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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Pressestelle Bistum Würzburg - Nachrichten</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de</link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Sat, 12 Sep 2026 13:18:14 +0200</pubDate><lastBuildDate>Sat, 12 Sep 2026 13:18:14 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/kiliani-wallfahrt/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-74087</guid><pubDate>Tue, 14 Jul 2026 15:04:11 +0200</pubDate><title>Absolventen der Goethe-Schule Buenos Aires besuchen Kiliansdom</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/absolventen-der-goethe-schule-buenos-aires-besuchen-kiliansdom/</link><description>Würzburg (POW) Im Rahmen einer Deutschlandreise hat die Abschlussklasse der Goethe-Schule im argentinischen Buenos Aires am Mittwoch, 8. Juli, den Würzburger Kiliansdom besucht. Die Abschlussklasse ist vom 2. bis 18. Juli auf Deutschlandreise und besucht Städte wie Frankfurt, München, Berlin und Würzburg. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer Stadtführung führte Weihbischof em. Ulrich Boom die katholischen Schülerinnen und Schüler, die fließend Deutsch sprechen, durch den Dom und gab ihnen einen Einblick in die Geschichte des Bistums Würzburg.</p><p class="text-right"><em>pdf (POW)</em></p><p>(2926/0708; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74035</guid><pubDate>Sun, 12 Jul 2026 15:47:45 +0200</pubDate><title>„Die Glaubensgemeinschaft stärken und mit dem Bischof sprechen“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/die-glaubensgemeinschaft-staerken-und-mit-dem-bischof-sprechen/</link><description>Wallfahrtswoche mit vielfältigem Programm – Insgesamt rund 12.700 Menschen nehmen an Wallfahrtsangeboten und Ehejubilarsgottesdiensten in der Woche davor teil</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Das Interesse an der Kiliani-Wallfahrtswoche ist ungebrochen: Rund 9500 Menschen haben an den Gottesdiensten und Veranstaltungen zwischen Sonntag, 5., und Sonntag, 12. Juli, in Würzburg teilgenommen. Am Donnerstag und Freitag vor Beginn der Wallfahrtswoche feierten zudem fast 1600 Ehepaare die Gottesdienste für Ehejubilare mit, die 2026 auf 25, 50, 60, 65 oder gar 70 Ehejahre blickten. Den Kiliani-Abschluss bildete ein großer Gottesdienst für Familien und die Weltkirche unter dem Motto „Eine Kirche in vielen Sprachen“ mit Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 12. Juli. Am Ende des Gottesdiensts wurde der Schrein mit den Häuptern Kilians, Kolonats und Totnans wieder im Altar platziert.</p><p><br />Neben der Wallfahrt zum Grab der Frankenapostel und dem Besuch der Gottesdienste war auch in diesem Jahr die anschließende Begegnung und der Austausch untereinander und mit Vertretern des Bistums für die Gläubigen ein wichtiger Baustein. Gerlinde Wiesner aus Urspringen (Landkreis Main-Spessart) erklärte, stellvertretend für viele: „Es ist schön, einfach diese Atmosphäre zu genießen, die Glaubensgemeinschaft zu erleben und zu stärken und auch ein bisschen mit dem Bischof zu sprechen.“ Bischof Jung und seine Mitbrüder im Bischofsamt sowie weitere Mitglieder der Bistumsleitung nahmen sich stets ausgiebig Zeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Aufgrund der Bauarbeiten am Kilianshaus fanden die Begegnungen nach den Gottesdiensten in diesem Jahr auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus statt.</p><p><br />„Schön, dass alle Völker, Sprachen und Nationen heute um den Schrein unserer Bistumspatrone vereint sind. Sie kamen aus der Fremde und waren davon überzeugt, dass in Christus alle Menschen eine Familie sind“, begrüßte Bischof Jung die rund 700 großen und kleinen Gottesdienstbesucher im Gottesdienst für die muttersprachlichen Gemeinden und Familien zum Abschluss der Kiliani-Wallfahrtswoche. Aus Aschaffenburg war ein Chor aus Mitgliedern der italienischen, vietnamesischen und philippinischen Gemeinden angereist, der sich eigens für diesen Gottesdienst zusammengefunden hatte. Bischof Jung gratulierte zudem auf Italienisch der italienischen Gemeinde zu ihrem Geburtstag – sie werde heuer 60 Jahre alt, so wie er selbst.</p><p><br />Der Apostel Paulus gebe zum Abschluss der Kiliani-Wallfahrtswoche drei Aufträge mit, sagte Bischof Jung. Diese kreisten um die Gegensätze Finsternis und Licht, Gut und Böse, Leben und Tod. Meist lebe man in einer Art Halbdunkel – nicht ganz gut, aber auch nicht ganz schlecht. Mal sei in der Familie alles gut, dann wieder werde wegen der kleinsten Kleinigkeit gestritten. Ein Kind des Lichts zu werden gelinge nur, wenn man jeden Morgen mit dem Gebet zu Christus beginne, um den Tag in seiner Liebe und Barmherzigkeit sehen zu können. Wer zu Hause gelernt habe, zu teilen, Rücksicht zu nehmen, zu lieben und zu vergeben, der merke, wie schlimm Habgier sei oder Rücksichtslosigkeit, und dem tue es weh, wenn Menschen einander verletzen. Der Bischof ermutigte, Missstände anzusprechen und nicht mitzumachen, wenn andere ausgeschlossen werden. Nur wenn das Böse aufgedeckt werde, verliere es seine Kraft und die Welt könne zum Guten verändert werden. Gleichgültigkeit dagegen öffne dem Bösen Tür und Tor. Es gehe darum, aufzuwachen und die Welt jeden Tag ein wenig heller zu machen. Jeder Sonntag sei eine Erinnerung an die Auferstehung Christi. „Mit ihm sollen wir aufstehen und neue Menschen werden. Steh auf mit Christus, dann wird er selbst Dein und unser Licht sein.“</p><h3 style="margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;">„Musikalisches Abendgebet“ als Einstimmung und Eröffnung mit Reliquienprozession</h3><p>Bereits am Samstag, 4. Juli, dem Vorabend der offiziellen Eröffnung, setzte die Mädchenkantorei am Würzburger Dom im Neumünster einen Akzent. Mit einem musikalischen Abendgebet stimmten sich die Teilnehmenden auf die Wallfahrt ein. Neben persönlichen Glaubenszeugnissen der Chormitglieder erklangen unter anderem Lieder auf Suaheli, die der Chor als Kulturbotschafter für seine anstehende Reise im Sommer nach Tansania vorbereitet hat.</p><p><br />Bei der Eröffnung der Wallfahrtswoche am Sonntag, 5. Juli, begleitete Bischof Jung die traditionelle Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel von der Pfarrkirche Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke bis zum Kiliansdom. Daran nahmen auch Delegationen aus Irland und Schottland teil. In seiner Predigt mahnte der Bischof, dass getauft zu sein bedeute, einen persönlichen Auftrag zu haben. Er rief dazu auf, sich mutig in gesellschaftliche Debatten einzumischen und Polarisierungen entgegenzuwirken.</p><p><br />Weihbischof Paul Reder feierte am Montagvormittag, 6. Juli, einen bewegten Gottesdienst mit über 1000 Kommunionkindern aus dem gesamten Bistum. Passend zur biblischen Erzählung vom blinden Bartimäus ermutigte er die Kinder, „für eine heilere Welt aufzustehen“. Für Begeisterung sorgte eine gemeinsame Mitmachaktion im Dom, bei der alle Anwesenden symbolisch im Takt der Musik „ruderten“ – angelehnt an den Weg des heiligen Kilian übers Meer.</p><p><br />Am Montagabend stand der Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte auf dem Programm. Im Kiliansdom forderte Bischof Jung einen klaren Blick auf die Realität und warnte vor Nationalismus und Ideologisierung. Er appellierte an die Verantwortungsträger in Staat und Kirche, den Notschrei von Menschen am Rande der Gesellschaft zu hören und Betroffene zur Eigenverantwortung zu befähigen. Die anwesenden Landes- und Kommunalpolitiker zeigten sich von den Impulsen sowie der lebendigen Gemeinschaftsatmosphäre im Dom beeindruckt.</p><p><br />Am Dienstagvormittag, 7. Juli, feierte Weihbischof em. Ulrich Boom im Kiliansdom eine Messe mit Gläubigen aus der Region Aschaffenburg sowie mit Pfarrhausfrauen aus dem gesamten Bistum. Er rief dazu auf, Hoffnung und Zuversicht in die Welt zu tragen, da Gott im Vertrauen auf den Aufbruch alles zu einem guten Ende führe. Am Dienstagnachmittag zelebrierte Bischof Jung im Dom einen Gottesdienst vor Priestern, Diakonen und hauptamtlich Mitarbeitenden des Bistums und der Caritas. Er stellte fünf Quellen der Ermutigung vor – darunter Lob, Teamarbeit und das Feiern von Erfolgen – und dankte der Dienstgemeinschaft für den gemeinsamen Einsatz beim 104. Deutschen Katholikentag. Bei der ökumenischen Wort-Gottes-Feier am Dienstagabend mit Bischof Jung und dem evangelischen Dekan Dr. Wenrich Slenczka vor Einsatzkräften und Notfallseelsorgerinnen und &nbsp;seelsorgern berichteten fünf Mitglieder der Blaulicht-Familie von prägenden und schweren Momenten ihrer Arbeit.</p><p><br />Am Gedenktag der Frankenapostel, Mittwoch, 8. Juli, betonte Weihbischof Boom beim Pontifikalamt für die Region Main-Rhön, dass, wie Kilian und Gefährten gezeigt hätten, ein Aufbruch stets Mut, Durchhaltevermögen und Vertrauen erfordere. Am selben Tag reiste Weihbischof Reder in den Landkreis Rhön-Grabfeld zum Sonderpädagogischen Förderzentrum „Irena-Sendler-Schule“ in Hohenroth. Nach einer Wort-Gottes-Feier, bei der er das Wallfahrtsmotto durch ein szenisches Spiel veranschaulichte, informierte sich der Weihbischof bei einem Rundgang über das ganzheitliche Förder- und Betreuungsangebot. Bischof Jung besuchte zeitgleich die Johannes-de-la-Salle-Berufsschule in Aschaffenburg, eine Caritas-Förderschule für junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Nach einem Gottesdienst in der Marktkirche Sankt Agatha ermutigte er die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihre Chancen zu nutzen.</p><p><br />Beim Kiliani-Gottesdienst für Ordenschristen am Mittwochnachmittag ermutigte Bischof Jung rund 150 Ordensfrauen und -männer dazu, dem Vorbild der Frankenapostel zu folgen und die eigene Berufung durch eine „zweite Bekehrung“ neu zu beleben. Er betonte, dass dieser Schritt aus der Routine heraus zu größerer geistlicher Fruchtbarkeit führe, während das Ausweichen vor diesem Ruf das anfängliche Feuer zu löschen drohe.</p><p><br />Christinnen und Christen seien aufgefordert, den Glauben zu verkünden, „nicht allein mit Worten, sondern auch durch Engagement in und für die Gesellschaft und Einstehen für die christlichen Werte“, betonte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran am Donnerstag, 9. Juli, beim Gottesdienst für Marktkaufleute und Schausteller in der Marienkapelle. Bischof Jung betonte beim Wallfahrtsgottesdienst für die Region Würzburg, Christinnen und Christen müssten sich trotz eines rauer werdenden gesellschaftlichen Klimas mutig in Debatten einmischen, da das Evangelium politisch sei und die Kraft habe, die Gesellschaft zum Besseren zu verändern.</p><p>Bei der englischsprachigen „Kiliani Lecture“ am Donnerstagabend warnte der Theologe Joshua Furnal vom Saint Patrick’s College im irischen Maynooth vor den Gefahren künstlicher Empathie und plädierte dafür, dass die Kirche als „Dritter Raum“ für echte Fürsorge aktiv werde.</p><p><br />Viele bunte Pilgerstäbe brachten die rund 750 Kindergartenkinder aus den Dekanaten Main-Spessart und Miltenberg zum Tag der Kindergartenkinder am Freitagmorgen, 10. Juli, mit und legten sie auf dem Weg von der Pfarrkirche Sankt Burkard zum Kiliansdom an der Statue des heiligen Kilian auf der Alten Mainbrücke ab. Bischof Jung feierte mit ihnen eine Segensfeier.</p><p><br />Am Freitagabend verlieh im Auftrag von Bischof Jung Weihbischof Reder 20 Frauen und zwei Männern die Missio canonica.</p><p><br />Alle zwei Jahre wird der Gottesdienst für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung angeboten. Bischof Jung feierte ihn am Samstagmorgen, 11. Juli, mit rund 650 Menschen aus ganz Unterfranken. Und erlebte im Anschluss eine Überraschung: Die Malteser überreichten dem Bischof als Dankeschön für seine Unterstützung eine eigene Malteser-Einsatzjacke.</p><p><br />Am Samstagabend öffneten sich die Domtüren auch in diesem Jahr für eine „Nacht der Hoffnung“. Bis Mitternacht konnten die Gläubigen bei meditativen Texten, ruhiger Musik, Anbetung, Glaubensgesprächen und Stille im stimmungsvoll beleuchteten Gotteshaus sich selbst vor Gott bringen, gemeinsam den Glauben feiern und die Beziehung zu Jesus Christus vertiefen – oder einfach eine Kerze anzünden.</p><h3 style="margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;">Glaubensfest ohne gravierende Zwischenfälle</h3><p>Die 16 ehrenamtlichen Sanitätskräfte des Malteser Hilfsdiensts (MHD) betreuten während der gesamten Wallfahrtswoche und der vorgeschalteten Ehejubilarsgottesdienste die Pilgerinnen und Pilger und leisteten insgesamt 312 ehrenamtliche Stunden. Insgesamt sei die Wallfahrtszeit ruhig verlaufen. Neben Wespenstichen und zahlreichen kleineren Verletzungen sei es aufgrund der Temperaturen auch zu mehreren Kreislaufbeschwerden gekommen. In zwei Fällen sei ein Transport in eine Klinik notwendig geworden. Ein besonderer Schwerpunkt war der Gottesdienst für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung am Samstagvormittag, bei dem die Malteser mit 100 Einsatzkräften sowie weiterer Unterstützung aus anderen Malteser-Gliederungen für den Transport, die Begleitung und Verköstigung der Pilgerinnen und Pilger verantwortlich waren. „Die Krankenwallfahrt ist für uns ein besonderer Höhepunkt. Hier geht es nicht nur um sanitätsdienstliche Absicherung, sondern vor allem um Begleitung, Aufmerksamkeit und die Möglichkeit, kranken und älteren Menschen eine unbeschwerte Teilnahme an der Wallfahrt zu ermöglichen. Dass das durch das engagierte Zusammenspiel von Maltesern, Caritas und vielen Helfenden gelingt, macht diese Veranstaltung so wertvoll“, sagte Einsatzleiterin Monika Selbach.</p><p><br />Kiliani-Manager Matthias Reichert bilanzierte: „Nach dem tollen 104. Deutschen Katholikentag war auch die Kiliani-Wallfahrtswoche ein Fest des Glaubens und der Begegnung.“ Das Jahresmotto „Hab Mut, steh auf!“ sei „eine Haltung, und diese Botschaft nehmen die Menschen aus der Kiliani-Woche mit“.</p><p><br />Informationen zur Kiliani-Wallfahrtswoche sowie zahlreiche Bildergalerien im Internet unter<a href="https://kiliani.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link"> https://kiliani.bistum-wuerzburg.de</a>.<br />&nbsp;</p><p class="text-right"><em>mh/sti (POW)</em></p><p>(2926/0698; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74033</guid><pubDate>Sun, 12 Jul 2026 13:15:02 +0200</pubDate><title>Viele Lichter der Hoffnung</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/viele-lichter-der-hoffnung/</link><description>Besondere Atmosphäre bei „Nacht der Hoffnung“ im Kiliansdom – Impulse, Gebet und Kerzenlicht – Domtüren bis Mitternacht geöffnet</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Das weit offene Domportal ist in grünes Licht getaucht. Ein Team von Helferinnen und Helfern verteilt Kerzen und lädt Passanten ein, in den stimmungsvoll grün, gelb und lila beleuchteten Kiliansdom zu treten. Bei der „Nacht der Hoffnung“ am Samstagabend, 11. Juli, präsentierte sich der Dom von einer etwas anderen Seite. Bis Mitternacht kam ein steter Strom von Menschen, um das Angebot von Stille und meditativen Impulsen, dezenter Musik, Anbetung und Glaubensgesprächen wahrzunehmen. Viele entzündeten eine Kerze auf den Stufen vor dem Altar. „So schön“, war immer wieder zu hören. „Diese Nacht, die Ihr gestaltet habt, war wunderschön“, dankte eine Frau dem Helferteam.</p><p>Bis zum „Gebet der Hoffnung“ und dem eucharistischen Segen, mit dem kurz vor Mitternacht die „Nacht der Hoffnung“ schloss, nutzten Frauen und Männer aller Altersstufen die verschiedenen Angebote im Dom. Im Eingangsbereich und am Taufbecken beispielsweise konnten sie auf Karten schreiben, was sie an Bitten, Dank oder Hoffnung vor Gott bringen wollen, und diese in ein Körbchen vor den Altar legen. Bibelkärtchen mit Impulsen wie „Denn sicher gibt es eine Zukunft, deine Hoffnung wird nicht zerschlagen“ luden zum Nachdenken über das eigene Leben ein. Wer wollte, konnte ein grünes Armband mit der Aufschrift „Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich“ mitnehmen.