Ich möchte Sie jetzt zu einer geistlichen Erfahrung einladen“, nahm Weihbischof Reder den Faden auf. Er forderte die Frauen und Männer auf, sich einen Augenblick der Stille zu nehmen, „um in unsere Herzen hineinzuhorchen, was Gott jetzt zu uns spricht. Teilen wir dann, wenn wir wieder in unseren Heimatorten sind, in den Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen, einander dieses Wort der Hoffnung mit.“ Eine Minute lang herrschte im Dom konzentriertes Schweigen.</p><p>Bei den Fürbitten brachten Vertreterinnen und Vertreter der Verbände symbolisch Gaben vor den Altar. Ein Kolpingwürfel aus ineinander verschlungenen orangefarbenen und schwarzen Seiten stand für das Miteinander aller Generationen, in dem alle ihren Platz haben. Mit dem blauen Schal des KDFB war die Bitte für mehr Frauengerechtigkeit in Politik, Gesellschaft und Kirche verbunden. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hatte ein Kugellager mitgebracht als Zeichen für den Kampf um faire Arbeitsbedingungen und ein christliches Miteinander in der Arbeitswelt. Mit einer Trommel warb die Katholische Landvolkbewegung (KLB) für Solidarität und Geschwisterlichkeit über Grenzen hinweg. Versöhnung und Völkerverständigung waren die Anliegen der Ackermann-Gemeinde, die eine Nagelkreuzplakette und eine Kerze brachte.</p><p>Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten viele Gläubige das Angebot, sich unter Auflegen von Reliquien der Frankenapostel segnen zu lassen. Auf dem Kiliansplatz konnten die Gottesdienstbesucher das Gespräch mit Weihbischof Reder und Bischof Dr. Franz Jung suchen und sich am Stand des 104.&nbsp;Deutschen Katholikentags über die Großveranstaltung vom 13. bis zum 17. Mai 2026 in Würzburg informieren.</p><p>###GALERIE###</p><p>Der Gottesdienst kam bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut an. „Sehr schön und kurzweilig“, „Anders als die anderen Wallfahrtsgottesdienste“, „Schön, dass die Verbände so stark eingebunden waren“, war zu hören. Auch Selbstbewusstsein war zu spüren. „Unser Verband steht für Verbundenheit und Zusammenhalt. Das ist das, was vielen jungen Menschen verloren gegangen ist“, sagten beispielsweise Barbara Pfeuffer und Hans Georg Schmidt vom Vorstand der Kolpingsfamilie Ochsenfurt. Man müsse sie von den sozialen Medien wieder in die reale Welt bringen, sagte Schmidt: „Verbände und Vereine können da Schwung reinbringen.“ Gerade in Ochsenfurt gebe es viele Vereine und Angebote für die Jugend, ergänzte Pfeuffer.</p><p>Tendenziell seien christliche Angebote „nicht mehr so attraktiv“, stellte Monika Zull vom Vorstand des KDFB-Zweigvereins Grafenrheinfeld fest. Trotzdem versuche man, ein gutes Jahresprogramm zu gestalten, das auch Nichtmitglieder anspricht. „Die Maiandacht im Freien beispielsweise wird sehr gut angenommen, da kommen auch Familien mit Kindern“, sagte ihre Vorstandskollegin Ulrike Then.</p><p>„Über den Sport können wir immer noch eine Brücke zur Kirche schlagen“, erklärte Michaela Gahr, eine der Vorsitzenden des DJK Diözesanverbands Würzburg. Die drei Säulen des Verbands seien Kirche, Gemeinschaft und Sport. „Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Wir haben auch in der Antirassismus-Debatte klar Position bezogen.“ Der christliche Aspekt spiele eine große Rolle. Ehrenvorsitzender Edgar Lang sprach von einem Mitgliederzuwachs bei Kindern und Jugendlichen. „Zum Sport gehen die Menschen. Wenn wir es schaffen, sie für das christliche Werteverständnis zu interessieren, dann tun wir damit etwas für die Kirche im Bistum wie auch für den Glauben und die Kirche insgesamt.“ Mit Kinder- und Sportgottesdiensten könne man Menschen erreichen.</p><p>Die KLB sei ein verbindendes Element im Ort, sagte Claudia Mack vom Vorstand der KLB Euerfeld. Der Verband mache viele Angebote für alle Generationen, unabhängig davon, ob man Mitglied sei oder nicht. „Niemand wird ausgeschlossen“, betonte Schriftführerin Melanie Kemmerer. Mack nannte als Beispiel die Aktion „Alt trifft Neu“. Dabei habe man „alte“ und „neue“ Bewohner zu einem gemeinsamen Gang zu einem Kreuz eingeladen, das außerhalb vom Ort aufgestellt war. „Wir haben ein gemeinsames Picknick gemacht. Es kamen rund 100 Menschen.“</p><p>Die Ackermann-Gemeinde Würzburg bemühe sich vor allem um Verständigung zwischen Tschechien und Deutschland, sagte stellvertretende Vorsitzende Martina Bachmann. „Wer Krieg erlebt hat, weiß, dass das nie wiederkommen darf.“ Gabriele Meinert nannte als Beispiel die Unterstützung für die Renovierung von Kirchen, die ansonsten dem Verfall preisgegeben seien. Beide lobten die Impulse, die der Gottesdienst gegeben habe.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2925/0735; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66484</guid><pubDate>Tue, 08 Jul 2025 13:14:55 +0200</pubDate><title>„Es geht doch, weil Gott mitgeht“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/es-geht-doch-weil-gott-mitgeht/</link><description>Weihbischof em. Ulrich Boom feiert Kiliani-Gottesdienst für Region Aschaffenburg und die Pfarrhausfrauen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Noch vor Beginn des Gottesdienstes kam die Ansage: „Die Elektronik der Orgel hat leider versagt.“ Dadurch wurde die Pontifikalmesse, die Weihbischof em. Ulrich Boom am Dienstag, 8.&nbsp;Juli, anlässlich der Kiliani-Wallfahrtswoche mit rund 400 Wallfahrerinnen und Wallfahrern aus der Region Aschaffenburg und Pfarrhausfrauen aus dem gesamten Bistum im Würzburger Kiliansdom feierte, zu einer besonderen Feier. Alexandra Eck, Referentin für die Dompastoral, und Organist Sven Geier führten als Kantorin und Kantor musikalisch durch den Gottesdienst.</p><p>Es herrschte andächtige Stille, als die Zelebranten den Einzug begannen. Dann sang die Gemeinde das Lied „Wir rufen an den teuren Mann – Sankt Kilian. Dich loben, dir danken deine Kinder in Franken, Sankt Kilian“.</p><p>„Ich freue mich, dass wir am heutigen Kilianstag gemeinsam feiern“, begrüßte Weihbischof Boom die Gemeinde. „Bei uns ist heute Pater Silverius Mwingira aus dem Partnerbistum Mbinga. Auch in der Kathedrale in Mbinga wurde das Kiliansfest vor einigen Tagen gefeiert. Sie hatten das Problem mit der Orgel aber nicht, weil sie Trommeln hatten.“ Gelächter erklang im Dom.</p><p>„Wir wollen Gott danken, dass wir durch die Frankenapostel Kilian und seine Gefährten und durch viele andere Menschen in den Fragen unseres Lebens nicht allein gelassen sind, sondern durch Jesus wissen: Gott geht mit“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt. Hoffnung lebe im Herzen jedes Menschen. Die Hoffnung würde jedoch durch persönliche Krisen erschüttert. „Wir sind Pilger der Hoffnung, unterwegs in unserer Lebenszeit in der Hoffnung, dass einmal alles zu einem guten Ende kommt.“ Wo keine Hoffnung mehr sei, lohne es sich nicht zu leben. Der Weihbischof nannte die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan ein Zeugnis gelebter Hoffnung. Sie seien nach Würzburg gekommen, um das Evangelium in ihrem Wirken und ihrer Lebensart zu bezeugen. „Das Gottvertrauen hat sie in unser Frankenland gebracht.“ Die Botschaft der Heiligen sei eindeutig: „Gottes Liebe überholt selbst den Tod, alles Dunkel unseres Lebens.“ Damit seien die Alltagsprobleme nicht weg, aber Jesus Christus biete Orientierung und Perspektive für das Leben.</p><p>Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, lud die Wallfahrerinnen und Wallfahrer zum 104.&nbsp;Deutschen Katholikentag im kommenden Jahr in Würzburg ein. Der Katholikentag steht unter dem Motto „Hab Mut, steh auf.