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Schwerpunktthema „Einsamkeit“

Einsamkeit – ein Thema für die Kirche?

Einblicke von Betroffenen – Einschätzung von Albert Knött, Leiter der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL), und Gemeindereferentin Sabine Mehling-Sitter, Leiterin der Frauenseelsorge – Gesprächsangebote im Bistum

Würzburg (POW) „Insgesamt ist Einsamkeit schon ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Da wird nur nicht so gerne darüber gesprochen“, sagt Sabine Mehling-Sitter, Gemeindereferentin und Leiterin der Frauenseelsorge im Bistum Würzburg. Magdalena Rössert, Volontärin im Medienhaus des Bistums Würzburg, hat sich im Rahmen ihrer Recherchearbeit mit dem Thema Einsamkeit beschäftigt. Das Ergebnis ist in Form eines Onlinedossiers unter https://bistum-wuerzburg.pageflow.io/einsamkeit-ein-thema-fur-die-kirche#309369 veröffentlicht.

Im ersten Teil zeigen O-Töne von Betroffenen und ein Porträt über Timo Heilig, wie es sich anfühlt, einsam zu sein. Heilig kämpft bereits seit seiner Kindheit mit dem Gefühl der Einsamkeit. Er erzählt von seiner schwierigen Jugend, in der er seine Mutter pflegte und Probleme in der Schule hatte; von psychischen Erkrankungen, Mobbing und Selbstzweifeln. All diese Probleme wurden von dem Gefühl der Einsamkeit begleitet: „Es wird einfach ein Teil des Lebens, man nimmt das hin. Es gibt Phasen, da ist es weniger ausgeprägt, aber es ist nie ganz weg.“ Es habe ihm geholfen, darüber zu sprechen. Deshalb besucht Heilig seit seiner Jugend Beratungsstellen.

Eine Einschätzung zur Problematik der Einsamkeit in der Gesellschaft gibt Albert Knött, Leiter der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Bistum Würzburg: „Heute wird über manche Themen mehr gesprochen, manche Themen werden mehr wahrgenommen und mehr thematisiert als früher. Das heißt nicht, dass es das Problem nicht da auch schon gab.“ Er denke dennoch, dass die Nutzung von Handys und sozialen Netzwerken die Zeit beeinflusst, die man mit realen Kontakten verbringt, und so die Einsamkeit gefördert wird. Potenzial der Kirche, dem Gefühl der Einsamkeit entgegenzuwirken, sieht Gemeindereferentin Sabine Mehling-Sitter, Leiterin der Frauenseelsorge im Bistum Würzburg. „Im Prinzip bemüht sich die kirchliche und seelsorgliche Arbeit tatsächlich, Beziehungen und Kontakte zu knüpfen.“ Häufig sei die Schwelle, solche Angebote wahrzunehmen, durch Anmeldungen und weite Wege groß. Wolle die kirchliche Arbeit Prävention und Entgegenwirken von Einsamkeit als ihr Thema betrachten, seien niederschwellige Angebote gefragt.

Ein solches stellt zum Beispiel der offene Jugendtreff „Katakombe“ in Aschaffenburg dar. Im Onlinedossier wird der offene Treff in einem Video vorgestellt. Jonas Müller, Leiter der „Katakombe“, sieht in den vergangenen Jahren das Problem der Einsamkeit besonders bei Jugendlichen. „Meiner Meinung nach kommt das sehr stark aus dem Leistungsdruck, von dem mir Jugendliche immer mehr erzählen.“

Darüber hinaus sind die Gesprächsangebote und Kontaktpersonen des Bistums Würzburg für die unterschiedlichen Zielgruppen aufgelistet. Zum Beispiel sind die Gesprächsläden für Erwachsene in Aschaffenburg, Bad Kissingen, Würzburg und Schweinfurt genannt.

Magdalena Rössert (POW)

(0322/0059; E-Mail voraus)

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