</p><p>Vor dem eucharistischen Brot in der auf dem Altar aufgestellten Monstranz gaben Seelsorgerinnen und Seelsorger Impulse zu Mut und Hoffnung. „Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst weiterzugehen, im Vertrauen darauf, dass jemand mitgeht“, sagte beispielsweise ein Seelsorger mit Blick auf die Zusage Jesu an die Jünger: „Ich bin bei euch alle Tage.“ Eine Gefängnisseelsorgerin berichtete von inhaftierten Frauen, die trotz ihrer Situation nicht den Mut verloren hätten, von einem besseren Leben zu träumen. „Gott spielt hinter Gittern eine große Rolle“, sagte sie. In weiteren Impulsen ging es um Fragen wie: „Wofür stehe ich auf?“ oder „Was ist meine Berufung?“ Vor dem eucharistischen Segen lud Bischof Jung alle ein, ein Weihrauchkorn in eine Schale mit glühender Kohle zu legen: „Unser Gebet wollen wir wie Weihrauch aufsteigen lassen.“</p><p>Zu Beginn der „Nacht der Hoffnung“ feierte Bischof Jung einen Pontifikalgottesdienst. Die Erzählung vom blinden Bettler Bartimäus beschreibe einen Menschen, der nicht weiterwisse und vom Leben der anderen ausgeschlossen sei. „Heute Nacht sind wir eingeladen, über die Finsternis in unserem Leben nachzudenken“, sagte der Bischof. „Wo kann ich mich in dieser Rolle wiederfinden? Wo sind die Momente der Dunkelheit und Ohnmacht, in denen ich wie der Bettler um Hilfe rufe?“</p><p>Die Menschenmenge wolle den Bettler zunächst zum Schweigen bringen. Doch als Jesus stehen bleibe, ändere sie ihr Verhalten und ermutige ihn, aufzustehen und in die Gegenwart Jesu zu treten. Diese Menge sei für ihn ein Sinnbild der Kirche, sagte Bischof Jung. „Die Kirche ist nicht für sich selbst wichtig, sondern immer nur dann, wenn sie dazu dient, Menschen mit Christus in Kontakt zu bringen.“ Diese Nacht lade dazu ein, über das eigene Christsein nachzudenken: „Wann habe ich andere zu Christus geführt, und traue ich persönlich diesem Jesus wirklich zu, dass er auch mich heilen könnte?“</p><p>Christus mache den Blinden wieder sehend. Im Evangelium heiße es über Jesus als dem Licht der Welt: „Die Finsternis hat dieses Licht nicht erfasst. Es leuchtet auch in der Nacht.“ Am Karfreitag seien am helllichten Tag die Lichter ausgegangen, weil der Gottessohn getötet wurde, doch er sei es, der in der Osternacht das Licht wieder aufstrahlen lasse. „Deshalb kann er auch in der Finsternis unseres Lebens sein Licht wieder aufstrahlen lassen. Vertraue ich darauf, dass Jesus auch meine Finsternis erhellt? In dieser Nacht sind wir eingeladen, Christus als das Licht unseres Lebens wiederzuentdecken. Haben wir Mut heute Nacht und stehen wir auf, dem Herrn zu begegnen.“</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2926/0697; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783854817VUVuQbQJn3TDhp" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783854817VUVuQbQJn3TDhp</a></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74025</guid><pubDate>Sat, 11 Jul 2026 16:52:49 +0200</pubDate><title>Eine Malteser-Einsatzjacke für Bischof Jung</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/eine-malteser-einsatzjacke-fuer-bischof-jung/</link><description>Würzburg (POW) Mit einer eigenen Malteser-Einsatzjacke haben die Malteser Bischof Dr. Franz Jung überrascht. Malteser-Diözesanleiterin Martina Mirus überreichte sie nach dem Kiliani-Gottesdienst für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung am Samstagvormittag, 11. Juli, im Würzburger Kiliansdom.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Jacke stehe stellvertretend für den Dienst und die Verantwortung, welche die zahlreichen Ehren- und Hauptamtlichen der Malteser täglich für Menschen in Not leisten, sowie für die Gemeinschaft, die ebenfalls sehr wichtig sei. „In den vergangenen Jahren haben wir bei Ihnen immer eine große Verbundenheit mit unserem Verband gespürt. Das ist nicht selbstverständlich“, erklärte Mirus. „Das ist ein tolles Zeichen, vielen Dank!“, sagte der Bischof sichtlich erfreut. „Ich bin sehr dankbar, dass Ihr diesen Dienst tut.“ Beim zurückliegenden 104. Deutschen Katholikentag wie auch am heutigen Tag sei alles „super“ gelaufen, dankte Bischof Jung: „Ich habe nur Lob gehört.“ Der Bischof habe immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Malteser, sagte Mirus. Die Jacke sei ein symbolisches Zeichen der Verbundenheit und ein Dankeschön. Und sie wurde noch personalisiert: Statt dem Schriftzug „Seelsorger“ prangt am Rücken nun das Wort „Bischof“. Beim Kiliani-Gottesdienst waren rund 100 Malteser im Einsatz. Sie begleiteten die Menschen, unterstützten bei Mobilität und Versorgung und sorgten zusammen mit dem Diözesan-Caritasverband dafür, dass alle den Gottesdienst gut und sicher mitfeiern konnten.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2926/0696; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74024</guid><pubDate>Sat, 11 Jul 2026 16:37:26 +0200</pubDate><title>Viel Applaus für einen besonderen Gottesdienst</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/viel-applaus-fuer-einen-besonderen-gottesdienst/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Kiliani-Gottesdienst mit Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung – Messe mit Gebärdendolmetschern und Veeh-Harfen-Ensemble – Pilgerspeisung im Dom – Großeinsatz für Caritas und Malteser-Hilfsdienst</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Eine besondere Atmosphäre herrscht beim Kiliani-Gottesdienst für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung am Samstagvormittag, 11. Juli, im Würzburger Kiliansdom. Die Bänke im rechten Querhaus sind entfernt, um Platz für Rollstuhlfahrer und ihre Begleiter zu schaffen. Frauen und Männer der Malteser und des Diözesan-Caritasverbands gehen mit Wasserflaschen und Bechern durch die Reihen und ermuntern die Gläubigen, ausreichend zu trinken. Mehr als 300 Personen haben allein die Malteser mit rund 50 Kleinbussen und Behindertentransportwagen aus Aschaffenburg und Kitzingen, aus den Haßbergen und der Rhön, aus Marktheidenfeld und Würzburg in den Dom gebracht – insgesamt feiern rund 650 Menschen den Gottesdienst mit. Die Stimmung ist freudig und erwartungsvoll.</p><p>„Hab Mut, steh auf!“, so stehe es groß an den Domtürmen, begrüßt Bischof Dr. Franz Jung die Gläubigen. Das sei nicht nur das Motto des zurückliegenden 104. Deutschen Katholikentags und der Kiliani-Wallfahrtswoche. „Es ist das Motto jedes Menschen, der krank ist oder mit Behinderung zu kämpfen hat. Hab Mut, steh auf, jeden Tag neu, nach jeder Erkrankung neu. Christus nimmt uns in seiner Auferstehung immer wieder mit, damit wir nicht in Krankheit und Depressionen versinken.“ Applaus brandet auf, und auch während der Feier werden die Gläubigen nicht damit sparen.</p><p>Im Gottesdienst selbst ist manches anders. Das Liedheft für den Gottesdienst ist kontrastreich und in großer Schrift gestaltet, damit es alle möglichst gut lesen können. Das Evangelium wird in leichter Sprache vorgetragen. Pastoralreferentin Claudia Walter, Hörgeschädigtenseelsorgerin der Diözese, übersetzt die Feier gemeinsam mit weiteren Dolmetschern simultan in Gebärdensprache, und spontan bildet sich vorne links im Hauptschiff noch ein Gebärdenchor, der die Lieder begleitet. Zwei Ministranten vom Sankt-Josefs-Stift unterstützen die Domministranten. Zur Gabenbereitung spielt das Veeh-Harfen-Ensemble „Saitenklang“ aus dem Sankt-Josefs-Stift in Eisingen. Unter anderem wird ein rotes Herz an einem langen Stab zum Altar gebracht. Darauf sind die Worte „Hoffnung“, „Liebe“, „Zuversicht“, „Freude“, „Miteinander“ und „Kraft“ zu lesen.</p><p>Das Schönste an der Geschichte vom blinden Bartimäus sei für ihn, dass Jesus den Hilferuf des Bettlers höre, sagt Bischof Jung in seiner Predigt. Es sei laut gewesen. Die anderen wollten Bartimäus nicht hören. Doch Jesus habe sein Rufen gehört. Manchmal traue man sich nicht, um Hilfe zu bitten, und habe Angst, den anderen auf die Nerven zu gehen. Bartimäus habe seinen ganzen Mut zusammengenommen. Er mache damit Mut, auf sich aufmerksam zu machen und nicht aus Angst oder Scham zu schweigen. Man müsse Menschen Mut machen, dass sie rufen dürfen, wenn sie Hilfe brauchen, erklärt der Bischof: „Sonst können wir es ja nicht wissen.“ Manchmal gehe man auch schnell weiter, wenn man einen Hilferuf höre. Man habe Angst, helfen zu müssen, man habe keine Zeit oder wisse nicht, wie man helfen könne, oder wolle einen Menschen nicht anfassen. Jesus aber bleibe stehen.</p><p>Man könne nicht wissen, was der andere gerade brauche, fährt der Bischof fort. Oft höre er von alten oder kranken Menschen, wie erniedrigend es sei, wenn Ärzte und Pfleger einfach bestimmen würden, was gut für sie ist, ohne nachzufragen. „Was weiß denn ich, womit ich einem Menschen wirklich dienen könnte?“, fragt der Bischof. Jesus frage nicht und wisse es auch nicht besser: „Er muss es von Bartimäus hören.“ Und dieser Bartimäus wolle kein Geld, keinen Blindenhund und keinen Betreuer. „Er will, dass man ihm Ansehen schenkt. In dem Augenblick, in dem ihn jemand ernst nimmt und ansieht, werden ihm die Augen geöffnet für die eigene Würde und für den nächsten Schritt, den er jetzt im Leben tun könnte. Ich danke allen von Herzen, die sich Tag für Tag in diese Grundhaltung einfügen und sich einen Blick auf den konkreten Menschen bewahren.“ Erneut applaudiert die Gemeinde herzlich.</p><p>Am Ende der Feier dankt Bischof Jung allen, die geholfen haben, diesen Tag zu ermöglichen. Allein die Malteser sind mit rund 100 ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort, die Caritas mit weiteren 25 Haupt- und Ehrenamtlichen. Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, dankt Bischof Jung für die Einladung zu diesem Gottesdienst. Noch einmal ist Applaus zu hören. Dann strömen die Helferinnen und Helfer mit Tabletts aus, um heiße Würstchen, Brezeln und Hörnchen sowie Kaffee, Tee und weitere Getränke an die Menschen zu verteilen. Diese Speisung im Dom ist eine alte Pilgertradition und nach Auskunft der Malteser in dieser Form in Deutschland heutzutage wohl einzigartig.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(2926/0695; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong></em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783777356tVeb3TpsZm6py0" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783777356tVeb3TpsZm6py0 </a></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74010</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 21:00:26 +0200</pubDate><title>„Der Einzelne zählt“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/der-einzelne-zaehlt/</link><description>Weihbischof Reder verleiht im Namen von Bischof Dr. Franz Jung 22 Frauen und Männern die Missio canonica – Langjährige Religionslehrkräfte in den Ruhestand verabschiedet – Kiliani-Tag für Verantwortliche in Schule und Erziehung</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) 20 Frauen und zwei Männern hat Weihbischof Paul Reder am Freitagabend, 10. Juli, beim Kiliani-Tag der Verantwortlichen in Schule und Erziehung im Namen von Bischof Dr. Franz Jung die Missio canonica verliehen. Christlicher Glaube ist nach den Worten des Weihbischofs „weit mehr als eine Weltanschauung oder ein spirituelles Gefühl“. Im Pontifikalamt für Verantwortliche in Erziehung und Schule rief er vor rund 400 Gläubigen die Religionslehrkräfte dazu auf, zunächst selbst „Hörende auf Gott und sein Wort“ zu sein. Mit Blick auf den blinden Bartimäus betonte er in der Predigt: „Der Einzelne zählt und hat auch mit seinen Defiziten Bedeutung.“ Religionsunterricht solle den Glauben als Ermutigung zu einem selbstbestimmten Leben erfahrbar machen. Mit dem Überreichen der Missio canonica würden die Lehrkräfte offiziell in diesen Dienst gesandt, betonte der Weihbischof. „Ihre Coaching-Zone ist das Klassenzimmer, der Pausenhof, das Lehrerzimmer, die Klassenfahrt und nicht zuletzt Gebet und Gottesdienst.“</p><p>Gemeinsam mit Leitendem Schulamtsdirektor im Kirchendienst Jürgen Engel, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, übergab der Weihbischof den neuen Religionslehrerinnen und -lehrern dieses Schuljahres die Beauftragungsurkunden.</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Gymnasium nahmen Florian Krappmann (Würzburg) und Paulina Weiss (Würzburg) entgegen.</p><p>Die Missio canonica für Realschulen erhielten Judith Lang (Höchberg) und Laura Welscher (Höchberg).</p><p>Für das Lehramt an Mittelschulen bekamen die Missio canonica Melina Gröger (Hofheim) und Julia Hammer (Burkardroth)</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen erhielten Clara Bracker (Kürnach), Julika Hauck (Bischofsheim), Sabrina Heim (Aschaffenburg), Simon Holler (Karlstadt-Wiesenfeld), Natascha Löffelmann (Königsberg), Veronica Scherzer (Gailbach), Maren Schneider (Haßfurt), Stina Schölzel (Bad Bocklet) und Jennifer Zankl (Aura im Sinngrund).</p><p>Für das Lehramt an Grundschulen wurden mit der Missio canonica beauftragt Franziska Full (Schweinfurt), Sophia Hochrein (Zellingen-Retzbach), Magdalena Streun (Bürgstadt), Marleen Kretschmer (Großheubach), Nina Nitsche (Stadtlauringen) und Selina Onayli (Randersacker).</p><p>Die Missio canonica für das Lehramt an Förderschulen nahm Franziska Breitenhuber (Karlstadt) entgegen.</p><p>Am Ende des Gottesdiensts, der, wie Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, es nannte, eine „spiritueller Staffelholzübergabe“ war, wurden Religionslehrkräfte verabschiedet, die zum Schuljahresende in den Ruhestand gehen. „Die einen erhielten heute ihre Missio, die anderen beenden ihren Auftrag“, sagte sie. Weihbischof Reder erteilte den künftigen Ruheständlern für den neuen Lebensabschnitt Gottes Segen: den staatlichen Lehrkräften Karin Biernat (Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg), Harald Drescher (Frobenius-Gymnasium Hammelburg), Anette Rudolph (Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg), Stefanie Schuhmann (Philipp-Melanchton-Berufsfachschule Würzburg) und Gertrud Vorderobermeier (Leopold-Sonnemann-Realschule Höchberg) sowie den Religionslehrkräften im Kirchendienst Roland Bauer, Winfried Bauer, Helga Kiesel und Marianne Oßwald und Leitendem Schulamtsdirektor im Kirchendienst Engel, der im Herbst in den Ruhestand geht. „Danke für Ihren wertvollen Dienst“, rief ihnen der Weihbischof zu.</p><p>Für den musikalischen Rahmen des Gottesdiensts sorgte neben Domorganist Professor Stefan Schmidt und Kantor Daniel Mattick der Chor „Singing Voices“ der Walburg-Realschule aus Eltmann unter der Leitung von Sebastian Franz. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Burkardushaus schloss sich an.</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2926/0680; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Weiter Bilder finden Sie hier:&nbsp;<a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783710635aZMmOvpetqtDKW" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783710635aZMmOvpetqtDKW</a></b></u></i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74011</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 19:00:00 +0200</pubDate><title>„Zuallererst eine Frage der inneren Haltung“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/zuallererst-eine-frage-der-inneren-haltung/</link><description>Predigt von Weihbischof Paul Reder beim Kiliani-Pontifikalamt für Verantwortliche in Schule und Erziehung am Freitag, 10. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Liebe Schwestern und Brüder Christi,<br />liebe Verantwortliche in Erziehung und Schule,<br />liebe Verantwortliche für die Ausbildung,</p><p class="western">zur Anrede hätte ich auch sagen können: „Liebe Expertinnen und Experten der christlichen Elementarisierung“. Denn diese Kernkompetenz der didaktischen Reduktion ist ein wesentliches Instrument zur Vermittlung fachwissenschaftlicher Inhalte – auch im Blick auf Religion und Glaube. Alle, die sich in Erziehung und Schule auf den Weg machen, Kinder, Jugendliche oder Erwachsene zu begleiten, zu lehren und zu bilden, werden in dieser „Elementarisierung“ professionalisiert. Mitunter lohnt es sich auch, das kirchliche Leben zu elementarisieren, und dazu gehört auch das, was wir heute hier tun.</p><p>Denn ein wesentliches Element der christlichen Verantwortung in Erziehung und Schule ist, gemeinsam zu beten und Gottesdienst zu feiern. Dieses Element ist sogar in den staatlichen Ordnungen Bayerns verankert (BaySchO, §27,1). Das gibt es so in keinem anderen Fach. Ganz gewiss könnte die Missio canonica auch in einem anderen Rahmen übergeben oder einfach per Einschreiben zugestellt werden. Aber es hat seinen guten Grund, warum wir hier zum Gottesdienst zusammenkommen, um Ihre kirchliche Sendung im wahrsten Sinn des Wortes zu feiern.</p><p>Zunächst kommen wir gemeinsam vor Gott, um auf sein Wort zu hören. Christliche Inhalte zu vermitteln, ist nämlich zuallererst eine Frage der inneren Haltung. „Der Glaube kommt vom Hören“ (Röm 10,17), betont der Apostel Paulus. Christlicher Glaube und seine Vermittlung ist damit weit mehr als eine Weltanschauung oder ein spirituelles Gefühl. Christlicher Glaube lebt von der Überzeugung, dass sich Gott in Jesus Christus auf unvergleichliche Weise mitteilt und dass wir auf sein Wort hören und es verstehen können, damit es unser Leben formt. Zuallererst eine Hörende und ein Hörender auf Gott und sein Wort hin zu sein, ist besonders für diejenigen elementar, die sich in den Dienst der Vermittlung religiöser Inhalte stellen. Wenn Kinder, Jugendliche oder Erwachsene diese Haltung bei ihnen wahrnehmen können, dann vermitteln sie etwas über alle fachliche Expertise und Lehrpläne hinaus: dass sie selbst im Blick auf ihre Gottesbeziehung lernend bleiben. Das heißt, dass sie ihr eigenes Leben, unser Miteinander und die Schöpfung, in der wir leben, mit all dem, was diese Dimensionen an Schönheit und Fragwürdigkeit in sich tragen, auf Gott hin wahrnehmen. Damit wird Glauben zum Weg, die Wirklichkeit über das menschlich Zugängliche auf die Offenbarung Gottes hin zu öffnen. Der Brief an die Epheser spricht im Abschnitt der heutigen Lesung von diesem Weg: „Ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts!“ (Eph 5,8-14). Paulus erinnert daran, dass Glaube weit mehr als Wissen ist. Glaube in diesem Sinn ist ein neuer Lebensstil. Dieser Lebensstil hat mit der Entscheidung zu tun, sich dem zuzuwenden, was dem Licht Wirksamkeit verschafft, oder aber der Dunkelheit Raum zu geben. Dunkelheit bekommt dort Raum, wo Menschen sich verlieren, wo Wahrheit verschwiegen wird oder die Orientierungslosigkeit anderer ausgenutzt wird, um Einzelinteressen durchzusetzen.</p><p>Sich dem Licht zuzuwenden, heißt: die eigenen Augen zu öffnen und offen zu halten, wo Wahrhaftigkeit, Menschenfreundlichkeit, Gerechtigkeit und Mut zum Guten gefördert werden können. Damit wird neben dem menschlichen Verstand ein weiteres Kompetenzzentrum beschrieben, das für die Identität und Lebenspraxis eines gläubigen Menschen elementar ist: das Herz.</p><p>In diesem Licht können wir auch das Evangelium des blinden Bettlers Bartimäus lesen. Seine Ausgangssituation ist prekär. Am Straßenrand im Dunkel sitzend, vom Wohlwollen anderer abhängig, aber Bartimäus bleibt nicht stumm und er lässt sich offenkundig nicht entmutigen, als ihn die Menschenmenge an seinen Platz verweist. Er ruft weiter nach Jesus, der stehenbleibt, ihn nicht übersieht, zu sich in seine Nähe holt, nach dem fragt, was er auf dem Herzen hat, und ihm in der persönlichen Zuwendung die Augen öffnet.</p><p>Bei all dem, was den Kontext der biblischen Geschichte von Orten der Erziehung, von Schule und Unterricht unterscheidet, gibt es doch zumindest die Gemeinsamkeit einer Menge von Personen und dem Blick auf den Einzelnen. Würden wir die Haltung Jesu auf unser Classroom-Management anwenden, würde es bedeuten, dass niemand aus dem Blick geraten darf, der ohnehin schon am Rand steht. Gerade die digitale Generation und der Umgang mit ihr scheint mir vor dieser gewaltigen Herausforderung zu stehen: Auf der Suche nach Orientierung und dem, was dem Leben Halt gibt, immer mehr auf das Display oder den Bildschirm zu schauen und immer weniger Menschen um sich zu haben, die ihnen mehr als einen flüchtigen Blick schenken. Jesus macht Bartimäus und uns im Evangelium deutlich, dass der Einzelne zählt und auch in seinen Defiziten Bedeutung hat. Er wird gerufen, geheilt und in die Nachfolge geführt.</p><p>Religionsunterricht will im Sinn dieser Botschaft den christlichen Glauben als Ermutigung zu einem selbstbestimmten Leben identifizierbar und – so gut es im Rahmen der Institution Schule geht – erfahrbar machen. In der Schulpastoral, im Religionsunterricht oder der Erwachsenenbildung braucht es Menschen wie Sie, die mit ihrer Persönlichkeit und ihren fachlichen Kompetenzen anderen dabei helfen, die Augen für die Zusammenhänge von Lebensgestaltung und Sinnangeboten, von Schöpfung und Umweltbewusstsein, vom Umgang mit Schuld und Versöhnung, von der Kraft der biblischen Botschaft und Hoffnungsmenschen, die Mut machen, mit dem kritischen Verstand zu hinterfragen und für das Kompetenzzentrum des Herzens zu erschließen. Wenn dann in der Lerngemeinschaft vom Einzelnen entdeckt wird: Ich bin nicht unsichtbar, ich werde gesehen und mit meinen Fragen und Zweifeln, mit meinen Bedürfnissen und Ideen in den Blick genommen, sind wir im Geist des Evangeliums auf Sendung. Diese Sendung, deren Relevanz für unsere individuelle Lebenspraxis und für unser mitmenschliches Zusammenleben elementar ist, wird Ihnen heute mit Überreichung der „Missio canonica“ offiziell anvertraut.</p><p>Wenn wir dies im Rahmen der Eucharistiefeier tun, dann kommt auch das Element des Dankens ins Spiel: Dank an Gott, der Menschen ruft, sich in den Dienst der Frohen Botschaft zu stellen. Dank an alle, die in seinem Geist dazu beitragen, dass Menschen befähigt werden, durch Ausbildung und Erweiterungen ihrer pädagogischen und fachlichen Kompetenzen als Lehrkräfte in Schulen und erzieherischen Einrichtungen zu wirken. Dank an Sie, dass Sie Mut hatten, aufzustehen und sich über viele Jahre ausbilden zu lassen, um jetzt an Ihren Einsatzorten auf Sendung zu gehen. Wenn wir die Gaben von Brot und Wein auf den Altar legen, werden Sie mit hineingenommen in das erlösende Wirken Gottes, damit Sie gestärkt durch die Gemeinschaft mit Christus sein Licht bezeugen und in der Welt verbreiten.</p><p>Der Mut und das Herz, das es dazu braucht, haben eine Gemeinsamkeit: Sie werden durch die Praxis trainiert. Ihre Coaching-Zone ist das Klassenzimmer, der Pausenhof, das Lehrerzimmer, die Klassenfahrt und nicht zuletzt Gebet und Gottesdienst auch hier und heute. Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74004</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 16:09:41 +0200</pubDate><title>„Sie waren im Schuldienst das Gesicht von Kirche“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/sie-waren-im-schuldienst-das-gesicht-von-kirche/</link><description>Die Diözese Würzburg verabschiedet vier Religionslehrkräfte im Kirchendienst in den Ruhestand ‒ Dank für jahrzehntelanges Engagement in Schule und Schulpastoral</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bei einer Feierstunde im Würzburger Burkardushaus haben am Freitag, 10. Juli, Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, und Leitender Schulamtsdirektor Jürgen Engel, Leiter der Abteilung Schule, die Religionslehrkräfte im Kirchendienst Roland Bauer, Winfried Bauer, Helga Kiesel und Marianne Oßwald in den Ruhestand verabschiedet. Auch im Namen von Bischof Dr. Franz Jung dankten sie ihnen für den langjährigen Einsatz. „Sie waren im Schuldienst das Gesicht von Kirche.“<br />„Sie haben Generationen von Schülerinnen und Schülern begleitet, ihnen Fragen nach Sinn und Glauben eröffnet, Hoffnung geweckt und Mut gemacht ‒ gerade auch in Zeiten, die nicht einfach waren“, erklärte Schrappe. Die aktuelle Kiliani-Wallfahrtswoche stehe wie auch der zurückliegende 104. Deutsche Katholikentag unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“. In der Schulpastoral gehe es darum, Menschen zu ermutigen, damit sie wieder aufstehen und ihr Leben gestalten. Das hätten die Lehrkräfte getan, beispielsweise indem sie an Förderschulen Kindern mit Einschränkungen den Rücken stärkten. „Mit Geduld, Offenheit und persönlichem Engagement haben Sie Werte vermittelt, Brücken gebaut und vielen jungen Menschen Orientierung geschenkt.“ Für den Ruhestand wünschte Schrappe den scheidenden Lehrkräften, dass sie Orte finden, wo ihr Herzblut und ihre Kompetenz weiter gebraucht werden.<br />Für die Mitarbeitervertretung (MAV) überbrachte Religionslehrer im Kirchendienst Guido Spahn Dank und gute Wünsche. Vieles vom jeweiligen Wirken der vier Lehrerpersönlichkeiten lasse sich nicht in Noten, Statistiken oder Stundenplänen messen. „Es lebt weiter in Begegnungen, in Erinnerungen, in Worten, die im richtigen Moment Trost geschenkt haben, und vielleicht in einer Entscheidung für den Glauben oder ein verantwortungsbewusstes Leben“, sagte Spahn.<br />In einer Reflexionsrunde erklärten die künftigen Ruheständler, sie hätten den Arbeitgeber Kirche immer als unterstützend und Freiräume ermöglichend erlebt. Dankbar zeigten sie sich zudem für die kollegiale Dienstgemeinschaft über die Jahrzehnte. Sie äußerten sich aber auch besorgt um die Zukunft des Religionsunterrichts, da nicht überall Nachfolger in Sicht seien. Schulreferent Engel würdigte die vielfältigen Verdienste der vier Personen.<br /><strong>Roland Bauer </strong>(63) blickt auf eine jahrzehntelange Laufbahn im kirchlichen Schuldienst zurück. Nach seinem Studium der Theologie legte er im Juni 1991 in seiner Geburtsstadt Würzburg die zweite Dienstprüfung für Religionslehrer im Kirchendienst ab und erhielt die Missio canonica. Sein Weg führte ihn ab 1995 zunächst für eine dreijährige Ausbildungsphase in den Dienstvertrag, der 1998 in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis überging. Über die Jahre war Bauer an zahlreichen Schulen der Region im Einsatz – von der Volksschule Güntersleben über die Realschule Hösbach bis hin zu verschiedenen Grund- und Förderschulen. Im März 2020 beging er sein 25. Dienstjubiläum. Obwohl er zum 1. Januar 2026 offiziell die Altersgrenze für den Renteneintritt erreichte, unterrichtet er im aktuellen Schuljahr 2025/26 weiterhin an der Grundschule Lengfeld.<br />Der Lebenslauf von <strong>Winfried Bauer </strong>(65) zeichnet sich durch eine fundierte und vielseitige theologische Ausbildung aus. Neben Kursen bei „Theologie im Fernkurs“ absolvierte er ein Diplomstudium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz, welches er im April 2020 mit dem akademischen Grad „Magister der Theologie“ abschloss. Seine feste Anstellung als Religionslehrer im Kirchendienst begann nach der Ausbildung 1995 und mündete 1998 in ein unbefristetes Dienstverhältnis, zeitgleich mit dem Erhalt der Missio canonica. Nach einer mehrjährigen Phase des Sonderurlaubs zwischen 2010 und 2016 kehrte er in den Schuldienst zurück. Bauers jahrzehntelange Unterrichtserfahrung erstreckt sich über zahlreiche Grund-, Haupt- und Mittelschulen der Region. Obwohl sein Renteneintritt bereits auf den 1. November 2025 datiert ist, unterrichtet er aktuell an der Josef-Greising-Berufsschule in Würzburg.<br /><strong>Helga Kiesel </strong>(66), geboren in Mindelheim (Bistum Augsburg), verbindet in ihrer Biografie soziale Arbeit und kirchliches Engagement auf besondere Weise. Nach ihrem Abschluss als Diplom-Sozialpädagogin an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt im Sommer 1982 startete sie im Herbst desselben Jahres als Schülerinnenreferentin im Bischöflichen Jugendamt. Sie bildete sich stetig weiter, schloss 1998 eine Ausbildung in Seelsorglicher Beratung ab und absolvierte 2004 den religionspädagogisch-katechetischen Kurs bei „Theologie im Fernkurs“. Im März 2004 wechselte Kiesel als Assistentin des Hauptabteilungsleiters in die Schulabteilung des Bischöflichen Ordinariats und wirkte dort zudem als Referentin für Schulpastoral. Parallel sammelte sie zwischen 2003 und 2010 Lehrerfahrung an verschiedenen Schulen, legte 2006 die zweite Dienstprüfung ab und erhielt die Missio canonica. Ihr breites Fachwissen brachte sie ab 2012 auch im Fachbeirat für Präventionsarbeit ein. Nach einer beeindruckenden Dienstzeit – 2022 feierte sie ihr 40. Dienstjubiläum – steht für Kiesel zum 31. Juli 2026 der Renteneintritt bevor.<br /><strong>Marianne Oßwald</strong> (66), geboren in Stommeln, begann ihren kirchlichen Dienst 1984 in der Erzdiözese Köln als Gemeindeassistentin. Nach dem Erhalt der Missio canonica und der zweiten Dienstprüfung zur Gemeindereferentin im Jahr 1986 zog es sie nach Franken. Im Herbst 1987 trat sie ihren Dienst als Gemeindereferentin in der Diözese Würzburg an. 1991 wechselte Oßwald als Religionslehrerin im Kirchendienst dauerhaft in den Schuldienst. Seither wirkte sie an den unterschiedlichen Schulformen der Region, darunter Förderschulen, Grund- und Mittelschulen sowie Fachakademien und Gymnasien. Im Februar 2024 blickte sie auf 40 Jahre im kirchlichen Dienst zurück. Aktuell ist sie am Dr. Karl-Kroiß-Förderzentrum in Würzburg tätig. Zum 31. Juli 2026 geht sie in den Ruhestand.</p><p class="text-right"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p><span style="font-style:normal"><span style="line-height:100%">(2926/0693; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u> Foto abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74002</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 15:44:00 +0200</pubDate><title>Bunte Pilgerstäbe für den heiligen Kilian</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bunte-pilgerstaebe-fuer-den-heiligen-kilian/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert mit rund 750 Kindergartenkindern einen Kiliani-Gottesdienst – Prozession von Sankt Burkard zum Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Laut und bunt ist es in der Pfarrkirche Sankt Burkard in Würzburg am Freitagvormittag, 10. Juli. Rund 750 Kindergartenkinder rufen das Motto „Hab Mut, steh auf!“ der Kiliani-Wallfahrtswoche immer wieder durch die Kirche. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern sind sie aus den Dekanaten Miltenberg und Main-Spessart nach Würzburg gekommen, um mit Bischof Dr. Franz Jung einen Kiliani-Gottesdienst zu feiern.</p><p>Schon vor Beginn des Gottesdienstes ist die Stimmung ausgelassen. Eine Band unter der Leitung von Regionalkantor Christian Stegmann (Region Kitzingen/Ochsenfurt) spielt Musik, zu der alle Kinder begeistert mitsingen. Die Kirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Sogar im Chorraum sind zahlreiche Gruppen untergebracht. Nachdem Bischof Jung mit den Konzelebranten eingezogen ist, hallt es erneut durch die Kirche: „Hab Mut, steh auf!“ „Wie schön, dass so viele von Euch hier sind“, begrüßt der Bischof die Kinder. Das Evangelium vom blinden Bartimäus wird auf besondere Weise vorgetragen. Die Kinder des katholischen Kinderhauses zur Heiligen Familie Karlstadt spielen die Szene nach, in der der blinde Bartimäus Jesus begegnet. Kinder aus dem Kindergarten Sankt Radegundis in Gössenheim tragen die Fürbitten vor.</p><p>Bischof Jung ermutigt die Kinder, mutig zu sein und aufzustehen. „Ich wünsche Euch, dass Ihr immer dann, wenn Ihr in einer schwierigen Situation seid, sagt: Hab Mut, steh auf!“ Das „steh auf!“ rufen alle Kinder mit. Weiter wünscht er den Kindern, dass sie Menschen haben, die sie in ihrem Leben begleiten und ihnen sagen: „Du bist nicht allein.“ Alle könnten gewiss sein, dass Jesus immer bei ihnen sei und ihnen sage: „Hab Mut, steh auf!