“ Krämer sagte: „Sie sind eingeladen, Menschen zu treffen, andere Perspektiven kennenzulernen und sich mit Ihrer Meinung einzubringen. Die fünf Tage bringen ein buntes und vielfältiges Kulturprogramm. Feiern wir miteinander das Leben und unseren Glauben.“</p><p>Der Weihbischof sagte am Ende des Gottesdienstes: „Wir merken: Es geht auch ohne die große Orgel. Das erinnert mich an ein Ehepaar. Der Mann ist schwer dement und sagt nur noch: ,Es geht doch.‘ Wir dürfen als Christen noch dazusetzen: Es geht doch, weil Gott mitgeht.“</p><p>Im Anschluss an die Pontifikalmesse lud Weihbischof Boom zu Begegnung und Getränken auf dem Kiliansplatz ein. Auch ein Stand des Katholikentags wurde aufgebaut. Pater Kilian Deppisch und Diakon Bernhard Elser spendeten den Einzelsegen vor dem Reliquiar.</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right">jr (POW)</p><p>(2825/0728; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66482</guid><pubDate>Tue, 08 Jul 2025 12:45:43 +0200</pubDate><title>Hoffnungsträger für die Gesellschaft werden</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/hoffnungstraeger-fuer-die-gesellschaft-werden/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Räte und Politiker – „Christliche Hoffnung ist kein billiges populistisches Versprechen“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Der Satz „So wahr mir Gott helfe“ ist nach den Worten von Weihbischof Paul Reder mehr als nur ein netter Zusatz bei der Eidesformel für Politiker. „Er ist Ausdruck dafür, dass wir im Vertrauen auf Gott Hoffnungsträger sein dürfen. Wir dürfen vertrauen, dass es uns mit seiner Hilfe gelingt, Krisen gemeinsam zu meistern“, sagte der Weihbischof beim Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Frauen und Männer, die sich in Politik und Kirche für andere engagieren. Christinnen und Christen seien berufen, Krisen nicht mit Gleichgültigkeit oder dem Rückzug ins Privatleben zu beantworten. „Es gilt, unsere Gesellschaft durch neu geschenkte Hoffnungspotentiale aktiv mitzugestalten“, betonte der Weihbischof. Rund 900 Personen nahmen an der Feier im Würzburger Kiliansdom am Montagabend, 7.&nbsp;Juli teil.</p><p>Bischof Dr. Franz Jung überreichte am Ende des Gottesdiensts im Namen von Papst Leo vier Männern für ihre Anstrengungen in und für die Kirche jeweils den päpstlichen Silvesterorden (<a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/vier-paepstliche-silvesterorden-verliehen/" target="_blank" class="external-link">siehe eigener Bericht</a>). Bis nach Einbruch der Dunkelheit dauerte die Begegnung der Gottesdienstbesucher mit Bischof, Weihbischof und weiteren Mitgliedern der Diözesanleitung auf dem Platz zwischen Dom und Neumünster an. Vor allem Bischof Jung wurde vielfach auf Gruppenbilder eingeladen. Viele nutzten die Gelegenheit, sich am Stand des 104. Deutschen Katholikentags auf dem Kiliansplatz über die Großveranstaltung vom 13. bis zum 17. Mai 2026 in Würzburg zu informieren. Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, lud vor dem Schlusssegen zur Teilnahme ein. Viele Gläubige nutzten am Ende des Gottesdiensts das Angebot, sich unter Auflegen von Reliquien der Frankenapostel segnen zu lassen.</p><p>Hoffnung sei eine Kraft, die Menschen zu neuen Ufern aufbrechen lasse, sagte Weihbischof Reder in seiner Predigt. Das werde an Kilian und seinen Gefährten deutlich. Motivation für ihren Aufbruch aus der vertrauten Klostergemeinschaft und das Verlassen der irischen Heimat sei nicht Abenteuerlust gewesen. „Vielmehr war damit die Hoffnung verbunden, dort in der Fremde Jesus und seiner Frohen Botschaft besonders nahe zu sein.“ Um Christi willen hätten sie vor allem auf dem europäischen Festland Zeugnis von der Hoffnung gegeben, die ihr eigenes Leben erfüllte. Diese Hoffnung sei kein Zweckoptimismus oder positives Denken gewesen. Schon Paulus habe in seinem Brief an die Gemeinde in Rom dargelegt, dass diese Hoffnung in Erfahrungen begründet liegt, die bereits bewältigt wurden. „Aus Bedrängnis kann so durch Geduld und Bewährung eben auch Hoffnung wachsen.“ Im politischen Alltag stelle sich häufig die Frage: „Gehe ich den Weg einer begründeten Hoffnung, die auf dem Boden der Erfahrung wächst, dass sich auch schwierige Etappen meistern lassen, oder ergebe ich mich dem zufälligen Fatalismus?“</p><p>Christliche Hoffnung sei kein billiges populistisches Versprechen. Sie nehme vielmehr in den Blick, was die Erfahrung des bisherigen Weges sei. Aktuell gebe es in den Bereichen Bildung, Pflege, Energie, Klima oder Verteidigung viele Notstände, deren Ursachen komplex seien und für die es keine schnellen Lösungen gebe. Das Evangelium von den Emmaus-Jüngern verdeutliche: In Jesu Gegenwart sei „der Ernstfall des Kreuzes nicht der Schlussstrich Gottes“. Hoffnung keime dort auf, „wo alle Grenzerfahrungen an Zweifeln, Krisen, Abgründen und vernichtenden Urteilen zum Teil eines Weges werden, der nicht in den Abgrund führt“. Das Mahl, in dem der Weg der Emmaus-Jünger sein Ziel finde, stehe dafür. „Jetzt gelingt auch ihnen ein Perspektivwechsel, um Erlebtes neu einzuordnen und ein neues Übergewicht der Hoffnung zu spüren, dass sie sogar aufbrechen lässt, um mit denen in Jerusalem ihre Hoffnung zu teilen, die sie wenige Stunden zuvor enttäuscht verlassen hatten.“</p><p>Bei den teilnehmenden politischen Amtsträgern kam die Botschaft der Predigt gut an. „Wichtig fand ich den Hinweis auf Gottes Hilfe“, erklärte Landtagsabgeordnete Dr. Andrea Behr. Als Politiker sei man oft in Versuchung, die Macht einzusetzen, die einem gegeben sei. „Aber die ganze Macht nützt nichts, wenn es nicht mit Gottes Hilfe geschieht. Mit Gottes Hilfe kann ich auch die Demokratie stärken. Ich glaube, darauf sollten wir uns mehr besinnen.“ Sie selbst erlebe im Alltagsgeschäft täglich Hoffnung. „Zum Beispiel jetzt in Würzburg mit der Firma Brose. Wir haben jetzt ein neues Konzept, mit dem wir die Arbeitsplätze für 1400 Mitarbeiter zukunftsfähig machen.“ Ihr Landtagskollege Björn Jungbauer zeigte sich nach dem Gottesdienst davon beeindruckt, wie viele ehrenamtlich engagierte Menschen dabei waren. Er habe es als sehr passend empfunden, wie der Weihbischof die Geschichte von den Emmaus-Jüngern auf die Gegenwart hin gedeutet hat. „Deswegen hat mich der Gottesdienst heute auch wieder beeindruckt und natürlich auch bewegt.“ Hoffnung sei im Alltag in vielen kleinen Dingen zu finden.</p><p>Der Landtagsabgeordnete Paul Knoblach wertete die Aussage von Weihbischof Reder zum Eideszusatz als „eine tolle Anregung, die nehme ich mit nach Hause“. Hoffnung erlebe er im politischen Alltag ganz konkret, „wenn ich mich Kolleginnen und Kollegen im Landtag, auch in anderen Fraktionen und Parteien, eine schließe ich aber ausdrücklich aus, gut verstehe – und umgekehrt genauso.“ Schweinfurts Landrat Florian Töpper zeigte sich dankbar dafür, dass am Gottesdienst so viele Menschen teilnahmen, „die gerade auch ehrenamtlich für die Strukturen in unserem Land, für das Funktionierende stehen. Und ich glaube, darüber gilt es zu sprechen, dass viel mehr, als wir uns das oftmals bewusst machen, in unserem Land sehr gut funktioniert.“ Bei der Einladung zum Katholikentag sei auch die Bedeutung der christlichen Werte für die Demokratie angesprochen worden. „Insofern sind wir auf einem guten Weg.“ Hoffnung mache Töpper, dass Menschen für das Werben, sich in die Demokratie einzubringen, ansprechbar seien. „Es ist schon so, dass wir nicht nur in den sozialen Medien unterwegs sind, sondern tatsächlich auch ernsthafte Begegnungen erleben dürfen.“</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2825/0726; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet </em></p>