“ Daraufhin stimmt die Band das Lied des Katholikentags „Hab Mut, steh auf!“ an, dass alle Kinder begeistert mitsingen.</p><p>Nach dem Gottesdienst ziehen die Kinder in einer Prozession über die Alte Mainbrücke zum Kiliansdom. Angeführt von Bischof Jung sowie den Kreuz- und Fahnenträgern, folgen die Kinder mit ihren unterschiedlichen Kappen, selbst gestalteten T-Shirts und Pilgerstäben. Das ergibt auf der Alten Mainbrücke ein buntes Gesamtbild, das von vielen Passantinnen und Passanten mit einem Lächeln bedacht wird. Die Pilgerstäbe der Kindergartengruppen sind mit Perlen, Muscheln, Steinen oder buntem Garn verziert. An der Statue des heiligen Kilian auf der Alten Mainbrücke werden die selbst gestalteten Pilgerstäbe abgestellt. An drei Stationen begleiten Schülerinnen der Sankt-Ursula-Schule Würzburg die Prozession mit Musik und Gesang. So singt an der Statue des heiligen Kilian eine Gruppe das Lied „Wir rufen an den teuren Mann“.</p><p>Vor dem Portal des Kiliansdoms segnet der Bischof alle kleinen Pilgerinnen und Pilger. Im Kiliansdom segnet Bischof Jung nach einem Gebet noch einmal alle, um dann zusammen mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern allen Kindern sowie Betreuern einzeln den Segen zu spenden. Vor dem Burkardushaus dürfen die Kinder anschließend eine wohlverdiente Pause einlegen und im Schatten Brezeln, Bananen und Getränke genießen. Die Kindergartengruppen machen außerdem noch Erinnerungsfotos mit Bischof Jung.</p><p class="text-right"><em>pdf (POW)</em></p><p>(2926/0694; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="http://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783689611ejXU1iVGmVUX6Q" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783689611ejXU1iVGmVUX6Q</a></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Main-Spessart</category><category>Miltenberg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73997</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 11:21:12 +0200</pubDate><title>Priestertreffen befasst sich mit Dienstordnung </title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/priestertreffen-befasst-sich-mit-dienstordnung/</link><description>Mehrheit unterstützt das Vorhaben – Berufsgruppenvertretung soll an der Ausarbeitung beteiligt werden</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Rund 80 Priester aus dem Bistum Würzburg haben sich am Dienstag, 7. Juli, im Matthias-Ehrenfried-Haus zum mitbrüderlichen Austausch getroffen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die geplante Dienstordnung für Priester. Eingeladen hatte die Berufsgruppenvertretung im Rahmen des Tags der Beschäftigten während der Kiliani-Wallfahrtswoche.</p><p>Nach dem gemeinsamen Stundengebet begrüßte Pfarrer Dr. Eugen Daigeler, Sprecher der Priester-Berufsgruppenvertretung, die Teilnehmer und führte in das Thema „Chancen und Grenzen einer Dienstordnung für Priester“ ein. In Kleingruppen und im Plenum diskutierten die Teilnehmer intensiv über das Vorhaben. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, mit einer Dienstordnung mehr Klarheit für berufliche Fragen zu schaffen.</p><p>Weihbischof Paul Reder, Bischofsvikar für die Priester, erläuterte die Hintergründe des Projekts. Ziel sei es, bislang unterschiedlich geregelte Themen in einer Dienstordnung zusammenzuführen. In der Diskussion wurden sowohl grundsätzliche Fragen zur positiven Begründung des priesterlichen Dienstes als auch praktische Einzelaspekte angesprochen. Ordinariatsrat Robert Hambitzer, Leiter der Hauptabteilung Personal, hob hervor, dass eine Dienstordnung für mehr Klarheit sowohl auf Seiten des Dienstgebers als auch der Priester sorgen könne.</p><p>Bischof Dr. Franz Jung warb in einem persönlichen Wort für gegenseitiges Vertrauen als Grundlage einer guten Zusammenarbeit zwischen Priestern und Bistumsleitung. Die Dienstordnung solle die Freude am priesterlichen Dienst stärken und fördern. Zum Abschluss sprach sich die Versammlung einstimmig dafür aus, Vertreter der Priesterschaft, insbesondere die Berufsgruppenvertretung, in die weitere Erarbeitung der Dienstordnung einzubinden. An das Treffen schloss sich ein Pontifikalamt im Würzburger Kiliansdom an.&nbsp;</p><p>(2926/0683; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet&nbsp;</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73994</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 10:26:57 +0200</pubDate><title>Menschliche Nähe statt Algorithmen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/menschliche-naehe-statt-algorithmen/</link><description>Theologe Joshua Furnal warnt bei der englischsprachigen „Kiliani Lecture“ vor den Gefahren künstlicher Empathie</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Beziehungsgefüge und welche Rolle spielt die Kirche in einer digitalisierten Welt? Mit diesen drängenden Fragen beschäftigte sich der Theologe Joshua Furnal, Dozent für Systematische Theologie am Saint Patrick's College im irischen Maynooth, am Donnerstag, 9. Juli, in seinem englischsprachigen Vortrag zum Thema „Hoffnung schöpfen: Katholische Identität und der Mut zur Transformation im Zeitalter künstlicher Empathie“. Am Beispiel aktueller technologischer und theologischer Debatten betrachtete er die ethischen Grenzen von KI-Begleitern im Alltag.</p><p>Als Einstieg wählte Furnal eine Fallstudie der New York Times über eine 85-jährige Witwe, die einen KI-gestützten Roboter namens „ElliQ“ gegen die Einsamkeit nutzt. Was oberflächlich wie eine Lösung wirkt, birgt laut Furnal tiefe psychologische Risiken. Unter Bezugnahme auf das aktuelle Buch „Artificial Intimacy“ der US-amerikanischen Soziologin Sherry Turkle benannte er die „Erbsünde der KI“: Chatbots, die das Ich-Pronomen verwenden und dadurch eine Tiefe vortäuschen, die sie nicht besitzen. Furnal wies gängige Argumente der Tech-Industrie – wie die Behauptung, simulierte Empathie sei „besser als nichts“ – entschieden zurück.</p><p>Gegen den technologischen Optimismus setzte Furnal die theologische Perspektive von Papst Leo XIV. aus dessen Enzyklika „Magnifica Humanitas“. Der Papst erteilt darin transhumanistischen Ideologien, die den Menschen nur als ein zu optimierendes Modell betrachten, eine klare Absage. Wahres menschliches Gedeihen zeige sich gerade in den kreatürlichen Grenzen: Die Fähigkeit zu lieben, aber auch zu leiden und zu versagen, sei der eigentliche Nährboden, auf dem die menschliche Seele reife.</p><p>Furnal schlug eine Brücke zwischen psychologischer Kritik und christlicher Vision. Er forderte die Kirche auf, als „Dritter Raum“ für echte Fürsorge aktiv zu werden. In einer Gesellschaft, die von algorithmischer Effizienz dominiert wird, müsse die Kirche einen Ort schaffen, der Präsenz über Leistung stellt. Ziel sei eine Kultur der Nächstenliebe, die die Tiefe zwischenmenschlicher Beziehungen verteidigt und verhindert, dass das Menschsein auf bloße Datenströme reduziert wird.</p><p>Die siebte „Kiliani Lecture“ war erneut eine Kooperation zwischen dem Bistum Würzburg und der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg. An der Veranstaltung nahmen rund 60 Personen teil, darunter auch eine Delegation aus der irischen Grafschaft Wicklow.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2926/0690; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet&nbsp;</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73988</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 08:12:55 +0200</pubDate><title>Bibel TV überträgt Kiliani-Pontifikalmesse </title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bibel-tv-uebertraegt-kiliani-pontifikalmesse/</link><description>Würzburg (POW) Der Fernsehsender Bibel TV überträgt die Kiliani-Pontifikalmesse mit den muttersprachlichen Gemeinden und Familien am Sonntag, 12. Juli, um 10 Uhr live aus dem Kiliansdom. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Hauptzelebrant ist Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung. An seiner Seite konzelebrieren Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, Domkapitular Albin Krämer, Pfarrer Ivan Sokhan, Jesuitenpater Ngoc The Nguyen, Pfarrer Walenty Cugier, Franziskaner-Minoriten-Pater Ivan Penava, Pater Corradino Di Sante von der Franziskanischen Gemeinschaft von Betanien und Claretinerpater Lijo Cherian. Es assistiert Diakon Ordinariatsrat Dr.&nbsp;Martin Faatz. Für die musikalische Gestaltung sorgen Domorganist Professor Stefan Schmidt und ein Kantor. Der Gottesdienst ist auch auf TV Mainfranken (Kabel) und unter <a href="http://www.livestreams.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.livestreams.bistum-wuerzburg.de</a> im Internet zu sehen.</p><p>(2926/0686; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73986</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 17:09:20 +0200</pubDate><title>„Gemeinsam die Gemeinschaft feiern“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gemeinsam-die-gemeinschaft-feiern/</link><description>Menschen aus dem Bistum Würzburg erzählen, warum sie gerne zur Kiliani-Wallfahrtswoche nach Würzburg kommen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) In der Kiliani-Wallfahrtswoche kommen Menschen aus dem ganzen Bistum nach Würzburg, um die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zu feiern. Was fasziniert sie an Kiliani? Einige von ihnen haben es nach den Gottesdiensten für die Regionen mit Weihbischof em. Ulrich Boom und Bischof Dr. Franz Jung erzählt.</p><p><em>Helga und Walter Amrhein aus Klingenberg (Landkreis Miltenberg)</em> kommen seit vielen Jahren zum Kiliani-Gottesdienst für die Region Aschaffenburg. „Es ist immer wieder ein schöner Gottesdienst und eine schöne Veranstaltung. Man trifft Bekannte und kann sich austauschen“, sagt Helga Amrhein. Würzburg sei zudem „eine tolle Stadt“ ergänzt Walter Amrhein. Beide haben auch schon den 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg besucht.</p><p><em>Doris und Bernd Reuß aus Oberwerrn (Landkreis Schweinfurt)</em>: „Wir kommen seit vielen Jahren. Unser Hochzeitstag fällt in die Kiliani-Wallfahrtswoche. Mit Kiliani verbinden wir nicht das Volksfest, sondern das, was wir hier erleben.“ Sie hätten auch schon „Neue“ geworben, erzählt Doris Reuß, beispielsweise…</p><p><em>… Michael Karg aus Oberwerrn (Landkreis Schweinfurt)</em>: „Die Frankenapostel gehören zu unserem Bistum und unserer Geschichte. Sie haben das Christentum in Franken eingeführt, und in der Kiliani-Wallfahrtswoche besinnt man sich auf diese Geschichte.“</p><p><em>Petra Schor und ihr Bruder Rainer Schor aus Ebern (Landkreis Haßberge)</em> sind beide zum zweiten Mal bei der Kiliani-Wallfahrt dabei. Die Gemeinde sei mit dem Bus nach Würzburg gefahren. Der Tag sei eine „wunderschöne Symbiose“ aus Wallfahrt, Zusammenkunft und Volksfest, sagt Rainer Schor. Es sei ein kleiner Familienausflug, sagt seine Schwester Petra Schor. „Wir nehmen uns zusammen einen Tag frei und fahren nach Würzburg. Nachher gehen wir noch auf das Volksfest, damit die Kinder auch etwas davon haben.“ Weihbischof em. Ulrich Boom findet sie „sehr sympathisch. Es war letztes Jahr auch schon eine tolle Begegnung mit ihm.“</p><p><em>Kerstin Steinke aus Unterelsbach (Landkreis Rhön-Grabfeld)</em>: „Ich bin das erste Mal bei der Kiliani-Wallfahrt. Es war ein sehr festlicher Gottesdienst, auch mit dem Orgelspiel. Es ist schön, mit der Gemeinschaft zu feiern, und die Reliquien hatte ich auch noch nicht gesehen. Es ist eine runde Sache.“</p><p><em>Ihr Vater Burkard Zimmer, ebenfalls aus Unterelsbach, war schon mehrfach bei Kiliani-Wallfahrten</em>: „Wir sind mit dem Bus der Pfarreiengemeinschaft gekommen. Man feiert den Gottesdienst und verbringt einen Tag in Würzburg. Es war ein sehr schöner Gottesdienst mit dem Weihbischof. Wenn man noch nichts über die Geschichte des Bistums und die Frankenapostel weiß, dann erfährt man hier, wie das war.“</p><p><em>Thomas Fey aus Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart)</em> ist von Retzbach aus zum Kiliansdom gelaufen: „Ich finde es schön, wenn sich die Mitglieder der Gemeinden zum Fest der Frankenapostel im Dom treffen und gemeinsam die Gemeinschaft feiern. Es ist schön, dass man sich sieht, Bekannte trifft und zusammen Gottesdienst feiert.“</p><p><em>Gerlinde Wiesner aus Urspringen (Landkreis Main-Spessart)</em> ist zum ersten Mal bei der Kiliani-Wallfahrt dabei: „Ich freue mich, dass ich heute dabei sein darf. Es ist schön, einfach diese Atmosphäre zu genießen, die Glaubensgemeinschaft zu erleben und zu stärken und auch ein bisschen mit dem Bischof zu sprechen.“</p><p class="text-right"><em>pdf/sti (POW)</em></p><p>(2926/0688; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Rhön-Grabfeld</category><category>Schweinfurt</category><category>Main-Spessart</category><category>Haßberge</category><category>Miltenberg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73984</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 16:46:44 +0200</pubDate><title>Gerufen, um mutig aufzustehen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gerufen-um-mutig-aufzustehen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Wallfahrtsgottesdienst mit Gläubigen aus der Region Würzburg – Rund 500 Gläubige pilgern zum Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat beim Kiliani-Wallfahrtsgottesdienst für die Region Würzburg am Donnerstagvormittag, 9. Juli, im Würzburger Kiliansdom den Mut der Pilgerinnen und Pilger gewürdigt. „Schön, dass Sie sich den Appell ‚Hab Mut, steh auf!‘ zu eigen gemacht haben und den Mut hatten, wie die Frankenapostel aufzustehen.“ Rund 500 Gläubige aus der Region Würzburg hatten sich auf den Weg zum Kiliansdom gemacht, um die drei Frankenapostel zu ehren.</p><p>In seiner Predigt sprach Bischof Jung darüber, was das diesjährige Kiliani-Motto und die Zeugnisse der Frankenapostel für Christinnen und Christen bedeuten. Zunächst appellierte Bischof Jung, mehr Verantwortung zu übernehmen. „Ich habe den Eindruck, dass wir zusehends verlernt haben, selbst Verantwortung zu übernehmen.“ Alle seien gerufen, mutig aufzustehen und nicht darauf zu warten, dass jemand anderes aktiv werde. „So haben sich auch die Frankenapostel in die Verantwortung des Herrn nehmen lassen.“</p><p>Zudem hob Bischof Jung die Notwendigkeit hervor, sich in gesellschaftliche Debatten einzumischen: „Hab Mut, steh auf und misch dich ein! Kilian, Kolonat und Totnan haben auch bewusst das Gespräch mit Herzog Gozbert gesucht, weil sie wussten, dass der Glaube die Kraft hat, die Gesellschaft zum Besseren zu verändern.“ Durch die Menschwerdung Gottes gälten andere Maßstäbe, die verbindlich seien. Deswegen setze sich die Kirche für das ungeborene Leben ein, stelle sich gegen den assistierten Suizid und stelle Plattformen bereit, um das Gespräch miteinander zu fördern. „Dass das Evangelium politisch ist, haben unsere Frankenapostel vorgelebt.“ Christinnen und Christen dürften trotz des rauer werdenden Klimas in der Gesellschaft keine Angst haben, aufzustehen. „Wer sich in die Verantwortung genommen weiß, dem weht heute der Wind ins Gesicht.“ Das hätten auch die Frankenapostel erfahren, die sich nicht einschüchtern ließen. „Sie waren von der Wahrheit der Botschaft überzeugt“, betonte Bischof Jung.</p><p>Nach dem Gottesdienst konnten sich die Gläubigen einzeln unter Auflegung von Reliquien der Frankenapostel segnen lassen. Im Anschluss kam es auf der Terrasse des Burkardushauses zu einer Begegnung bei Brezeln und Getränken.