]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66481</guid><pubDate>Tue, 08 Jul 2025 11:43:13 +0200</pubDate><title>Vier päpstliche Silvesterorden verliehen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/vier-paepstliche-silvesterorden-verliehen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung überreicht im Namen von Papst Leo Auszeichnungen an Norbert Baumann, Dr. Harald Ebert, Hans-Georg von Mallinckrodt und Professor Dr. Klaus Reder – Überdurchschnittliches Engagement gewürdigt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Schweinfurt/Gamburg </strong>(POW) Für vielfältiges ehrenamtliches Engagement in der Kirche von Würzburg hat Bischof Dr. Franz Jung am Montagabend, 8. Juli, beim Kiliani-Gottesdienst für Räte und Politiker Norbert Baumann (Schweinfurt), Dr. Harald Ebert (Würzburg), Hans-Georg von Mallinckrodt (Gamburg) sowie Professor Dr. Klaus Reder (Würzburg) im Namen von Papst Leo den päpstlichen Silvesterorden verliehen. „Ihr jeweiliges Engagement verdient unser aller Dank und Anerkennung. Als Bischof ist es mir daher eine große Freude, dass der Heilige Vater meinem Vorschlag entsprochen hat, Ihre Verdienste in besonderer Weise zu würdigen“, sagte der Bischof. Die Geehrten stünden zudem stellvertretend für viele im Bistum.</p><p><strong>Norbert Baumann</strong> prägte den Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg ein Vierteljahrhundert lang. Von 1982 bis 2006 gehörte er dem höchsten Laiengremium der Diözese ohne Unterbrechung an, ab 1998 als Vorsitzender. „Es war Ihnen, Herr Baumann, in den vielen Jahren Ihres Wirkens ein Anliegen, der Kirche etwas zurückzugeben, die wiederum Ihnen von Kindesbeinen an viel mitgegeben habe, wie Sie sagten“, erklärte Bischof Jung. Über den Diözesanrat hinaus engagierte Baumann sich im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Vom Landeskomitee der Katholiken in Bayern wurde er 2023 mit der Franz-Eser-Medaille ausgezeichnet. „Ausschlaggebend hierfür war insbesondere sein intensives Engagement im Verein Donum Vitae Bayern.“ Dieses habe Baumann nie als Ausdruck der Polarisierung verstanden, sondern „stets als konkretes Zeichen der Unterstützung schwangerer Frauen“. Auch auf der Ebene seiner Schweinfurter Heimatpfarrei Maximilian Kolbe habe er sich über Jahre eingebracht, unter anderem als Mitglied von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung. Stets habe Baumann seine Kompetenzen eingebracht, indem er die Anliegen der Laien gegenüber Kirchenleitung und Öffentlichkeit vertrat. Aufgrund seiner Berufserfahrung als Richter habe er Sitzungen souverän geleitet und in herausfordernden Debatten besonnen und klug abgewägt. „Sie waren meinen Vorgängern insbesondere in juristischen Angelegenheiten eine wertvolle Hilfe.“</p><p>Seit vier Jahrzehnten hat <strong>Dr. Harald Ebert</strong> sich der Bildung und Ausbildung junger Menschen in Unterfranken verschrieben. Seit 2002 leitet er die Caritas-Don Bosco-Berufsschule in Würzburg. „,Seine‘ Schule hat er in herausragender Weise geprägt und zu einer profilierten Einrichtung gestaltet“, würdigte Bischof Jung. Die innovativen Konzepte nähmen stets Maß an den aktuellen Bedarfen junger Menschen, deswegen genieße Eberts Arbeit hohes Ansehen. Davon gebe der Deutsche Schulpreis Zeugnis, der seiner Einrichtung 2015 verliehen wurde. Auch in kirchlichen und kommunalen Gremien und Verbänden sei Ebert ein Fürsprecher der Belange von Kindern, Jugendlichen und Familien. „Sein Engagement umfasst eine große Bandbreite, angefangen beim Amt des Diözesanvorsitzenden der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) über die langjährige Mitarbeit im Diözesanfamilienrat des Familienbunds der Katholiken (FDK) bis hin zum Amt des Sprechers des Würzburger Ombudsrats.“ In allen Facetten seines Wirkens habe er den Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Deswegen habe er bei der beruflichen Bildung für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf immer abgelehnt, nur die Kosten im Blick zu haben. Mit Fachkompetenz und Verantwortungsbewusstsein habe er Unterstützer und Geldgeber von seinen Ansätzen überzeugt. Die katholische Soziallehre, deren Bedeutung er in fundierten Beiträgen immer wieder herausstellte, sei das Fundament seiner Arbeit. Im Netzwerk der Caritas gelte er als kompetenter, verlässlicher und angesehener Akteur.</p><p>Im Malteser-Orden stellt <strong>Hans-Georg von Mallinckrodt</strong> seit Jahrzehnten seine enge Verbindung zur katholischen Kirche unter Beweis. Dem Malteser-Hilfsdienst gehört er seit 1993 an, im Jahr 1998 erfolgte seine Investitur in den Souveränen Ritterorden. „Im Jahr 2002 wurde er mit der Aufgabe als Diözesanleiter des Malteser-Hilfsdiensts in der Diözese Würzburg betraut, ein Ehrenamt, das er mehr als 21 Jahre intensiv und mit großem Geschick ausübte“, erklärte Bischof Jung. Von Mallinckrodt habe es dabei verstanden, ein breites Spektrum von Diensten zusammenzuhalten und zu leiten, das vom Katastrophenschutz über den Rettungsdienst bis zur Hospizarbeit reichte. „In zahlreichen Herausforderungen erwies er sich den haupt- und ehrenamtlich Engagierten als kompetente Führungskraft.“ Deswegen sei er zur Verabschiedung für den Einsatz für den Malteser-Hilfsdienst mit der Malteser-Verdienstplakette in Silber geehrt worden. Wie der Bischof weiter ausführte, habe von Mallinckrodt sich immer um einen engen Kontakt zur Kirche bemüht. „Stets verstanden Sie das Wirken des Malteserordens in seiner 900-jährigen Tradition als konkreten Ausdruck christlicher Nächstenliebe und wollten dieses Profil auch im Alltag des Hilfsdiensts gewahrt wissen.“</p><p>Für eine lebenswerte fränkische Heimat setzt sich <strong>Professor Dr. Klaus Reder</strong> seit Jahrzehnten ein. In mehr als 25 Jahren habe er durch die Schärfung des Bewusstseins sowohl für christliche Traditionen als auch für das jüdische Kulturerbe Frankens einen profilierten Heimatbegriff entwickelt, der selbstbewusste Rückschau mit Verantwortung für die Zukunft verbinde. Zudem habe Reder sich in vielfältigen kirchlichen Verbänden und Gremien engagiert, unter anderem fast vier Jahrzehnte im Diözesanrat der Katholiken. Von seinem Einsatz für die Heimat zeuge aber nicht zuletzt sein Wirken in der Gemeinschaft Sant‘Egidio seit 1983. „Als langjähriges Mitglied des Würzburger Ortsvorstands hat er nicht zuletzt durch erfolgreiches Fundraising die wertvolle Arbeit der Gemeinschaft für Menschen in Notsituationen mitgetragen und gefördert.“ Überregional sei er zudem 16 Jahre Vertreter seiner Gemeinschaft beim ZdK sowie ein Jahrzehnt lang Mitglied des Weltrats von Sant'Egidio gewesen. „Auf höchster Ebene war er hauptverantwortlich für die deutsche Beteiligung an den Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft, zuletzt 2024 in Berlin.“ Reder habe gezeigt, was lebendige Kulturpflege sein könne. Seine wissenschaftlich stets fundierte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit habe sich nie im Rückblick erschöpft, sondern sei immer Ausgangspunkt für die Gestaltung der Zukunft gewesen. „Die Vollendung der Bischofsreihe in der Germania sacra – übrigens als einziges deutsches Bistum – ist wesentlich Ihrer Förderung zu verdanken“, betonte Bischof Jung.