</p><p class="text-right"><em>pdf (POW)</em></p><p>(2926/0685; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong></em><a href="http://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783607442w741N51dL90SDE" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783607442w741N51dL90SDE </a></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73983</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 15:38:40 +0200</pubDate><title>Die Gnade der „zweiten Bekehrung“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/die-gnade-der-zweiten-bekehrung/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Kiliani-Gottesdienst mit Ordensleuten aus dem ganzen Bistum – Beispiele von Ordenschristen, die noch einmal neu aufbrachen</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Unterzeile1"><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Kiliani-Wallfahrtswoche ist eine Einladung, das eigene Charisma und die eigene Berufung zu erneuern. Das hat Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Gottesdienst am Mittwochnachmittag, 8. Juli, dem Tag des heiligen Kilian, betont. Rund 150 Ordensleute aus dem ganzen Bistum feierten die Messe im Würzburger Kiliansdom mit. „Frage, wohin der Herr Dich senden möchte, wohin Du innerlich aufbrechen möchtest, um Dich mit Kilian, Kolonat und Totnan in das Abenteuer des Lebens nach dem Evangelium senden zu lassen“, ermutigte der Bischof.</p><p>Die Frankenapostel lebten in einem irischen Kloster und hatten ihre Berufung eigentlich schon gefunden, begann Bischof Jung seine Predigt. Doch dann hätten sie das Evangelium nochmals ganz neu gehört und seien noch einmal in eine unbekannte Zukunft aufgebrochen, um wie Jesus heimatlos zu sein und das Evangelium zu verkünden. „Sie waren bereit, ihr ganzes Leben hinzugeben, um dieser Sendung gerecht zu werden.“ Kilian und seine Gefährten hätten eine „zweite Berufung“ erlebt, sagte der Bischof. Bei der ersten Bekehrung finde der Ordenschrist sein Charisma und sein Kloster. Man komme innerlich an, aber vieles werde auch zur Routine. Irgendwann komme der Punkt, an dem man sich die Frage stelle, ob das schon alles war oder ob noch etwas komme.</p><p>Oft führe die „zweite Bekehrung“ zu einer größeren geistlichen Fruchtbarkeit, erläuterte der Bischof. Teresa von Avila sei bis zu ihrem 40. Lebensjahr „im Kloster gesessen“, bis sie die Kraft des inneren Gebets entdeckte und daraufhin 19 Klöster gründete. Franz Pfanner war Trappist, ehe er in Südafrika die Mariannhiller Missionare gründete. Antonia Werr, die Gründerin der Oberzeller Franziskanerinnen, habe jahrelang nach ihrem Weg gesucht, bis sie ihre Mission in der Seelsorge für Frauen gefunden habe. Die zweite Bekehrung sei eine Gnade, und ihr auszuweichen oder sie hinauszuzögern berge Gefahr für die eigene Seele. „Wer diesen entscheidenden Punkt im geistlichen Leben verpasst, dem geht oftmals das Feuer des Anfangs verloren“, sagte Bischof Jung. Das könne zu einer tiefen Lebenskrise führen. Auch das Evangelium von der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus sei die Geschichte einer zweiten Bekehrung, fuhr der Bischof fort. „Er spürt, dass das Leben an ihm vorbeigeht. Doch die Erinnerung an Jesu Kommen weckt in ihm die Sehnsucht, und er folgt diesem inneren Ruf zur Bekehrung.“</p><p>„Wir wissen und spüren, dass wir an einer Schwelle stehen, dass etwas zu Ende geht und der Herr uns in einen neuen Ernst der Nachfolge ruft“, sagte Bischof Jung. Junge Menschen wollten genau wissen, ob Christus wirklich die Mitte des eigenen Lebens sei und was man dafür zu tun bereit sei. „Herr, gib uns den Mut, noch einmal aufzustehen. Gib uns den Mut, uns in die Gegenwart Deiner Herrlichkeit zu stellen, wenn Du uns rufst, und öffne uns die Augen für die Schönheit unserer Berufung.“</p><p>Ordenschristen und Mitarbeiter brachten symbolische Gaben vor den Altar. Bilder von einem Auge, einem Ohr und einem Herz standen für den wachen Blick für die Nöte, aber auch die Schönheit der Welt, hellhörige Ohren für die Stimme Gottes und der Mitmenschen sowie ein offenes Herz für die Not anderer. Ein Paar Schuhe symbolisierte die Bereitschaft, aufzustehen und sich auf den Weg zu machen. Eine brennende Kerze stand für das Licht, das den rechten Weg zeigt.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2926/0682; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17835288271gBQVJlQvhPiXW" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17835288271gBQVJlQvhPiXW</a></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73982</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 15:06:56 +0200</pubDate><title>„Leben ist, was du daraus machst“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/leben-ist-was-du-daraus-machst/</link><description>Bischof Jung besucht die Johannes-de-la-Salle-Berufsschule in Aschaffenburg und ermutigt die Schülerinnen und Schüler, ihre Chancen zu ergreifen – Gemeinsamer Gottesdienst in der Marktkirche Sankt Agatha</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aschaffenburg </strong>(POW) Am Namenstag des heiligen Kilian am Mittwoch, 8. Juli, hat Bischof Dr. Franz Jung die Johannes-de-la-Salle Berufsschule (JdlS) in Aschaffenburg besucht. Das ist eine anerkannte Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung in der Trägerschaft der Caritas-Schulen gGmbH. Deren Schülerinnen und Schüler, von denen viele einen Migrationshintergrund haben, bedürfen besonderer Förderung.</p><p>Der Besuchstag startete mit einem Gottesdienst in der Marktkirche Sankt Agatha in der Aschaffenburger Innenstadt. Konrektor Konrad Kohlhepp und Schülersprecherin Lauren Hohla begrüßten den Bischof. Kohlhepp vertrat die verhinderte Schulleiterin Uta Seitz. Er wies darauf hin, dass in der Kirche gerade von der Malerklasse der Schule Renovierungsarbeiten in einem Besprechungsraum durchgeführt werden und es von daher auch eine direkte Beziehung zwischen der Schule und dem Kirchenraum gäbe.</p><p>Der Bischof bezog sich im Gottesdienst auf das Jahresmotto der Diözese „Hab Mut, steh auf!“ und übertrug das dazugehörige Evangelium von der Heilung des blinden Bartimäus auf das Motto der Caritas-Schulen gGmbH „Leben – Lernen – Fördern“. Bartimäus wollte nicht vor Selbstmitleid zerfließen, sondern etwas aus seinem Leben machen, sagte der Bischof. Ihm sei klar gewesen, dass nicht immer nur alle anderen etwas für ihn tun sollten, sondern dass er sein Leben auch selbst in die Hand nehmen müsse. „Diese Sehnsucht des Herzens auch in Worte zu fassen, ist oft schon eine Grenze, deren Überschreitung zu einer Besserung der Lebensumstände führt“, erklärte Bischof Jung. Diese Grenze sei von Bartimäus überschritten worden, als er nach Jesus rief. So habe der Blinde dann auch Förderung erfahren, denn Menschen hörten ihn und ermutigten ihn, sich an Jesus zu wenden, damit er gesund wird.</p><p>So ähnlich könne es auch mit den Schülern passieren, die an der JdlS ihre Ausbildung machen. Wer sein Leben in die Hand nehme und dort eine Ausbildung beginne, erfahre dort dann auch Förderung, um seinen Weg weiterzugehen, sagte Bischof Jung. „Leben ist, was du daraus machst“, rief er den Schülern zu. Der Bischof wünschte den Lehrern viel Erfolg dabei, das Potential der Schüler zu wecken und zu fördern.</p><p>Im Anschluss an den Gottesdienst besuchte der Bischof die Schule im Stadtteil Schweinheim. Sie ist im Gebäude der ehemaligen Junior Highschool der früher in Aschaffenburg stationierten amerikanischen Truppen untergebracht. Dort gibt es neben den Unterrichtsräumen verschiedene Werkstätten, die unterschiedliche Berufsausbildungen ermöglichen. Sie reichen von der Holzverarbeitung über Kraftfahrzeug-Mechatronik bis hin zu Gartenbau. Ausgebildet werden zudem beispielsweise Köche, Maler, Verkäufer oder Friseurinnen. Laut Kohlhepp besuchen die Schule aktuell rund 360&nbsp;Schüler und Schülerinnen aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie dem Landkreis Miltenberg. Sie werden von rund 40&nbsp;Lehrkräften betreut.</p><p>An der Schule gibt es auch eine Beratungsstelle, die Schüler beim Übergang von der Schule ins Berufsleben unterstützt und sie während der Berufsausbildung begleitet. An der JdlS kann man sowohl ein Berufsvorbereitungsjahr als auch eine Ausbildung machen. Letztere endet in der Regel mit einem Abschluss als Fachpraktiker oder Fachwerker, kann aber durch ein weiteres Ausbildungsjahr auch mit dem jeweiligen Vollberuf abgeschlossen werden. Das Gebäude, in dem die Schule untergebracht ist, ist inzwischen sehr in die Jahre gekommen, aber ein Neubau nach langen Planungen jetzt in Aussicht.</p><p>Bischof Jung suchte bei der anschließenden Begegnung im Schulhaus das Gespräch mit den Lehrern und den Schülern. Er zeigte sich erstaunt über das breite Portfolio der Schule und das Konzept der kleinen Lerngruppen, in denen mit den Schülern gearbeitet wird. „Die Institution hilft den jungen Menschen niederschwellig, den Start ins Berufsleben zu schaffen, und leistet so auch einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft“, war sein Fazit am Ende des Besuchs.</p><p class="text-right">bv (POW)</p><p>(2926/0681; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Aschaffenburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73967</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 10:50:35 +0200</pubDate><title>„Du bist wichtig in der Welt“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/du-bist-wichtig-in-der-welt/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert mit Schülerinnen und Schülern des Sonderpädagogischen Förderzentrums Irena-Sendler-Schule in Hohenroth einen besonderen Kiliani-Gottesdienst </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hohenroth </strong>(POW) „Du bist wichtig in der Welt. Ich möchte nicht, dass Du am Rand stehst.“ So hat Weihbischof Paul Reder am Mittwoch, 8. Juli, das biblische Motto „Hab Mut, steh auf!“ der Kiliani-Wallfahrtswoche für die Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Irena-Sendler-Schule in Hohenroth übersetzt. Gemeinsam mit ihnen gestaltete er in der örtlichen Kuratiekirche Mariä Himmelfahrt eine Wort-Gottes-Feier. Im Anschluss führten ihn Schulleiter Jürgen Endres und Rudolf Hoffmann, Geschäftsführer der Caritas-Schulen gGmbH, durch das Förderzentrum und erläuterten das umfangreiche Förder- und Betreuungsangebot. Der Weihbischof nahm sich viel Zeit für den Austausch mit den Kindern und Jugendlichen sowie den pädagogischen Kräften und stellte interessiert zahlreiche Fragen.</p><p>Beim Gottesdienst sangen die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung aus rund 170 Kehlen Lieder wie „Einfach Spitze, dass Du da bist“, „Die Erde ist schön“ und „Hallelu, Hallelu, Halleluja, preiset den Herrn“. „Hab Mut, steh auf!“, das Motto der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche, vermittelte Weihbischof Reder den Kindern und Jugendlichen mit einem szenischen Spiel. Zwei Schüler mimten dafür Jesus und den blinden Bettler Bartimäus. Die anderen Kinder forderte der Weihbischof auf, sich zu unterhalten, während der Blinde sagt: „Jesus, hilf mir.“ Ähnlich belebt sei es bestimmt bei Jesu Besuch in Jericho gewesen. „Merkt ihr, dass Jesus ihn gar nicht hören kann?“ Also forderte der Weihbischof den Bartimäus-Darsteller auf, laut nach Jesus zu rufen.</p><p>„Da hört Jesus den Bartimäus und fragt ihn: Was soll ich für Dich tun?“, erklärte der Weihbischof. Auf dessen ausdrückliche Bitte hin schenkt Jesus dem Bettler schließlich sein Augenlicht. „Dieses Evangelium macht deutlich: Für Jesus ist jeder einzelne Mensch wichtig. Du bist für ihn wichtig. Und er lädt Dich ein, dass Du das auch die Menschen um Dich herum spüren lässt.“ Das könne zum Beispiel heißen, denjenigen zum Mitspielen einzuladen, der bislang ausgeschlossen ist. Oder eben auch, mit dem zu reden, dem die Gemeinschaft bislang keine Beachtung schenkt. „Ich lade Euch ein, Euch jetzt Eurem Nachbarn zuzuwenden und ihm zu sagen: In Gottes Augen bist Du wichtig.“ Im Anschluss trugen Schülerinnen und Schüler Fürbitten vor, in denen es um ein gutes Miteinander in der Schule und in der ganzen Welt ging.</p><p>Zum Vaterunser lud der Weihbischof alle ein, beim Beten die ausgestreckten Arme langsam nach oben zu heben – „so wie unser Gebet zu Gott emporsteigt“. Der Weihbischof selbst trug wegen einer Verletzung der Schulter den rechten Arm in einer Schlinge und konnte nur den linken Arm mit anheben. Zum Schluss erteilte er allen den bischöflichen Segen und sagte danach: „Danke fürs Mitfeiern und vielen Dank allen, die den Gottesdienst so feierlich mitgestaltet haben.“ Schulleiter Endres erklärte: „Vielen Dank Ihnen, Herr Weihbischof. Das war so wunderbar verständlich und ganz nah am Alltag der Kinder. Und Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, möchte ich stellvertretend für alle, die an der Schule arbeiten, auch nochmals sagen: Ihr seid uns ganz wichtig.“</p><p><em><strong>Stichwort: Sonderpädagogisches Förderzentrum Irena-Sendler-Schule Hohenroth</strong></em></p><p>Die Irena-Sendler-Schule in Hohenroth in Trägerschaft der Caritas-Schulen gGmbH ist das zentrale Sonderpädagogische Förderzentrum für den südlichen Landkreis Rhön-Grabfeld. An dem Hauptsitz und der Außenstelle in Großbardorf werden rund 320 Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung unterrichtet. Das ganzheitliche Angebot reicht von der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren über die Jahrgangsstufen 1 bis 9 bis hin zu heilpädagogischen Tagesstättengruppen und einem offenen Ganztagsangebot. Die Mitarbeitenden der Irena-Sendler-Schule diagnostizieren, erziehen, unterrichten, beraten und fördern Kinder und Jugendliche, die der sonderpädagogischen Förderung bedürfen. Das gilt zum einen für Schülerinnen und Schüler, die an einer allgemeinen Schule nicht ausreichend unterstützt und unterrichtet werden können und daher die Förderschule als einen Ort besonderer individueller Förderung besuchen. Zum anderen unterstützt das Förderzentrum als Kompetenzzentrum für Sonderpädagogik die allgemeinen Schulen in der Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0677; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weiter Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783586959dG1LXuvuiRNwQG" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783586959dG1LXuvuiRNwQG</a></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73962</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 09:48:21 +0200</pubDate><title>Den Glauben in die Gesellschaft hineintragen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/den-glauben-in-die-gesellschaft-hineintragen/</link><description>Würzburg (POW) Mit rund 50 Marktkaufleuten und Schaustellern hat Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran am Donnerstagmorgen, 9. Juli, einen Kiliani-Gottesdienst in der Würzburger Marienkapelle gefeiert.</description><content:encoded><![CDATA[<p>In seiner Predigt betonte er, dass Christinnen und Christen aufgefordert seien, den Glauben zu verkünden, „nicht allein mit Worten, sondern auch durch Engagement in und für die Gesellschaft und Einstehen für die christlichen Werte“. Dafür stehe das diesjährige Motto der Kiliani-Wallfahrtswoche, das zugleich auch das Motto des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg im zurückliegenden Mai war. So sei bei der Großveranstaltung die Marienkapelle „Demokratiekirche“ gewesen, in der Besucher durch interaktive Workshops, Kunstausstellungen zur Menschenwürde und Diskussionswände einen offenen Raum für gesellschaftliche und politische Debatten fanden. „Der blinde Bettler Bartimäus aus dem Evangelium kann für uns Vorbild für diesen Mut zum Einsatz aus dem Glauben sein. Genauso wie Kilian, Kolonat und Totnan, die sich im siebten Jahrhundert von Irland auf die Reise machten, um den Menschen in Franken den christlichen Glauben zu verkünden“, betonte der Generalvikar.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0675; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73958</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 15:52:40 +0200</pubDate><title>In der Not Christus begegnen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/in-der-not-christus-begegnen/</link><description>Blaulicht-Gottesdienst mit rund 500 Einsatzkräften und Notfalseelsorgerinnen – Bischof Jung: „‚Hab Mut, steh auf!‘ als Motto der täglichen Arbeit“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bei einer ökumenischen Wort-Gottes-Feier hat Bischof Dr. Franz Jung am Dienstagabend, 7. Juli, den Einsatzkräften und Notfallseelsorgern für ihre Arbeit gedankt: „Danke für Ihren Einsatz für all die Menschen in Unterfranken und darüber hinaus, die sich auf Ihre Hilfe verlassen dürfen.“ Dabei sprach Bischof Jung auch über das Motto der Kiliani-Wallfahrtswoche „Hab Mut, steh auf!“, das zugleich das Motto der täglichen Arbeit der Anwesenden sei. „In der Not des Nächsten, das ist unsere christliche Überzeugung, begegnen wir Jesus Christus selbst.“ Bei dem ökumenischen Gottesdienst, der gemeinsam mit dem evangelischen Dekan Dr. Wenrich Slenczka gefeiert und von den Maltesern mitgestaltet wurde, waren rund 500 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der Malteser, der Johanniter, des Roten Kreuzes, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Technischen Hilfswerks sowie Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger anwesend. Auszubildende der Bereitschaftspolizei übernahmen den Ministrantendienst.</p><p>Der Gottesdienst war auch von den persönlichen Erlebnissen der Anwesenden geprägt. So berichteten fünf Einsatzkräfte und Notfallseelsorger von prägenden Momenten und Einsätzen, von Schicksalsschlägen und besonders schweren Situationen, in denen sie Mut beweisen mussten. Marco Völker, Polizeibeamter der Polizeiinspektion Ochsenfurt, sprach von einem Einsatz, bei dem eine psychisch belastete Frau Einsatzkräfte mit einer Metallstange angriff. „Dieser Einsatz hat mich viel beschäftigt, weil er gezeigt hat, wie schnell man in unserer Blaulichtfamilie in einer lebensgefährlichen Situation ist“, sagte Völker. Polizistinnen und Polizisten bräuchten immer wieder Mut und Kraft, um aufzustehen und in gefährlichen Situationen einzugreifen. Uwe Kinstle von den Johannitern in Unterfranken berichtete von einem Einsatz, bei dem er eine junge Mutter über den Tod ihres fünf Monate alten Mädchens informieren musste. Es sei die Geburtsstunde der Notfallseelsorge gewesen. „Habt Mut, steht auf, dass Menschen, die Opfer von Gewalttaten geworden sind, erfahren, dass die Blaulichtfamilie Sie in ihrer Not versorgt und sie begleitetet werden.“</p><p>In seiner Predigt hob Dekan Slenczka, der für Regionalbischöfin Gisela Bornowski eingesprungen war, die Ruhe und den Mut hervor, mit denen Einsatzkräfte ihren täglichen Dienst versehen. „Ich bewundere auch den Mut, den man braucht, um sich rufen zu lassen, wenn es um erschreckende Situationen geht und man vorher nicht weiß: Was kommt jetzt auf mich zu?“ Dekan Slenczka lobte zudem, dass bei der Fürsorge für andere keine Unterschiede gemacht würden: „Ich bewundere es, wie Sie sich um die kümmern, die verunfallt sind, und nicht erst fragen: Wer bist du? Hast du es überhaupt verdient?“</p><p>Nach dem Gottesdienst kamen die Einsatzkräfte sowie die Seelsorgerinnen und Seelsorger zu einer Begegnung bei Brezeln und Getränken vor dem Burkardushaus zusammen.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/344-wo-einsatzkrafte-mutig-sind/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p class="text-right">pdf (POW)</p><p>(2826/0676; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783518734Y6PJOVdZPwuOOU" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783518734Y6PJOVdZPwuOOU</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73957</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 14:35:15 +0200</pubDate><title>Mit Jesus an der Seite Neues wagen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/mit-jesus-an-der-seite-neues-wagen/</link><description>Weihbischof em. Ulrich Boom feiert Kiliani-Gottesdienst für Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus der Region Main-Rhön</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Frankenapostel machen Mut beim Wagnis des Glaubens. Das hat Weihbischof em. Ulrich Boom beim Kiliani-Gottesdienst am Mittwochvormittag, 8. Juli, dem Gedenktag der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan, betont. Mit rund 400 Gläubigen aus der Region Main-Rhön feierte er die Messe im Würzburger Kiliansdom. „Bei allem, was schlecht läuft in der Welt und in unserem Leben, wir können darauf vertrauen, dass Gott alles zum Guten wenden wird.“</p><p>Welche Gründe mögen den heiligen Kilian und seine Gefährten bewogen haben, ihre Heimat Irland und ihre klösterliche Gemeinschaft zu verlassen? Diese Frage stellte Weihbischof Boom an den Beginn seiner Predigt. Die Gemeinschaft habe Sicherheit geboten, sei aber gewiss auch ein Ort mit Konflikten und Auseinandersetzungen gewesen. „Wo alles sicher zu sein scheint, tauchen schnell die Fragen auf, ob das schon das ganze Leben ist. Es muss im Leben doch mehr als alles geben.“ Im Alltag des Mönchseins hätten sie die Wahrheit entdeckt, die im Wort Jesu zu finden sei: Wer sein Leben retten wolle, werde es verlieren. Wer aber sein Leben um Christi willen verliere, der werde es finden. „Aber mit der Erkenntnis ist noch lange nicht der Weg gegangen. Es braucht Mut und Durchhaltevermögen, um den Aufbruch zu wagen.“</p><p>Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das die Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch den zurückliegenden 104.&nbsp;Deutschen Katholikentag im Mai begleitet, passe auch zum Leben der Frankenapostel, sagte der Weihbischof. Aufbruch gelinge da, wo mutig Neues angegangen werde. Dazu gehöre immer „eine gehörige Portion Vertrauen – in Gott, in die Menschen und natürlich in sich selbst“. In der Erzählung vom blinden Bettler Bartimäus sei es Jesus, der dem Blinden helfe, die Zukunft wieder zuversichtlich in den Blick zu nehmen und das Leben mit einer neuen Sicht anzugehen. „Er ruft dich!“ heiße, das Christus mitgehe, wo man Neues wage und Gewohntes verlasse. Das gelte nicht nur für Bartimäus, sondern auch für Kilian und seine Gefährten, „für mich und für uns, hier und heute“.</p><p>In den Seligpreisungen aus der Bergpredigt werde Gottes Reich und Herrschaft auf Erden sichtbar, fuhr Weihbischof Boom fort. Sein Herz schlage für die Armen und jene, die arm dran sind, für die Trauernden und Weinenden, die Barmherzigen und Gerechten, bei denen, die das Herz eines Kindes haben und die Frieden bringen. „Bitten wir den heiligen Kilian und seine Gefährten, dass wir gleich ihnen Botinnen und Boten von Gottes Treue und Barmherzigkeit sind.“</p><p>Nach dem Gottesdienst trafen sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer zu Getränken und einem Imbiss auf dem Platz vor dem Burkardushaus. Viele suchten das persönliche Gespräch mit Weihbischof Boom.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0673; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17835139243xIIqbLTEpByBF" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17835139243xIIqbLTEpByBF</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73950</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 09:41:31 +0200</pubDate><title>„Loben kann man nie genug!“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/loben-kann-man-nie-genug/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Kiliani-Gottesdienst mit Priestern, Diakonen und hauptamtlichen Mitarbeitenden</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Was gibt mir Mut für meinen Dienst?“ Diese Frage hat Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Gottesdienst für Priester, Diakone sowie hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Würzburg und seiner Caritas am Dienstagnachmittag, 7. Juli, in den Mittelpunkt gestellt. Das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, das über der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche wie auch über dem diesjährigen 104. Deutschen Katholikentag steht, sei „mehr als eine Durchhalteparole“, sagte der Bischof zu den rund 550 Gläubigen. „Ich sage heute von ganzem Herzen Ihnen allen Dankeschön für das, was wir miteinander erreicht haben. Es lohnt sich, das heute zu feiern.“</p><p>Was gibt im Alltag und als Dienstgemeinschaft Mut, aufzustehen? Er habe fünf Quellen der Ermutigung gefunden, sagte der Bischof in seiner Predigt. Anstelle des typisch fränkischen „Nix gesagt ist genug gelobt“ rief er zu einem „Wort des Lobes zur rechten Zeit“ auf. „Das bewirkt Wunder, das geht mir selbst auch so.“ Es gebe das Gefühl, etwas zu können, wichtig zu sein und gesehen zu werden. „Loben kann man nie genug!“</p><p>Im Leben gebe es aber auch mal Durchhänger. Sei es, weil es einem körperlich nicht gut gehe, weil es in der Familie krisele oder man mit einer Aufgabe nicht zurechtkomme. Da sei es wichtig, ein Team zu haben, dem man sich anvertrauen könne, das einen auffange und dabei helfe, gut durch die nächste Phase zu kommen. „Es gibt Mut, zu wissen, dass man im Team getragen wird.“</p><p>Das Bistum stecke in einem großen Umbruchsprozess, fuhr der Bischof fort. Viele Maßnahmen seien langfristig angelegt, und das könne entmutigen. „Es ist gut, große Projekte in kleine Teilprojekte zu zerlegen und jeden Tag die Herausforderungen des heutigen Tages gut zu bewältigen“, erklärte der Bischof die dritte Quelle der Ermutigung. Dann werde auch ein „Riesenberg“ Stück für Stück plötzlich schneller zu bewältigen sein.</p><p>„Mut macht, sich des Sinns des eigenen Tuns zu vergewissern“, nannte der Bischof als vierte Quelle. „Wer nicht weiß, warum er etwas tut, der hat auch keinen Mut und lässt es einfach laufen.“ Ein Beispiel sei die Geschichte von den beiden Maurern: Der eine arbeite missmutig vor sich hin, doch der andere erzähle stolz, dass er an einer Kathedrale mitbaue. Die neue Grundordnung lege die Verantwortung in die Hände des Dienstgebers. Er sei dafür verantwortlich, den Mitarbeitenden den Sinn ihres Tuns nahezubringen: „Ist es noch sinnvoll, wie wir es machen? Was ist das Ziel, zu dem wir angetreten sind? Erreichen wir es auf diesem Weg? Sinn schenkt Mut, Unsinn macht mutlos.“</p><p>Schließlich gehöre zur Ermutigung, Erfolge miteinander zu feiern. „Dazu möchte ich am heutigen Tag ermutigen.“ Der Bischof erinnerte an den „wunderbaren Katholikentag“, bei dem sich das Bistum und die Dienstgemeinschaft „wunderbar präsentiert“ hätten. Die Mitarbeitenden dankten dem Bischof für seine Worte mit herzlichem Applaus.</p><p>Als Erinnerung an den Katholikentag brachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter symbolisch Gaben vor den Altar. Ein Plakat vom „Abend der Begegnung“ stand für das vielfältige Kulturangebot, ein Aufsteller aus der „Demokratiekirche“ in der Marienkapelle für die politische Dimension des Evangeliums und das Ringen um eine bessere Welt. Ein Wegweiser zum „Spirituellen Rastplatz“ im Innenhof des Domkreuzgangs stand für Gastfreundschaft, Brot und Wein erinnerten an die Zeit, Ideen und Begeisterung der vielen Menschen, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Katholikentags einbrachten.</p><p>Im Gottesdienst wurde eigens an die im vergangenen Jahr verstorbenen Kolleginnen und Kollegen erinnert und für diese gebetet.&nbsp;Das Bläserensemble des Bischöflichen Ordinariats sowie der Chor des Diözesan-Caritasverbands unter der Leitung von Angela M. Lixfeld gestalteten den Gottesdienst.</p><p>Im Anschluss waren alle zur Begegnung im Kilianeum eingeladen. Mitglieder der Mitarbeitervertretung (MAV) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kilianeums kümmerten sich um die Bewirtung.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0674; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783437569DqbITN5thMuTqC" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783437569DqbITN5thMuTqC</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73942</guid><pubDate>Tue, 07 Jul 2026 15:11:17 +0200</pubDate><title>Hoffnung und Zuversicht in die Welt tragen</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/hoffnung-und-zuversicht-in-die-welt-tragen/</link><description>Weihbischof em. Ulrich Boom feiert Kiliani-Gottesdienst für Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus der Region Aschaffenburg und die Pfarrhausfrauen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Als Christinnen und Christen Hoffnung und Zuversicht in die Welt tragen, „in die kleine und die große“, dazu hat Weihbischof em. Ulrich Boom die rund 400 Gläubigen beim Kiliani-Gottesdienst am Dienstagvormittag, 7. Juli, aufgefordert. Mit Wallfahrerinnen und Wallfahrern aus der Region Aschaffenburg sowie Pfarrhausfrauen aus dem ganzen Bistum feierte er die Messe im Würzburger Kiliansdom. Die Mission der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan im Frankenland möge auf den ersten Blick gescheitert sein. Doch was sie vor mehr als 1300 Jahren durch ihr Martyrium gesät haben, habe „im Laufe der Jahrhunderte reiche Frucht getragen“, sagte der Weihbischof. Auch wenn man meine, etwas lohne sich nicht und sei zum Scheitern verurteilt: „Gott führt alles zu einem guten Ende.“</p><p>Zum Leben der Frankenapostel passe auch das diesjährige Motto „Hab Mut, steh auf!“ der Kiliani-Wallfahrtswoche und des diesjährigen 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg, sagte Weihbischof Boom in seiner Predigt. „Aufbruch gelingt da, wo mutig Neues angegangen wird und wo man sich auf den Weg macht.“ Einem selbst fehle oft die Kraft und Ausdauer dazu. In der Erzählung von der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus sei es Jesus, der dem Blinden hilft, damit dieser wieder zuversichtlich die Zukunft in den Blick nehmen und das Leben mit einer neuen Sicht angehen könne. „Das gilt für Bartimäus, für den heiligen Kilian und seine Gefährten und für uns hier und heute.“ Christus gehe mit, wo man Neues wage, Gewohntes verlasse und in seinen Spuren gehe.</p><p>In Jesus habe Gott gezeigt, wo sein Herz schlägt, fuhr der Weihbischof fort: bei den Armen, den Trauernden, den Barmherzigen und Gerechten, bei denen, die das Herz eines Kindes haben und die Frieden bringen. Das sei Zuspruch und Anspruch zugleich: „Zuspruch, wo wir im Alltag dem Leben ohnmächtig gegenüberstehen. Anspruch, dass wir weitergeben, was uns geschenkt ist – Hoffnung und Zuversicht in unsere kleine und große Welt zu tragen.“</p><p>Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrern zu Getränken und einem Imbiss auf dem Platz vor dem Burkardushaus. Viele nutzten die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch mit Weihbischof Boom.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p>(2826/0670; E-Mail voraus)</p><p><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17834228446T01a5w6USZhN3" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/17834228446T01a5w6USZhN3</a></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73937</guid><pubDate>Tue, 07 Jul 2026 11:44:43 +0200</pubDate><title>Glaube, Gemeinschaft und Verantwortung</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/glaube-gemeinschaft-und-verantwortung/</link><description>Politikerinnen und Politiker zeigen sich beeindruckt von der Atmosphäre im Kiliansdom und den Impulsen der Predigt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Predigt von Bischof Dr. Franz Jung beim Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte am Montagabend, 6. Juli, hat bei den anwesenden Politikerinnen und Politikern ein positives Echo ausgelöst. Auch die Atmosphäre im Kiliansdom und das gemeinsame Feiern des Glaubens fanden mehrfach Erwähnung.</p><p><em>Landtagsabgeordneter Professor Dr. Winfried Bausback</em>: „Es hat eine wunderbare Gemeinschaftsatmosphäre im Dom geherrscht, insbesondere als alle aus voller Kehle mitsangen. Da war zu spüren: Der Glaube ist in Unterfranken noch lebendig, das ermutigt. Aus der Predigt ist bei mir die Botschaft hängengeblieben, die Hilfebedürftigen im Blick zu haben.“</p><p><em>Landtagsabgeordnete Dr. Andrea Behr</em>: „Die Predigt fand ich mega. Der Bischof hat den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen. ‚Hab Mut, steh auf!