</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2825/0723; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66479</guid><pubDate>Mon, 07 Jul 2025 19:45:00 +0200</pubDate><title>„Christlicher Glaube hat gestaltende Kraft“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/christlicher-glaube-hat-gestaltende-kraft/</link><description>Predigt von Weihbischof Paul Reder beim Gottesdienst am Kiliani-Tag der Räte und Politiker am Montagabend, 7. Juli 2025 im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1">Liebe Schwestern und Brüder Christi, liebe Verantwortliche in Politik und Gesellschaft,<br />liebe Engagierte in den Gremien unseres Bistums und der Kirchengemeinden,</p><p>dass die Hoffnung eine Kraft ist, die uns zu neuen Ufern aufbrechen lässt, wird an Kilian und seinen Gefährten beispielhaft deutlich. Denn die treibende Kraft hinter ihrer Unternehmung, die heimische Insel Irland und ihre vertraute Klostergemeinschaft zu verlassen, war keine Abenteuerlust. Vielmehr war damit die Hoffnung verbunden dort in der Fremde, Jesus Christus und seiner Frohen Botschaft besonders nahe zu sein. Ihr Leitbild war die „Peregrinatio pro Christo“, das hieß: um Christi willen die Heimat zu verlassen und außerhalb Irlands vor allem auf dem europäischen Festland Zeugnis für die Hoffnung zu geben, die ihr eigenes Leben erfüllt hat.</p><p>Ihr Zeugnis christlicher Hoffnung, das sich von Zweckoptimismus oder positivem Denken unterscheidet, hat bereist Paulus der christlichen Gemeinde von Rom ans Herz gelegt. Bemerkenswert hierbei ist, dass für ihn die Hoffnung in Erfahrungen begründet liegt, die bereits bewältigt wurden. Aus der Bedrängnis kann so über Geduld und Bewährung eben auch Hoffnung wachsen</p><p>Ich halte das gerade in einer gesellschaftlichen Situation, die von vielerlei Bedrohungsszenarien und Unsicherheitsfaktoren gekennzeichnet ist, für einen wichtigen, wenn nicht sogar den entscheidenden Punkt für die Zukunftsgestaltung. Damit ist die Frage verbunden: gehe ich den Weg einer begründeten Hoffnung, die auf dem Boden der Erfahrung wächst, dass sich auch schwierige Etappen meistern lassen oder ergebe ich mich dem zufälligem Fatalismus, also blinden Schicksalsmächten schutzlos ausgeliefert zu sein?</p><p>In jeder Form des Engagements in Politik, Gesellschaft oder Kirche stellt sich die Frage, was uns antreibt. Ist unser Planen und Gestalten lediglich negativ motiviert, dann geht es vornehmlich darum geht, absehbar schlechte Konsequenzen zu vermeiden. Jetzt könnten wir eine lange Litanei des Notstandes durchgehen, die uns medial fast täglich präsentiert wird: Bildungsnotstand, Pflegenotstand, Energienotstand, Klimanotstand, Verteidigungsnotstand… Und in all diesen und weiteren Krisenfeldern sind die Ursachen komplex, so dass es gar keine schnellen Lösungen gibt.</p><p>Die christliche Hoffnung blendet nichts davon aus, denn sie ist kein billiges populistisches Versprechen. Vielmehr nimmt sie in den Blick, was die Frucht, das heißt die Erfahrung des bisherigen Weges ist, der durch Bedrängnis, Geduld und Bewährung zur Hoffnung führt – und diese Erfahrung sind uns nicht fern. Ich bin mir sicher, viele von ihnen kennen solche Situationen aus Ihrem eigenen Verantwortungsbereich: Entscheidungen unter Druck, Spannungen bis hin zu Feindseligkeiten, Polarisierungen und Interessenkonflikte, bei denen das Gefühl besteht, an Grenzen des Machbaren und an eigenen Grenzen zu stoßen. Aber ist das alles? Gibt es nicht auch Gelungenes?</p><p>Paulus - der übrigens mehrmals Schiffbruch auf hoher See erlitten hat und leidgeprüft im Umgang mit Konflikten war - sagt: Gerade durch Bewährung in solchen Bedrängnissen kann neue Hoffnung wachsen. Allerdings nicht als Autosuggestion aus eigener Kraft, sondern in der Vertrauenskraft auf Gottes Wegbegleitung. Und genau das ist die Glaubenserfahrung der Emmausgeschichte aus dem Evangelium. Sie erzählt von zwei Jüngern, die enttäuscht und ratlos auf dem Heimweg sind. Zutiefst verunsichert und in ihren Lebensplänen orientierungslos geworden, tauschen sie ihre negativen Erfahrungen aus. Sie haben jegliche Motivation verloren – bis der auferstandene Herr unerkannt mit ihnen geht. Ich finde es bemerkenswert, dass Jesus nicht an ihren Fragen und Zweifeln vorbeigeht. Im Rückblick fühlen sie sich gerade dort innerlich berührt, als er mit ihnen redet und ihre negativen Erfahrungen mit seinen eigenen leidvollen Erfahrungen in Verbindung bringt. Mehr noch, in seiner Gegenwart zeigt sich, dass der Ernstfall des Kreuzes nicht der Schluss-Strich Gottes ist. Hoffnung keimt dort auf, wo alle Grenzerfahrungen an Zweifeln, Krisen, Abgründen und vernichtenden Urteilen zum Teil eines Weges werden, der nicht in den Abgrund führt. Das Mahl, in dem der Weg der Emmausjünger sein Ziel findet steht dafür. Hier werden ihre Augen geöffnet, wofür auf dem Weg der Enttäuschung noch kein Blick war. Und jetzt gelingt auch ihnen ein Perspektivwechsel, um Erlebtes neu einzuordnen und ein neues Übergewicht der Hoffnung zu spüren, das sie sogar aufbrechen lässt, um mit denen in Jerusalem ihre Hoffnung zu teilen, die sie wenige Stunden zuvor enttäuscht verlassen hatten. Nicht aus eigenem Wunschdenken, sondern im Vertrauen auf Gott Hoffnungsträger zu sein, wird für sie zur positiven Motivation, der hilft Krisen gemeinsam zu meistern.</p><p>Die Emmausgeschichte zeigt, wie auch das Beispiel der Frankenapostel – Kilian, Kolonat und Totnan: christlicher Glaube hat gestaltende Kraft, wo er aus Hoffnungspotentialen schöpft, die wir aus menschlichen Kräften allein nicht generieren können. Ihr Wirken hat eine ganze Region geprägt und den Grundstein für eine christlich geprägte Gesellschaft gelegt. Hierin berühren sich biblische Botschaft mit der Glaubensgeschichte der Frankenapostel und unserer Gegenwart.</p><p>Als Christen sind wir – wie sie – berufen, Krisen nicht mit Gleichgültigkeit oder dem Rückzug ins Privatleben zu beantworten. Es gilt, unsere Gesellschaft durch uns geschenkte Hoffnungspotentiale aktiv mitzugestalten. Dieses Engagement aus christlicher Hoffnung ist keine Nebensächlichkeit, sondern Kern unserer Sendung als Christinnen und Christen gegen Resignation und Zukunftsängste diese Welt in Gottvertrauen mitzugestalten: durch Übernahme von Verantwortung in Staat, Gesellschaft und Kirche, durch entschiedenen Einsatz gegen Tendenzen und Kräfte, die mit Gewalt und Allmachtsphantasien unsere politische Kultur bedrohen, durch den erklärten Willen, sich solidarisch und mitmenschlich an die Seite derer zu stellen, die bedürftig sind, durch ökologische Sensibilität, die unsere Umwelt nicht nur als Natur, sondern als Schöpfung Gottes ansieht, die uns anvertraut ist und für die wir vor Gott Verantwortung haben. Für diese Aufgabe wird uns in der Kraft der Hoffnung eine Motiviationsgabe zuteil, um in allen Bewährungsproben Zukunft positiv zu gestalten.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Würzburg</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66467</guid><pubDate>Mon, 07 Jul 2025 15:14:50 +0200</pubDate><title>„Das Feuer der Begeisterung entzünden“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-feuer-der-begeisterung-entzuenden/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Gottesdienst mit Kommunionkindern aus dem ganzen Bistum – Mehr als 1400 Kinder versammeln sich im Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Kinder mit bunten Kappen, einheitlichen T-Shirts oder Kommunionkleidern rennen über den Kiliansplatz. Über 1400 Kinder und ihre Begleiter sind am Montagvormittag, 7. Juli, zum Gottesdienst für Erstkommunionkinder nach Würzburg gekommen. Im Kiliansdom füllen sich langsam die Reihen. Schon vor Beginn der Feier herrscht ausgelassene Stimmung. Eine Band spielt die Lieder für den Gottesdienst an, die Kinder singen und tanzen dazu. „Einfach spitze, dass du da bist!“, hallt es durch die Reihen, die nun bis auf den letzten Platz gefüllt sind.</p><p>Die Kinder sitzen nicht nur im Mittel- und in den Seitenschiffen, sondern auch im Chorraum auf bunten Sitzkissen, die rund um den Schrein mit den Häuptern der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan verteilt sind. Bischof Dr. Franz Jung bahnt sich gemeinsam mit den Konzelebranten sowie Ministrantinnen und Ministranten langsam den Weg durch die Kinderschar.