‘ war auch das, was mich motiviert hat, in der Politik aktiv zu werden. Es wichtig zu wissen, was einem persönlich wichtig ist, sich dann dafür einzusetzen und standhaft zu bleiben. Und wenn der Gegenwind arg wird, muss man das mit Humor nehmen.“</p><p><em>Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer</em>: „Unser Leben hat starke und tiefe christliche Wurzeln. Das sieht man an diesem Abend: Wir feiern im Dom die Frankenapostel und gehen aufs Kiliani-Volksfest.“</p><p><em>Sonja Rahm, Landrätin des Landkreises Rhön-Grabfeld</em>: „Der eine Hinweis des Bischofs ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Schau hin auf die, die Hilfe brauchen, und höre diesen Menschen zu. Das hat mich persönlich berührt. Als Wallfahrerin und Organistin hat es mich zudem sehr gefreut, mit so vielen anderen gemeinsam den Gottesdienst im Dom mitzufeiern.“</p><p><em>Oberbürgermeister Markus Schlemmer (Aschaffenburg)</em>: „Eine der zentralen Botschaften des heutigen Abends ist, dass wir die Menschen stark machen müssen, damit sie selbst aufstehen können. Wichtig ist, hinzuhören und hinzuschauen, wo die Probleme sind, und dann Hilfe zu bieten. Da müssen wir die Verzahnung der verschiedenen Akteure hinbekommen, damit wir das gemeinschaftlich schaffen.“</p><p><em>Christoph Vogel, Landrat des Landkreises Main-Spessart</em>: „Der Gottesdienst war feierlich und ergreifend. Der Bischof hat in seiner Predigt die richtigen Punkte angesprochen: Wir Politiker müssen immer wieder hinschauen, wo Not herrscht, und handeln.“</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0672; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73932</guid><pubDate>Tue, 07 Jul 2026 10:28:56 +0200</pubDate><title>„Gesellschaft und Kirche leben davon, dass möglichst viele sich einbringen“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gesellschaft-und-kirche-leben-davon-dass-moeglichst-viele-sich-einbringen/</link><description>Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte – Bischof Dr. Franz Jung wirbt für Solidarität mit Menschen am Rand, Eigenverantwortung und einen klaren Blick auf die Wirklichkeit</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Montagabend, 6. Juli, beim Kiliani-Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte im Würzburger Kiliansdom dazu aufgerufen, den Notschrei von Menschen am Rand der Gesellschaft wahrzunehmen und sie zu ermutigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Zugleich warnte er vor Ideologisierung, Kleinmut und Nationalismus, die den Blick verengten. „Habt Mut, steht auf! Es lohnt sich!“, rief er den rund 800 Menschen im Kiliansdom zu.</p><p>Das Motto „Hab Mut, steh auf!“ des diesjährigen 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg und der Kiliani-Wallfahrtswoche stammt aus der Erzählung über die Heilung des blinden Bartimäus im Markusevangelium. Daraus leitete der Bischof in seiner Predigt drei zentrale Aufgaben für Politik und Kirche ab: den Ruf der Bedürftigen hören, Menschen zur Eigenverantwortung befähigen und die Welt mit neuen Augen sehen. Er betonte, Menschen in Not seien oft beschämt und wagten nicht, auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Deshalb brauche es in Politik und Kirche einen „Außenblick“ über die eigene Blase hinaus, damit niemand abgehängt oder vergessen werde. „In unserem Projekt der Sozialraumorientierung versuchen wir, genau diesen Außenblick über den eigenen Kirchturm hinaus einzuüben, um den Ruf der Notleidenden hören zu lernen, in dem Jesus selbst uns anruft.“</p><p>Mit Blick auf Demokratie und kirchliche Gremien warb der Bischof für „selbstbestimmte Teilhabe“ und verwies auf das Subsidiaritätsprinzip der katholischen Soziallehre. Staat, Kommune und Bistum könnten Verantwortung nicht einfach abnehmen, sondern müssten Menschen befähigen, selbst tätig zu werden. Bischof Jung kritisierte eine verbreitete Service-Mentalität, die er als problematisch für das Gemeinwesen ansah. Gesellschaft und Kirche lebten davon, dass möglichst viele mitdenken, mitentscheiden und sich einbringen.</p><p>Zudem mahnte der Bischof einen realistischen politischen Blick an. Politik dürfe sich nicht an Ideologien orientieren, sondern müsse die Wirklichkeit nüchtern wahrnehmen und auch unbequeme Entscheidungen treffen. Gerade in Zeiten globaler Krisen dürften sich Entscheidungen nicht an nationalen Eigeninteressen verengen, sagte der Bischof. Gemeinsame Herausforderungen ließen sich nur gemeinsam lösen.</p><p>Bischof Jung dankte allen, die sich in Politik, Räten und kirchlichen Gremien engagieren. Wer sich zur Wahl stelle, mache sich verletzlich, sagte er, doch auch Niederlagen gehörten dazu. Wichtig sei, wieder aufzustehen und neu anzufangen. Zudem würdigte er den langen Atem, das bessere Argument und die Freude am eigenen Tun als Voraussetzungen für gutes politisches und kirchliches Engagement.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0668; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783411428HAukdvPIat85YG" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783411428HAukdvPIat85YG</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73922</guid><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 17:57:02 +0200</pubDate><title>Aufstehen für eine heilere Welt</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/aufstehen-fuer-eine-heilere-welt/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert Gottesdienst mit über 1000 Kommunionkindern aus dem ganzen Bistum im Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Ein voller Chorraum mit Kindern auf Sitzpolstern, bunte T-Shirts, weiße Kommunionkleider und eine Band, die alle Kinder zum Klatschen, Stampfen und Hüpfen animierte: Zusammen mit über 1000 Kommunionkindern aus dem ganzen Bistum hat Weihbischof Paul Reder am Montagvormittag, 6. Juli, im Würzburger Kiliansdom einen Gottesdienst gefeiert.</p><p>Bevor der Gottesdienst losging, war die Stimmung ausgelassen, waren Gelächter und Gespräche zu hören. Zu aufregend war der große Dom, dessen Decke und Wände immer wieder Kinderaugen und Zeigefinger auf sich zogen. Zu spannend war der Schrein mit den Häuptern der Frankenapostel, vor dem sich eine Schar von Kindern versammelte. Als Weihbischof Reder zusammen mit den Konzelebranten und Ministrantinnen und Ministranten einlief, wurde es plötzlich ganz still. Bevor die Messe beginnen konnte, mussten sie zunächst auf der Treppe zum Altarraum durch die sitzenden Kinder hindurchlaufen. Kurz darauf wurde die Stille wieder mit leidenschaftlichem Singen unterbrochen, als die Band „Einfach spitze, dass du da bist!“ anstimmte und die Kinder, je nach Strophe, stampften, klatschten und hüpften.</p><p>Zum Halleluja wurde wieder gesungen – und sich bewegt. Mädchen und Jungen sangen abwechselnd „Hallelu, hallelu, hallelu, halleluja“ und „Preiset den Herrn!“. Dabei standen diejenigen, die gerade sangen, von ihren Sitzen auf. So wirkte es, als ob immer wieder Wellen über die Kirchenbänke gingen, wenn Mädchen und Jungen aufstanden und sich hinsetzten.</p><p>Nach dem Evangelium über den blinden Bettler Bartimäus sprach Weihbischof Reder zu den Kindern. „Wer ist von euch heute früh aufgestanden?“ Nach einem zögerlichen Händeheben schob Reder nach: „Jetzt müssen sich aber alle melden, sonst wärt ihr ja nicht hier.“ Bartimäus saß aber am Boden und wurde aufgefordert, aufzustehen. „Es gibt also das Aufstehen am Morgen, das Aufstehen vom Boden, wenn andere einen auffordern, und ich glaube, es gibt noch eine dritte Art von Aufstehen.“ Es sei das Aufstehen für eine heilere Welt. Das sei auch das Aufstehen des heiligen Kilian. Dieser sei aufgestanden und aufgebrochen, um das Leben für andere zu verbessern. „Auch Du kannst dafür sorgen, dass die Welt ein bisschen heiler und besser wird“, sagte Weihbischof Reder. So werde die Welt heiler, wenn man mit dem Herzen sehe und schaue, was andere Menschen brauchen und wie man ihnen helfen kann.</p><p>Dann kam wieder Bewegung in den Dom. Weihbischof Reder sprach über das Ritual der norwegischen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft. Nach einem Spiel würde die Mannschaft immer zusammen mit den Fans rudern. „Auch der heilige Kilian ist zu uns gerudert“, sagte Weihbischof Reder. Kurz darauf fingen alle im Dom an, zusammen zu rudern, indem sie beide Arme vor und zurück bewegten und bei jedem Ruderzug immer lauter „Je-sus“ riefen.</p><p>Nach dem Gottesdienst versammelten sich Kinder und Betreuer vor dem Burkardushaus, um Getränke, Bananen und Brezeln zu genießen. Danach gab es für die Kommunionkinder noch ein vielfältiges Programm mit Spielen, Domerkundungen oder dem Gestalten einer eigenen Glaubenskerze.</p><p class="text-right"><em>pdf (POW)</em></p><p>(2826/0669; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783343064IsVQKnSkpXNg4Q" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783343064IsVQKnSkpXNg4Q</a></em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73898</guid><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 10:36:37 +0200</pubDate><title>Diözesanrat spricht sich für verpflichtendes Gesellschaftsjahr aus</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/dioezesanrat-spricht-sich-fuer-verpflichtendes-gesellschaftsjahr-aus/</link><description>Kiliani-Vollversammlung diskutiert mit Politikern und jungen Menschen das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Gemeinwohl – Gremium fordert bis zu einer möglichen Grundgesetzänderung bessere Bedingungen für Freiwilligendienste</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg spricht sich für die Einführung eines verpflichtenden, geschlechtergerechten Gesellschaftsjahres aus. Auf seiner Vollversammlung im Vorfeld der Kiliani-Wallfahrtswoche diskutierte das Gremium am Samstag, 4. Juli, intensiv über das Verhältnis von persönlicher Freiheit und Gemeinwohl. In einer gemeinsamen <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/zur-diskussion-um-ein-verpflichtendes-gesellschaftsjahr-und-die-staerkung-der-aktuellen-freiwilligendienste/" target="_blank" class="external-link">Stellungnahme</a> betonten der Vorsitzende Dr. Michael Wolf und seine Stellvertreter Anja Mantel und Ralf Sauer, dass das Dienstjahr jungen Menschen die freie Wahl zwischen der Bundeswehr, dem Zivil- und Katastrophenschutz sowie sozialen und ökologischen Bereichen lassen müsse. Ziel sei neben der Steigerung der Resistenz nach innen und außen, Menschen unterschiedlicher Milieus zusammenzubringen, Vorurteile abzubauen und die Demokratie gegen Polarisierung zu stärken. Zudem biete das Jahr Orientierung für den Lebensweg und fördere die Geschlechtergerechtigkeit.</p><p>Da für die Einführung eine Grundgesetzänderung nötig ist, fordert der Diözesanrat bis zu einer politischen Mehrheit eine sofortige Stärkung der bestehenden Freiwilligendienste. Diese müssten finanziell besser ausgestattet, im Berufsweg stärker anerkannt und auch für junge Menschen mit Hauptschulabschluss sowie für Männer attraktiver gestaltet werden.</p><p class="MsoBodyText">Ihre persönlichen Ansichten zum Thema trugen zuvor aus Sicht der Politik die Bundestagsabgeordneten Dr.&nbsp;Anja Weisgerber (CSU) und Niklas Wagener (Bündnis 90/Die Grünen) vor, ebenso Henner Gädtke, Bundesvorsitzender des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), und Maximilian Kramlich, unterfränkischer Bezirksschülersprecher für Gymnasien.</p><p>Weisgerber hob in ihrem Statement hervor, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht von selbst entstehe. Jeder müsse sich einbringen. Das gelte insbesondere jetzt, da die Sicherheit des Landes so herausgefordert sei wie nicht mehr seit Ende des Kalten Kriegs. Deswegen, erklärte Weisgerber, habe sie sich auch persönlich dafür eingesetzt, dass sich auch Frauen verpflichtend bei der Befragung zur Bereitschaft zum Wehrdienst äußern müssen. „Leider vergeblich“, wie sie betonte.</p><p>Bezirksschülersprecher Kramlich sagte, er habe bei den Schülerinnen und Schülern eine Meinung zum Thema abgefragt. Dafür und dagegen hielten sich in etwa die Waage. „Ich möchte betonen, dass meine Generation nicht zu faul ist. Im Gegenteil, mehr von uns als je zuvor arbeiten neben der Schule, um sich etwas dazuzuverdienen.“ Es passe aber vielen nicht, wenn etwas für sie entschieden werde, ohne dass sie als Betroffene selbst dazu gehört würden.</p><p>„Die Bundeswehr muss stark sein, damit es niemand wagt, uns anzugreifen. Material allein reicht nicht, es braucht auch Personal“, erklärte Wagener. Er gehört dem Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestags an. Wagener plädierte dafür, Verteidigung und Resilienz breiter zu sehen als allein militärisch. Auch in der Pflege, für die kritische Infrastruktur und zum Schutz und Erhalt der Umwelt seien Menschen vonnöten. Deswegen befürworte er auch eher ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle.</p><p>BDKJ-Bundesvorsitzender Gädtke brach eine Lanze dafür, freiwillige Dienste auch als solche zu belassen. „Wir hätten als Träger solcher Angebote im vergangenen Jahr 30 Prozent mehr Plätze vergeben können als wir haben. Es fehlten uns aber die Mittel.“</p><p>In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der auch Diözesanratsvorsitzender Wolf teilnahm, kamen schnell einige Herausforderungen zutage, die mit einer allgemeinen Dienstpflicht für Männer und Frauen verbunden wären. Zum einen bedürfte es dafür einer Zwei-Drittel-Mehrheit des Bundestags, und eine Zustimmung seitens der AfD und der Linken sei wenig wahrscheinlich. Zum anderen seien die 2600 Euro brutto, die Wehrdienstleistende erhielten, deutlich mehr als das Geld, das es derzeit bei anderen Freiwilligendiensten gebe. Auch die Bundeswehr, durch das Sondervermögen im Zuge der „Zeitenwende“ finanziell gut ausgestattet, könne keineswegs sofort die geforderte Zusatzmenge an neuen Soldaten ausbilden, ausstatten oder beherbergen. Einig zeigten sich insbesondere die beiden Bundestagsabgeordneten, dass eine Entscheidung nicht über die Köpfe der jungen Leute hinweg gefällt werden dürfe. Zu diesem Zweck seien Veranstaltungen wie diese Podiumsdiskussion sehr wertvoll, betonten die beiden.</p><p>Bevor der Diözesanrat am Samstagabend die letzte gemeinsame Sitzung vor der Neukonstituierung im Herbst mit einem Grillabend und Kabarett mit Fredi Breunig ausklingen ließ, informierte Birke Schmidt, Referentin für Ehrenamtsförderung und Engagemententwicklung, über die vielfältigen Unterstützungsangebote der Diözese für Ehrenamtliche. Mit Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran tauschten sich die Delegierten zudem über die Evaluation des Prozesses „Gemeinsam Kirche sein ‒ Pastoral der Zukunft“ aus.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(2826/0664; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73887</guid><pubDate>Sun, 05 Jul 2026 15:10:59 +0200</pubDate><title>„Getauft zu sein bedeutet, einen persönlichen Auftrag zu haben“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/getauft-zu-sein-bedeutet-einen-persoenlichen-auftrag-zu-haben/</link><description>Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 feierlich eröffnet – Delegationen aus Irland und Schottland feiern mit – Rund 1100 Gläubige beim Pontifikalgottesdienst – Reliquienprozession von Sankt Burkard zum Kiliansdom 
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Die Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 hat begonnen: Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung eröffnete sie feierlich am Sonntag, 5. Juli, mit der Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel von der Pfarrkirche Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke in den Kiliansdom. Dort feierte der Bischof einen Pontifikalgottesdienst mit rund 1100&nbsp;Gläubigen. In seiner Predigt ermahnte der Bischof die Gläubigen nachdrücklich zu gesellschaftlichem Engagement und zum Übernehmen persönlicher Verantwortung. Die Wallfahrtswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“.</p><p>Verbunden über die gleiche iro-schottische Mönchs- und Glaubenstradition, in der Kilian, Kolonat und Totnan standen, nahmen Delegationen aus der Würzburger Partnerstadt Dundee in Schottland und dem County Cavan (Irland), in dem Kilians Geburtsort Mullagh liegt. An der Spitze der schottischen Delegation stand George Laidlaw, Vorsitzender der Dundee Würzburg Twinning Association, die irische wurde von Niall Smith, stellvertretender Vorsitzender des Cavan County Council, angeführt.&nbsp;</p><p>Die Prozession mit den Häuptern der Frankenapostel begann mit einer Statio in der Pfarrkirche Sankt Burkard auf der anderen Mainseite. Dort begrüßte Bischof Jung besonders die ausländischen Gäste. Den Zug zum Dom begleitete eine große Zahl von Gläubigen, unter anderem Weihbischof Dompropst Paul Reder, Weihbischof em. Ulrich Boom, Vertreter des Domkapitels und des Allgemeinen Geistlichen Rats, Mitglieder des Diözesanrats der Katholiken, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig, Landrat Thomas Ebert (Würzburg), Ordensleute, außerdem Familiaren des Deutschen Ordens, Ritter vom Heiligen Grab sowie Fahnenabordnungen von Verbänden, Vereinen, Studentenverbindungen und Innungen. Den Reliquienschrein trugen abwechselnd Priesterseminaristen, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg, der Malteser sowie des Diözesanrats.</p><p>Zum Kiliani-Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ erklärte der Bischof in seiner Predigt, dass die Kirche und das Gemeinwesen von Menschen lebten, die selbst aktiv werden, statt die Verantwortung auf andere oder staatliche und kirchliche Institutionen abzuwälzen. Getauft zu sein bedeute, einen persönlichen Auftrag zu haben. Orientierung böten hierbei die drei Bistumspatrone Kilian, Kolonat und Totnan, die als Frankenapostel mutig ihre Heimat verließen, um den Glauben in die Welt zu tragen.</p><p>Bischof Jung betonte, dass der christliche Glaube „zutiefst politisch“ sei und nicht an der Kirchentür ende. Er rief dazu auf, sich mutig in gesellschaftliche Debatten einzumischen – sei es durch den Einsatz für Hilfsbedürftige am Rande der Gesellschaft, den Schutz des ungeborenen Lebens, die Ablehnung des assistierten Suizids oder das Engagement gegen die gesellschaftliche Polarisierung. „Deshalb stellen wir Plattformen bereit, um das Gespräch untereinander nicht abreißen zu lassen und der Polarisierung entgegenzuwirken – wie in der Demokratiekirche beim Katholikentag oder in der Akademiearbeit“, betonte Bischof Jung. Trotz eines zunehmend raueren gesellschaftlichen Klimas, das von Verunglimpfungen bis hin zu offener Gewalt reiche, dürften Christinnen und Christen sich nicht einschüchtern lassen. Das Vorbild der Frankenapostel ermutige dazu, dem Gegenwind ohne Furcht standzuhalten, Missständen zu widersprechen und auf die Kraft des Evangeliums zu vertrauen.</p><p>Viele Gläubige ließen sich nach dem Gottesdienst einzeln unter Auflegung von Reliquien der Frankenapostel segnen. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts im Dom sorgten Domorganist Professor Stefan Schmidt sowie der Domchor, die Domsingknaben und zwei Bläserensembles unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und Domkantor Julian Beutmiller, unter anderem mit der „Kiliani-Intrada“ von Julian Beutmiller, der „Missa octo vocum“ von Hans Leo Hassler sowie Werken von Michael Praetorius, Peter Planyavsky und Eugène Gigout. Die Prozession gestalteten das Symphonische Blasorchester Kürnach und der Kammerchor der Würzburger Kantorei musikalisch. Eine Begegnung auf dem Platz vor dem Burkardushaus schloss sich an den Gottesdienst an. Der Kiliansplatz, wo sich sonst die Menschen austauschen und erfrischen, steht in diesem Jahr wegen Bauarbeiten am Kilianshaus nicht zur Verfügung.</p><p class="text-right"><br /><em>mh (POW)</em></p><p><br />(2826/0661; E-Mail voraus)<br /><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hie</strong>r: <a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783084002wZxUU3QUteziwR" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783084002wZxUU3QUteziwR</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73881</guid><pubDate>Sat, 04 Jul 2026 21:47:00 +0200</pubDate><title>Musik verbindet über Kontinente hinweg</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/musik-verbindet-ueber-kontinente-hinweg/</link><description>Mädchenkantorei gestaltet musikalisches Abendgebet im Neumünster – Persönliche Zeugnisse zu Glaube, Liebe und Hoffnung – Chorreise nach Tansania in den Sommerferien</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit einem musikalischen Abendgebet unter der Überschrift „Hope – Faith – Love“ (Hoffnung, Glaube, Liebe) hat die Mädchenkantorei am Würzburger Dom am Samstagabend, 4. Juli, einen tiefgründigen Akzent zum Auftakt der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 gesetzt. Rund 250&nbsp;Personen nahmen an dem Gebet teil. Die spirituellen Impulse der von Domdekan Dr. Jürgen Vorndran geleiteten Feier kamen von Mitgliedern des Chores. Die neu gewählte Generaloberin der Erlöserschwestern, Schwester Tadea Mpanda aus Tansania, las das Evangelium auf Kisuaheli vor.</p><p>Unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth trugen die Sängerinnen neben Mia Makaroffs „Spes“ oder Ola Gjeilos „Ubi caritas et amor“ auch Lieder auf Suaheli vor. Unter anderem erklangen „Baba yetu“ von Christopher Tin und „Kein schöner Land/Sayari yetu“ von Oliver Gies. Das Programm haben die jungen Sängerinnen für ihre Begegnungsreise in das Partnerbistum Mbinga in Tansania in den Sommerferien vorbereitet. Als Kulturbotschafter will die Mädchenkantorei, begleitet von Domdekan Vorndran, dort in Konzerten, musikalischen Begegnungen, gemeinsamen Proben und Workshops in einen musikalischen und emotionalen Dialog treten und die gegenseitige Verbindung vertiefen.</p><p>Drei Chormitglieder erläuterten zwischen den Liedern die drei christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe mit Erfahrungen aus ihrem eigenen Alltag – geprägt von Abiturstress, persönlichen Krisen, aber vor allem von einer unerschütterlichen Chorgemeinschaft und der großen Vorfreude auf eine anstehende Reise nach Tansania.</p><p>Dass diese Gemeinschaft auch durch schwere Zeiten trägt, verdeutlichte Marie Häusler in ihrem Impuls zur Hoffnung. Hoffnung sei nichts, womit man geboren werde, man müsse diese erst aktivieren. Das gelte gerade für Phasen, in denen man nicht mehr weiterwisse. Wie greifbar diese Hoffnung durch Mitmenschen werden kann, symbolisierte der Plüschpinguin „Hazel“: Dieses Geschenk des Chores habe sie in einer dunklen Lebensphase daran erinnert, dass eine Gemeinschaft hinter ihr stehe, die den Glauben an sie nie aufgegeben hat. „Am Ende ist Hoffnung das Wertvollste, was man einander schenken kann“, betonte sie.</p><p>Theophanu Opel erklärte in ihrem Impuls zum Thema Glauben, dass sich das Gottesbild beim Aufwachsen verändere und entwickle. Neben kindliche Gewissheiten träten im Jugendalter unweigerlich Zweifel und Fragen. Die Antwort darauf lasse sich im Vertrauen auf Gottes Zusage „Ich bin da“ und ganz praktisch im gemeinsamen Erleben finden: Wenn der Chor singt, werde der Glaube durch die Musik unmittelbar spürbar und verbinde Menschen über Kontinente hinweg.</p><p>Marie Schulze schließlich beschrieb Liebe als einen komplexen Zustand, der durch Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Wertschätzung sichtbar werde. Ob durch die Unterstützung der Familie während der Abiturphase, das Gefühl von Geborgenheit auf Chorfahrten oder kleine Gesten der Nächstenliebe im Alltag: Liebe sei das Fundament des Miteinanders. Sie erfordere jedoch auch Selbstliebe sowie Offenheit und Toleranz gegenüber dem Neuen.</p><p>Für die drei Glaubenszeugnisse wie für die musikalische Darbietung gab es großen Applaus.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(2826/0663; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong></em><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783194290u7SMiovkA4S7Te" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783194290u7SMiovkA4S7Te</a></em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73873</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 23:32:40 +0200</pubDate><title>„Wieder aufzustehen gehört zum Eheleben“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/wieder-aufzustehen-gehoert-zum-eheleben/</link><description>Jubelehepaare erzählen, wo Gott ihnen in ihrer Ehe Mut geschenkt hat</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg </strong>(POW) Insgesamt knapp 1600 Ehepaare, die seit 25, 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind, haben an den der Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 vorgeschalteten vier Ehejubilarsgottesdiensten teilgenommen. Bischof Dr. Franz Jung und Weihbischof Paul Reder feierten diese am Donnerstag, 2.,&nbsp;und Freitag, 3. Juli, im Würzburger Kiliansdom. Zentrales Thema war „Hab Mut, steh auf!“. Die Pressestelle des Bistums Würzburg hat nach den Gottesdiensten Ehepaare befragt: „Wo haben Sie in Ihrer Ehe erfahren, dass Gott Ihnen Mut schenkt?“ Hier einige Antworten.</p><p><em><strong>Gudrun (71) und Otto (73) Balling aus Hollstadt (Dekanat Rhön-Grabfeld):</strong></em></p><p>„In 50 Ehejahren gibt es sehr viele Momente, wo beide den Mut haben müssen, aufzustehen. Es gibt immer Knackpunkte und Spannungen, wo man sich wieder zusammenraufen muss. Und das gehört zum Eheleben dazu, immer wieder zu verzeihen und wieder aufzustehen und den Mut zu haben, weiterzumachen.“</p><p><em><strong>Helmuth (74) und Rita (70) Pickel aus Baunach (Dekanat Haßberge):</strong></em></p><p>Helmuth: „Vor drei Jahren habe ich einen schweren Unfall gehabt, war im Krankenhaus auf Intensiv gelegen. Sie war ständig bei mir. Und das hat die Ehe auch wieder ein bisschen mehr zusammengeschweißt.“ Rita: „Da wollt‘ er wirklich wieder auf die Beine kommen.“</p><p><em><strong>Berthold (77) und Brigitte (73) Herdt aus Greußenheim (Dekanat Würzburg):</strong></em></p><p>„Wir haben immer Mut gehabt, das zu machen, was wir uns vorgenommen haben – zum Beispiel haben wir ein Haus gebaut. Wir haben einen Sohn, hätten gerne mehr Kinder gehabt. Jetzt haben wir einen Sohn und zwei wunderbare Enkel.“</p><p><em><strong>Winfried (79) und Barbara (70) Braun aus Schonungen (Dekanat Schweinfurt):</strong></em></p><p>Winfried: „Ich hatte schon mehrere, schwerere Erkrankungen. Und da war es letztendlich auch immer wieder Mut für mich, wieder auf die Beine zu kommen, für die Familie zurückzukommen, und natürlich hatte meine Frau da auch sehr viel Anteil daran, dass ich heute noch so auf den Beinen stehe.“</p><p><em><strong>Margarete (72) und Josef (73) Speth aus Schneeberg (Dekanat Miltenberg).</strong></em></p><p>„Es gibt nicht nur Höhen, es gibt Höhen und Täler, Niederlagen und Brüche. Man braucht immer wieder Mut, um aufzustehen.“</p><p><em><strong>Silvia (72) und Peter (72) Retzer aus Gerbrunn (Dekanat Würzburg):</strong></em></p><p>„Mut braucht man ständig, es gibt ja viele Herausforderungen. Sei es Kindererziehung oder das alltägliche Leben. In 50 Jahren kommen schon einige Herausforderungen zusammen und da braucht man halt Mut, um da durchzukommen.“</p><p><em><strong>Elvi (72) und Günter (72) Flammersberger aus Gaubüttelbrunn (Dekanat Würzburg):</strong></em></p><p>„Man braucht in der Ehe in vielen Momenten Mut. Mut um die Wahrheit zu sagen, Mut die Ehepflicht zu erfüllen, Mut zu vertrauen und auch Mut zu lieben. Mut gehört eigentlich überall dazu.“</p><p><em><strong>Petra (51) und Michael (52) Albert aus Burkardroth (Dekanat Bad Kissingen):</strong></em></p><p>„Unsere weißgoldenen Eheringe haben jeweils in der Mitte ein gelbgoldenes Band. Das symbolisiert: Gott ist immer mittendrin dabei. Wir wissen ihn jeden Tag bei uns und haben seinen Beistand in den vergangenen 25 Jahren in vielen Situationen brauchen können.“</p><p><em><strong>Kerstin (53) und Detlev (55) Rausch aus Ochsenfurt (Dekanat Würzburg):</strong></em></p><p>„Als wir in einer Krise waren, haben wir uns an das Eheversprechen erinnert, in dem wir einander zugesagt haben, in guten wie in schlechten Tagen zusammenzubleiben, und uns neu zusammengerauft. Der Priester, der uns getraut hat, hatte damals recht, als er uns beim Traugespräch gesagt hat: ,Und glaubt nicht, dass das einfach wird'.“</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>rr/pdf/mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><span style="font-style:normal">(2826/0659; E-Mail voraus)</span></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Rhön-Grabfeld</category><category>Schweinfurt</category><category>Haßberge</category><category>Würzburg</category><category>Bad Kissingen</category><category>Miltenberg</category><category>Kiliani</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-73872</guid><pubDate>Fri, 03 Jul 2026 23:21:37 +0200</pubDate><title>„Gott loben für den gemeinsamen Weg“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gott-loben-fuer-den-gemeinsamen-weg/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Pontifikalgottesdienst mit Silberpaaren</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg</strong> (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Freitagabend, 3. Juli, mit rund 350 Ehepaaren, die seit 25&nbsp;Jahren verheiratet sind, im Würzburger Kiliansdom unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ einen Pontifikalgottesdienst gefeiert. „Gott segne und begleite Sie in all den Jahren, die da noch kommen mögen“, rief er den Eheleuten zu. Im Gottesdienst erneuerten die Paare ihr Eheversprechen. Am Eingang zum Dom erhielt jedes Paar ein geschnitztes Herz aus Olivenholz, hergestellt von palästinensischen Christen im Heiligen Land.</p><p>Nach dem Gottesdienst konnten sich die Paare vom Bischof und weiteren Seelsorgerinnen und Seelsorgern einzeln segnen lassen. Die anschließende Begegnung fand auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus statt. Der Kiliansplatz, wo sonst nach dem Gottesdienst Raum für Austausch und Erfrischung ist, ist in diesem Jahr aufgrund der Bauarbeiten am Kilianshaus gesperrt. Viele Ehepaare nutzten die Gelegenheit, um ein Erinnerungsfoto mit dem Bischof zu schießen.</p><p>In seiner Predigt zog Bischof Jung Parallelen zwischen dem biblischen Bettler Bartimäus und den Phasen einer langjährigen Partnerschaft. Das gemeinsame Leben erfordere immer wieder den Mut, neu aufzustehen, um sich „die Augen öffnen“ zu lassen. Der Bischof dankte den Jubilaren für ihre gelebte Treue und gratulierte ihnen zu ihrem gemeinsamen Weg: „Die Zeit zum Singen ist da, die Zeit, Gott zu loben für den gemeinsamen Weg.“</p><p>Der Weg führe Paare durch viele Stationen: vom „Lockruf in eine neue Zweisamkeit“ über das Verlassen der eigenen Komfortzone in den ersten Jahren bis hin zur Familienphase, erläuterte der Bischof in seiner Predigt. Auch das Älterwerden bringe Umbrüche. Wenn die Kinder das Haus verlassen, gelte es, die Rollen neu zu definieren. Dabei sei es wichtig, „mutig die eigenen blinden Flecken sehen zu lernen“.</p><p>Besonders in schweren Lebens- und Glaubenskrisen wie Krankheit oder dem Verlust des Arbeitsplatzes sei es eine große Gnade, sich gegenseitig tragen und bestärken zu können. Dieses gemeinsame Aufstehen sei „immer schon ein Abglanz des österlichen Auferstehens“, erklärte Bischof Jung.</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>mh (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(2826/0660; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Weitere Bilder finden Sie unter: </b></u></i><i><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1783083803bvG8Nh2AwydjJu" target="_blank" rel="noreferrer">bistum-wuerzburg.px.media/share/1783083803bvG8Nh2AwydjJu</a></i></span></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item></channel></rss>