</p><p>Zu Beginn des Gottesdienstes sind die Kinder eingeladen, gemeinsam zu beten. „Zum Gebet falten wir unsere Hände“, sagt Bischof Jung. Die Kinder legen ihre gefalteten Hände vor die Stirn. „Wir schicken unsere Gedanken hinauf zu Gott.“ Dann führen sie die Hände an den Mund, um mit Gott zu sprechen. „Nun falten wir unsere Hände vor das Herz, um unsere Herzen für Gott zu öffnen.“ In andächtiger Stille beginnt die gemeinsame Feier.</p><p>„Ihr kennt doch sicher alle Comics“, sagt Gemeindereferentin Monika Pickert vom Referat Verkündigung und Liturgie zu den Kindern. In Comics seien Emotionen wichtig. Diese würden sich vor allem durch Gesichtsausdrücke zeigen. „Woran erkennt ihr, ob jemand traurig ist?“, fragt sie die Kommunionkinder. Die Kinder machen ein trauriges Gesicht. Anschließend fragt sie nach den Emotionen Neugierde, Erstaunen und Glücklichsein. Die Kinder machen verschiedene Grimassen und zeigen sich gegenseitig ihre Gesichtsausdrücke. „Welche Emotionen findet ihr im Evangelium?“ Die Kinder sollen darauf achten, von welchen Emotionen sie in der Geschichte der Emmaus-Jünger hören.</p><p>Zum Halleluja wird wieder gesungen. „Halleluja, preiset den Herrn“, erklingt es. Dabei werden die Mädchen und die Jungen im Wechsel aufgerufen, aufzustehen und zu singen. „Hallelu, hallelu, hallelu, halleluja“, singen die Mädchen. Danach stehen die Jungen auf und rufen: „Preiset den Herrn!“ Bewegung kommt in den Dom.</p><p>„Wie haben sich die Jünger gefühlt, als sie nach Emmaus losgelaufen sind?“, fragt Bischof Jung die Kinder im Anschluss an das Evangelium. „Sie waren traurig“, sagt ein Mädchen, das im Chorraum sitzt. „Genau, sie waren traurig, weil Jesus gestorben ist“, ergänzt Bischof Jung. Die Emmaus-Jünger seien froh gewesen, dass jemand mit ihnen gegangen ist. „Wenn es dunkel wird, dann ist es immer gut, wenn wir nicht allein sind, sondern jemand da ist.“ Das gebe ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. „Wenn wir Angst haben, wenn wir uns einsam fühlen, wenn wir traurig sind, dann dürfen wir immer beten: Jesus, bleib bei uns, denn du bist das Licht des Lebens.“ Die Jünger haben Jesus daran erkannt, dass er das Brot brach. „Denn Jesus hat immer mit den Jüngern zusammen gegessen und das Brot geteilt. Es ist schön, wenn wir gemeinsam essen und miteinander teilen. Denn das heißt, das Leben miteinander zu teilen.“ Wenn man Schweres miteinander teile, sei es leichter zu ertragen. Dadurch würde das Leben reicher und schöner. „So wird das Feuer der Begeisterung in unseren Herzen entzündet. Wie es bei Kilian, Kolonat, Totnan war.“</p><p>Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Getränke, Brezeln und Bananen auf dem Kiliansplatz. Unter dem Motto des Katholikentags 2026 in Würzburg, „Hab Mut, steh auf“, ist ein Glücksrad mit kleinen Gewinnen aufgebaut, an dem die Kinder drehen können. Zusätzlich werden „Hab Mut, steh auf“-Sticker und Gummibärchen verteilt. Es wird ein buntes Programm angeboten, an dem viele Gruppen teilnehmen. Aktionen im Museum am Dom und bei den Erlöserschwestern, Spiele mit den Ministranten vor dem Dom, eine Domerkundung sowie ein Actionbound warten auf die Kinder.</p><p>###GALERIE###</p><p class="text-right"><em>jr (POW)</em></p><p>(2825/0719; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66466</guid><pubDate>Mon, 07 Jul 2025 14:59:30 +0200</pubDate><title>Familiensonntag zum Abschluss der Kiliani-Wallfahrtswoche</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/familiensonntag-zum-abschluss-der-kiliani-wallfahrtswoche-1/</link><description>Würzburg (POW) Mit dem Familiensonntag unter dem Motto „Familie.Welt.Weit“ endet am Sonntag, 13. Juli, die Kiliani-Wallfahrtswoche 2025.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Bischof Dr. Franz Jung feiert um 10 Uhr eine Pontifikalmesse für Familien im Würzburger Kiliansdom. So wie die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan vor mehr als 1300 Jahren als Pilger aus Irland ins Frankenland kamen, so „dürft auch Ihr aufbrechen und der Hoffnung auf der Spur sein“, lädt Bischof Jung zum gemeinsamen Gottesdienst ein. Musikalisch gestaltet wird die Feier von der Band „Sing’n’Swing“ aus Hammelburg. Im rechten Seitenschiff wird es einen Krabbelteppich für die kleinsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben. Nach dem Gottesdienst sind alle zur Begegnung auf dem Kiliansplatz bei Limo, Gebäck und Obst eingeladen. Für Kinder wird auf dem Kiliansplatz sowie dem Domvorplatz ein Programm geboten mit Bungee-Trampolin, Bewegungsparcours, Bastelstation sowie einer Verkleidungskiste mit Fotobox. In einem Escape-Room geht es um den Menschenhandel in Kenia. Um 12 Uhr wird eine Domführung für Familien mit Geschichten rund um den Kiliansdom angeboten, um 12.45 Uhr geht es hinauf zur Domorgel. Jeweils um 12, 13 und 14 Uhr bietet das Kolpingwerk eine Leseaktion mit Mitmachaktionen im Museum am Dom an. Auch Bischof Jung wird um 13 Uhr aus einem Kinderbuch vorlesen. Für alle Familien, die an der Familienwallfahrt nach Südtirol teilgenommen haben, sei der Familiensonntag „eine gute Gelegenheit, sich nochmals zu treffen und auszutauschen“, wirbt Bischof Jung. Der Gottesdienst wird live auf TV Mainfranken (Kabel), auf Bibel TV online (<a href="http://bibeltv.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">bibeltv.de</a>) und Fernsehen, auf der Bistums-Homepage (<a href="http://livestreams.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">livestreams.bistum-wuerzburg.de</a>) sowie dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg übertragen.</p><p>(2825/0721; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Veranstaltungen</category><category>Würzburg</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66440</guid><pubDate>Sun, 06 Jul 2025 13:12:48 +0200</pubDate><title>Feier des Glauben mit irischem Akzent</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/feier-des-glauben-irischem-akzent/</link><description>Kiliani-Wallfahrtswoche 2025 feierlich eröffnet – Delegation aus Irland feiert mit – Rund 1200 Gläubige beim Pontifikalgottesdienst – Reliquienprozession von Sankt Burkard zum Kiliansdom – Einladung zum Katholikentag 2026 in Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Die Kiliani-Wallfahrtswoche 2025 hat begonnen: Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung eröffnete sie feierlich am Sonntag, 6. Juli, mit der Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel von der Pfarrkirche Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke in den Kiliansdom. Dort feierte der Bischof einen Pontifikalgottesdienst mit rund 1200&nbsp;Gläubigen. Erstmals nahm auch Martin Hayes, Bischof der irischen Diözese Kilmore, an der Veranstaltung teil. Begleitet wurde er von einer Delegation von insgesamt rund 35 Personen aus der Grafschaft Cavan, in der Kilian geboren wurde. An deren Spitze waren Father Paul Prior, Pfarrer von Mullagh, und John Paul Feeley, Vorsitzender des Cavan County Council. Die Wallfahrtswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“.</p><p>Zum Ende des Gottesdiensts warben Bischof Jung und Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, für den <a href="http://www.katholikentag.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">104.&nbsp;Deutschen Katholikentag</a> im kommenden Jahr in Würzburg. Die Großveranstaltung vom 13.&nbsp;bis zum 17. Mai 2026 steht unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“. Sie biete vielfältige Gelegenheiten, Gemeinschaft zu erleben, den Glauben zu vertiefen und in die Gesellschaft hinein ein christliches Zeugnis der Hoffnung zu geben, betonten Bischof und Domkapitular.</p><p>Die Prozession mit den Häuptern der Frankenapostel begann mit einer Statio in der Pfarrkirche Sankt Burkard auf der anderen Mainseite. Dort begrüßte Bischof Jung besonders die ausländischen Gäste. Den Zug zum Dom begleitete eine große Zahl von Gläubigen, unter anderem Weihbischof Dompropst Paul Reder, Vertreter des Domkapitels und des Allgemeinen Geistlichen Rats, Mitglieder des Diözesanrats der Katholiken, Mitglieder des Würzburger Stadtrats, außerdem Familiaren des Deutschen Ordens, Ritter vom Heiligen Grab sowie Fahnenabordnungen von Verbänden, Vereinen, Studentenverbindungen und Innungen. Den Reliquienschrein trugen Priesterseminaristen, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg, der Malteser sowie Mitglieder der irischen Delegation abwechselnd.</p><p>Bischof Jung stellte in seiner Predigt im Würzburger Dom das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ in den Mittelpunkt. Er rief die Gläubigen dazu auf, sich vom missionarischen Geist der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan neu inspirieren zu lassen. Kilian sei als „Pilger aus Hoffnung“ einst aus Irland aufgebrochen, weil er spürte, dass er sich im Vertrauten eingerichtet hatte und seine Mission zu verlieren drohte. Diese Erfahrung sei hochaktuell, sagte Bischof Jung: Auch heute brauche die Kirche den Mut zum Aufbruch, statt sich in Strukturen zu verlieren. „Kirche ist Mittel, Ziel aber ist Christus“, betonte er. Gemeinden und kirchliche Einrichtungen müssten sich daran messen lassen, ob sie diesem Ziel wirklich dienten.</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/23rGwzfcY0A?si=jSd8slkYHAiCime-" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>Zugleich erinnerte der Bischof daran, dass Pilger der Hoffnung nicht vor Prüfungen zurückschreckten. Widerstände gehörten zur Nachfolge dazu. Hoffnung bedeute nicht Weltflucht, sondern sei eine Kraft, die in Bedrängnissen wachse und am Glauben festhalte. Zentral sei dabei die lebendige Beziehung zu Christus. Projekte wie „Lectio Divina“, eucharistische Anbetungen oder Pilgerwege der Hoffnung sollten helfen, dieses Feuer neu zu entfachen. „Nur wer für Christus Feuer und Flamme ist, bricht auf.“ Trotz aller Krisen sei die Hoffnung Quelle echter Freude. „Pilger der Hoffnung sind frohe Menschen“, betonte der Bischof. Mit Blick auf das Heilige Jahr rief Bischof Jung dazu auf, Jesus in den Mittelpunkt zu stellen und hoffnungsvoll, geduldig und im Gebet gestärkt gemeinsam weiterzugehen.</p><p>Viele Gläubige ließen sich nach dem Gottesdienst einzeln unter Auflegung von Reliquien der Frankenapostel segnen. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts im Dom sorgten Domorganist Professor Stefan Schmidt sowie der Domchor, die Domsingknaben und zwei Bläserensembles unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und Domkantor Julian Beutmiller, unter anderem mit der „Missa octo vocum“ von Hans Leo Hassler sowie Werken von Michael Praetorius, George Rathbone und Eugène Gigout. Uraufgeführt wurde die Kilians-Intrada, die Domkantor Beutmiller zu Kiliani komponiert hat. Fanfaren begleiteten die Reliquien vom Domportal bis zu den Altarstufen, wo sie für die Kiliani-Wallfahrtswoche zur Verehrung aufgestellt wurden. Zudem erklang auch der mehrstimmige Satz des Kilianslieds für Männerstimmen. Diesen hatte Beutmiller für die Würzburger Irlandwallfahrt mit den Reliquien der Frankenapostel im Oktober 2024 geschaffen. Bei der Prozession spielte das Symphonische Blasorchester Kürnach. Eine Begegnung auf dem Kiliansplatz schloss sich an den Gottesdienst an.</p><p>###GALERIE###</p><p class="western text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2825/0713; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Frankenapostel Irland 2024</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66442</guid><pubDate>Sun, 06 Jul 2025 11:30:00 +0200</pubDate><title> „Pilger ─ aus Hoffnung“ </title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/pilger-aus-hoffnung/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 6. Juli, im Würzburger Kiliansdom beim Pontifikalgottesdienst zur Eröffnung der Kiliani-Wallfahrtswoche 2025</description><content:encoded><![CDATA[<p>„Pilger - aus Hoffnung“. Ein schönes Motto, denn Hoffnung und Pilgerschaft gehören immer zusammen. Die Hoffnung findet sich nicht mit dem Bestehenden ab, sondern beginnt einen Weg, um einer Verheißung auf der Spur zu bleiben; mit Abram hat diese Pilgerschaft begonnen und Kilian, Kolonat und Totnan haben diese Pilgerschaft fortgesetzt.</p><p><em><strong>Pilger aus Hoffnung – entdecken die eigene Mission wieder</strong></em></p><p>Kilian aus Mullagh wirkte zuerst als Mönchsbischof in Irland, als er den Ruf hörte, in die Fremde aufzubrechen. Er hatte gespürt, dass er sich zu sehr im Bestehenden eingerichtet hatte und ihm darüber seine Mission verloren gegangen war; er musste neu aufbrechen, um seine Mission wiederzuentdecken &nbsp;– &nbsp;ein höchst aktueller Gedanke! Denn auch wir spüren, wie sehr wir uns eingerichtet haben und im Bestehenden festgefahren sind. Kilian und seine Gefährten erinnern uns daran, dass Kirche nur dann lebt, wenn sie ihre Mission wiederentdeckt, wenn sie auszieht, um Menschen für Christus zu gewinnen. Als Kirche müssen wir uns daran messen lassen, ob wir dieser Mission dienen, oder nur noch um uns kreisen und fruchtlos um den Erhalt des Bestehenden kämpfen: Pfarreien, Orden, Verbände.<br />Mittel und Ziel dürfen wir nicht verwechseln: denn Kirche ist nur Mittel, Ziel aber ist Christus – ihn zurückzugewinnen als Mitte, die uns über uns hinausführt ist, ist aller Mühe wert. Die Wallfahrten des Heiligen Jahres erinnern uns an den geistlichen Aufbruch; gleich den Emmaus-Jüngern wollen sie das Feuer in unseren Herzen wieder entzünden, so dass auch wir mit Kilian sagen können: „Brannte uns nicht das Herz?!“</p><p><em><strong>Pilger aus Hoffnung – bewähren sich in den Prüfungen des Lebens </strong></em></p><p>Die Frankenapostel bezeugen: Wer den Mut hat, aufzubrechen, wird sich bald mit vielen Widerstände konfrontiert sehen. Sie mussten immer neu Wegweisung erbitten, rangen um die Wirksamkeit ihrer Verkündigung, machten die Erfahrung der Ablehnung: Das kann abschrecken, zermürben, entmutigen. Aber Hoffnung bewährt sich gerade in den Prüfungen. Hoffnung ist nicht problemverliebt, sondern lösungsorientiert. Deshalb kehrt Hoffnung immer neu um zu Christus als dem Hoffnungsanker, ohne in Schwierigkeiten zu erstarren. Hoffnung hält im Herzen jung, ohne zu resignieren. Gerade die Bedrängnisse aber sind der Moment, in dem wir gleich den Emmaus-Jüngern den Herrn bitten: „Bleibe bei uns, denn es will Abend werden!“ Bleib und geh nicht weiter! Denn nur, wenn ER bleibt, bewirkt die Bedrängnis Geduld, die Geduld Bewährung, die Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen – so bezeugt es uns Kilian!</p><p><em><strong>Pilger aus Hoffnung – leben aus der Gegenwart des erhöhten Herrn</strong></em></p><p>Die Emmaus-Jünger haben den Herrn am Brotbrechen erkannt; sie erkannten ihn daran, dass er das Leben mit ihnen teilte. Pilger aus Hoffnung teilen ihre Lebenserfahrungen miteinander, nur hier kann Hoffnung wachsen und neu ausgerichtet werden. In unserem „Lectio Divina“ laden wir ein, mit Christus im Gespräch zu bleiben, um neue Perspektiven zu erlangen. In der eucharistischen Anbetung in der „Nacht der Hoffnung“ wollen wir unser Leben ihm aussetzen, damit er uns neu sendet. Die „Glaubenswege der Hoffnung“ laden dazu ein, Hoffnungsgeschichten zu teilen, so brechen auch wir einander das Brot der Hoffnung, die nur so vertieft, erneuert, bestärkt wird.</p><p><em><strong>Pilger aus Hoffnung – sind frohe Menschen</strong></em></p><p>Auch wenn die weltpolitische und kirchliche Lage wenig zuversichtlich stimmt, viele Menschen derzeit Angst haben, ruft uns Paulus zu: „Seid fröhlich in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“ So wollen wir in diesem heiligen Jahr hoffnungsfroh, geduldig und im Gebet mit dem Herrn vereint voranschreiten auf dem Weg der Heiligkeit. &nbsp;</p><p class="text-right"><em>(Es gilt das gesprochene Wort)</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Würzburg</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66438</guid><pubDate>Sat, 05 Jul 2025 20:55:00 +0200</pubDate><title>Musikalisch auf die Kiliani-Wallfahrtswoche eingestimmt</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/musikalisch-auf-die-kiliani-wallfahrtswoche-eingestimmt/</link><description>Würzburg (POW) Zum Auftakt der Kiliani-Wallfahrtswoche hat am Samstagabend, 5. Juli, im Würzburger Neumünster ein „Musikalisches Abendgebet“ stattgefunden. Es stand unter der Überschrift „Even when he is silent“. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Die Junge Domkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth sang „Mein Gott, warum hast du mich verlassen“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, „Tristis est anima mea“ von Jouzos Naujalis, „Christ is the morning star“ von Arvo Pärt und „Even when he is silent“ von Kim André Arnesen. Domkantor Julian Beutmiller spielte die Orgel. An dem von Domdekan Dr. Jürgen Vorndran geleiteten Gebet nahm neben Bischof Dr. Franz Jung und Mitgliedern des Domkapitels unter anderem eine von Bischof Martin Hayes, Bischof von Kilmore, angeführte Delegation aus Irland teil. Vertreten waren neben dem Vorsitzenden Dr. Michael Wolf zudem zahlreiche Delegierte des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg. In seiner Predigt griff Domdekan Vorndran die in den vorgetragenen Liedern thematisierten Themen Zweifel, Glaube und Hoffnung auf. Unter anderem betonte er, dass Zweifel vor zu viel Selbstgewissheit bewahre und so erst Raum für den Glauben eröffne. Glaube wiederum sei oft ein Geschenk nach Erfahrungen langer Phasen der inneren Dunkelheit. „So wie Maria Magdalena die Realität der Auferstehung ihres Herren erfährt, als er sie am Grab mit ihrem Namen anspricht.“ Die Hoffnung sei zentrales Thema des noch von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres. „Es ist die Einladung, sich in der Liebe Gottes zu wärmen.“ Den musikalischen Akteuren dankte Domdekan Vorndran für die Einstimmung auf die diesjährige Wallfahrtswoche. Das Publikum spendete ihnen langanhaltenden Applaus.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2825/0712; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen</strong>: Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66437</guid><pubDate>Sat, 05 Jul 2025 18:12:03 +0200</pubDate><title>Unzufriedenheit mit Gesundheitsversorgung als Gefahr für die Demokratie</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/unzufriedenheit-mit-gesundheitsversorgung-als-gefahr-fuer-die-demokratie/</link><description>Podiumsdiskussion zur medizinischen und pflegerischen Versorgung in Unterfranken bei Kiliani-Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken – Gesundheitsministerin Gerlach: „All-inclusive-Mentalität kann und wird nicht mehr die Realität der kommenden Jahre sein“</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg </strong>(POW) Im Blick auf die medizinische Versorgung der Zukunft hat Judith Gerlach, bayerische Ministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention (CSU), dafür geworben, mehr Sensibilität dafür zu entwickeln, dass das Gesundheitssystem nicht ausgenutzt werde. Nirgends besuche ein Patient so viele Fachärzte desselben Bereichs wie in Deutschland. „Dieses Ärzte-Hopping als Auswirkung der derzeitigen All-inclusive-Mentalität kann und wird nicht mehr die Realität der kommenden Jahre sein“, sagte sie am Samstag, 5. Juli, bei einer Podiumsdiskussion. Diese war Teil der Kiliani-Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg im Würzburger Burkardushaus. Thema des Gesprächs waren die Sorgen und Nöte der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Unterfranken. Die Ministerin lobte bei der Gelegenheit die umfangreiche und gute Beratungsarbeit der Kirche. „Es ist wichtig, dass wir auch die pflegenden Angehörigen im Blick haben. Denn die sind oft platt und fertig“, sagte Gerlach.</p><p class="western">Die Würzburger Christliche Sozialethikerin Professorin Dr. Michelle Becka umriss das Thema zuvor mit einem Impulsvortrag. „Ich bin mir bewusst, dass das Thema sehr komplex ist. Es ist also ein wenig so, als wollte ich einen Schrank an die Wand nageln.“ Gesundheit und Gesundheitsversorgung seien Themen, die jeden Menschen existentiell betreffen. „Fragen wie: Bekomme ich einen Arzttermin? Ist die Behandlung gut? Werde ich ortsnah versorgt? bekommen daher schnell eine enorm politische Dimension.“ Das Zweite Vatikanische Konzil mahne in seiner Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ unter anderem, den Blick für die Schwächsten der Gesellschaft nicht zu verlieren. Es gelte daher bei jeder Institution zu hinterfragen, ob diese dem ursprünglich beabsichtigten Zweck diene und der Mensch im Mittelpunkt stehe. Im deutschen Gesundheitssystem mit etwa 5,7 Millionen Beschäftigten und 500&nbsp;Milliarden Euro Umsatz pro Jahr gebe es zugleich eine Über-, Unter- und Fehlversorgung. Die Einführung von Fallpauschalen habe beispielsweise Anreize geschaffen, mit speziellen Behandlungen Geld zu verdienen. Zugleich habe der Rückzug der öffentlichen Hand bei vielen Kliniken zu einem Investitionsstau geführt. Becka kritisierte, dass eine staatliche Hochglanzbroschüre zum Gesundheitswesen aus dem Jahr 2022 zwar Subsidiarität und Solidarität als Prinzipien hochhalte. Zur Personalität, also zum einzelnen Menschen, seinen Bedürfnissen und seiner Not, finde sie darin hingegen nichts.</p><p class="western">Verschiedene Aspekte des Themas griff das Podium bei der anschließenden Diskussion auf. Weder in der vollständigen Ökonomisierung des Gesundheitssystems wie in den USA noch in der kompletten Verstaatlichung wie in Großbritannien sah Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf eine wirkliche Lösung. Zudem warnte er davor, in Künstlicher Intelligenz den Stein der Weisen für viele Probleme der Gesundheitsversorgung zu sehen. „Nicht jedes Problem ist ein Nagel, nur weil ich einen Hammer besitze.“ Professor Dr.&nbsp;Matthias Frosch, Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Würzburg, nannte es bedenklich, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung laut Umfragen sich nicht mehr gerecht medizinisch versorgt fühle. „Das ist eine echte Gefahr für unsere Demokratie.“ Er hieß die Akademisierung der Pflege willkommen. Das bedeute, dass dadurch das Pflegepersonal auch für Aufgaben qualifiziert werde, die bislang nur Medizinern vorbehalten seien.<br />Landtagsabgeordnete Dr. Andrea Behr (CSU) sprach vom Aufeinandertreffen von demographischem Wandel, also zum einen mehr älteren und pflegebedürftigen Menschen einerseits, und dem gleichzeitigen Mangel an Fachpersonal. Dadurch werde auch im Bereich der Medizin die Versorgung beispielsweise auf dem Land schwerer. „Der Mut zur jüngsten Krankenhausreform war nötig“, erklärte ihre Kollegin Kerstin Celina (Die Grünen). Viele Krankenhäuser seien beim alten System der reinen Abrechnung nach Fallpauschale an ihre Leistungsgrenze gekommen. Auf die enorme Komplexität der Thematik verwies Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib (SPD). Es gebe vielfältige Aspekte, unter denen darüber diskutiert werden könne, beispielsweise die Frage der Gerechtigkeit oder das Verhältnis von Solidarität und Eigenverantwortung. 80 Prozent der Pflegebedürftigen würden zuhause gepflegt, und zwar mehrheitlich durch Frauen.</p><p class="western">Becka warnte davor, bei der Krankenversicherung Menschen in Risikoklassen einzuordnen. Stattdessen sei es sinnvoll, Anreize für einen gesunden Lebensstil zu schaffen. Zudem müssten die Länder die Krankenhäuser wieder mehr als eine ihrer Aufgaben wahrnehmen. Sie kritisierte, dass in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen nur fünf Prozent der Kliniken in öffentlicher Trägerschaft seien. Einig waren sich alle, dass beispielsweise für alleinstehende alte Menschen zu wenig Hilfe beim Übergang von einem Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeitpflege oder der Rückkehr ins Zuhause geboten werde. „In Würzburg gibt es eine Fachstelle für pflegende Angehörige. Dort sind die Fachleute, die Ihnen alle notwendigen Informationen liefern können. Nur ist dieses Angebot bislang zu wenig bekannt“, sagte Ministerin Gerlach.</p><p class="western">Um dem Ärztemangel entgegenzuwirken, bilde Bayern derzeit so viele Mediziner aus wie kein anderes Bundesland. „Das heißt aber nicht, dass diese später auch alle in Bayern arbeiten werden“, erklärte Gerlach. Zusätzlich befürworte und unterstütze sie das Errichten von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), in denen den Ärztinnen und Ärzten Verwaltungsaufgaben abgenommen und zugleich Flexibilität bei den Arbeitszeiten ermöglicht werde. Digitalisierung könne auch in der Pflege entlasten, wenn sie richtig eingesetzt werde. „Ich weiß von Pflegekräften, die im Patientenzimmer den Blutdruck erst handschriftlich notieren, um ihn später in den Computer einzugeben“, berichtete die Ministerin. Zudem warnte sie vor zu kleinlicher Auslegung von Vorschriften, beispielsweise was die Größe von Badezimmern in Pflegeheimen angeht. „Es kann doch nicht sein, dass eine ganze Station dichtmachen muss, weil das Bad ein paar Quadratzentimeter zu klein ist.“</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><span style="font-style:normal">(2825/071</span><span style="font-style:normal">1</span><span style="font-style:normal">, E-Mail voraus)</span></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-66435</guid><pubDate>Sat, 05 Jul 2025 13:12:57 +0200</pubDate><title>„Vertrauen, Respekt und Liebe“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/vertrauen-respekt-und-liebe/</link><description>Rund 1700 Ehepaare erneuern ihr Eheversprechen im Kiliansdom – Tipps für eine gute Partnerschaft</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg </strong>(POW) Freude und Dankbarkeit sind bei den Gottesdiensten für Ehejubilare im Vorfeld der Kiliani-Wallfahrtswoche im Kiliansdom und auf dem Kiliansplatz zu spüren gewesen. Rund 1700&nbsp;Ehepaare haben bei den insgesamt fünf Feiern am Donnerstag, 3., und Freitag, 4. Juli, auf 25, 50, 60 oder 65 gemeinsame Ehejahre geblickt, ihr Eheversprechen erneuert und Gottes Segen für ihre Liebe und ihre Familien erbeten. Einige haben verraten, worin das Geheimnis ihrer langen Ehe liegt und warum sie gerne zu diesen besonderen Gottesdiensten nach Würzburg kommen.</p><p>Hildegard (84) und Dietmar Müller (87) aus Würzburg-Versbach haben den Gottesdienst am Vormittag des 3. Juli besucht. Und das aus einem ganz bestimmten Grund: Vor genau 60 Jahren haben sie sich an diesem Tag das Jawort gegeben. „Der Gottesdienst ist für mich der Höhepunkt unseres Jubiläums“, sagt Hildegard Müller. Auch zur Goldenen Hochzeit vor zehn Jahren hätten sie den Gottesdienst für Ehejubilare besucht. An der Predigt von Bischof Dr. Franz Jung lobt sie, dass er von den Höhen und Tiefen eines Ehelebens, aber auch von den Grenzen gesprochen habe, an die man stoße. „Es geht eben nicht alles nach Wunsch“, sagt sie. Ihren Enkeln möchten sie und ihr Mann ein Vorbild sein.</p><p>Seit 65 Jahren sind Elfriede (89) und Gregor Schmid (91) aus Lohr verheiratet. Für Stolpersteine in der Ehe hat Gregor Schmid eine einfache Formel: „Man hebt den Fuß, steigt drüber, und irgendwann geht man weiter.“ „Nicht aufgeben“, übersetzt seine Frau Elfriede und fügt scherzhaft hinzu: „Es kommt nichts Besseres nach.“ Es brauche ein bisschen Toleranz. Aber eigentlich sei man ja zusammen, weil man sich von Anfang an gut verstanden habe, sind sie sich einig. Einen Kritikpunkt hat Gregor Schmid aber doch. Der Gottesdienst habe ihm gut gefallen, aber die Akustik im Dom habe er als „katastrophal“ empfunden. Das sei ihm auch schon in anderen Kirchen aufgefallen.</p><p>„Das Geheimnis einer langen Ehe ist Vertrauen, gegenseitiger Respekt und Liebe auch in schweren Zeiten, die kommen in jeder Ehe vor“, sagt Klaus Keifler über die Ehe mit seiner Frau Mechtild. Die beiden sind seit 60 Jahren verheiratet und haben sich am Donnerstagnachmittag, 3. Juli, im Kiliansdom segnen lassen. „Und abends beim Einschlafen immer gegenseitig streicheln, auch wenn es ein Problem gibt. Das kann man auch noch morgen lösen.“</p><p>Dorothea und Hermann Englert sind seit 50 Jahren verheiratet. Sie waren gemeinsam in der Landwirtschaft tätig: „Wir haben immer zusammen gearbeitet und gelebt. Wir waren nie getrennt voneinander. Ab und zu braucht man Kompromisse. Wir haben immer vier Generationen unter einem Dach. Natürlich gibt es da mal Reibereien, aber das klappt gut.“</p><p>Maria und Leonhard Schmitt aus Schwemmelsbach waren am Freitagnachmittag, 4. Juli, im Kiliansdom, um sich segnen zu lassen. Sie sind seit 60 Jahren verheiratet. „Jeder muss mal nachgeben, wenn es Streit gibt“, sagt Maria Schmitt. Ihr Mann Leonhard ergänzt: „Arbeitsteilung ist wichtig. Meine Frau arbeitet immer im Garten, sie liebt den Garten. Aber jeder hilft dem anderen. Es ist wichtig, dass man zusammensteht und alles gemeinsam macht.“</p><p>Joseph Keßler (88) aus Oberweißenbrunn, einem Ortsteil von Bischofsheim in der Rhön, greift zu einem bekannten Zitat: „Hinter einer langen Ehe steht immer eine sehr gute Frau – und das kann ich bestätigen.“ Vor 65 Jahren gaben er und seine Frau Etna (84) sich das Jawort. Zur Familie gehören drei Kinder mit Partnern und sieben Enkel. „Wir fühlen uns wie im siebten Himmel, denn wir haben Zeit für uns und unsere Ehe“, sagt Etna Keßler. Zur Eisernen Hochzeit habe ihr Ortspfarrer einen „super Gottesdienst“ gehalten, und auch heute sei „ein schöner Tag für uns“.</p><p>Aus Frickenhausen in der Rhön sind am Freitagvormittag, 4. Juli, gleich drei Paare gekommen, die in diesem Jahr Goldene Hochzeit feiern. Weihbischof Paul Reder sei bei ihnen Pfarrvikar gewesen, verraten Christine und Leonhard Raab. Ihr Tipp für ein gutes Zusammenleben: „Man muss diskutieren können, es muss aber auch wieder vorbei sein. Unstimmigkeiten müssen am nächsten Tag geklärt sein.“ „Vertrauen und Rücksicht“, sind nach den Worten von Jutta und Norbert Fuchs wichtig. „Und sich gegenseitig bei Krankheiten halten“, ergänzt Jutta Fuchs. Es sei ein sehr schöner Gottesdienst gewesen, sagt Walburga Hiesel. „Das ist jedem zu empfehlen.“ Ihr und ihrem Mann Georg sei es wichtig gewesen, sich Gottes Segen für ihr Goldenes Ehejubiläum geben zu lassen.</p><p class="text-right"><em>jr/sti (POW)</em></p><p>(2825/0709; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen</strong>: Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item></channel></rss>